Anlage zum Weeken der Gäste in Gasthöfen. Gegenstand der Erfindung ist eine An lage zum Wecken der Gäste in Gasthöfen. Die Anlage weist eine elektrische Zentral- steueruhr und in jedem Gastzimmer, in wel chem ein Weckruf ermöglicht sein soll, je eine Weckeinrichtung auf und kennzeichnet sieb, dadurch, dass den Weckeinrichtungen zueinander im Nebenschluss liegende Schalt vorrichtungen zugeordnet sind, welche je ein Sehrittschaltwerk,
welches durch periodische von der _Zentralsteueruhr ausgelöste Strom stösse weitergeschaltet wird, sowie einen. ein- stellbaren Kontakt aufweisen und zu einer von der jeweiligen Stellung rles Kontaktes abhängigen 7.eit die zugehörige Weckein richtung elektrisch betätigen, wobei der Be triebsstrom für die Schrittschaltwerke und die Weckeinrichtungen einer gemeinsamen Stromquelle entspringt.
Ein sehematisches Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der bei liegenden Zeichnung dargestellt. Die dargestellte, zum Wecken der Gäste in einem Gasthof bestimmte Weckanlage besteht aus einer Zentralsteueruhr A und aus mehreren Weckeinrichtungen B, von welchen auf der Zeichnung nur eine dargestellt ist.
In jedem, Gastzimmer ist eine solche Weck einrichtung untergebracht. Das mit dem Minutenzeiger der Zentraluhr verbundene Zahnrad 1 treibt einen Nocken 2 so an, dass letzterer alle Viertelstunden eine Umdrehung macht, und die Kontakte 3, 4 vorübergehend schliesst. Der Strom in dem Stromkreis der Kontakte 3, 4 wird von einem Lichtleitungs netz B aus über einen Transformator T indu ziert, dessen Sekundärwicklung einerseits über die Relaiswicklung 5 mit dem Kontakt 4 und anderseits über die Metallmasse der Uhr mit dem Nocken. 2 verbunden ist. Die ser Nocken drückt bei jeder Drehung das .
federnde Plättchen 3 gegen den isolierten Kontakt 4, wodurch der Stromkreis des Nie derspannungsrelais 5 geschlossen. wird, welch letzterer den Stromkreis des Relais 6 schliesst. Der Anker des Relais 6 verbindet dabei alle Weckeinrichtungen B mit der Netzleitung B, wodurch dem Elektromagneten 7 jeder Weck einrichtung B ein Stromimpuls übermittelt wird. Der Anker des Elektromagnetes 7 ist als Klinke 8 ausgebildet und treibt ein Schaltrad 9, welches unmittelbar oder mittel bar den Arm 10 steuert, der mit einer auf dem Isolierring 11, in welchem sechsund neunzig Öffnungen 12 vorgesehen sind, gleitenden Bürste versehen ist. Jede Öffnung entspricht einer Viertelstunde des Tages und ist am Rand mit einer entsprechenden Be zeichnung .der Zeit versehen.
Diese Bezeich nungen sind 1/4, 1/2 ... Die Bürste gleitet bei jeder Betätigung der Klinke 8, das heisst viertelstündlich, von einer Öffnung zur an dern. In die Öffnungen 12: kann ein Stift 13 gesteckt werden, welcher an ein Läutewerk 14 angeschlossen ist, welches anderseits über die Sekundärwicklung des Transformators T mit der Bürste des Armes 10, verbunden ist.
In den Stromkreis des vorzugsweise durch eine Summvorrichtung gebildeten Ild.utwer- kes, das von der Schaltvorrichtung 7, 8, 9, 10 getrennt oder mit derselben vereinigt, bezw. mit ihr in einem Gehäuse unter gebracht werden kann, ist .die Wicklung eines Relais 15 eingeschaltet, welches einen Strom kreis steuert, in welchem eine optische oder akustische Signalvorriehtung eingeschaltet ist. Diese Signalvorrichtung kann zum Bei spiel in dem Aufenthaltsraum -des Dienst personals angeordnet sein.
Der vom Relais 15 gesteuerte Kontakt kann in einer vorhan denen, in üblicher Weise ausgebildeten Haus klingelanlage liegen, .das heisst mit den dort vorhandenen, von Hand zu betätigenden Kontakten parallel geschaltet sein.
Das Stellen der Weckeinrichtung erfolgt durch den Hotelgast selbst, indem derselbe den Stift 13 in eine der Öffnungen 12. ein führt. Wenn .die Bürste 10 den Stift 13 er reicht, läutet das Läutewerk, solange der Kontakt zwischen der Bürste und dem Stift 13 besteht, das heisst eine Viertelstunde lang, sofern der Stift nicht früher aus ,der Öffnung 12 entfernt wird, das heisst die Weckeinrich tung abgestellt wird.
Die Signalisierung in dem Aufenthaltsraum des Dienstpersonals, die zum Beispiel im Fallen einer Scheibe an einem Fallscheibenapparat besteht, wird, wie üblich, durch das Personal aufgehoben. Das Stellen der Zentral.steueruhr A erfolgt un mittelbar durch Drehen des Minutenzeigers.
Dabei besteht die Gefahr, da-ss die Kontakt schlüsse zwischen. den Kontakten 3. 4 in so rascher Aufeinanderfolge auftreten, dass in folge der Trägheit der Organe, das ist der Anker der verschiedenen Elektromagneten. diese nicht rechtzeitig auf die Stromimpulse ansprechen können, wodurch natürlich auch die Kontaktarme der Weckeinrichtungen B nicht. gestellt würden. Dieser schwere Übel stand wird durch die folgende Vorrichtung beseitigt.
Mit dem Stromkreiszweig (Nocken 2 - Plättchen 3 - Kontakt 4) ist ein Strom- kreiszweig (Kontakt ja - isolierte Bürste 16 - Schalter 17) parallel geschaltet.
Bei jeder Umdrehung des Rades 1, das heisst des Minu tenzeigers, wird nicht nur vier Mal ein kur zer Kontaktschluss zwischen dem Plättchen 3 und dem Kontakt 4 hervorgerufen, sondern auch der viel längere eines jeden Stiftes la mit der Bürste 16; ist der Schalter 17 geschlossen, wie es bei jedem Stellen der Uhr A der Fall ist, so wird jedesmal, wenn der Minutenzeiger eine Viertelstundengrenze überschreitet, die Wicklung des Relais 5 für einen Zeitraum in den Stromkreis eingeschal tet, der genügt, um mit Sicherheit die Klinke 8 zu betätigen.
Der zweite Stromkreis könnte, wie er sichtlich, den ersten Stromkreis ersetzen. Dies würde jedoch eine längere Kontaktdauer und demnach einen nicht unbedeutenden Strom verlust zur Folge haben. Die Zentralsteuer uhr A ist bei der vorliegenden Ausführungs- form eine Uhr mit Feder 18. Die Spiralfeder ist in einem Gehäuse eingeschlossen und ihr inneres Ende ist fest mit .der Federaehse, ihr äusseres Ende fest mit dem Federgehäuse ver bunden. Bevor die Feder sich bis zum Ab laufen der Uhr ausdehnt, berührt sie mit einem Punkte ihrer äussersten Windung die Bürste 19, die in das Gehäuse hineinragt.
Hierdurch wird der Stromkreis der Lampe 20 geschlossen, die rechtzeitig das Ablaufen der Uhr anzeigt. Will man den .direkten Kon takt der Spiralfeder 18 vermeiden, so kann eine gleichwertige Vorrichtung zum Beispiel ein Rad vorgesehen werden, das sich während der Ablaufzeit der Uhr, das ist während der vollständigen Entspannung der Spiralfeder einmal .dreht und mit einem peripherischen isolierten Kontakt versehen ist, :der am Ende der Drehung unter die Bürste 19 kommt:.