CH186367A - Vorrichtung zum sofortigen Stillsetzen von elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen. - Google Patents

Vorrichtung zum sofortigen Stillsetzen von elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen.

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CH186367A
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Aktiengesellscha Schorch-Werke
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Schorch Werke Aktiengesellscha
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  Vorrichtung zum sofortigen     Stilisetzen    von elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen.    Eine Reihe von     Arbeitsmaschinen,    die ein  Gut irgendwelcher Art laufend verarbeiten,  erfordern bei irgendeiner     Störung    in der  Maschine oder des Herstellungsvorganges so  fortiges     Stillsetzen.    Sofern solche Arbeits  maschinen mit einem elektrischen Antriebs  motor gekuppelt sind, hat man es in der  Hand, zum     sofortigen    Stillnetzen des Motors       ---    und damit der Arbeitsmaschine - die  elektrische Gegenstrombremsung zu verwen  den.  



  Dies ist zum     Beispiel    für     elektrisch    an  getriebene     Webstühle    bereits bekannt. Die  bisher für die     Beherrschung    des     Stillsetzungs-          vorganges    angewendeten Massnahmen haben  indessen noch nicht     befriedigt,    weil sie einen  zu verwickelten Mechanismus erforderten, um  den Ablauf der Vorgänge:  a) Abschalten des Motors vom Netz,  F) Gegenstrombremsung,  e) endgültiges     Stillsetzen    der Anlage  mit grösstmöglicher Schnelligkeit und ohne  Störungen für die Arbeitsmaschine zu er  zielen.

      In dieser     Hinsicht    stellt .die vorliegende       Erfindung    einen     wesentlichen        Fortschritt    dar.  Erfindungsgemäss ist ein einziges Schalt  organ für den Motor mit ausgeprägten Stel  lungen für Betrieb,     Gegenstrombremsung        und          endgültiges        .Stillsetzen    vorgesehen und     erfolgt,     die .selbsttätige Steuerung dieses     Schalt-          organes    über Steuerstromkreise     mittels    Schalt  magnete in der Weise,

   dass der Motor in Ab  hängigkeit von der aufgetretenen     Störung     auf Gegenstrombremsung geschaltet und in  Abhängigkeit von der Umkehr der Drehrich  tung vom Netz endgültig abgeschaltet wird.  



  Ein Ausführungsbeispiel für die Erfin  dung ist in den beigefügten     Fig.    1 und ja  dargestellt.     Fig.    1 zeigt eine Gesamtanord  nung, durch welche bei Störungen ein elek  trisch angetriebener Webstuhl     automatisch     stillgesetzt werden kann.  



       Fig.    ja zeigt eine Einzelheit aus dieser       Anordnung,    von oben gesehen und teilweise  geschnitten.  



  In     Fig.    1 ist der Webstuhl nur insoweit       schematisch    dargestellt, als er zum Verständ-      nie der     Stillsetzungseinrichtung    dient. Am  Brustbaum 1 des Webstuhles befindet sich  eine     Auslösestange    2, die im Betrieb still  steht, im     Störungsfalle    aber in bekannter  Weise, unter dem Einfluss eines     Schussfaden-          wächters,    eine hin- und hergehende Bewe  gung macht. 3 ist die     Hauptwelle    des Web  stuhles, oder eine mit ihr gleichlaufende  Welle. Der     Drehsinn    dieser Welle ist durch  den Pfeil 4 angedeutet.

   Die     Weblade    6 ist  mit der     Webstuhlwelle    3 über einen Kurbel  arm 8 und eine Stange 9 gekuppelt und führt  demnach bei einem vollständigen Umlauf der  Welle über die besonders hervorgehobenen,  um 90   gegeneinander versetzten     Stellen    B,  D, E und C eine vollständige Schwingbewe  gung aus. Die Welle 3 ist ausserdem mit  einer     Hilfswelle    10 gekuppelt, auf der ein       Kurbelarm    11 festgebremst ist.  



  Bei der Drehung der Kurbelwelle 3 im       Sinne    des Pfeils 4 liegt der Arm 11 auf  einem Anschlag 12 auf.     Kehrt    sich die Dreh  richtung der Welle 3 um (Pfeil 5), so wan  dert der Arm 11 im     Sinne    des Urzeigers, bis  er sich an     einen    Anschlag 13 anlegt. Er stösst  hierbei an einen Nocken 32 und öffnet so  den Hilfskontakt 51.  



  Die bei Webstühlen am häufigsten vor  kommende Störungsursache ist der Bruch  des     Schussfadens.    Dieser erfolgt stets beim  Schützenschlag. Die     Stellung    der Welle beim  Schützenschlag ist bei A angedeutet. Nach  erfolgtem Fadenbruch darf sich die Web  stuhlwelle nur soweit drehen, dass sie die       Schützenschlagstellung    A nicht mehr er  reicht; denn es muss     vermieden    werden, dass  nach dem Störungsfall     ein    erneuter Schützen  schlag erfolgt.

   Die Gegenstrombremsung,  die den Motor     stillsetzen    soll, muss im Stö  rungsfalle so kräftig einsetzen, dass die Welle  3 ihren Drehsinn noch vor Erreichung des  Punktes A umkehrt und der Motor dann,  mit dem an ihm hängenden     Webstuhl,    im  Sinne des Pfeils 5 zurückläuft. Der Rück  laufweg darf auch nicht beliebig sein; er       wird    zweckmässig so bemessen, dass der Stuhl  in der Stellung des     offenen        Webfaches    an  hält, die sich etwa bei D befindet.

      Kommt die     Webstuhlwelle    3. nach ein  getretener Störung, beim Weiterlauf in die  Stellung B, so bewirkt die Tätigkeit des  (hier nicht dargestellten)     Schussfadenwä.ch-          ters,    dass sieh die     Auslösestange        \?    nach rechts  bewegt, und zwar so lange, bis die Webstuhl  welle in die Stellung C gelangt; sodann be  wegt sich die     Auslösestange    wieder nach       links.     



  Dicht hinter der Stellung B wird (auf  noch näher zu erläuternde Weise) mit Hilfe  der     Auslösestange    2 der elektrische Stö  rungskontakt 7 geschlossen, der den     Still-          setzungsvorgang        einleitet.    Bevor dieser Vor  gang weiterverfolgt wird, muss zunächst die  Inbetriebnahme des Motors und der Betrieb  selbst dargelegt werden.  



  Für die Steuerung des Motors ist     ein    ein  ziger Schaltarm 25 vorgesehen, der seinen  Drehpunkt bei 26 hat. Dieser Schaltarm ist  am rechten Ende mit zwei voneinander iso  lierten     Kontaktgruppen    25a und 25b ver  sehen, die nach Wahl mit. einer feststehen  den     Kontaktgruppe    25e in     Verbindung    tre  ten können. In der     gezeichneten    Lage be  steht eine solche Verbindung nicht; diese  Lage entspricht der Ruhestellung (0). Wird  der Arm 25 gegen den Sinn des Uhrzeigers  gedreht, so gelangt die Kontaktgruppe 25a  mit der Kontaktgruppe 25c in     Verbindung;     in dieser Stellung     (Tr)    ist der Motor auf Vor  wärtslauf geschaltet.

   Der Motor ist auf Rück  wärtslauf     (bezw.    Gegenstrombremsung) ge  schaltet, wenn die     Kontaktgruppe    25b mit  der Kontaktgruppe 25c in Berührung kommt  (Stellung R) . Der Arm 25 wird durch zwei  Schaltmagnete 17 und 21 angetrieben, indem  entweder die Spule 16 des einen Magnetes  oder die Spule 28 des andern Magnetes erregt       wird.    In der gezeichneten Stellung sind beide  Magnete     unerregt.    Der Anker 22 des Schalt  magnetes 17 liegt auf einem Anschlag 2 7  auf; er ist durch eine Feder 24 mit dem  Schaltarm 25 verbunden. Der Anker 29 des  Schaltmagnetes 21 ruht auf einem Anschlag  30 auf.

   Dieser Anker hat ferner an     seinem     untern Ende     ein    Langloch 31, in dem sich  ein am linken Ende des Schaltarmes 25 be-      festigten Stift bewegen kann. Die Steuerung  des Schaltarmes 25 erfolgt durch Steuer  stromkreise, in denen die Spulen 28 und 16  der Schaltmagnete liegen. Zum Zwecke der  Steuerung trägt der Anker 22 noch eine Kon  taktbrücke 23, die in der gezeichneten Stel  lung des     Schaltmagnetes    ihren Kontakt ge  öffnet hat, und eine federnde Zunge 26, die  am linken Ende einen Gleitkontakt 60 hat.

    Der Anker 29 trägt eine     Kontaktbrücke    20,  die in der gezeichneten Stellung ihren Kon  takt geschlossen hält, und eine federnde  Zunge 34, die am rechten Ende einen     Gleit-          kontakt    35 trägt. Die Gleitkontakte 60 und  35 sind in ständiger elektrischer Verbindung  mit einer feststehenden Kontaktplatte 36.  Parallel zu dieser Platte sind zwei Kontakt  schienen 37 und 38 vorgesehen, und zwar so,  dass das Gleitstück 60 eine leitende Verbin  dung zwischen den Kontaktorganen 36 und  38, und das Gleitstück 35 eine leitende Ver  bindung zwischen den Kontaktorganen 37  und 36 herstellen kann.  



  Bei Inbetriebnahme des Webstuhles wird  zunächst (zum Beispiel mittels eines Druck  knopfes) ein Kontaktpaar 14 geschlossen.  Hierdurch wird ein Erregerstromkreis für die  Spule 16 (Steuerstromkreis für Betrieb) in  folgender Weise vervollständigt:  Vom positiven Pol über einen Kontakt 15,  den     Kontakt    14, die Spule 16, den     Kontakt     20 zum negativen Pol.  



  Die also erregte Spule 16 zieht ihren  Anker 22 an, wodurch der Kontakt 23 ge  schlossen wird, und ausserdem das     Gleit-          stück    60 die     Kontaktplatte    36 mit der Kon  taktschiene 38 leitend verbindet. Durch das  Anziehen des Ankers 22 wird gleichzeitig der  Schaltarm 25 aus der Stellung 0 in die Stel  lung     T%    gebracht. Hierdurch wird der Motor  auf Vorwärtslauf geschaltet und läuft an.  Der Webstuhl kommt so in Betrieb.  



  Wird nun aus irgendwelchen Gründen  der Kontakt 14 wieder geöffnet, so hat dies  auf den Betrieb keinen Einfluss, weil der  Kontakt 14 durch den Haltekontakt bei 23  abgelöst wird.    Tritt nun eine Störung     ein,    so wird,     wie     schon erwähnt wurde, mit Hilfe der Aus  lösestange 2 der elektrische     Störungskontakt     7 und damit der Steuerstromkreis der Gegen  strombremsung geschlossen, der wie folgt  verläuft:  Vom positiven Pol über die Kontakte 15  und 7, den Hilfskontakt 51, die Kontakt  platte 36, den Schleifkontakt 60, die Kon  taktschiene 38 und die Spule 28 zum nega  tiven Pol.  



  Damit wird die Spule 28 erregt und diese  zieht ihren Anker 29 an. Infolge des Lang  loches 31 ist dieser     Vorgang    zunächst un  behindert. In der ersten Phase wird daher  der     Verriegelungskontakt    20 geöffnet und  damit der Erregerstromkreis der Spule 16  unterbrochen. Zugleich stellt das     Gleitstück     35 eine leitende Verbindung zwischen der  Kontaktschiene 37 und der     Kontaktplatte    36  her. Sobald der Leergang des Ankers 29 er  schöpft ist, reisst dieser den Anker 22 durch       Vermittlung    einer Feder 24 aus der inzwi  schen stromlos gewordenen Spule 16 heraus  und bringt auch den Schaltarm 25 mit einem  Ruck in die Stellung     R,    wodurch die Gegen  strombremsung eingeleitet wird.

   Die hier  durch eintretende Unterbrechung der elek  trischen     Verbindung    zwischen den Kontakt  platten 36 und 38 ist ohne     Bedeutung,    weil  der Erregerstromkreis für Spule 28 durch  die     inzwischen    erfolgte direkte Verbindung  der Platten 37 und 36 geschlossen bleibt.  



  Zufolge der Gegenstrombremsung, die  jetzt einsetzt, wird der Motor rasch zum  Stillstand gebracht. Er kehrt hierbei seine  Drehrichtung um, was zur Folge hat, dass der  Arm 11 vom Anschlag 12 zum Anschlag 13  wandert, hierbei an den Nocken 32 stösst  und so den     Kontakt    51 öffnet. Dies bedeutet  die Unterbrechung des Erregerstromkreises  für Spule 28, die somit ihren Anker 29 fallen  lässt. Dadurch gelangt der Schaltarm 25 in  die Ruhestellung 0 zurück, wodurch der       Webstuhl    endgültig stillgesetzt     wird.     



  Durch Verstellung des Anschlages 12  kann der     Rücklaufweg    des Motors beliebig  eingestellt     werden,    so dass es ohne weiteres      gelingt, den     Stuhl    in der günstigen Stellung  des     offenenen        Webfaches    anzuhalten.  



  Die beschriebene     Sicherheitseinrichtung     kann für verschiedenartige Störungsfälle  nutzbar gemacht werden. Eine andersartige       Störung    tritt zum Beispiel am Webstuhl     ein,     wenn das     Webstuhlschütz    das Ende seiner  Wurfbahn nicht erreicht, sondern vorher  stehen bleibt. Die bekannte Sicherheitsein  richtung     hierfür    besteht aus Frosch und  Stecher und lässt den Stecher im Störungs  falle einfallen, wodurch der     Webstuhl    eine  gewaltsame     Hemmung    seiner Bewegung er  fährt, die unter Umständen zu Rahmen  brüchen führen kann.  



  Man     kann,    um diesen Störungsfall geson  dert zu erfassen und die starke Beanspru  chung des Rahmens zu     mildern,    beim Ein  fallen des Stechers einen weiteren Störungs  kontakt     33    schliessen, der parallel zum Kon  takt 7 geschaltet ist und daher dieselbe Wir  kung wie, dieser Kontakt hat. In analoger       Weise    kann man jeder     Störungsart    einen be  sonderen Störungskontakt zuordnen, der vom       Überwachungsorgan    der betreffenden Stö  rung gesteuert wird und alle diese Störungs  kontakte parallel     zueinander    in den Steuer  stromkreis der Gegenstrombremsung schalten.  



  In     manchen    Fällen ist es nötig, den Web  stuhl oder die Arbeitsmaschine nach Belieben  ein Stück rückwärts laufen zu lassen, ohne  hierfür die     Sicherheitsvorrichtung    in An  spruch nehmen zu müssen. Für diesen Zweck  ist ein besonderer (gestrichelt dargestellter)       Stromkreis    vorgesehen, der vom     positiven     Pol über einen Druckknopf 43     unmittelbar     zur Spule 28 und von da zum     negativen    Pol  führt. Durch Schliessen des Druckknopfes 43  wird die     Arbeitsmaschine    auf Rücklauf will  kürlich geschaltet.  



  Eine Reihe von Arbeitsmaschinen, wie  zum Beispiel Schaft- oder     Jacquard-Maschi-          nen,        sind    so eingerichtet, dass Teile von     ihnen     niemals rückläufig bewegt werden dürfen.  Damit die     Vorrichtung    der vorliegenden Er  findung auch für diese     Maschinen    benutzbar  ist, können die nicht rückläufig zu bewegen  den     Maschinenteile    mit den andern Teilen    durch eine lösbare Kupplung verbunden     sein,     die betriebsmässig auf elektrischem Wege  ferngesteuert wird.

   Diese Fernsteuerung kann  so eingerichtet sein, dass die Lösung der       Kupplung    selbsttätig erfolgt, wenn das Kom  mando zur Gegenstrombremsung des Motors  gegeben wird. In diesem Fall wird gleich  zeitig der nicht rückläufig zu bewegende  Maschinenteil vom andern Teil abgekuppelt.  Diese     Entkupplung        kann    zum Beispiel mit  tels eines besonderen Schaltmagnetes erfol  gen, dessen Erregerspule 44 parallel zur  Spule 28 geschaltet ist.  



  Die Kontakte 15 und 14 sind nicht als  Druckknöpfe ausgebildet,     sondern    werden  von dem bei Webstühlen     bekannten    Hand  hebel 18 über noch näher zu beschreibende  Verbindungsorgane gesteuert. Mit dieser  Steuerung wird gleichzeitig     eine    weitere Auf  gabe gelöst, von der nunmehr die Rede     sein     soll.  



       Tritt    ein Bruch des     Schussfadens    ein,     und     ist der Webstuhl mit Hilfe der beschriebe  nen Sicherheitseinrichtung     (Auslösestange    2,  Störungskontakt 7) endgültig zum Stillstand  gebracht worden, so muss die Störung durch  Einsetzen einer neuen Spule beseitigt werden.  Der Bedienende müsste nun eigentlich, mit  Rücksicht auf die Eigenart des     Schussfaden-          wächters,    eine umständliche     Manipulation     vornehmen, um den Faden relativ zum     Schuss-          fadenwächter    in die richtige Lage zu bringen.

    Diese Arbeit kann man ihm ersparen, wenn  man dafür Vorsorge trifft, dass die Auslöse  bereitschaft der Vorrichtung bei Inbetrieb  nahme der Anlage oder bei ihrer Wieder  inbetriebnahme     zeitweilig    aufgehoben wird.  Dies kann     wie    folgt geschehen:  Der Handhebel 18 steht unter dem Ein  fluss einer am     Brustbaum    1 befestigten  Feder 39. 18 ist gemäss     Fig.    1a, die     giue     Draufsicht mit Schnitt durch den Handhebel  7.8 zeigt, in einem Schlitz 40 des Brust  baumes geführt und befindet sich in der     ge-          zeichneten    Lage in der Betriebsstellung.

   Der  Hebel 18 liegt hier,     unter    dem Einfluss der  Feder 39, an der     gante    a des Schlitzes an.  In der Ruhestellung lag Hebel 18 an der           Kante    b an. Beim Übergang von der Ruhe  stellung in die Betriebsstellung wird der  Hebel, gegen die' Wirkung der Feder 39, zu  nächst bis an die Kante c geführt. Mit dem  Handhebel 18 ist über ein Zwischengelenk 41  eine waagrecht geführte Stange 42 gelenkig  verbunden, an der zwei     Anschlagstifte    45  und 46 befestigt sind. Auf der Stange 42  gleitet eine Hülse 47, die eine waagrechte  Kante d und eine schräge     Kante    e hat. Die  Kanten d und e werden zur Steuerung der       Kontakte    7 und 14 benutzt.

   Die Stange 42  hat ferner einen verjüngten Teil 48, der zur  Steuerung des Kontaktes 1.5 dient. Diesen  hält eine unter der Wirkung einer Feder 49  stehende Kontaktbrücke 50 geschlossen, wenn  der verjüngte Teil 48 dem Kontakt gegen  übersteht. Eine Feder 52 sucht die Hülse 4  an den Anschlagstift 45 zu drücken; hier  durch wird die Bewegung der Hülse 47 nach  links begrenzt. Am Brustbaum 1 ist ferner  bei 53 eine Sperrklinke 54 drehbar gelagert.  Diese     .Sperrklinke    hat am linken Ende eine  Nase 55, die in     aderdargestellten    Lage das       Gleitstück    47 festhält und gegebenenfalls  eine     Bewegung    dieses     -Gleitstückes    nach links  verhindert.

   Die     Kontakte    7 und 14 werden  von der     Kontaktbrücke    -56 gesteuert, die eine       Feder    57 nach oben zu drücken sucht. Die       Kontaktbrücke    56 befindet sich in der ge  zeichneten Lage, die der Stellung für     "Be-          trieb"    entspricht, in der     Mitte    zwischen den  beiden Kontaktpaaren 7 und 14 und wird in  dieser Lage dadurch erhalten, dass -die Feder  5 7 sie gegen die     Kante    e der Hülse 47     ,drückt.     



  Wird beim Einschalten der Handhebel 18  von der     Kante    b bis zur Kante c vorgebracht,  so nimmt der Anschlag 45 das     Gleitstück    47  soweit mit, dass die Kontaktbrücke 56 von  der     Kante    d auf das untere     Kontaktpaar    14  gepresst wird. Gleichzeitig wird auch der       Kontakt        1'5    geschlossen, da das sich ver  jüngende Ende 48 der     Stange    42 dem Kon  takt 15 gegenübersteht.

   Die Schliessung der       Kontakte    15 und 14 bedeutet aber, nach  dem     Vorangegangenen,        .dass        Sohaltarm    25 in  die Stellung V gebracht wird, der Motor also  anläuft, während dieses Vorganges muss nun    Handhebel 18 so lange an der Kante c des       Schlitzes    40     gehalten    werden,     bis    der erste  Schützenschlag erfolgt ist. Welche Folge  dieses     Festhalten    am Anschlag c hat, soll       später        gezeigt    werden.  



  Sobald der     erste        Schützenschlag    vorbei  ist,     wird    Hebel 1,8 losgelassen; die Feder     3'9     zieht ihn zur Kante a .zurück. Hierdurch  wandert die Stange 42 ein Stück     nach    links,  Nase 515 der     Sperrklinke    54 fällt     ein,    hält  die     Hülse    47     zurück,    so dass     sie    sich vom       Anschlag    45 ablöst und     sperrt    jetzt     selbst     die Hülse 47.

       Anschlag    45 wandert ein Stück  nach links, so dass sämtliche Teile des     Hand-          hebelsteuermeehanismus        nun    die in den     Fig.1     und Ja     ,gezeichnete    Lage annehmen. Kontakt  15 bleibt hierbei ,geschlossen. Dagegen     wird          Kontakt    14 geöffnet, da die Kontaktbrücke  56 jetzt an die Kante e der     Hülse    -47 an  stösst.

   Die Feder 5'? ist, gespannt, und die       Kontaktbrücke    56 wird durch die Kante e  in der     .Mitte        zwischen    den     Kontakten    7 und  14 gehalten. Die Einrichtung     ist    so getrof  fen,     dass        wenn    die Kante e die Kontakt  brücke 56     freigibt,    letztere in     die    Lage  schnellt,     in    welcher sie den     Kontakt    7  schliesst. Der Kontakt 7 ist somit als Schnell  schalter     ausgebildet.     



       Tritt        nun    eine Störung ein, so wird der       Auslöseimpuls    des     Störungswächters    durch  die Stange 2 weitergegeben, welche an die  Sperrklinke 54 stösst und diese im Sinne des  Uhrzeigers dreht. Hierdurch wird die Hülse  freigegeben, so dass sie unter dem Einfluss  .der Feder 52 bis zum Anschlag 45 schnellt..  Auf diese     Weise    wird auch die Kontakt  brücke 56 freigegeben     und    diese schliesst, un  ter     ,dem    Einfluss der Feder 52,     ruckartig     ,den Störungskontakt 7, der :das Kommando       ",Gegenstrombremsung"    gibt.  



  Dieses Kommando     konnte,    wie jetzt     er-          sichtlich    ist, so lange nicht ,gegeben werden,  als der     Handhebel    18 an der     Kante    c des  Schlitzes 40 gehalten wurde,     .denn    in dieser       Lage    hält die Kante d der Hülse 47 den  Kontakt 14     geschlossen    und     liegt,die    Hülse  47 am     Anschlag    45 an, so     dass    eine Aus  lösung der     iSperrklinke    54     wirkungslos    wäre.

        Somit     ist        :die        Auslösebereitschaft    so lange  aufgehoben, als Handhebel 18 an der     Kante    c  anliegt. Dies bedeutet     einen        Vorteil    in  zweierlei     Hinsicht:

            ,Erstens        wird    die elektrische     Steuerung     ausserordentlich vereinfacht und zweitens     ist     der     Bediennungsvorgangden        Gepflogenheiten     des Webers angepasst, der mit dem     Hand-          bedienungsgerät    die Maschine nicht nur       steuern,    sondern auch die     Auslösebereitschaft     in einfacher,     sinngemässer    Weise (nämlich  durch     Elen    Handhebel) aufheben kann und  hierdurch gezwungen     wird,

      den ersten       Sohützensohlag,    der ja nicht kontrolliert ist,  sorgfältig zu     beobachten.       Die Maschine kann, ausser durch .den       Druckknopf    43, auch durch den Handhebel  stillgesetzt werden, indem dieser aus der       Betriebsstellung,    in derer an Kante     a    anlag,  herausgerissen wird; die Feder 39 zieht ihn  dann in die     Ruhestellung    (bei Kante b).  Hierbei     trifft    der     Anschlagstift    46 der       Stange    42 auf eine untere Nase der     Sperr-          klinke    54     und    löst diese aus.

   Dann wandert  auch ,die     Hülse    47     in    die     Ruhestellung.    Der  Kontakt 15 wird geöffnet, .da     sich    die     Stange     42     jetzt    soweit nach     links        'bewegt    hat,     dass          sie    die     Kontaktbrücke    50 gegen die     Wir-          kung    der Feder 49 zurückdrückt.

   Mit der  Öffnung des     Kontaktes    1!5 wandert der       ,Schaltarm        2'5    in die Ruhestellung 0 und die  Anlage wird hierdurch stillgesetzt.  



  Die     zusätzlichen    Schleifkontakte 35 und  60 und     ihre        zugehörigen        Kontaktschienen    36,  37 und 38 sind hier erforderlich, weil beim       Durchdrehen    der     Arbeitsmaschine    von Hand,  die     aus    irgendwelchen     Gründen    hin und wie  der erfolgt,

       eine        unbeabsichtigte        Schliessung     des     Kontaktes    51     eintreten    und damit der       Stromkreis    der     Gegenstrombremsung        un-          erwünscht    geschlossen werden könnte.

   Dem  wird (dadurch vorgebeugt,     @dass    in der Ruhe  stellung, in der     praktisch    das Durchdrehen  der     Arbeitsmaschine    von Hand     stattfindet,          die        elektrische        Verbindung        zwischen    -der       Kontaktplatte        3,6    und den     Kontaktschienen     37 und 38 aufgehoben ist.

    
EMI0006.0077     
  
    Die <SEP> Erfindung <SEP> lässt <SEP> sich <SEP> selbstven:tä.nd  lich <SEP> auch <SEP> für <SEP> andere <SEP> Arten <SEP> von <SEP> Arbeits-            maschin.en    anwenden, die     im    Störungsfalle       sofortiges        Stillsetzen    erfordern, und bei     denen     eine     zeitweite        Aussetzung    der     Auslösebereit-          sehaft        erwünscht    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum sStillsetzen von elek trisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, die im Störungsfalle sofortige Stillsetzen erfor dern, mittels Gegenstrombremsung :
    des elek trischen Antriebsmotors, dadurch gekenn zeichnet, d ass ein einziges Schaltorgan für den Motor mit ausgeprägten Stellungen für Betrieb, Gegenstrombremsung und endgül tiges Stillnetzen vorgesehen ist und die selbst tätige Steuerung .dieses -Schaltorganes über Steuerstromkreise mittels Schaltmagnete in ,der Weise erfolgt, dass der Motor in Ab hängigkeit von der aufgetretenen Störung auf Gegenstrombremsung geschaltet und in Abhängigkeit von der Umkehr der Drehrich- tung vom Netz endgültig abgeschaltet wird.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach dem Patentanspruoh, dadurch gekennzeichnet, dass im Stö- rungsfall.e ein der betreffenden Störung zugeordneter elektrischer Kontakt für die Überführung des sSchaltorganes in die Stellung für Gegenstrombremsung ge schlossen wird und alle Störungskontakte elektrisch parallel zueinander geschaltet sind. 2.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, @da- ,durch gekennzeichnet, :dass die Überfüh rung ges :Schaltorganes in die Stellung für Gegenstrombremsung durch Erre gung des Steuerstromkreises für Gegen strombremsung erfolgt und hierbei der Steuerstromkreis für Betrieb selbsttätig unterbrochen wird. 3.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da ,durch gekennzeichnet, dass ein weiterer Steuerstromkreis für Gegenstrombrem sung vorgesehen ist, ,der willkürlich er regt werden kann.
    A. Vorrichtung nach Unteranspruch 2 für solche Arbeitsmaschinen, bei denen ein Teil der Maschine nicht rückläufig be wegt werden darf, dadurch gekennzeich net, dass gleichzeitig mit dem Impuls zur Erregung des Steuerstromkreises :der Gegenstrombremsung ein Impuls für die Entkupplung des nicht rückläufig zu bewegenden Maschinenteils vom andern Maschinenteil gegeben wird. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass ihre Auslöse bereitschaft nach dem Einschalten der Maschine von Hand vorübergehend auf hebbar ist. 6.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Auslöse bereitschaft nach dem Einschalten der lblaschine von Hand in einer markierten Übergangsstellung des Handbedienungs- organes aufgehoben ist. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass das Hand bedienungsorgan in der markierten Über gangsstellung noch unter dem Einfluss einer Feder steht und nach dem Los lassen selbsttätig in eine Endstellung zurückschnellt, in der die Auslösebereit- schaft wieder hergestellt ist. B.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass der Störungs- kontakt im Steuerstromkreis der Gegen strombremsung als Schnellschalter aus gebildet ist. 9. Vorrichtung nach Unteransprucl 8, da durch gekennzeichnet,
    dass das Hand bedienungsorgan in der markierten Über- gangsstellung einen federbelasteten Stö rungskontakt in sperrender Weise offen hält und diese Sperrung beim Zurück schnellen des Handbedienungsorganes in seine Betriebslage durch eine unter dem Einfluss des Störungswächters stehende zweite Sperrungseinrichtung abgelöst wird. 30.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass das Steuer organ für den Störungskontakt im Strom kreis der Gegenstrombremsung feder belastet und relativ zum Handbedienungs- organ zwischen zwei Anschlägen beweg lich geführt ist, von denen der eine fest an dem mit dem am Handbedienungs- organ gekuppelten Gestänge angeordnet, der andere durch eine vom Störungs wächter gesteuerte Sperrklinke gebildet ist. 11.
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass in den Steuerstromkreisen zur Bewegung des Schaltorganes zusätzliche Hilfskontakte vorgesehen sind, zum Zwecke, beim Be wegen der Arbeitsmaschine von Hand ein unbeabsichtigtes Einschalten des 3lotors zu verhindern.
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