CH136394A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung homogener Gemische aus Mineralöldestillaten mit aliphatischen Alkoholen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung homogener Gemische aus Mineralöldestillaten mit aliphatischen Alkoholen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung homogener Gemische aus Hineralöl- destillaten mit aliphatischen Alkoholen. Die Herstellung homogener Gemische <B>t</B> aus Mineralö-ldestillaten mit aliphatischen Alkoholen ist bisher nur bei Verwendung ab soluter Alkohole möglich gewesen. Dieses Verfahren hat hauptsächlich den Nachteil, dass absoluter Alkohol verhältnismässig kost spielig ist.
Nach der Erfindung wird der oben be schriebene Nachteil vermieden und man ge- la.nz-t zu homogenen Produkten, die bis zii Alkohol enthalten können. Auch kann man für bestimmte Zwecke, wo ein Gehalt an Wasser nicht. schädlich ist,, Alkohole nie driger Konzentration verwenden, ohne dass die Homogenität des Gemisches darunter leidet.
Die nach dem Verfahren der Erfin- dun-, hergestellten homogenen Gemische sind unbegrenzt haltbar; ihre Bestandteile trennen sich auch bei längerem Aufbewahren nicht voneinander und auch eine Wasser- iibi#licidung findet bei Verwendung von Alkoholen niedriger Konzentration nicht statt.
Die Herstellung der homogenen Gemische von Mineralöldestillaten mit ,aliphatischen .l'lkoholen gemäss der Erfindung erfolgt in der Weise, dass man ein emulgzertes, nicht homogenes Gemisch.
dieser beiden Bestand teile bei erhöhten Temperaturen mit nascie- rendem Wasserstoffbehandelt. Man kann zum Behpiel so verfahren, dass man ein ul- gierte Gemische von Mineralöldestillaten mit aliphatischen Alkoholen, gemeinsam mit geringen Mengen von Lösungen organischer Säuren, zum Beispiel Oxalsäure,
Ameisen säure oder ihren Salzen durch erhitzte Me talle oder Metallegierungen in zerkleinerter Form zum Beispiel Blei und Nickelgemische hindurchleitet und gelangt auf diese Weise zia einem ausserordentlich homogenen Misch produkt,, das gegebenenfalls noch; durch Rei nigung vom Wasser oder anderen uner- ü,ünschten Bestandteilen befreit werden kann. Der Alkoholzusatz zum Mineialö l- destillat kann in) diesem Falle bis zu 80 betragen.
Der Ogalsäurezusatz ist dem Alkoholzusatz anzupassen und beträgt sel ten über 1 %. Die Behandlung des Mineralöl- AlkohäIgemisches mit nascierendem Was serstoff kann auch auf die Weise vorgenom men werden, dass man ein Gemisch dieser beiden Produkte gemeinsam mit einer gerin gen: Menge flüchtiger Mineralsäure zum Bei spiel bis 5 % Salzsäure in Dampfform über gegebenenfalls erhitztes, granuliertes Metall zum Beispiel Zink leitet.
Die Mineralsäure wird, wenn sie mit dem granulierten Metall in Berührung kommt, zu Metallchlorid und Wasserstoff umgesetzt, der auf das Gemisch einwirkt, und die Homogenität desselbei, herbeiführt.
Als Ausgangsprodukte für die Ausübung des Verfahrens eignen sieh besonders die nieder siedenden Bestandteile von Mineral ölen, wie zum Beispiel Benzin" Petroleum oder Gasöl. Das Verfahren lässt sich aber auch mit höher siedenden Fraktionen der Mineralöle, sogenannten Schwerölen oder mit. Rohölen selbst durchführen. Von den Alko holen kommt besonders der gewöhnliche Athylalkohol oder Methylalkohol in Frage. Man wird die Ausgangsstoffe je nach dem Verwendungszweck des Endproduktes aus wählen.
Will man zum Beispiel nach dem Verfahren der Erfindung einen Betriebsstoff für Motoren herstellen, so sind besonderes Pe troleum oder schwere Benzine geeignet. die an sieh als Betriebsstoffe nicht in Frage kommen, durch den Zusatz des Alkohols aber für diesen Zweck geeignet werden und dann als Ersatz des Benzins dienen können. Aüeh in diesem Fall ist es möglich, Alkohole niedriger Konzentration zu verwenden, da ein geringer Wassergehalt des Gemisches den Betriebsstoff nicht ungünstig beein- flusst, und ebenso die Homogenität desselben nicht stört.
Die nach der Erfindung hergestellten ho mogenen Gemische aus Mineralö@ldestillaten und Alkoholen eignen sich. ausserdem beson ders als Grundstoff zur Herstellung von Emulsionen, wie sie in der Textil- oder Lederindustrie verwendet werden. Diel ge mäss der Erfindung erhaltenen Gemische selbst zum Beispiel Petroleum- Alkohol emul- gieren bei Zusatz von Wasser und geben ausgezeichnete und haltbare Emulsionen.
Ebenso kann man die nach der Erfindun' hergestellten Gemische gemeinsam mit andern Stoffen zum Beispiel Fetten, Ölen oder der gleichen zur Herstellung von Emulsionen verwenden. Auch ihre Verwendung mit. Sei fen zur Herstellung der sogenannten Textil seifen kann erfolgreich durchgeführt werden. und es werden dabei Produkte erhalten, die sieh bei der Textilwäsche ausserordentlich be währen.
Ebenso ist es möglich, die homo- benen Gemische an Stelle andererF'ettlöäungs- mittel zum Beispiel zum Reinigen und Wa schen von Textilien oder dergleichen zu ver wenden.
In der anliegenden Zeichnung ist eine zur Ansübung des Verfahrens geeignete Vorrichtung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Pumpe, Fig. 2 eine Vorrichtung zur -Wärmebe handlung des Gemisches und zur Erzeuglmg des nascierenden Wasserstoffes, Fig. 3 ein Schema einer Gesamtanlage.
Von der zwei Kammern 1 und 2 auf weisenden Pumpe wird abwechselnd das rohe, an sich nicht homogene Gemiseh von Mineralölprodukten und Alkoholen angesaugt und ausgestossen. Die Kammer 1 hat das alis der mit zwei Rückschlagklappen 4 und 5 ver- sehenen Rohrleitung 3 kommende Rohge misch angesaugt, während die Kammer entleert ist.
Bei Erreichung des höchsten Punktes schlägt der .Stempel 6 der Kammern 1 gegen einen Anschlagstift 7, der auf eine nicht dargestellte Einrichtung zur Umschal tung des von einer Schnecke 8 angetriebenen Zahnradwerkes 9, 10 einwirkt, so dass jetzt der Stempel 6 nach unten geht, während der Stempel 11 der Kammer 2 sieh nach oben bewegt. Das in der Kammer 1 befindliche Rohgemisch wird durch die Leitung 12 in den; Erhitzer (Fig. 2) gedrückt, während in der Kammer 2 durch das R.ückschlagventi 4 frisches Rohgemisch angesaugt wird.
Durch die Rohrleitung 12 gelangt das Rohgemisch in den Erhitzer. Dieser besteht aus einem Feuerraum 13 mit dem Brenner 14. Im Feuerraum selbst ist ein Rohrbündel system 15 angeordnet, das unten\ durch einen gemeinsamen Kasten 16 mit einander ver bunden ist. In diesem Kasten 16 und im Rohrbündel 151 befindet sich zerkleinertes Metall oder Metallegierung, durch welches das aus der Rohrleitung 12 kommende Roh gemisch, nachdem es in der Rohrschlange 17 vorgewärmt und clurch einen Verteiler<B>18</B> in den Kasten 16 eingetreten ist, hindurch geleitet wird.
Das Rohgemisch steigt dann durch die Rohrbündel 15 nach oben und ge langt an. einer Verteilerplatte 19 vorbei in den Gasraum 20, von wo es durch die Lei tung 21 durch Reiniger 22, die mit Kallc bezw. Kohle oder Silikaten gefüllts sind, zum Kondensator geleitet wird. Durch Zersetzung der organischen Säure spaltet sich im Rohr bündel 15 nascierender Wasserstoff ab, der auf, das Gemisch einwirkt und die Ilomo- ty-enität desselben bewirkt.
Das in Fig. 3 dargestellte Anlageschema arbeitet abwechselnd mit zwei Pumpen und hat ebenfalls zwei Reaktionskammern, in denen das Gemisch zum Beispiel erhitzt. rnird.
Alkohol und Hineralöldestillate ergeben keine homogene, sondern unhomogene Ge mische. Behandelt man diese Gemische mit nascierenden Wasserstoff, so entstehen ab solut homogene Gemische, die chemisch nicht verändert sind: durch Destillation kann man die einzelnen Mischungsbestand teile wieder für sich erhalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung homogener Gemische von Mineralöldestillaten mit ali- pha.tischen Alkoholen, dadurch gekennzeich net, dass emulgierte Gemische derselben bei erhöhten Temperaturen mit nascierendem Wasserstoff behandelt. werden.UNTERANSPRt?CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Gemische von Mineralöldestillaten und aliphatischen Alkoholen -mit -einem Zusatz von organi schen Säuren durch erhitzte Metalle mit über 100 liegendem Schmelzpunkt ge leitet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass als Zusatz Oxalsäure verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, da.ss als Zusatz Ameisensäure ver wendet wird.4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass' Gemische von MineraläAdestillaten und aliphatis.chen Al koholen mit einem Zusatz von Salzen or ganischer Säuren durch erhitzte Metalle mit über 100 C liegendem Schmelz punkt geleitet werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net. da,ss als Zusatz Salze der Oxalsäure verwendet werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass als Zusatz Salze der Ameisen säure verwendet werden. 7.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass Metallegierungen mit über 100 liegendem Schmelzpunkt angewendet werden. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass als Metalle Gemische von Blei und Nickel verwendet wer den. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Gemische von Mineralöldestillaten und aliphatischen Alkoholen mit einem Zusatz von flüch tigen Mineralsäuren über granuliertes Metall geleitet werden. 10.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch. 9, dadurch gekennzeich net, dass dampfförmige Chlorwasserstoff- säure als Zusatz und granuliertes Zink als 2feta.11 verwendet wird.PATENTANSPRUCH Il: Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentansprueh I, dadurch gekenn zeichnet. dass sie ein von aussen erhitzba.re5 und zur Aufnahme von als Katalysatoren wirkenden Stoffen bestimmtes Rohrbündel system mit einem zur Einleitung des vorge- m,äinnten Gemisches von Mineralöl und ali- phatischen Alkoholen bestimmten, an einem Ende des Rohrbündelsystems angeschlos senen,erhitzbaren Kasten aufweist, aus welchem das Gemisch nach Durchtritt durch einen Verteiler zudem am anderen Ende des Rohrbündelsystems angeordneten Gasraum und von diesem durch eine ReinigUngsvor- richtnng zu einem Kondensator geleitet wer den kann. UNTERANSPRüCHE 11. Vorrichtung nach Patentansprueh 1T, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr bündelsystem von einer Erhitzungskam- mer urnschlosen ist. 12.Vorrichtung nach Patentanspruch IL und Unteranspruch 11, dadurch gekenn zeichnet, dass zwei Reaktionskammern in Verbindung mit. abwechselnd arbei tenden Pumpen derart miteinander ver bunden sind, dass das Gemisch mehrmals erhitzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE136394X | 1926-09-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH136394A true CH136394A (de) | 1929-11-15 |
Family
ID=5666361
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH136394D CH136394A (de) | 1926-09-09 | 1927-09-07 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung homogener Gemische aus Mineralöldestillaten mit aliphatischen Alkoholen. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH136394A (de) |
-
1927
- 1927-09-07 CH CH136394D patent/CH136394A/de unknown
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