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Vorrichtung zum sofortigen Stillsetzen von elektrisch angetriebenen Webstühlen.
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und 2. M versehen, die nach Wahl mit einer feststehenden Kontaktgruppe 2'in Verbindung treten können. Die'gezeichnete Lage entspricht der Ruhestellung 0. Gelangt die Kontaktgruppe 25a mit 25c in Verbindung, so entspricht diese Stellung V dem Vorwärtslauf des Motors. Gelangt die Kontaktgruppe 25b mit 25c in Berührung, so entspricht diese Stellung R von 25 dem Rücklauf des Motors bzw. der Gegenstrombremsung.
Der Arm wird durch zwei Schaltmagnete 17 mit Spule 16 und 21 mit Spule 28
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der durch eine Feder 24 mit dem Schaltarm 25 verbunden ist, liegt auf einem Anschlag 27 auf. Der Anker 29 des Schaltmagneten 21 ruht auf einem Anschlag 30 auf. Dieser Anker hat an seinem unteren Ende ein Langloch 31, in dem sich ein am linken Ende des Schaltarms 25 befestigter Stift bewegen kann. Die Steuerung des Schaltarms 25 erfolgt durch Steuerstromkreise, in denen die Spulen 28 und 16 der Schaltmagnet liegen. Zum Zweck der Steuerung trägt der Anker 22 eine Kontaktbrüeke 23,
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Zunge 26, die am linken Ende einen Gleitkontakt 60 hat.
Der Anker 29 trägt eine KontaktbrÜcke 20, die in der gezeichneten Stellung ihren Kontakt geschlossen hält, und eine federnde Zunge 34, die am rechten Ende einen Gleitkontakt 35 trägt. Die Gleitkontakte 60 und 35 sind in ständiger elektrischer Verbindung mit einer feststehenden Kontaktplatte 36. Parallel zu dieser Platte sind zwei Kontaktschienen 37 und 38 vorgesehen, u. zw. so, dass das Gleitstück 60 eine leitende Verbindung zwischen 36 und 38 und das Gleitstück 35 eine leitende Verbindung zwischen 36 und 37 herstellen kann.
Bei Inbetriebnahme des Webstuhles wird zunächst ein Kontaktpaar 14 und hiedureh ein Erregerstromkreis für die Spule 16 (Steuerstromkreis für Betrieb) geschlossen, der wie folgt verläuft : vom positiven Pol über ein Kontaktpaar 15, das Kontaktpaar 14, die Spule 16, die Kontaktbrücke 20 zum negativen Pol. Die so erregte Spule 16 zieht ihren Anker 22 an, wodurch der Kontakt 23 geschlossen wird und ausserdem das Gleitstück 60 die Kontaktplatte 36 mit der Kontaktschiene 38 leitend verbindet. Durch das Anziehen des Ankers 22 wird gleichzeitig der Schaltarm 25 aus der Stellung 0 in die
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stuhl kommt so in Betrieb.
Wird aus irgendwelchen Gründen der Kontakt 14 wieder geöffnet, so hat dies auf den Betrieb keinen Einfluss, weil 14 durch den Haltekontakt bei 23 überbrückt wird. Tritt nun eine Störung ein, so wird mit Hilfe der Auslösestange 2 der elektrische Störungskontakt 7 und damit der Steuerstromkreis der Gegenstrombremsung geschlossen, der wie folgt verläuft : vom positiven Pol über die Kontaktpaare 15 und 7, den Hilfskontakt 51, die Kontaktplatte 36, den Schleifkontakt 60, die Kontaktschiene 38 und die Spule 28 zum negativen Pol. Damit wird die Spule 28 erregt und zieht ihren Anker 29 an. Infolge des Langloches 31 ist dieser Vorgang zunächst unbehindert.
In der ersten Phase wird daher der Verriegelungskontakt 20 geöffnet und damit der Erregerstromkreis der Spule 16 unterbrochen.
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Kontaktplatte 36 her. Sobald der Leergang des Ankers 29 erschöpft ist, reisst dieser den Anker 22 aus der inzwischen stromlos gewordenen Spule 16 heraus und bringt auch den Sehaltarm 25 mit einem Ruck in die Stellung R, wodurch die Gegenstrombremsung eingeleitet wird. Die hiedurch eintretende Unterbrechung der elektrischen Verbindung zwischen den Kontaktplatten 36 und 38 ist ohne Bedeutung, weil der Erregerstromkreis für Spule 28 durch die inzwischen erfolgte Uberbrückung der Platten 37 und 36 geschlossen bleibt. Zufolge der Gegenstrombremsung, die jetzt einsetzt, wird der Motor rasch zum Stillstand gebracht.
Dann kehrt er seine Drehriehtung um. was zur Folge hat, dass der Arm 11
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öffnet. Dies bedeutet die Unterbrechung des Erregerstromkreises für Spule 28, die somit ihren Anker 29 fallen lässt. Dadurch gelangt der Schaltarm 25 in die Ruhestellung 0 zurück, wodurch der Webstuhl endgültig stillgesetzt wird. Durch Verstellung des Anschlages 12 kann der Rücklaufweg des Motors
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offenen Webfaches anzuhalten.
Die beschriebene Sicherheitseinrichtung kann für verschiedenartige Störungsfälle nutzbar gemacht werden. Eine andersartige Störung tritt z. B. am Webstuhl ein, wenn der Webstuhlschützen das Ende seiner Wurfbahn nicht erreicht, sondern vorher stehen bleibt. Die bekannte Sieherheits- einrichtung hiefür besteht aus Frosch und Stecher und lässt den Stecher im Störungsfalle einfallen, wodurch der Webstuhl eine gewaltsame Hemmung seiner Bewegung erfährt, die unter Umständen zu Rahmenbrüehen führen kann.
Um diesen Störungsfall gesondert zu erfassen und die starke Bean- spruchung des Rahmens zu mildern, kann man beim Einfallen des Stechers einen weiteren Störungkontakt 33 schliessen, der parallel zum Kontakt 7 geschaltet ist und daher dieselbe Wirkung wie dieser Kontakt hat.
In manchen Fällen ist es nötig, den Webstuhl oder die Arbeitsmaschine nach Belieben ein Stück rückwärts laufen zu lassen. ohne hiefür die Sicherheitsvorriehtung bzw. deren Rüeklaufschaltung in Anspruch nehmen zu müssen. Für diesen Zweck ist ein besonderer, gestrichelt dargestellter Stromkreis vorgesehen, der vom positiven Pol über einen Druckknopf 43 unmittelbar zur Spalte 28 und von da zum negativen Pol führt. Durch Schliessen des Druckknopfes J. S wird die Arbeitsmaschine willkürlich auf Rücklauf geschaltet.
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Eine Reihe von Arbeitsmaschinen, wie z. B. Schaft-oder Jacquard-Maschinen, sind so ein- gerichtet, dass Teile von ihnen niemals rückläufig bewegt werden dürfen. Damit die Vorrichtung der
Erfindung auch für diese Maschinen nutzbar gemacht wird, können die nicht rückläufig zu bewegenden
Maschinenteile mit der Hauptmaschine durch eine lösbare Kupplung verbunden sein. Die elektrische Steuerung dieser Kupplung kann so eingerichtet sein, dass die Lösung der Kupplung selbsttätig er- folgt, wenn das Kommando zur Gegenstrombremsung des Motors gegeben wird. Diese Entkupplung kann z. B. mittels eines besonderen Schaltmagneten erfolgen, dessen Erregerspule 44 parallel zur
Spule 28 geschaltet ist.
Die Kontakte 15 und 14 werden von dem bei Webstühlen bekannten Handhebel18 über noch näher zu beschreibende Verbindungsorgane gesteuert. Mit dieser Steuerung wird gleichzeitig eine weitere Aufgabe gelöst, von der nunmehr die Rede sein soll. Tritt ein Bruch des Schussfadens ein und ist der Webstuhl mit Hilfe der beschriebenen Sicherheitseinrichtung (Auslösestange 2, Störungs- kontakt 7) endgültig zum Stillstand gebracht worden, so muss die Störung durch Einsetzen einer neuen
Garnspule oder Anknüpfen des Fadens beseitigt werden. Der Bedienende müsste nun eigentlich mit
Rücksicht auf die Eigenart des Schussfadenwächters eine umständliche Manipulation vornehmen, um den Faden relativ zum Schussfadenwächter in die richtige Lage zu bringen.
Diese Arbeit kann man ihm ersparen, wenn man dafür Vorsorge trifft, dass die Auslösebereitsehaft bei Inbetriebnahme der Anlage oder bei ihrer Wiederinbetriebnahme zeitweilig ausgesetzt wird. Dies kann wie folgt geschehen : Der Handhebel. M steht unter dem Einfluss einer am Brustbaum 1 befestigten Feder 39. 18 ist gemäss
Fig. 1a, die eine Draufsicht mit Schnitt durch den Handhebel 18 zeigt, in einem Schlitz 40 des Brust- baumes geführt und befindet sich in der gezeichneten Lage in der Betriebsstellung. Der Hebel 18 liegt hier unter dem Einfluss der Feder 39 an der Kante a des Schlitzes an. In der Ruhestellung lag Hebel 18 an der Kante b an. Beim Übergang von der Ruhestellung in die Betriebsstellung wird der Hebel gegen die Wirkung der Feder 39 zunächst bis an die Kante c geführt.
Mit dem Handhebel18 ist über ein
Zwischengelenk 41 eine waagrecht geführte Stange 42 gelenkig verbunden, an der zwei Anschlagstifte 45 und 46 befestigt sind. Auf der Stange 42 gleitet eine Hiilse 47, die eine waagrechte Kante d und eine schräge Kante e hat. Die Kanten d und e werden zur Steuerung der Kontakte 7 und 14 benutzt. Die
Stange 42 hat ferner einen verjüngten Teil 48, der zur Steuerung des Kontaktes 15 dient. Diesen hält eine unter der Wirkung einer Feder 49 stehende Kontaktbrücke 50 geschlossen, wenn der verjüngte
Teil 48 dem Kontakt gegenübersteht. Eine Feder 52 sucht die Hülse 47 an den Anschlagstift 45 zu drücken, der die Bewegung der Hülse 47 nach links begrenzt.
Am Brustbaum 1 ist ferner bei 53 eine
Sperrklinke 54 drehbar gelagert. Diese Sperrklinke hat am linken Ende eine Nase 55, die in der dar- gestellten Lage die Gleitstückhülse 47 festhält und gegebenenfalls eine Bewegung dieses Gleitstückes nach links verhindert. Die Kontakte 7 und 14 werden von der Kontaktbrücke 56 gesteuert, die eine
Feder 57 nach oben zu drücken sucht.
Die Kontaktbrücke 56 befindet sich in der gezeichneten Lage, die gleichbedeutend mit,, Betrieb" ist, in der Mitte zwischen den beiden Kontaktpaaren 7 und 14
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Wird beim Einschalten der Handhebel 18 von der Kante b bis zur Kante c vorgebracht, so nimmt der Anschlag 45 das Gleitstück 47 so weit mit, dass die Kontaktbrücke 56 von der Kante d auf das untere Kontaktpaar 14 gepresst wird. Gleichzeitig wird auch der Kontakt 15 geschlossen, da ihm das sieh verjüngende Ende 48 der Stange 42 gegenübersteht. Die Schliessung der Kontakte 15 und 14 bedeutet aber nach dem Vorangegangenen, dass Schaltarm 25 in die Stellung V gebracht wird, der Motor also anläuft-. Während dieses Vorganges muss nun Handhebel 18 so lange an der Kante c des Schlitzes 40 gehalten werden, bis der erste Schützenschlag erfolgt ist.
Welche Folge dieses Festhalten des Hebels 18 an der Kante c hat, soll später gezeigt werden. Sobald der erste Schützenschlag vorbei ist, wird der Hebel 18 losgelassen ; die Feder 39 zieht ihn zur Kante a zurück. Hiedurch wandert die Stange 42 ein Stück nach links, Nase 55 der vorher eingefallenen Sperrklinke 54 löst den Anschlag 45, der bisher die Hülse 47 gesperrt hatte, ab und sperrt jetzt selbst die Hülse 47. Anschlag 45 wandert ein Stück nach links, so dass sämtliche Teile des Handhebelsteuermeehanismus nun die in den Fig. 1 und la gezeichnete Lage annehmen. Kontakt 15 bleibt hiebei geschlossen. Dagegen wird Kontakt 14 geöffnet, da die Kontaktbrücke 56 jetzt an die Kante e der Hülse 47 anstösst.
Die Feder 52 ist gespannt und die Kontaktbrücke 56 wird durch die Kante e in der Mitte zwischen den Kontakten 7 und 14 gehalten.
Tritt nun eine Störung ein, so wird der Auslöseimpuls des Störungswäehters durch die Stange 2 weitergegeben, welche an die Sperrklinke 54 stösst und diese im Sinne des Uhrzeigers dreht. Hiedurch wird die Hülse 47 freigegeben, so dass sie unter dem Einfluss der Feder 52 bis zum Anschlag 45 schnellt.
Auf diese Weise wird auch die Kontaktbrücke 56 freigegeben und diese schliesst unter dem Einfluss der Feder 57 ruckartig den Störungskontakt 7, der das Kommando,, Gegenstrombremsung" gibt. Dieses Kommando konnte, wie jetzt ersichtlich ist, so lange nicht gegeben werden, als der Handhebel 18 an der Kante c des Schlitzes 40 gehalten wurde. Denn in dieser Lage hält die Kante d der Hülse 47 den Kontakt 14 geschlossen und die Hülse 47 liegt am Anschlag 45 an, so dass eine Auslösung der Sperrklinke 54 wirkungslos wäre. Somit ist die Auslösebereitschaft so lange aufgehoben, als Handhebel 18 an der Kante e anliegt.
Dies bedeutet einen Vorteil in zweierlei Hinsicht : Erstens wird die
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elektrische Steuerung ausserordentlich vereinfacht und zweitens ist der Bedienungsvorgang den Gepflogenheiten des Webers angepasst, der mit dem Handbedienungsgerät die Maschine nicht nur steuern, sondern auch die Auslösebereitschaft in einfacher, sinngemässer Weise (nämlich durch den Handhebel) aufheben kann und hiedurch gezwungen wird, den ersten Sehützensehlag, der ja nicht kontrolliert ist, sorgfältig zu beobachten.
Die Maschine kann ausser durch den Druckknopf 43 auch durch den Handhebel stillgesetzt werden, indem dieser aus der Betriebsstellung. in der er an Kante a anlag, herausgerissen wird ; die Feder 39 zieht ihn dann in die Ruhestellung (bei Kante b). Hiebei trifft der Anschlagstift 46 der Stange 42 auf eine untere Nase der Sperrklinke 54 und löst diese aus. Dann wandert auch die Hülse 47 in die Ruhestellung. Der Kontakt 15 wird geöffnet, da sich die Stange 42 jetzt so weit nach links bewegt hat, dass sie die Kontaktbrücke 50 gegen die Wirkung der Feder 49 zurückdrückt. Mit der Öffnung des Kontaktes 15 wandert der Schaltarm 25 in die Ruhestellung 0 und die Anlage wird hiedurch stillgesetzt.
Die zusätzlichen Schleifkontakte 35 und 60 und ihre zugehörigen Kontaktsehienen 36,37 und 38 sind hier erforderlich, weil beim Durchdrehen der Arbeitsmaschine von Hand, das aus irgendwelchen Gründen hin und wieder erfolgt, eine unbeabsichtigte Schliessung des Kontaktes 51 eintreten und damit der Stromkreis der Gegenstrombremsung unerwünscht geschlossen werden könnte.
Dem wird dadurch vorgebeugt, dass in der Ruhestellung, in der praktisch das Durchdrehen der Arbeitsmaschine von Hand stattfindet, die elektrische Verbindung zwischen der Kontaktplatte 36 und den Kontaktschienen 37 und 38 aufgehoben ist.
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von der aufgetretenen Störung, wobei ein einziges, über Steuerstromkreise und Schütze selbsttätig gesteuertes, an sich bekanntes Schaltorgan für den Motor mit ausgeprägten Stellungen für Betrieb, Gegenstrombremsung und endgültiges Stillsetzen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitdauer, während welcher die Gegenstrombremsschaltung besteht, so einstellbar gemacht ist, dass der Motor noch so lange rückwärts läuft, bis die Weblade in die Stellung des offenen Faches zurückgeführt ist.