erfahren zur Bierstellung von lhlenstruationshinden, die sich nach ihrem Gebrauch leicht vernichten lassen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung von Menstruations binden, die sich nach ihrem Gebrauch leicht vernichten lassen.
Nach dem Verfahren wer den die Binden in Schlauchform derart her gestellt, dass an einer Stelle derselben ein besonders gekennzeichneter, zum Beispiel auf fallend starker oder eine andere Farbe be sitzender Längsfaden lose mit eingearbeitet wird, welchen man von den aufeinander folgend eingetragenen Schüssen abwechselnd umschlingen und dabei jeden Schuss wieder in den gleichen Kettenteil zurückgehen lässt, in den er vorher eingetragen wurde, so dass ein Schlauch entsteht, den man durch heraus ziehen jenes Kettenfadens, jederzeit leicht auftrennen kann, und ferner dadurch gekenn zeichnet, dass man den Schlauch teilweise mit einer viel Flüssigkeit anzusaugen ver mögenden Zellstoff oder ähnlichen Masse füllt, das ganze Verfahren zum Zweck eine Binde zu schaffen,
die ein leichtes Öffnen des Schlauches durch blosses Herausziehen des besonders gekennzeichneten Fadens und getrenntes Vernichten der beiden Teile, Schlauch und Inhalt gestattet.
Eine nach diesem Verfahren beispiels weise hergestellte Binde ist in der Zeichnung dargestellt, und es zeigt Abb. 1 die Binde in flacher Ansicht so dargestellt, dass der besonders auffallend starke und anders farbige Längsfaden oben liegt, Abb. 2 die Binde von der Seite mit teil weisem Längsschnitt durch die Mitte der Abb. 1, Abb.3 eine flache Ansicht der Binde mit dem bis zur Hälfte herausgezogenen be sonders gekennzeichneten Längsfaden und der soweit geöffneten Hülle.
Die schlauchförmig erzeugbare Menstrua- tionsbinde besteht aus einem von möglichst billigen Garnmaterial hergestellten Gaze schlauch 1 und einer in dieses Schlauchge bilde einlegbaren, leicht Flüssigkeit ansau genden Zellstoffmasse 3, Abb. 2 und 3, und einem das Gazegebilde zum Schlauch zu sammenhaltenden, besonders gekennzeichneten Längsfaden 2.
Diese Anordnung ist deshalb so getroffen, damit die beiden Teile 1 und 3 der Binde, durch Herausziehen des Fadens leicht voneinander getrennt und jeder Teil für sich vernichtet werden kann, ohne irgendwelche Schäden zu verursachen und die verbrauchte bezw. vernichtete Binde, ohne grossen Kostenaufwand durch eine neue Binde ersetzen zu können.
Die Herstellungsart von schlauchförmigen Bändern ist im allgemeinen bekannt, aber das Einarbeiten eines besonderen, irgendwie gekennzeichneten, von allen andern Fäden leicht erkennbar zu unterscheidenden, zum Beispiel stärkeren, farbigen oder doppelten, leicht herausziehbaren Fadens 2, ist noch nie für einen besonderen Zweck gemacht worden.
Zum besseren Verständnis und deutliche ren Veranschaulichung ist die Binde in Abb. 1 und 2 im fertigen verkaufsfähigen Zustand zum unmittelbaren Gebrauch, und in Abb. 3, im verbrauchten zu vernichtenden Zustand dargestellt.
Der besondere Faden 2 wird seitlich an der Kettenfädenkante von einer besonderen Spule her mit zur Einarbeitsstelle geleitet. Für jede Schlauchherstellung sind vier Reihen Kettenfäden nötig, von welchen je zwei Reihen Kettenfäden die obere und je zwei die untere Hälfte des Schlauches bilden. Bei der bekannten Herstellung eines gewöhnlichen, untrennbaren Schlauches geht zum Beispiel eine Schussspule mit ihrem Faden stets von links nach rechts durch das Fach der obern Hälfte und umgekehrt stets von rechts nach links durch das Fach der untern Hälfte. Auf diese Weise wird die obere Kette mit der untern Kette zu einem voll ständig untrennbaren Schlauch verbunden.
Zum Unterschied von dieser beschriebenen Herstellungsart besteht das Herstellungsver fahren für den trennbaren Schlauch darin, dass die Schussspule mit ihrem Faden 4 die obere Kette zum Beispiel einmal von links nach rechts und nach Umstellung der- glei- chen Kette zu einem neuen Fach, unter Um schlingung des Kettenfadens 2 wieder von rechts nach links durchläuft, worauf die un tere Kette Fach bildet, vom Schuss 4 von links nach rechts durchlaufen wird, worauf das Fach der (intern. Kette gewechselt wird. und nach Umschlingung des Fadens 2 vom Schuss 4 von rechts nach links durchlaufen wird und so fort.
Auf diese Weise geht die Sehussspule mit ihrem Faden 4 nur immer auf der einen, dem besonderen Kettenfaden 2 gegenüberliegende Kante, in das andere bezw. obere oder untere Fach über und die Verbindung zwischen der obern und der untern Kette findet an der andern Kante nur durch abwechselndes Umschlingen des Ket tenfadens 2 statt. Es muss daher dieser Fa den 2 immer an der Fachbildung der obern sowohl wie auch an der Fachbildung der untern Kette teilnehmen.
Aus diesem Schlauchgebilde werden nun Menstruationsbinden dadurch hergestellt, dass entsprechende Längen von ersterem abge schnitten und die flach aufeinanderliegenden Gazestoffteile so auseinandergezogen, dass der seitlich an der Kante eingearbeitete beson dere Faden 2, zum Beispiel nach oben und in die Mitte kommt (Abb. 1).
Hierauf wird der abgeschnittene Gazeschlauch 1 in der Mitte seiner Länge mit einer zum Beispiel aus mehreren übereinandergelegten Schichten einer billigen, sehr leicht Flüssigkeit anzu saugen vermögenden Zellstoff- oder derglei chen Masse 3 ausgefüllt (Abb. 2, 3). Das Quantum dieses Zellstoffes 3 ist so Beinessen, dass es den Gazeschlauch 1 nur ganz lose, aber doch so ausfüllt, dass der Zellstoff 3 nicht von selbst herausfällt.
Da es aus hygienischen und andern Grün den nicht ratsam ist, die Binde zu reinigen und wieder zu benutzen oder als Ganzes da durch zu vernichten, dass sie zum Beispiel nach dem Gebrauch ins Klosett geworfen wird, was ein Verstopfen der Abflussrohre zur Folge haben könnte, so muss die Binde leicht und bequem auseinanderreissbar sein. Zu diesem Zweck ist der besondere Faden 2 mit eingearbeitet, welcher dann nur -nach dem Gebrauch der Binde auf folgende Weise herausgezogen werden muss. Man fasst mit der einen Hand den Faden 2 oben an und mit der andern Hand wird der Gazeschlauch unten festgehalten.
Durch das darauf fol gende Hochziehen des Fadens 2 öffnet sich der Gazeschlauch 1 und die Binde geht, wie Abb. 3 zeigt, so weit auseinander, dass der vollgesaugte und daher schwer gewor dene Zellstoffinhalt 3 von selbst herausfällt. Wenn die Binde zum Beispiel über das Klo sett gehalten wird, so wird der Zellstoffin halt 3 ohne weiteres Zutun ins Klosett fallen. Hierauf kann die Binde 1 auch nachgeworfen werden, ohne dass es das Klosett bezw. dessen Abflussrohr verstopft, wie es in dem Fall vorkommt, wenn beides zusammen ins Klo sett geworfen wird, ohne es vorher zu tren nen.