Fernschreibanlage. Es ist bekannt, Anlagen mit Fernschrei bern, zum Beispiel Ferndruckern so. einzu richten, dass die Apparate stets empfangs bereit sind und die übertragenen Zeichen von Empfängern selbständig niedergeschrieben werden. Weder zum Ein- und Ausschalten noch während der Nachrichtenübermittlung ist auf der Empfängerseite Bedienungsper sonal erforderlich.
Dabei hat es sich aber, besonders in ,grossen Anlagen und solchen mit Selbstanschluss- betrieb, als Nachteil herausgestellt, dass der anrufende Teilnehmer nicht. sofort nach dem Anruf eine Kontrolle darüber hat, ob die Verbindung richtig hergestellt wurde und der Empfänger wirklich betriebsbereit ist. Zumal wenn die Nachricht geheim gehalten werden soll oder sonst von besonderer Wich tigkeit ist, macht sich jene Unsicherheit als fühlbarer Mangel geltend.
Dieser Nachteil wird gemäss der Erfin dung dadurch beseitigt,. dass eine selbsttätig wirkende Rückmeldeeinrichtung vorgesehen ist, die derart von den zur Anrufübermittlung dienenden Schaltmitteln abhängig ist, dass sie beim Anruf der gewünschten Station selbst tätig ein Kennzeichen an die anrufende Sta tion zurückmeldet, und deren Betriebsweise der der Fernschreibanlage soweit angepasst ist, dass ein für den Fernschreibverkehr ge eigneter Empfänger zur Entgegennahme der Rückmeldung verwendbar ist.
Das Kennzeichen, welches dabei an die anrufende Station zurückgemeldet wird, kann im einfachsten Falle ein Bereitschaftszeichen sein; zweckmässiger aber ist es, ein beson deres Kennzeichen des angerufenen Teilneh mers, zum Beispiel dessen Namen, zu über mitteln. Die Rückmeldeeinrichtung selbst kann vorzugsweise aus einer Kontaktvorrich tung, die auf die der Rückmeldung entspre chenden Stromstosskombinationen eingestellt ist, und aus einer mit der Kontaktvorrich tung verbundenen Sendeeinrichtung bestehen, deren Wirkungsweise der eines normalen Fernschreibsenders gleich ist.
Hierbei kann die für die Rückmeldung massgebende Kon taktvorrichtung in irgend einer zweckmässi gen Weise ausgebildet sein; beispielsweise als Lochstreifengeber, der durch einen ent sprechend den Stromstosskombinationen der Rückmeldung gelochten Lochstreifen, vor zugsweise in Form eines endlosen Bandes, gesteuert wird, oder als Kontaktwerk mit Nockensteuerung oder auch in Form eines Schrittschaltwerkes-. In d.em letztgenannten Falle kann ein Drehwähler Verwendung fin den, dessen Kontaktbank entsprechend den Stromstosskombinationen der Rückmeldung verdrahtet ist.
Zweckmässig wird die Rückmeldeeinrich- tung derart mit einem Kontakt des Emp fangsrelais verbunden, dass sie durch dieses ausgelöst wird, sobald der Anrufimpuls an kommt. Das Empfangsrelais ist dabei vor zugsweise so geschaltet, dass sein Anker durch den Anrufimpuls einmal umgelegt wird. Diese neue Lage bleibt dann während des Betriebes in allen Zeichenpausen bestehen. im Ruhezustand der gesamten Einrichtung dagegen, das heisst vor dem Anruf, befindet sieh der Anker in der andern Lage, die mit der Arbeitslage übereinstimmt.
Will nun beispielsweise ' in einer als Selbstanschluss-Ferndruckeranlage ,ausgebau ten Ausführungsform der Erfindung ein Teilnehmer eine Nachricht an einen andern übermitteln, so stellt er zuerst in bekannter Weise die Verbindung her und drückt dann eine Anruftaste, worauf in der angerufenen Station der Anker des Empfangsrelais um gelegt und die Rückmeldeeinrichtung in Tä tigkeit gesetzt wird. Statt der Taste können auch Schaltmittel vorgesehen sein, die selb ständig nach erfolgter Durchschaltung die Rückmeldeeinrichtung zum Anlauf bringen.
Die Rückmeldung wird jetzt vom Emp fangsapparat des anrufenden Teilnehmers niedergeschrieben, so dass dieser die richtige Herstellung der Verbindung und die Emp fangsbereitschaft der angerufenen Station er kennen kann. Darnach setzt sich die Rück- meldeeinrichtung selbsttätig wieder still und schaltet in der angerufenen Station das Emp fangsgerät ein, sofern dies nicht bereits durch den Anrufimpuls bewirkt wurde. Die Anwesenheit von Bedienungspersonen ist also an der angerufenen Station überhaupt nicht erforderlich.
Während der jetzt beginnenden Nach richtenübermittlung bleibt die Rückmeldeein- richtung unwirksam, erst nach der Trennung der Verbindung wird sie wieder betriebs bereit gemacht. Anderseits kann verlangt werden, dass die Rückmeldeeinrichtung bei abgehendem Verkehr, das heisst also in der anrufenden Station, überhaupt nicht anläuft. Daher können Schaltmittel vorgesehen wer den, die vom Teilnehmer vor oder bei der Einschaltung des Senders mittelbar oder un mittelbar in Tätigkeit gesetzt werden und an geeigneter Stelle einen der Stromkreise des Impulsgebers unterbrechen.
Die beschriebene Einrichtung lässt sich für diemeisten dergebrä.uchlichenAu"sführun- gen von Fernschreibern und Ferndruckern verwenden. Gewisse Schwierigkeiten ergeben sich jedoch bei mechanisch wirkenden Appa raten, die ohne umlaufende Verteilerbürsten arbeiten, wie zum Beispiel die mechanischen Apparate nach dem Start-Stop-Prinzip. Bei diesen Apparaten wird die dem jeweils zu sendenden Zeichen entsprechende Kombina tion von Stromstössen (in der Regel fünf Stromstösse) in der Weise eingestellt, dass Kontaktfedern,
die von einer Steuerwelle ge steuert werden und bei jeder Umdrehung der Steuerwelle nacheinander geschlossen werden können, auf mechanischem Wege durch von Tasten bewegte Hebel teilweise gesperrt wer den.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Er findung werden diese Kontakte daher mit dem der Rückmeldung dienenden Zeichen geber elektrisch verbunden. Die Anordnung ist zweckmässig so getroffen, dass während der Rückmeldung der Lauf der Steuerwelle von der Tätigkeit des Zeichengebers abhängig ist, und zwar in der Weise, dass die Aus- lösevorrichtung, welche die Steuerwelle jedes mal für einen 'Umlauf freigibt, von dem Zei- ehengeber gesteuert wird.
In den Stromkreisen .der von der Steuer welle gesteuerten Kontakte. liegen die Kon takte des Zeichengebers, zum Beispiel die Kontaktarme und Kontakte eines Drehwäh lers bekannter Bauart, dessen Kontaktbank entsprechend dem zurückzumeldenden Kenn zeichen verdrahtet ist. An Stelle des Dreh wählers kann auch zum Beispiel ein Loch- streifengeber oder ein durch Nockenscheiben gesteuertes Kontaktwerk Verwendung finden. Kennzeichnend bleibt dabei, dass die Kon takte des Zeichengebers mit den von der Steuerwelle des; Senders gesteuerten Kontak ten in Reihe geschaltet sind, wenn es sich um Schliesskontakte handelt.
Eine mit dieser Rückmeldeeinrichtung versehene Ferndrnckeranlage arbeitet zum Beispiel in der Weise, dass zunächst durch den Anrufimpuls das Empfangsrelais des an gerufenen Teilnehmers umgelegt wird.
Nach Einschaltung des Motors macht der für die Rückmeldung vorgesehene Zeichengeber sei nen ersten Schritt und gibt die Steuerwelle des Senders zu ihrem ersten Umlauf frei, indem zum Beispiel ein auf die Buchstaben- blankta.ste einwirkender Auslösemagnet über einen vom Zeichengeber gesteuerten Kontakt erregt wird. Nach dem Umlauf der Steuer welle veranlasst ein von dieser gesteuerter Kontakt den Zeichengeber, zwecks Abgabe des nächsten Zeichens wiederum einen Schritt weiterzugehen. In dieser Weise arbeiten der Zeichengeber und die Steuer welle des Senders wechselweise zusammen, indem sie sich. gegenseitig steuern.
Es besteht die Möglichkeit, die Rück- meldeein,ri.chtung mit der Fernschreib- bezw. Ferndruckapparatur baulich zu einem Gan zen zu vereinigen und gegebenenfalls ver schiedene Schalteinrichtungen gemeinsam zu benutzen. In vielen Fällen ist es aber vor teilhafter, die Rückmeldeeinrichtung für sich als Zusatzgerät auszubilden, das mit nor malen Apparaten verbunden wird und daher eine wertvolle Ergänzung bestehender An lagen bildet.
Eine weitere wesentliche Vereinfachung kann in einer Ausführungsform der Erfin dung ferner dadurch erzielt werden, dass in der Vermittlungsstelle eine oder mehrere Rückmeldeeinrichtungen für eine Gruppe oder sämtliche Leitungen gemeinsam ange ordnet sind und dass die jeweilige Anschal- tung einer freien Rückmeldeeinrichtung durch eine selbsttätige Schaltvorrichtung be wirkt wird.
- Nach Herstellung einer Verbindung, wel che in bekannter Weise durch Aussenden von Stromstossreihen vor sich geht, wird die Rückmeldeeinrichtung selbsttätig eingeschal tet; sie gibt sodann die Rückmeldung, wel che aus dem Namen der Stadt und dem Namen oder der Nummer des angerufenen Teilnehmers bestehen kann, an den Empfän ger des rufenden Teilnehmers zurück und setzt sich hernach selbsttätig wieder still, indem sie sich von der angerufenen Leitung abtrennt. Gleichzeitig wird die Leitung zum angerufenen Teilnehmer durchgeschaltet und ist nunmehr zur Übermittlung von Nachrich ten bereit. Die Rückmeldeeinrichtung geht erst nach Trennung der Verbindung wieder in die Ruhelage zurück.
Ein Anlaufen der Rückmeldeeinrichtung bei abgehendem Verkehr ist dagegen nicht möglich, da die Schaltmittel, welche die Tä tigkeit des Namengebers einleiten, so ange ordnet sind, dass sie nur durch ankommende Stromstösse zur Wirkung gebracht werden können.
Die Zeichnung zeigt verschiedene Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des.
Fig. 1 stellt eine Rückmeldeeinrichtung dar, die mit dem Verteilerring eines elek trisch arbeitenden Fernschreibapparates nach' dem Start-Stop-Prinzip verbunden ist; Fig. 2 zeigt eine besondere Ausführungs form für einen mechanisch wirkenden Start- Stop-Apparat, dessen Kontakte durch N ol- kenscheiben gesteuert werden, Fig. 3 ein Einzelteil des Apparates.
In Fig. 4, 5 und 6 sind verschiedene Schaltungsbeispiele für die Anwendung einer Rückmeldeeinrichtung in Fernschreib anlagen mit Wählerbetrieb dargestellt. Im besonderen sind verschiedene Arten der Zu sammenschaltung der Rückmeldeeinrichtüng mit Verbindungseinrichtungen, zum Beispiel mit Wählern von Vermittlungsämtern erläu tert.
Nach dem Beispiel der Fig. 1 ist als Impulsgeber für die Rückmeldung ein Dreh wähler benutzt, dessen Arme mit dl bis d6 bezeichnet sind. E bedeutet das Empfangs relais, dessen Anker e umgelegt wird, sobald ein Anrufimpuls ankommt. Dadurch kommt das Relais X zum Ansprechen und schaltet mit x1 das: Relais Y ein.
Y spricht an und legt mit y1 und y2 die Spannungsquelle<B>S</B> an den Apparat, so dass dessen Antriebsmotor l1 anläuft. Gleichzeitig wird das J-Relais erregt auf folgendem Wege: -f- Batterie, Ruhekontakt<I>a,</I> Relais J, Taste An2, Wäh lerarm dl, umgelegter Kontakt y3, -Bat terie. Der Kontakt il. schaltet den Dreh magneten D ein, so .dass der Wähler seinen ersten Schritt macht. Gleichzeitig wird das Verzögerungsrelais V erregt, welches mit i-1 und v2 die Tastaturkontakte T des Ap parates abschaltet.
Während der Schritt bewegung des Wählers ist ferner 22 ge schlossen, so dass der Strombreis für J auch dann geschlossen bleibt, wenn beim Über gang des Armes dl von einem Kontakt zum andern eine Unterbrechung stattfindet.
Die Arme d2 bis d6 liegen jetzt, je nach dem zu übermittelnden Zeichen, teils am -I- Pol, teils am -Pol der Batterie, so dass eine entsprechende Impulsfolge (beispiels weise + - -i- - -f-, wie dargestellt) in die Leitung gesandt wird, wenn. sich die Bürste B über die Senderscheibe hinweg dreht.
Die Drehbewegung der Bürste wird in an sich bekannter Weise, jedesmal für einen Umlauf, durch den Steuermagneten St aus gelöst, der bei Ansprechen des J-Relais über i3 durch den Ladestrom des Kondensators C erregt wird. __ Während des Umlaufes ist der Kontaki a geöffnet und wird erst nach Beendigung des Umlaufes wieder geschlossen. Dadurch wird J erneut eingeschaltet, so dass D wie der anspricht und der Wähler einen weiteren Schritt macht. Über die Senderscheibe wird jetzt die dem zweiten Wählerschritt ent sprechende Impulsfolge, beispielsweise - -I-: -I- -, in die Leitung gesandt.
Der beschriebene Vorgang wiederholt sich so lange, bis der dl-Arm des Wählers auf den letzten Kontakt aufgelaufen ist. Hier bleibt er stehen, da x$ noch geöffnet ist.
Während der Rückmeldung sind die Re lais X, Y, und V, die mit verzögertem Ab fall ausgebildet sind, dauernd erregt. Sobald der Wähler auf dem letzten Kontakt an gekommen ist, fällt V ab und legt dann mit x,1 und v2 die Tastaturkontakte T, die wäh rend der Rückmeldung abgeschaltet waren, wieder an die Batterie bezw. das Netz.
Die Rückmeldung ist jetzt beendet, und der normale Verkehr kann beginnen. Während des Verkehrs bleiben die Relais X und Y auch weiterhin dauernd erregt. Erst nach Beendigung des Verkehrs wird der Anker e des Empfangsrelais in die dar gestellte Ruhelage zurückgelegt. X und Y werden dann stromlos, so dass x3 wieder ge schlossen wird. Über x3 kommt .7 noch ein mal zum Ansprechen, D erhält einen neuen Impuls und schaltet den Wähler in die Null stellung weiter. Der Steuermagnet St wird dabei nicht mehr erregt, weil x2 bereits ge öffnet ist.
Die Anlage ist jetzt wieder für einen neuen Anruf bereit.
Bei abgehendem Verkehr wird durch den Teilnehmer entweder vor oder gleichzeitig mit der Einschaltung des Senders, der Schal ter Anl, beispielsweise eine Taste, umgelegt. Über Anl. wird dann das Y-Relais einge schaltet, so dass y1 und y2 geschlossen wer den.
Gleichzeitig wird aber Ata2 geöffnet, so dass J nicht zum Ansprechen kommt und die Rückmeldeeinriehtung nicht in Tätigkeit tritt. _ Fig. 2 zeigt eine ähnlich arbeitende Rückmeldeeinrichtung in Verbindung mit einem Fernschreiber, dessen Kontakte durch eine Gruppe von Nockenscheiben gesteuert werden und daher eine besondere Schal tung der Rückmeldeeinrichtung erforderlich machen; Fig. .3 stellt die Ausbildung eines Einzelteils dar.
Durch den ersten Anrufimpuls, der über die Leitung L ankommt, wird das Emp fangsrelais E erregt auf folgendem Wege: Linienbatterie (nicht dargestellt), Leitung a, Relais E, geschlossener Kontakt<I>k0, y4,</I> Leitung b, Linienbatterie. Das Relais E bringt über seinen Kontakt e das Relais Y zum Ansprechen, welches seine Kontakte y1 bis y4 umlegt. Über die Kontakte y1 und ,y2 wird der Antriebsmotor M an die Netz spannung N gelegt und dadurch der Sender zum Anlaufe gebracht.
Über Kontakt y3 wird der Drehmagnet D erregt, der den als Drehwähler ausgebildeten Zeichengeber .,um einen Schritt vorwärtsschaltet. y3 ist als Folgekontakt ausgebildet, im-angezogenen Zustand von y3 wäre also D wieder strom los geworden, wenn nicht über Kontakt y4 gleichzeitig das Relais J erregt worden wäre und den Kontakt i geschlossen hätte. Das Relais Y besitzt verzögerten Abfall und bleibt sowohl während der Rückmeldung wie während des ganzen Verkehrs dauernd an aezogen, da es durch die kurzzeitigen Un terbrechungen des Kontaktes e nicht zum Abfall gebracht werden kann.
Bei Anzug des Drehmagnetes D wird der Kontakt d geschlossen und über diesen der :@uslösemagnet A zum Ansprechen gebracht. Hierdurch wird zum Beispiel die Buchsta- benblanktaste BT herabgezogen und die Steuerwelle für einen Umlauf freigegeben. Während des Umlaufes ist der Kontakt k0 geöffnet, so dass D aberregt wird, und die Kontakte k1 bis<I>7c5</I> schliessen sich nachein ander. Dabei wird eine Gruppe von Strom- stössen in die Leitung gesandt, und zwar entsprechend der an den Kontakten des Dreh wählers eingestellten Kombination.
Sobald der Umlauf beendet ist, schliesst sich k0, so dass das Relais J erneut erregt wird und den Drehmagneten D wieder zum Anspre chen bringt. Der Drehmagnet D schaltet die Kontaktarme d0 bis d5 um einen wei teren Schritt vorwärts und bringt wie vor her zum Beispiel durch Betätigung der Buchstabenblanktaste BT die Steuerwelle zum Umlauf. In dieser Weise werden die dem zurückzumeldenden Kennzeichen ent sprechenden Stromstosskombinationen in die Leitung gesandt, bis der Drehwähler seinen letzten Schritt vor der Anfangsstellung er reicht hat.
In dieser Stellung schliesst der Kontaktarm d0 über den Kontakt f des Re lais<I>J</I> kurz, so dass<I>i</I> geöffnet bleibt und der Drehmagnet keine weiteren Stromstösse er hält. Die Rückmeldung ist jetzt beendet, und der normale Verkehr kann beginnen.
Nach Beendigung der Übermittlung wird bei dauernder Unterbrechung der Leitung das Relais Y zum Abfall gebracht, da der Kontakt e des Empfangsrelais E geöffnet bleibt. Die Kontakte y1 und y2, werden wieder geöffnet und der Motor ausgeschaltet. Der Folgekontakt y3 wird für eine kurze Zeit geschlossen, so dass der Drehmagnet D einen letzten Stromstoss bekommt und seine Kontaktarme d0 bis d5 in die Anfangslage weitersehaltet.
Bei abgehendem Verkehr wird selbsttätig oder von Hand der Schalter S1 umgelegt. Dabei wird über<B>81</B> das Relais Y erregt und dadurch der Antriebsmotor IM eingeschaltet. Die Kontakte y3 und y4, die zur Einschal tung der Rückmeldeeinrichtung dienen, blei ben aber unwirksam, da das Relais J über den Kontakt 82 des umgelegten Schalters kurz geschlossen und der Stromkreis für D ausserdem durch den Kontakt S3 unterbro chen wurde.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Kontakteinrichtung k1 bis k5. Die Kontakt feder k wird beim Umlaufen der Steuer welle durch eine auf dieser befestigte Nok- kenscheibe n während .eines bestimmten Teils der Umdrehung in die Schliessstellung be wegt. Diese Bewegung kann jedoch nur dann erfolgen, wenn der Sperrhebel h in der gezeichneten Freigabestellung liegt.
Wird er zum Beispiel bei Betätigung .der Sender- tastatur nach links gelegt, so sperrt er den Kontakt k und verhindert ihn an der Be wegung. -Die Sperrhebel h, von denen: je einer für je3en der Kontakte k1 bis k5 vor gesehen ist, werden bei normalem Verkehr durch Tasten in bestimmten Kombinationen umgelegt. Beim Drücken der Buchstaben blanktaste dagegen befinden sich alle Hebel in der Freigabestellung.
Da das richtige Ar beiten der Rückmeldeeinrichtung diese Ein stellung der Hebel verlangt, muss entweder; wie in Fig. 2 dargestellt, die Buchstaben blanktaste BT durch einen Auslösemagnet A bewegt werden, oder es muss auf irgend einem andern Wege die Umlegung der Sperr hebel in die Freigabestellung erreicht wer den, zum Beispiel durch eine besondere Schiene oder einen Hebel, der gleichzeitig alle Sperrhebel zurückdrückt und durch einen Magneten betätigt werden kann.
Fig. 4 zeigt die Schaltung einer Vermitt- lungsstelle für Fernschreibanlagen mit Wäh lerbetrieb in Verbindung mit einer Rück meldeeinrichtung, durch welche Stadt und Name des angerufenen Teilnehmers zurück gemeldet werden kann. Die Gebereinrich- tung besteht aus einer Steuerwelle, welche sich ständig dreht und einer Nockenwelle, welche elektromagnetisch betätigt wird. Je dem Geber ist ein Drehwähler zugeordnet, welcher sich selbsttätig auf die angerufene Leitung einstellt. Die Reihenfolge der Stromimpulse für den einzelnen Buchstaben wird durch einen jedem Vorwähler zugeord neten Drehwähler gesteuert.
Die Anzahl der Gebereinrichtungen kann je nach Grösse des Amtes gewählt werden.
Es sei nun angenommen, ein rufender Teilnehmer habe in bekannter Weise eine Verbindung hergestellt über Vorwähler, Gruppenwähler und Leitungswähler. Nach dem sieh der Leitungswähler auf den an gerufenen Teilnehmer eingestellt hat, kommt für das HI-Relais und TI-Relais im Vor- Wähler des angerufenen Teilnehmers folgen der Stromkreis zustande: Erde, Batterie, B8-Relais beim Leitungswähler, c-Arm des Leitungswählers, c-Ader, HI-Relais, c-Arm des Vorwählers beim angerufenen Teilneh mer, TI-Relais, Erde.
Das TI-Relais schal tet mit seinen Kontakten ltl und 2t1 die beiden Leitungen zum angerufenen Teil nehmer durch. Das R1-Relais des Anruf suchers spricht in folgendem Stromkreis an: Erde, Kontakt 8h1, Kontakt 4e1, Kontakt 5v1, Wicklung des PI-Relais, Batterie, Erde. Kontakt 6r1 schliesst sich und bildet einen Stromkreis für den Drehmagneten D2 des Anrufsuchers: Erde, LUl, Kontakt 6r1, Kontakt 7p1, Wicklung D2 des Drehmag netes, Batterie, Erde.
Der Langsamunter- brecher LUI schaltet den Drehmagneten schrittweise weiter, bis der Arm asl des Anrufsuchers auf den Drehwähler des an gerufenen Teilnehmers auftrifft. Dabei wird für das Relais PI und El folgender Strom kreis gebildet: Erde, Batterie, Wicklungen <I>I</I> und Il des PI-Relais, Arm a.sl des An rufsuchers, Wicklung des El-Relais, Kon takt 81z1, Erde.
Der Kontakt 4e1 unter bricht dan Stromkreis für das Bl-Relais, die Kon;akte <I>7p1</I> und der Kontakt 6r schalten den Drehmagneten D2 vom Langsamunter- brecher LUI ab; der Kontakt 8d2, welcher jedesmal beim Anziehen des Drehmagnetes anspricht, verhindert einen vorzeitigen Ab fall des Drehmagnetes, wenn das Prüfrelais anspricht. Der Kontakt 9p1 schliesst die hochohmige Wicklung I des PI-Relais kurz und sperrt dadurch den Anrufsucher gegen eine weitere Belegung.
Nachdem auch die übrigen Arme as2 bis as8 des Anrufsuchers sich auf die Kontakte eingestellt haben, an welchen der dem an gerufenen Teilnehmer zugeordnete Drehwäh ler angeschlossen ist, in unserem Beispiel die dritten Kontakte, ist über den Arm as2 und , die Kontakte 17h1 und 12h1 ein Stromkreis für den Drehmagneten D1 vorbereitet.
Die Steuerwelle StWI, welche sich in ständiger Drehung befindet, betätigt nunmehr durch einen Nocken den Kontakt 16k, wodurch ein Stromkreis für den Drehmagneten<B>Dl</B> geschlossen wird: Erde, Kontakt 16k, Kon taktarm as2, Kontakt 17h1, Kontaktarm dwl, Magnetwicklung Dl, Batterie, Erde. Der Drehwähler macht einen Schritt und bleibt, da die Steuerwelle St- WI sich inzwi schen weitergedreht und den Kontakt 16k geöffnet hat, auf dem zunächst erreichten Kontakt stehen. Die Steuerwelle betätigt hierauf durch einen zweiten. Nocken den Kontakt 18k.
Es wird ein Stromkreis für den Magnet<B>311</B> gebildet: Erde, Batterie, Wicklung des Magnetes 1111, Kontakt 18k, Erde. Letzterer setzt mit Hilfe einer nicht dargestellten Kupplung die Nockenwelle NWl in Tätigkeit, welche eine Umdrehung ausführt. Die Nockenwelle 111W1 schliesst nacheinander die Kontakte 19k bis 25k. Die Kontaktbank des Drehwählers Dl, dessen Kontakte unmittelbar an dem negativen oder positiven Pol einer Batterie liegen, sind ent sprechend dem Namen und der Stadt des angerufenen Teilnehmers verdrahtet.
Ein Buchstabe besteht aus fünf verschiedenen Stromimpulsen, welche über die auf dem zweiten Kontakt stehenden Arme dw2 bis div6 des Drehwählers D1, die Kontaktarme des Anrufsuchers as4 bis as8, welche auf dem dritten Kontakt stehen, die Kontakte 19k bis 25k, Kontaktarm as3, Kontakt 24u1. und b-Ader zum anrufenden Teilnehmer ge sandt werden.
Der erste Buchstabe besteht in unserem Ausführungsbeispiel aus den Stromstössen: -I- - -I- - -I-: Ausserdem wird am Anfang und Ende jedes Buchsta bens noch je ein Stromimpuls gegeben, wel cher über Kontakte 19k und 25k verläuft.
Nachdem die Nockenwelle NWl eine Um drehung gemacht hat, wird durch die lang \am drehende Steuerwelle StW <I>l</I> der Kon takt 16k, und damit der Stromkreis für den Drehmagneten Dl von neuem geschlossen, der Drehmagnet D1 macht einen weiteren Schritt und bleibt, nachdem die Steuerwelle sich weitergedreht und den Kontakt 16k ge öffnet hat, wiederum auf dem erreichten Kontakt stehen. Die Impulsgabe für den zweiten Buchstaben geht in der gleichen Weise- wie vorher beschrieben, vor sich.
Ist der letzte Buchstabe herausgegeben., so- spricht über den letzten Kontakt des Dreh wählers Dl das UI-Relais an: Erde, Wick lung des Ul-Relais, Kontakt 15h1, Kontakt arm dwl, Wicklung des Drehmagnetes D1. Batterie; Erde. Der Drehmagnet Dl spricht infolge der hochohmigen Wicklung des 111- Relais in diesem Falle nicht an.
Durch den Kontakt 24u.1 wird der Anrufsucher von der angerufenen Leitung abgeschaltet und durch den Kontakt ?5u.1 wird die b-Leitung zum angerufenen Teilnehmer durchgeschaltet, womit die Leitung für die Durchgabe der Telegraphierimpulse frei ist. Der Anruf sucher bleibt bis zur nächsten Verbindung in der erreichten Stellung stehen: der Dreh wähler Dl wird. nachdem der rufende Teil nehmer eingehängt und damit in bekannter Weise die Verbindungseinrichtungen zur Auslösung gebracht hat. in seine Ausgangs stellung zurückgedreht, indem der Strom kreis für das HI-Relais unterbrochen wird.
Über Erde, LU2, Kontakt 14h1, Kontakt arm davl, Wicklung des Drehmagnetes Dl, Batterie, Erde kommt der Drehmagnet D1 nochmals zum Ansprechen, er macht einen weiteren Schritt, womit die Ausgangsstel lung wieder erreicht ist.
In der Schaltungseinrichtung nach Fig. 5, durch die ebenfalls Stadt und Name des gerufenen Teilnehmers gegeben werden kann, besteht die Gebereinrichtung in der Ver mittlungsstelle (wie in Fig. 4) aus einer Steuerwelle, die sich in ständiger Drehung befindet, und einer Nockenwelle, die elektro magnetisch betätigt wird. Die Nockenwelle ist jedoch so ausgebildet, dass jedem Buch staben eine mit entsprechenden Nocken ver sehene Scheibe zugeordnet ist. welche an die Kontakte der Gebereinrichtung den positiven oder negativen Pol einer Batterie anzulegen vermag. Jedem Vorwähler ist, wie in dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel, ein Drehwähler zugeordnet, dessen Steuerung über seinen eigenen Kontaktarm erfolgt.
während die Anschaltung an die angerufene Leitung über seinen zweiten Kontaktarm be- wirkt wird. Durch entsprechenden Anschluss der einzelnen Kontakte der zweiten Kon taktbank des Drehwählers an die von der Nockenwelle betätigten Kontakte wird für jeden Teilnehmer die richtige Buchstaben folge erreicht.
Hat ein rufender Teilnehmer eine Ver bindung hergestellt, so spricht, wie bei der Anordnung nach Fig. 4 im Vorwähler des gerufenen Teilnehmers das H2- und TZ-Re- lais an. Gleichzeitig wird ein nicht darge stelltes Relais R erregt, welches seinen Kon takt 21b7- schliesst. Die Steuerwelle StW2 betätigt mittelst eines Nockens den Kontakt 206k und schliesst folgenden Stromkreis, für den Drehmagneten D3 des Drehwählers Erde, Kontakt 206k, Kontakt 2-057a2, Kon taktarm dw <I>7,</I> Wicklung D3 des Drehmag netes, Batterie, Erde.
Der Drehmagnet macht einen Schritt und bleibt auf dem erreichten Kontakt stehen, da die Steuerwelle weiter gedreht und den Kontakt 206k wieder ge öffnet hat. Die Steuerwelle betätigt hierauf durch einen zweiten Nocken den Kontakt <I>2'07k</I> und schliesst einen Stromkreis für den Magneten 1f12: Erde, Batterie, Wicklung :V12, Kontakt<I>207k,</I> Erde.
Der Magnet 1V12 be wirkt mittelst einer Kupplung, dass die Nok- kenwelle NW2 eine Umdrehung macht. Über plus bezw. minus, Kontakt 209k, welcher durch die Nockenscheibe des Buchstabens b geschlossen wird, Kontaktarm div8, welcher in unserem Beispiel auf dem zweiten Kon takt steht, b-Leitung, wird die Stromstoss reihe des ersten Buchstabens zum anrufen den Teilnehmer hinausgesandt.
Die Aussen dung der weiteren Buchstaben geht, nachdem Kontakt 206k durch die Steuerwelle wieder geschlossen wurde, in der gleichen Weise, wie vorstehend beschrieben, vor sich. Nach dem der letzte Buchstabe hinausgegeben ist, macht der Drehwähler noch einen weiteren Schritt und bleibt auf dem letzten Kontakt stehen, da der geöffnete Kontakt 2041a2 den Stromkreis zum Langsamunterbrecher LU3 geöffnet hat.
Über den Arm dw8 des Drehwählers, letzten Kontakt des Dreh wählers, Kontakt 215r, Kontakt 21329, Teilnehmer N2, Kontakt 2142, wird die Leitung zum angerufenen Teilnehmer durch- .geschaltet und ist damit für die Durchgabe der Telegraphierimpulse bereit.
Nach Beendigung der Verbindung wer den durch Einhängen des rufenden Teilneh mers die Verbindungseinrichtungen. wie Vorwähler, Gruppenwähler, Leitungswähler in bekannter Weise zur Auslösung gebracht. wodurch der Stromkreis für das HZ-Relais im Vorwähler des angerufenen Teilnehmers geöffnet wird. Das HZ-Relais fällt ab und schaltet mit seinem Kontakt 2041a2 den Langsamunterbrecher LU3 an den Drehmag neten D3, welcher einen weiteren Schritt macht und damit in die Ausgangsstellung zurückkehrt.
In Fig. 6 ist eine andere Anordnung dar gestellt, bei welcher Stadt und Nummer des gerufenen Teilnehmers zurückgemeldet wer den können. Die zentrale Gebereinrichtung besteht wiederum aus Steuerwelle und Nok- kenwelle, letztere mit 11 Nockenscheiben, von denen je eine dem Namen der Stadt und den Zahlen () bis 9 zugeordnet ist. Die An schaltung an die angerufene Leitung, sowie die richtige Zahlenfolge wird durch einen Hebdrehwähler in Verbindung mit einer Re laiskette erzielt. Die Anzahl der Hebdreh wähler richtet sich nach dem Verkehr in der Vermittlungsstelle, jedoch ist für eine Gruppe von 1000Teilnehmern mindestens ein Hebdrehwähler erforderlich.
Die Aus wahl eines freien Hebdrehwählers wird durch jeder Leitung besonders zugeordnete Drehwähler mit Voreinstellung bewirkt.
Es sei nun wieder angenommen, ein ru fender Teilnehmer sende in bekannter Weise über Vorwähler und Gruppenwähler Strom impulse zur Einstellung des Leitungswäh lers auf eine gewünschte Teilnehmerleitung aus. Dadurch wird im Leitungswähler impulsmässig das A3-Relais erregt.
Der Drehwähler mit Voreinstellung; der sich in einem grösseren Amte beispielsweise im 7. Hundert der B. Tausender Gruppe be finden möge, ist bereits auf einen -freien Hebdrehwähler eingestellt, da sein Drehmag net über Erde, Batterie, Wicklung D4, Kon takt 3043, Kontakt 305t3, Sperrtaste SpTI, Relais WK3, Erde ständig unter Strom steht.
Bei jedem Ansprechen des Drehmag netes schliesst der Kontakt 306d4 einen Stromkreis für das Relais T3: Erde, Bat terie, Wicklung I des T3-Relais, Kontakt 306d4, Sperrtaste SpTI, WK3 Relais, Erde. Das T3-Relais unterbricht mit seinen Kon takten 3043 und 305t3 den Stromlauf für den Drehmagneten D4, wodurch Kontakt .306d4 geöffnet wird und damit das T3-Re- lais wieder zum Abfall bringt. Die Kon takte 3043 und 3052 schliessen von neuem den Stromkreis für den Drehmagneten D4.
Letzterer spricht an und macht einen Schritt; dieses Spiel wiederholt sich solange, bis der Kontaktarm daolä des Drehwählers auf einen freien Hebdrehwähler trifft und folgenden Stromkreis schliesst: Erde, Bat terie, Wicklung II des T3-Relais, Sperrtaste SPT2, Arm dw15, Kontakt 307c4, Kopfkon takt 308k, Erde.
Das T3-Relais spricht an und setzt durch Öffnen der Kontakte 3043 und 3052 den Drehmagneten endgültig still; durch Schliessen des Kontaktes 309t3 wird die c-Ader zwischen Gruppenwähler und Leitungswähler durchgeschaltet.
Kommt nun ein Anruf auf dieser Lei tung, so wird über Erde, P4-Relais im vor liegenden Gruppenwähler, c-Arm des Grup penwählers, Wicklung III des T3-Relais, Kontakt 309t3, Wicklung I des C3-Relais, Kontakt 310c3, Kopfkontakt 31,2k, Wider stand w2, Batterie, Erde ein Haltestrom kreis für das T3-Relais gebildet, um 3in An sprechen des Drehmagnetes D4 zu verhin dern.
Dies ist notwendig, da in dem vor genannten Stromkreis auch das C3-Relais im Leitungswähler anspricht und über Erde, Wicklung des C4-Relais, Kontaktarm dw14, Kontakt 315c3, Kontakt 316u3, Widerstand W3, Batterie, Erde das C4-Relais des Heb drehwählers erregt, welches seinen Kontakt 307e4 öffnet.
Hierdurch würde die Wick lung II des T3-Relais stromlos werden und irsfolge_ _ Abfall der -Kontakte 30413 und 8052 neuerdings einen Stromkreis für den Drehmagneten D4 bilden. Das Relais C3 schaltet sich mit seinem Kontakt 311c3 in einen Haltestromkreis: Erde, P4-Relais im Gruppenwähler, c-Arm des Gruppenwählers, )ATicklung III des T3-Relais, Kontakt 309t3, c-Ader, Wicklung I des C3-Relais, Kontakt 311c3, Widerstand W2, Batterie, Erde.
Durch das impulsmässige Ansprechen des A3-Relais infolge der vom rufenden Teil nehmer ausgesandten Stromstösse wird die Einstellung des Leitungswählers auf den ge wünschten Teilnehmer bewirkt. Ist der Teil nehmer frei, so spricht im Leitungswähler das P5-Relais an und schaltet mit seinen Kontakten 301p5 und 302p5 die beiden Verbindungsleitungen durch; durch Schlie ssen des Kontaktes 317p5 wird ein Strom kreis für das- Kl-Relais vorbereitet.
Durch das Ansprechen des A3-Relais im Leitungs wähler wird das dem Hebdrehwähler zuge ordnete A4-Relais ebenfalls impulsmässig er regt über: Erde, Kontakt 303a3, Kontakt arm dw9, Wicklung des A4-Relais, Batterie, Erde. Dadurch wird der Hebdrehwähler in gleicher Weise wie der Leitungswähler auf den der Nummer des angerufenen Teilneh mers entsprechenden Kontakt eingestellt. Der Stromkreis für den Hubmagneten des Hebdrehwählers ist dabei folgender: Erde.
Batterie, Wicklung H3 des Hubmagnetes, Kontakt 326w, Kontakt 325u4, Wicklung des VS-Relais, Kontakt 319a4, )Vicklung des Relais Wg4, Erde. Das VS-Relais hält sich als Verzögerungsrelais während der Impuls gabe und verhindert durch Öffnen seines Kontaktes 3214 ein vorzeitiges Ansprechen des Drehmagnetes D5.
Nach Durchgabe der ersten Impulsreihe wird durch den Kontakt 318a4 das VS-Relais kurzgeschlossen; es fällt .ab und schliesst einen Stromkreis für das U4-Relais: Erde, Wicklung des yT'K4- Relais, Kopfkontakt 320k, welcher sich beim ersten Hebschritt des Hebdrehwählers geschlossen hat, Kontakt 321v3, Kontakt 322c4, Wicklung 1 des U4-Relais, Kontakt 32.6w, Wicklung H3 des Hubmagnetes, Bat terie,- Erde.
Der Hubmagnet spricht infolge der hvchohmigen Wicklung des U4-Relais in diesem Stromkreis nicht an. Das Relais UI bereitet über seinen Kontakt 327u4 einen Haltestromkreis vor. Bei Aussendung der zweiten Impulsreihe wird folgender Strom- kreis für den Drehmagneten D5 geschlossen: Erde, Wicklung des Relais WK4, Kontakt 3.19a4, Wicklung des V3-Relais, Kontakt 324244, Wicklung D5 des Drehmagnetes, Batterie, Erde.
Das V3-Relais hält sich wiederum während der Impulsgabe und schaltet über Erde, Kontakt 32,84, Kontakt 32724, Wicklung 11 des U4-Relais, Batterie, Erde einen Haltestromkreis für das U4-Re- lais ein, damit letzteres während der Impuls gabe ebenfalls nicht abfallen kann.
Nach Beendigung der Impulsgabe und Aufprüfen, des Leitungswählers auf einen freien Teilnehmer wird, wie bereits erwähnt, durch den Kontakt 317p5 ein Stromkreis für das Relais K1 vorbereitet; die Steuerwelle StW <I>3,</I> welche sich in ständiger Drehung be findet, schliesst mit Hilfe ihres Nockens y1 diesen Stromkreis über: Erde, Kontakt 3.53s. Wicklung I des KI-Relais, Kontaktarm dw13, Kontakt 317p5, Kontakt 3162c3, Wi derstand W3, Batterie, Erde.
Das Relais K1 legt sich über Erde, Kon takt 351k5, Kontakt 342k1, Wicklung II des KI-Relais, Batterie, Erde in einen Halte stromkreis, so dass es, wie auch die übrigen Relais der Relaiskette, nachdem sie ange sprochen haben, während der ganzen Dauer der Rückmeldung erregt bleibt.
Die Steuer welle StW3 dreht nun weiter und bildet durch einen Nocken x, welcher den Kontakt 352s schliesst, folgenden Stromkreis für den Magneten 1313: Erde, Batterie, Wicklung des Magnetes i313, Kontakt 352s, Erde. Dieser bewirkt mittelst einer nicht dargestellten Kupplung, dass die Nockenwelle NW3 eine volle Umdrehung ausführt.
Dadurch wer den mittelst der Nockenscheibe, welche den Namen der Stadt des angerufenen Teilneh mers entspricht und welche an den Wechsel kontakt 358s den positiven oder negativen Pö1 -einer Batterie anlegt, an den rufenden Teilnehmer die den Namen der Stadt kenn zeichnenden Stromimpulse auf folgendem Wege herausgegeben: Plus bezw. Minus der Batterie, Kontakt 358s, Kontakt 3311c2, Kontakt 329k1, Kontaktarm dwil, Kon takt 3692c3, Kontakt 302p5, b-Ader zum Empfänger des rufenden Teilnehmers.
Nach dem die Nockenwelle NTV3 eine Umdrehung gemacht hat, schliesst der Nocken y2 der Steuerwelle StW3 den Kontakt 3:54s und damit einen Stromkreis für das Relais g2: Erde, Kontakt 354s, Kontakt 338k1, Wick lung 1 des Relais K2, Batterie, Erde. Das Relais K2 legt sich über Erde, Kontakt 3477c1, Kontakt 343k2, Wicklung<I>Il</I> des KZ-Relais.
Batterie, Erde in einen Halte istromkreis. Diei Steuerwelle StW <I>3</I> dreht weiter und schliesst durch einen weiteren Nocken x wieder den bereits beschriebenen Stromkreis für den Auslösemagneten 1'V13, welcher eine zweite Umdrehung der Nocken- welle NW3 herbeiführt. Es sei angenommen der angerufene Teilnehmer habe die Num mer 8719. Da der Hebdrehwähler, wie an genommen, in der Gruppe des B. Tausend liegt, so kann die die Zahl 8 kennzeicbnende B. Kontaktbank des einen Kontaktsatzes, deren Kontakte untereinander verbunden sind, fest an den Kontakt 3321c3 angeschlos sen werden.
Bei der zweiten Umdrehung der Nockenwelle NW3 schliesst die der Zahl 8 zugeordnete Nockenscheibe für die Heraus gabe der dieser Zahl entsprechenden Strom impulse folgenden Stromkreis: Plus bezw. Minus der Batterie, Kontakt 361s, Kontakt reihe 8, Kontakt 332k3, Kontakt 330k?, Kontakt 329k1, Kontaktarm div11, Kontakt 3692c3, Kontakt 302p5, b-Ader zum Empfän ger des rufenden Teilnehmers.
Die der Zahl 7 entsprechende Kontaktreihe kann nicht wie die Tausenderzahl an einen bestimmten Kon takt angeschlossen werden, weil in diesem Falle für jede Hundertergruppe ein beson derer Hebdrehwähler notwendig wäre. Diese Kontaktreihe liegt deshalb über dem Dreh wählerarm 12 an dem betreffenden Hundert, dem der Drehwähler zugeordnet ist. Der Kontaktarm dw16 gehört einem nicht darge- stellten Drehwähler in der .8. Hunderter gruppe an; wie in dem Ausführungsbeispiel gezeigt ist, muss die die Zahl 8 kennzeich= nende Kontaktreihe an diesem Kontaktarm angeschlossen sein. Die Herausgabe der Hunderterzahl 7 in unserem Beispiel geht in ähnlicher Weise wie die der Tausender zahl vor sich.
Die Steuerwelle StW3 schliesst durch den Nocken y3 einen Stromkreis für das Relais K3: Erde, Kontakt 355s, Kon takt 339k2, Wicklung I des Relais K3, Bat terie, Erde. Relais K3 schaltet sich in einen Haltestromkreis über: Erde, Kontakt 348k2, Kontakt 34472, Wicklung II des Relais K3. Batterie, Erde.
Durch einen weiteren Nok- ken x der Steuerwelle StW3 wird der Aus lösemagnet 113 betätigt und bewirkt wieder eine Umdrehung der Nockenwelle NW <I>3.</I> Der Stromkreis für die der Zahl 7 entsprechen den Stromimpulse, welche die entsprechende Nockenscheibe der Nockenwelle NW3 an den Wechselkontakt anlegt, ist folgender:
Plus bezw. Minus der Batterie, Kontakt 362s, Kontaktreihe 7, Kontaktarm dw12, Kontakt 334k4, Kontakt 333k3, Kontakt 330k2, Kontakt 329k1, Kontaktarm dwll, Kontakt 369u3, Kontakt 302p5, b-Ader zum Empfänger des rufenden Teilnehmers. Die Herausgabe der Zehner und Einer der Num mer des angerufenen Teilnehmers wird durch eine koordinatenförmige Verdrahtung der Kontakte des Hebdrehwählers erreicht. In dem Kontaktsatz, welcher die Zehnerzahlen kennzeichnet, sind die Kontakte in horizon taler Richtung reihenweise, in dem 2.
Kon taktsatz dagegen, welcher die Einerzahlen kennzeichnet, in vertikaler Richtung reihen weise verdrahtet. Jeder verdrahteten Kon taktreihe wird eine Zahl von 0-9 zugeord net und an die entsprechenden von den Nok- kenscheiben der Nockenwelle NW3 betätig ten Wechselkontakte 359s bis 368s gelegt.
Da die Arme des Hebdrehwählers bereits auf dem der Nummer des angerufenen Teil nehmers entsprechenden Kontakte stehen, in unserem Beispiel auf dem neunten Kontakt der ersten Dekade, so wird, nachdem die Steuerwelle StW3 in bereits beschriebener Weise durch ihre Nocken<I>y4</I> und<I>x</I> das Re lais K4 und den Anslösemagneten M3 er regt hat, für die Herausgabe der Zehner zahl folgender Stromkreis gebildet:
Plus bezw. Minus der Batterie, Wechselkontakt. 368s, vertikale Kontaktreihe 1, horizontale Kontaktreihe 1, Kontakt 9, Kontaktarm g l des Hebdrehwählers, Kontakt 336k5, Kon takt 335k4, Kontakt 333k3, Kontakt 3:30k2, Kontakt 329k1, Kontaktarm daull, Kontakt 3691c3, Kontakt 302p5, b-Ader zum Empfän ger des rufenden Teilnehmers.
Für die Her ausgabe der Einerzahl ist, nachdem die Steuerwelle StW3 durch die Nocken y5 und <I>x</I> die Relais K5 und den Magneten 11l3 von neuem erregt hat, der Stromkreis folgender: Plus bezw. Minus der Batterie, Kontakt 360s, vertikale Kontaktreihe 9, Kontaktarm g2 des Hebdrehwählers, Kontakt 337k5, Kon takt 3.35k4, Kontakt 333k3, Kontakt 330k2, Kontakt 329k1, Kontaktarm dwll, Kontakt 3690, Kontakt 302p5, b-Ader zum Emp fänger des rufenden Teilnehmers. Damit ist die Rückmeldung des Namens der Stadt und der Nummer des angerufenen Teilnehmers vollzogen.
Beim Ansprechen des Relais K5 wird durch den Kontakt 315k5 der Haltestrom kreis für das Relais K1 unterbrochen. Das Relais K1 fällt verzögert ab, so da.ss die letzte Zahl noch sieher herausgegeben wird. Durch das Auslösen des Relais K1 wird der stufenweise Abfall der Relaiskette K1 bis K5 eingeleitet, indem Kontakt 342k1 den Haltestromkreis für das Relais K1 öffnet; Relais K1 fällt ab und öffnet durch Kon takt 347k1 den Haltestromkreis für das Re lais K2, letzteres fällt ab und öffnet den Haltestromkreis für Relais K3 usw. bis Re lais K5 abgefallen und die Relaiskette da mit wieder frei ist.
Beim Ansprechen des Relais K5 fällt, wie bereits erwähnt, Relais <I>KI</I> als Verzögerungsrelais nicht sofort ab; dadurch wird für das Relais U3 im Lei tungswähler folgender Stromkreis geschlos sen: Erde, Kontakt 371k5, Kontakt 370k1, Kontaktarm dw10, Wicklung<I>I</I> des Relais Uss, Kopfkontakt 313k, Widerstand W2, Bat- terie, Erde. Das Relais U3 spricht an und schaltet durch Schliessen seines Kontaktes 372u3 einerseits die b-Leitung zum angeru fenen Teilnehmer durch, anderseits trennt es den Drehwähler von der Verbindungslei tung ab.
Die Leitung ist nunmehr zur Durchgabe der Telegraphierimpulse bereit. Für das Relais U3 wird folgender Halte stromkreis geschlossen: Erde, Wicklung Il' des Relais U3, Kontakt 3140, Kopfkontakt 313k, Widerstand W2, Batterie, Erde. Der Kontakt 3164 hat den Stromkreis für das Relais C4 geöffnet; Relais C4 fällt ab und schliesst den Kontakt 307c4.
Der Drehmagnet <I>D5</I> des Hebdrehwählers wird durch den Abfall des Kontaktes 323e4 nochmals auf folgendem Wege erregt: Erde, Wicklung des Relais Wg4, Kopfkontakt 320k, Kon takt. 3214, Kontakt 323c4, Kontakt 3744, Wicklung D5 des Drehmagnetes, Batterie, Erde. Infolge Anziehen des Drehmagnetes D5 wird der Kontakt 373d5 geschlossen und bildet einen Stromkreis für das Relais <I>U4:</I> Erde, Kontakt 373d5, Wicklung Il des U4-Relais, Batterie, Erde.
Kontakt 874u4 öffnet daraufhin wieder und unterbricht den Stromkreis für den Drehmagneten. Der Drehmagnet D5. fällt ab und unterbricht den Stromkreis für das Relais U4; über den abgefallenen Kontakt 3742a4 wird der Dreh magnet D5 neuerdings erregt, der Hebdreh wähler macht einen weiteren Schritt; dieses Spiel setzt sich solange fort, bis der Dreh .
Wähler in seine Ruhelage zurückgekehrt ist, worauf der Kopfkontakt 320k öffnet und den Wähler endgültig stillsetzt. Durch den Abfall des zweiten Kopfkontaktes 3087c wird der Hebdrehwähler zur Anschaltung weiterer Drehwähler mit Voreinstellung bereit ger r_lacht.