CH186594A - Vollpipette zur Entnahme bestimmter Flüssigkeitsmengen durch Tauchen. - Google Patents

Vollpipette zur Entnahme bestimmter Flüssigkeitsmengen durch Tauchen.

Info

Publication number
CH186594A
CH186594A CH186594DA CH186594A CH 186594 A CH186594 A CH 186594A CH 186594D A CH186594D A CH 186594DA CH 186594 A CH186594 A CH 186594A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
tube
pipette
dependent
extension
pipette according
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Mayrhofer Georg Dr Ing
Original Assignee
Mayrhofer Georg Dr Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mayrhofer Georg Dr Ing filed Critical Mayrhofer Georg Dr Ing
Publication of CH186594A publication Critical patent/CH186594A/de

Links

Landscapes

  • Devices For Use In Laboratory Experiments (AREA)

Description


  Vollpipette zur Entnahme bestimmter Flüssigkeitsmengen durch Tauchen.         Den    bekannten Vollpipetten und Hebern,  die zur Entnahme bestimmter Flüssigkeits  mengen aus grösseren     Behältnissen    dienen  und durch Ansaugen der Flüssigkeit und  Einstellen auf eine bestimmte Marke gehand  habt werden, haften verschiedene Nachteile  an. Diese Nachteile machen sich insbeson  dere dort bemerkbar, wo eine grössere Zahl  von rasch aufeinanderfolgenden Ansaugen  gen meist durch nicht fachtechnisch ge  schulte Personen durchgeführt werden müs  sen. Häufig     wird    in diesen Fällen ein mehr  maliges Ansaugen und     Einstellen    auf die an  gezeichnete Marke erforderlich, was nicht  nur zeitraubend, sondern auf die Dauer auch  sehr ermüdend ist.

   Das Einstellen des Flüs  sigkeitsspiegels auf die Niveaumarke ver  langt eine gewisse manuelle Geschicklichkeit,  so dass, solche Pipetten von     Menschen,    die  schwere     Handarbeit    leisten, zum Beispiel in  der     Landwirtschaft,    nicht benützt werden       können.        Meist        macht        das    leichte Abheben       des        Zeigefingers    oder Daumens (wie bei    Hebern) Schwierigkeiten, dieser wird zu  lange abgehoben, so dass zuviel Flüssigkeit  abrinnt und neuerdings wieder angesaugt  werden muss.

   Ferner werden durch das wie  derholte Ansaugen die Speicheldrüsen ange  regt, so dass es vorkommt, dass Speichel     in     die Flüssigkeit gelangt. Auch vom hygieni  schen Standpunkt aus sind die bekannten  Vollpipetten nicht gerade empfehlenswert.  Beim     Pipettieren    von Säuren kommt es  manchmal auch vor, dass, trotzdem als Auf  fanggefäss eine doppelte Kugel vorgeschrie  ben ist, von weniger Geübten Flüssigkeit in  den Mund gesaugt     wird,    was zu Verätzungen  führt.

   Es sind zwar bereits mehrfach Voll  pipetten vorgeschlagen worden, bei welchen  durch     einen    Gummiballon die Luft ange  saugt und eine selbsttätige Einstellung des       Flüssigkeitsspiegels    bewirkt wird, jedoch  sind diese Pipetten durch ihre     Kompliziert-          heit    viel zu kostspielig und können meist nur  durch geübtes     Laboratoriumspersonal    bedient  werden.

        Die Erfindung betrifft nun eine sehr ein  fach zu bedienende und zufolge ihrer Ein  fachheit sehr billig herzustellende Vollpi  pette, welche durch Eintauchen in die Flüs  sigkeit     gefüllt    wird und die Einstellung des  Flüssigkeitsspiegels selbsttätig vornimmt, so  dass sämtliche geschilderten Nachteile ver  mieden werden. In grösserer Ausführung  kann diese     Pipette    auch als Heber (Wein,  Most,     Alkohol        etc.)    verwendet werden.  



  Die Vollpipette gemäss der Erfindung  kennzeichnet sich dadurch, dass sie ein nach  unten zu erweitertes, unten geschlossenes  Rohr     und    eine Ablauföffnung in der Höhe  des einzustellenden Flüssigkeitsspiegels auf  weist, so     dass,    der Überschuss der beim Tau  chen     eintretenden    Flüssigkeit nach dem Her  ausheben der Pipette durch die Ablauföff  nungen selbsttätig ausfliesst.  



  Gemäss, einer bevorzugten Ausführungs  form der Erfindung wird die Pipette so aus  gestaltet,     dass    die Ablauföffnung von der in  der Höhe des einzustellenden Flüssigkeits  spiegels .gelegenen obern     Mündung    eines im  Innern des zylindrisch, kugelig oder birnen  förmig     erweiterten        Pipettenrohres    ange  brachten     Abflussröhrchens    gebildet wird, das  vorzugsweise durch das untere geschlossene  Ende der Erweiterung herausgeführt ist.  Wird die Pipette in die Flüssigkeit getaucht,  so steigt diese durch das     Abflussröhrchen    in  den erweiterten Teil     und    füllt ihn, je nach  dem, wie tief die Pipette getaucht wird.

    Nachdem Herausheben fliesst der Überschuss  so lange ab, bis der     Flüssigkeitsspiegel    mit  der obern Mündung des Röhrchens abschnei  det und in der Pipette eine bestimmte Flüs  sigkeitsmenge enthalten ist. Das Entleeren  erfolgt sodann durch Neigen der     _    Pipette,  wobei die Flüssigkeit durch das Pipetten  rohr     ausfliesst.    Es sind aber natürlich noch  andere Ausführungsformen möglich, vor  allem kann das     Ablaufröhrchen    weggelassen  und die Ablauföffnung direkt in der     Pipet-          tenwand,    in der Höhe des gewünschten Flüs  sigkeitsspiegels angebracht werden.

   Es       können:    auch mehrere Ablauföffnungen in  gleicher Höhe vorgesehen     sein.            In    der     Zeichnung    sind verschiedene bei  spielsweise Ausführungsformen des Erfin  dungsgegenstandes dargestellt.     Fig.    1 und 2  sind Pipetten mit     vertikalem    Ablaufröhr  chen und nach oben gerichteter innerer Mün  dung.     Fig.    3 und 4 sind Pipetten mit Ab  flussöffnungen in der Rohrwand;     Fig.    5 ist.

    eine Pipette, deren Ablaufrohr am obern  Ende umgebogen ist;     Fig.    6 zeigt eine  Pipette, deren Ablaufrohr eine seitliche Öff  nung besitzt,     Fig.    7 eine Pipette, deren Ab  laufrohr am     innern    Mündungsende verjüngt  ist, und     Fig.    8 ist eine Pipette mit gekrümm  tem Ablaufrohr.  



  Die Pipette gemäss     Fig.    1 besteht aus  einem geraden Rohr 1, das am untern Ende       birnen-    oder     zwiebelförmig    erweitert ist. Im  Innern der Erweiterung 2 ist ein Röhrchen  3 angebracht, dessen obere     Mündung    in der  Höhe des einzustellenden Flüssigkeitsspie  gels gelegen ist und die Ablauföffnung     .1     bildet. Das Ablaufröhrchen ist durch die  Wand der am untern Ende geschlossenen Er  weiterung 2 hindurchgeführt und besitzt,  eine abgeschrägte äussere Mündung 5.

   Durch  die     Abschräbgung    wird bewirkt, dass im Röhr  chen keine Flüssigkeitstropfen zurückblei  ben, welche die     Messgenauigkeit    beeinträch  tigen könnten: die     3Tündung    kann aber auch  gerade ausgeführt werden     (Fig.    2). Die in       Fig.    2 dargestellte Ausführungsform unter  scheidet sich von der gemäss     Fig.    1 auch da  durch,     dass    sie eine zylindrische     Erweiterung     des     Pipettenrohres    aufweist. Es könnte auch  eine kugelige Erweiterung vorgesehen wer  den.  



  Die Handhabung der erfindungsgemä  ssen Pipette erfolgt in der Weise, dass sie  zuerst durch Eintauchen in die zu unter  suchende Flüssigkeit gefüllt wird, worauf  sich der genaue Flüssigkeitsspiegel     selbst-          tätig    einstellt,     indem    der     Flüssigkeitsüber-          schuss    durch     das        Ablaufröbrchen    3.     abrinnt.     Durch Neigen kann der Inhalt durch das  Rohr 1 ausgeleert werden.  



  Um eine möglichst grosse     Messgenauig-          keit    zu erhalten, ist es unter Umständen vor  teilhaft, die     Ablauföffnung        bezw.    die obere      Mündung des Ablaufröhrchens in der Höhe  der     Übergangsstelle    6 der Erweiterung in  das Rohr der Pipette oder oberhalb dersel  ben anzubringen, da an diesen Stellen die  Flüssigkeitsoberfläche kleiner ist als im er  weiterten Teil und sich daher ein Schiefhal  ten der Pipette nicht so stark     auswirkt.    Ge  mäss einer weiteren Ausführungsform kann  auch das obere Ende des Ablaufröhrchens  um 180   gebogen werden,

   so dass die Mün  dung nach     abwärts    gerichtet ist     (Fig.    5),  oder das obere Ende des Ablaufrohres wird  geschlossen, wie     Fig.    6 zeigt und     statt    dessen  die     Ablauföffnung    seitlich an dem Röhrchen  angebracht. Gemäss     Fig.    7 kann das Ablauf  röhrchen auch so ausgebildet werden, dass  seine lichte Weite gegen die Ablauföffnung  4 hin abnimmt. Durch alle diese Massnah  men soll eine möglichst genaue Einstellung  des Flüssigkeitsniveaus erzielt und das Zu  rückbleiben von Tröpfchen in dem Ablauf  röhrchen, die das     Messergebnis    beeinflussen  könnten, verhindert werden.

   Das Ablauf  röhrchen 3 muss natürlich nicht unbedingt  am     geschlossenen    Ende der Erweiterung 2  nach aussen     geführt    werden, sondern es kann  auch gekrümmt     sein        (Fig.    8)     und    an der  Seite münden.  



  Eine besonders einfache Form einer  Tauchpipette stellen die     Fig.    3 und 4 dar.  Bei dieser     Ausführungsform    ist kein Ab  laufröhrchen vorgesehen, sondern es ist in  der Höhe des einzustellenden Flüssigkeits  spiegels eine Ablauföffnung in der Wand  der Pipette angebracht. Es ist vorteilhaft.  um den Einfluss einer Schrägstellung der  Pipette     bezw.    des Flüssigkeitsspiegels mög  lichst gering zu machen, die Ablauföffnung  4, wie     Fig.    3 erkennen lässt, oberhalb des  erweiterten Teils 2 am Rohr 1 oder an einer  Verengung des Rohres anzuordnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vollpipette zur Entnahme bestimmter Flüssigkeitsmengen durch Tauchen, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein nach unten zu erweitertes, unten geschlossenes Rohr und eine Ablauföffnung in der Höhe des einzu- stellenden Flüssigkeitsspiegels aufweist, so dass der Überschuss der beim Tauchen ein tretenden Flüssigkeit nach dem Herausheben der Pipette durch die Ablauföffnung selbst tätig ausfliesst.
    UN TERAN SPRüCHE 1. Vollpipette nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablauf öffnung (4) von der in der Höhe des ein zustellenden Flüssigkeitsspiegels gelege nen obern Mündung eines im Innern der Erweiterung (2) angebrachten Ablauf röhrchens (3) gebildet ist.
    2. Vollpipette nach dem Patentanspruch und nach .dein Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablauföffnung (4) in der Höhe der Übergangsstelle (6) der Erweiterung (2) in den engern Teil des Rohres (1) der Pipette angeordnet ist.
    3. Vollpipette nach dem Patentanspruch und nach dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablauföffnung (4) oberhalb der Übergangsstelle (6) der Erweiterung (2) in den engen Teil des Rohres (1) der Pipette angeordnet ist. 4.
    Vollpipette nach dem Patentanspruch und nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die lichte Weite des im Innern der Erweiterung (2) ange brachten Ablaufröhrchens (3) gegen die die Ablauföffnung (4) bildende obere Mündung hin abnimmt (Fig. 7). 5.
    Vollpipette nach dem Patentanspruch und nach Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass. das obere Ende des im Innern der Erweiterung angebrachten Ablaufröhrchens (3) um 180 gebogen und die Mündung nach abwärts gerich tet ist (Fig. .5). 6.
    Vollpipette nach dem Patentanspruch und nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das obere Ende des im Innern der Erweiterung angebrachten Ablaufröhrchens (3) geschlossen ist und eine seitliche Ablauföffnung (4) besitzt (Fig. 6), 7. Vollpipette nach dem Patentanspruch und nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die äussere Mündung (5) des Ablaufröhrchens (3) abgeschrägt ist (Fig. 1). B.
    Vollpipette nach dem Patentanspruch und nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das geschlossene Ende (2) des Rohres (1) zylindrisch erweitert ist. 9. Vollpipette nach dem Patentanspruch und nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das geschlossene Ende (2) des Rohres (1) birnenförmig erwei tert ist. 10. Vollpipette nach dem Patentanspruch und nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das geschlossene Ende (2) des Rohres (1) kugelförmig erwei- tert ist.
CH186594D 1935-10-26 1935-11-07 Vollpipette zur Entnahme bestimmter Flüssigkeitsmengen durch Tauchen. CH186594A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT186594X 1935-10-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH186594A true CH186594A (de) 1936-09-30

Family

ID=3663527

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH186594D CH186594A (de) 1935-10-26 1935-11-07 Vollpipette zur Entnahme bestimmter Flüssigkeitsmengen durch Tauchen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH186594A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5302900A (en) * 1991-12-19 1994-04-12 Varian Associates Inc. NMR sample shaper

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5302900A (en) * 1991-12-19 1994-04-12 Varian Associates Inc. NMR sample shaper

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1598053B2 (de) Vorrichtung zum trennen von fluessigkeit von dispergierten feststoffen
CH186594A (de) Vollpipette zur Entnahme bestimmter Flüssigkeitsmengen durch Tauchen.
DE3016594A1 (de) Pipette
DE3125864C2 (de)
DE217212C (de)
DE2535182A1 (de) Druckluftabfuellgeraet mit dosiervorrichtung
DE575986C (de) Buerette mit selbsttaetiger Nullpunktseinstellung
DE573385C (de) Messflasche, deren Messraum sich durch Wiederaufrichten der Flasche nachfuellt
DE598103C (de) Messstoepsel
DE328064C (de) Schmiervorrichtung aus einem heberfoermigen Kapillarrohr
DE696051C (de) Automatische Pipette
DE17959C (de) Apparat zum Messen des Rauminhalts und der Dichtigkeit von Flüssigkeiten
DE564973C (de) Vorrichtung zum Anzeigen der Erreichung des Fluessigkeitsstandes, insbesondere des Elektrolyten galvanischer Elemente
AT143260B (de) Spülvorrichtung für Groß- und Kleinspülung.
DE683896C (de) Abtrittspuelvorrichtung mit Heber
DE586711C (de) Vorrichtung zur Abgabe bestimmter Fluessigkeitsmengen
DE1441354U (de)
DE485329C (de) Fluessigkeitsmesser mit einem Messgefaess und einem die Entleerung bewirkenden Heber
DE411879C (de) Ausgussmundstueck fuer Giess- und Tropfflaschen
DE627147C (de) Fluessigkeitsmess- und Zapfvorrichtung, insbesondere fuer Milch
DE1498968C (de) Pipette
DE666371C (de) Selbsttaetig abschliessender Trichter bzw. Milchfilter
AT214867B (de) Apparat zum Zusetzen einer Menge einer Flüssigkeit zu einer zweiten Flüssigkeit
DE1498947C (de) Vorrichtung zum Füllen und Entleeren einer Flussigkeitskuvette
DE701007C (de) Sicherheitsvorrichtung mit Schwimmerventil fuer einen mittels Vakuum betriebenen Fluessigkeitsheber