CH166403A - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formkörpern.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Formkörpern. Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass mehrkernige aromatische Aminbasen, deren Kerne durch Methylengruppen so verknüpft sind, dass weniger als zwei Methylengruppen auf je zwei aromatische Reste vorhanden sind, und die mindestens so viele Aminogruppen wie verknüpfte Kerne enthalten, mit aldehydischen Härtungsmitteln behandelt und hierauf die erhaltenen Kondensationsprodukte bei höheren Temperaturen zu unschmelzbaren, unlöslichen Produkten verformt werden.
Es wurde nun gefunden, dass man zu Formkörpern mit analogen Eigenschaften auch gelangen kann, wenn man bei diesem Verfahren statt von mehrkernigen aromati schen Aminbasen von mehrkernigen aroma tischen Oxyaminbasen ausgeht; deren Kerne durch Methylengruppen so verknüpft sind, dass weniger als zwei Methylengruppen auf je zwei aromatische Reste vorhanden sind und die mindestens so viele Amino- und Oxygruppen wie verknüpfte gerne enthalten.
Als Ausgangsmaterialien für das vorlie gende Verfahren eignen sich insbesondere Oxybenzylarylamine, die durch Kondensation von Mono- und Polymethylolphenolen mit primären aromatischen Basen oder Schiffsehen Basen mit Phenolen erhalten werden können.
Wendet man Oxyaminbasen an, die den zur Härtung notwendigen Aldehyd schon im Molekül in Form von Methylolgruppen ent halten, so erübrigt sich unter Umständen ein Zusatz von weiterem Aldehyd zwecks Härtung. <I>Beispiel 1:</I> 94 Teile Phenol (1 112o1) werden mit der nötigen Menge starker Natronlauge gelöst und in der gälte mit 85 Teilen 40 "/oigen Formaldehyds (etwas mehr als 1 Mol) ver setzt.
Nach mehrtägigem Stehen bei Raum temperatur enthält die Lösung in der Haupt- sacke ein Gemisch von o-. und p-Oxybenzyl- alkohol. Man neutralisiert nun vorsichtig mit der theoretischen Menge Essigsäure und rührt 3 mal mit je 60 Teilen Anilin aus, wobei die Oxybenzylalkohole fast quantitativ von dem Anilin aufgenommen werden. Die erhaltene Lösung der Oxyalkohole in Anilin wird nun mit einigen Tropfen Eisessig ver setzt und rasch zum Sieden erhitzt.
Unter Wasserabspaltung kondensieren die Alkohole mit dem Anilin zu einem Gemisch von o- und p-Oxybenzylanilin. Durch Dampfdestilla tion der sorgfältig neutralisierten Anilinlö- sungerhält man das Gemisch der isomeren Oxybenzylaniline als dunkles Öl. 150 Teile dieser Basen werden nun in 100 Teilen Al koholbenzol gelöst und mit 150 Teilen Holz mehl gründlich gemischt, dann 80 Teile 40 %iger Formaldehyd und 5 Teile Eisessig zugegeben und 1 Stunde verarbeitet.
Nach einer mehrstündigerVorhärtung bei 60 o wird ge trocknet und mit 3 Teilen Zinkstearat ver- mahlen. Durch Verpressen bei<B>1650</B> erhält man Kunstmassen von ausgezeichneten Ei genschaften. Durch einen geringen Zusatz von Kalk lässt sich die Pressdauer noch ab kürzen. <I>Beispiel 2:</I> 108 Teile Rohkresol (1 Mol) werden mit der nötigen Menge starker Natronlauge ge löst und unter guter Kühlung in 180 Teilen 40 o/oigen Formaldehyd (2,2 Mol) eingegossen.
Man lässt einige Tage bei Zimmertemperatur stehen, neutralisiert unter Eiskühlung sorg fältig mit kalter Salzsäure und fügt eine kleine Menge Soda hinzu, um sicher saure Reaktion auszuschliessen. Durch Sättigen der Lösung mit Kochsalz wird der grösste Teil dergebildeten Polymethylolkresole als dicker Syrup abgeschieden und abgetrennt. Die Mutterlauge wird nun gründlich mit 93 Tei len Anilin (1 Mol) ausgerührt, wobei der Rest der wasserlöslichen Kondensationspro dukte von Anilin aufgenommen wird.
Man vereinigt dann den Anilinauszug mit dem früher abgetrennten Anteil der Polymethylen- kresole, fügt<B>6</B> Teile Eisessig hinzu und er- wärmt längere Zeit auf 60 , dann auf 100 . Das anfänglich dünnflüssige 0I verdickt sich zusehends und geht schliesslich in ein hartes, zähes Harz über, das durch primäre Kon densation einer Methylolgruppe des Poly- methylolkresols mit dem Anilin analog. Bei spiel 1 und nachherige Härtung durch den im Molekül vorhandenen abspaltbaren Formal dehyd entstanden sein muss.
Durch Verpressen bei 165 o wird die Härtung unter Bildung unschmelzbarer, unlöslicher Presslinge von sehr guten Eigenschaften vollendet. Durch Zusatz von Furfurol, Paraformaldehyd, Hexa- methylentetramin und andern Aldehyden oder aldehydabgebenden Substanzen wird die Härtung verbessert und beschleunigt. Das Harz kann auch direkt in Gegenwart eines Füllmittels hergestellt werden, indem Holzmehl mit der berechneten Menge Anilin getränkt und dann mit dem Polymethylolkresol und etwas Eisessig verknetet wird.
Nach geeigneter Vorhärtung, gegebenenfalls in Ge genwart weiterer Mengen eines Aldehyds werden durch Vermahlen Presspulver erhal ten, die zu ausgezeichneten Presslingen ver- presst werden können.
<I>Beispiel 3:</I> Eine analog Beispiel 1 hergestellte Lö sung von Polymethylolphenol, die aus 94 Teilen Phenol (1 Mol) und 16.1 Teilen For maldehyd 40 % (2 Mol) hergestellt wurde, vermischt man mit einer Lösung von 260 Teilen Anilinchlorhydrat (2 Mol) in 600 Teilen Wasser und 200 Teilen konzentrierter Salzsäure. Man erwärmt ca. 1 Stunde auf <B>60"</B> zur Durchführung der Kondensation, deren Vollendung durch Trübung der Lösung angezeigt wird. Das Kondensationsprodukt lässt sich mit Soda als weiches, in Alkohol benzol lösliches Harz ausfällen, das mit wei tere Aldehydmengen gehärtet werden kann.
Sieht man von der Ausfällung des Konden sationsproduktes ab, und setzt zu der sauren Kondensationslösung 140 Teile 40 /oigen Formaldehyd, so entsteht bald eine rote Fällung, die beim Neutralisieren mit Soda in ein gelbes Pulver übergeht, das ausge- waschen und getrocknet wird. und bei sehr gutem Fluss in der Presse bei 160 in opake, urschmelzbare Presslinge übergeht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Form körpern, dadurch gekennzeichnet, dass mehr kernige aromatische Oxyaminbasen, deren Kerne durch AZethylengruppen so verknüpft sind, dass weniger als zwei 11lethylengrnppen auf je zwei aromatische Reste vorhanden sind, und die mindestens so viele Amino- und Oxygruppen wie verknüpfte Kerne enthalten, mit aldehydischen Härtungsmitteln behan- delt und hierauf die erhaltenen Konden sationsprodukte bei höheren Temperaturen zu urschmelzbaren, unlöslichen Produkten verformt werden.UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man solche mehr kernige 14Tethylolgruppen enthaltende Oxy- aminbasen verwendet, die bei höherer Tem peratur Aldehyd abspalten.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH166403T | 1932-02-05 | ||
| CH163552T | 1932-02-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH166403A true CH166403A (de) | 1933-12-31 |
Family
ID=41016842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH166403D CH166403A (de) | 1932-02-05 | 1932-02-05 | Verfahren zur Herstellung von Formkörpern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH166403A (de) |
-
1932
- 1932-02-05 CH CH166403D patent/CH166403A/de unknown
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