CH147404A - Verfahren zur Herstellung von Viskose, mit erhöhter Spinnfähigkeit zur Herstellung von Fäden, Bändern usw. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Viskose, mit erhöhter Spinnfähigkeit zur Herstellung von Fäden, Bändern usw.Info
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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- D01F2/00—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
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Description
Verfahren zur Herstellung von Viskose, init erhöhter Spinnfähigkeit zur Herstellung von Fäden, Bändern usw. Es ist bereits bekannt, sulfurierte, fette Öle bei der Herstellung von Fäden, Bän- clern, Filmen usw. aus Viskose zu verwen den. Die Zugabe dieser Stoffe erfolgte je doch nur, um dadurch ein weicheres, ela stischeres Fertigfabrikat bezw. einen Faden mit mattem Glanz zu erzielen. Zu diesem Zwecke wurde zu der verwendeten Viskose lösung zum Beispiel bis zu 60 Gewichts prozent Türkischrotöl hinzugegeben. Es wurde nun gefunden, dass die Zugabe von zirka 0,3 bis 2 % sulfurierter, fetter Öle zu einer Viskose-Spinnlösung ganz beson dere technische Vorteile bietet. Diese Stoffe erhöhen die Ziehfestigkeit und dadurch die Spinnfähigkeit der damit versetzten Spinn lösung in beträchtlichem Masse, wodurch das Spinnen auch feinster Titer wesentlich er leichtert, und die Qualität des erzielten Pro duktes bedeutend verbessert wird. Die an gegebenen Zusatzstoffe ermöglichen des wei teren, mit erheblich höheren Abzugsge schwindigkeiten an der Spinnmaschine zu arbeiten als ohne Zusatz. Dies beruht dar auf, dass ein Abreissen (und Flusen) der feinen Einzelfädchen infolge der erhöhten Ziehfestigkeit viel seltener eintritt, wodurch die Qualität des erzielten Fadens erheblich verbessert wird. Die Leistungsfähigkeit der Spinnmaschine kann bei Verwendung einer Spinnlösung gemäss vorliegender Erfindung wesentlich erhöht werden. Die Zugabe der angegebenen Stoffe er möglicht ferner die Herstelhznb völlig homo gener und glasklarer Viskose durch eine ein zige Filtration. Die mit diesen Zusätzen versehene Viskose ist bereits nach ganz kur zer Nachreife verspinnbar und gestattet die Verwendung von Düsen mit bedeutend ge ringerer Lochweite als bisher üblich. Das Verfahren nach vorliegender Erfin dung wird beispielsweise wie folgt ausge führt: Rohviskose mit 8 % Zellulose und 7 Na013 wird mit 0,7 % Türkisehrotöl ver setzt und einer einmaligen Filtration durch Kalmuk unterworfen. Im Gegensatz zu ge wöhnlicher Viskose, die immer Trübung und Schlierenbildung zeigt, und die im Ultra mikroskop ein durch zahlreiche Partikelchen aufgehelltes Gesichtsfeld ergibt, ist die mit Türkischrotöl versetzte Spinnlösung glasklar und erweist sich im Ultramikroskop als nahe zu optisch leer. Die Viskosität und die Reife entwicklung der Viskose werden durch die sen Zusatz von Türlzischrotöl praktisch nicht. verändert, dagegen ist die Ziehfestigkeit der so hergestellten Viskoselösung erheblich grösser. Diese Erhöhung der Ziehfestigkeit ist aus folgendem Beispiel ersichtlich: Lässt man die Viskose zum Beispiel aus einer Öffnung von 5 mm Durchmesser aus fliessen, so bildet sich bei der Verwendung der oben angegebenen Spinnlösung ein zu sammenhängender Faden von über 200 cm Länge gegenüber einem Faden von 40 bis 50 cm Länge bei der Verwendung einer nicht mit diesen Zusätzen versetzten Viskose. Bei der üblichen Naehbehandlung des ge sponnenen Fadens wird das verwendete Tür kisehrotöl wieder ausgewaschen. Eine Änderung des Glanzes im Fertig produkt tritt bei Verwendung von Türkisch- rotöl in den angegebenen Mengen nicht ein. Von besonderem Vorteil ist die Verbes serung der Ziehfähigkeit durch Zusatz von Tiirkisehrotöl oder ähnlicher sulfurierter, fetter Öle auch bei solchen Viskosen, die zwecks Herstellung matter Seide mit in der Viskose unlöslichen Ölen versetzt sind. Es ist eine bekannte und leicht erklärbare Tat sache, dass beim Spinnen solcher Viskosen die einzelnen Fädchen leichter reissen und solche Viskosen daher schwieriger zu verspinnen sind als gewöhnliche Viskose. Durch Zusatz von Türkischrotöl in den oben angegebenen Mengen kann die Ziehfähigkeit solcher Vis kosen gleichfalls in bedeutendem Masse ver bessert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Viskose mit erhöhter Spinnfähigkeit zur Herstellung von Fäden, Bändern usw., dadurch gekenn zeichnet, dass der Viskose sulfurierte, fette Öle, zugegeben werden, und zwar in einer Menge von 0,3 bis 2 %. UNTERANTSPRTICHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Viskose Tür- kischrotöl zugegeben wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' die Viskose vor der Zugabe der sulfurierten, fetten Öle mit unlöslichen Ölen versetzt wird. .Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Viskose nach der Zugabe der sulfurierten, fetten Öle mit unlöslichen Ölen versetzt wird.
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