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Es ist schon vorgeschlagen worden schwere Kohlenwasserstofföle dadurch zu spalten, dass man sie in Berührung mit kohlenstoffhaltigem, feinverteiltem Material erhitzt (britische Patentschriften Nr.
Nr. 16383/1914. 4598/1915 und 117087), um leichte oder leichtere Öle zu erhalten. Bei diesen bekannten Verfahren wurde stets eine Menge des kohlenstoffhaltigen Materials verwendet, deren Gewicht mindestens
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gearbeitet.
Gemäss der Erfindung wird das kohlenstoffhaltige Material in einem auf 300'bis 500 C erhitzten OIiiberschuf3 durch) Jmrühren in ständiger Bewegung erhalten. Dadurch wird nicht nur eine grössere Ausbeute an leichten Ölen erzielt, sondern auch wegen der niedrigeren Temperatur eine einfachere Apparatur und grössere Betriebssicherheit sowie auch ein ununterbrochener Betrieb ermöglicht, indem man das Schweröl in dem Masse naehfüllt, als die aufgespaltenen Öldämpfe abziehen.
In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 schematisch einen mit einem mechanischen Rührer ausgerüsteten, senkrecht angeordneten Destillierkessel ; Fig. 2 zeigt einen senkrecht angeordneten Destillierkessel, bei welchem der Kohlenstoff auf einem Rost getragen wird ; Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform. bei welcher ein horizontal angeordneter Pestillierkessel zur Verwendung kommt und Fig. 4 ist ein Querschnitt durch Fig. 3.
In Fig. 1 ist der Kessel mit einer geeigneten Feuerung ausgerüstet, in welcher die Hitze reguliert und entweder dem Boden oder den Seiten des Kessels oder beiden zugeführt werden kann.
Eine vertikale Welle. 3, welche die Rührarm 4 trägt, ist im Boden des Kessels 1 gelagert und iht oberes Ende tritt durch den Deckel hindurch und trägt ein Schneckenrad 5, mit welchem eine Schnecke in Eingriff steht, die vermittels einer'Welle 6 durch einen Elektromotor 7 angetrieben wird. Der Kessel
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oberen Teil zum Kondensator 12 geht, von wo das abgekühlte Produkt zum Sammelbehälter 7. 3 geführt wird. Wird Druck angewandt, kann der Sammelbehälter ein Entlastungsventil erhalten, wobei das Auslassrohr für alle Fälle mit einem Kugelventil 15 versehen ist.
Im oberen Teile des Fraktionators 10 ist ein Pyrometer in den Auslass der Dampfleitung eingesetzt und der Indikator 18 damit durch Drähte 17 verbunden.
Die Arbeitsweise ist folgende : Fein gepulvertes kohlenstoffhaltiges Material, z. B. bituminöse Kohle, wird mit flüssigen Kohlenwasserstoffen von hohem Siedepunkt, z. B. Brennöl, im Kessel 1 gemischt und erhitzt, während gleichzeitig die an der Welle 3 befestigten Rührarme 4 ständig betätigt werden. Die erzeugten Dämpfe entweichen durch das Rohr 8 in den Fraktionator. Die von diesem austretenden leichten Dämpfe gehen durch das Rohr 11 zum Kondensator 12 und Sammelbehälter 7. 3. während die schweren Fraktionen durch das Rohr 9 in den Kessel zurückfliessen. Der Prozess kann unbestimmte Zeit
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Bei Versuchen wurde ein Behälter von 1000 cm3 mit 500 cm3 Zylinderöl und 100 cm3 bituminöser Kohle beschickt und 480 cm3 Destillat erzielt. Der Rückstand war ein guter Koks, der geeignet war zur Herstellung von Briketts, die als Feueiungsmaterial verwendet werden konnten. Das Destillat ergab 10% Gasolin von 62"Bé. Die Temperatur im Kessel wurde auf annähernd 300 bis 500 ('gehalten.
In dem Masse als die Temperatur sich erhöhte, nahm die Flüssigkeit ab. Der Boden des Kessels war am
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Ende der Operation dunkelrot. Das Umrühren erfolgte beständig und der Druck war annähernd gleich dem atmosphärischen Druck ; die Temperatur hielt sich annähernd auf 300 bis 500 C.
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versehen. Etwas oberhalb des Bodens des Kessels ist ein Rost 104 angeordnet, der den Kohlenstoff 7J trägt und bei 106 perforiert oder sonstwie konstruiert ist, um eine Zirkulation des Öles zn gestatten.
Eine Leitung 107 und eine Rückleitung 108 führend von dem Kessel 101 zum Fraktionator 109, der einen Dampfdom 110 trägt, von welchem ein Entleerungsrohr 111 zum Kondensator 112 fÜhrt, welcher mit einem Auslassrohr 113 versehen ist, das mit dem üblichen Sammelbehälter, Gasometer usw. verbunden ist. Ein thermoelektrisches Element 114 ist im Dampfdom 110 angeordnet und durch eine Leitung Ha mit
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horizontal angeordneter Kessel 117 gemäss Fig. 3 und 4 Anwendung finden. 118 stellt die Feuerung dar. Der Rost 119 ruht hier auf Winkeleisen 120, die von Riemen 122 getragen werden, welche von an der Kesselwandung befestigten Winkeleisen 121 herabhängen.
Der Rost kann bei 123 perforiert sein oder er kann am einer vollen Platte bestehen und dann erfolgt die Zirkulation um die Seiten der Platte herum.
Bei der Ausführung des Verfahrens wird Kohlenstoff auf den Rost 1M gelegt, der Kessel wird mit
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gehen durch die Leitung 107 zum Fraktionator 109 und die Dämpfe, die leicht genug sind, um durch den Fraktionator hindurchzugehen, durch das Rohr 111 zum Kondensator 112, während die schweren Fraktionen
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spiegel im Kessel aufrechtzuerhalten. Die Spalttemperatur im Kessel ist etwa 300'bis 500' ('. Der Druck ist etwas höher als der atmosphärische Druck oder gleich demselben.
. Nachstehend mögen einige Anwendungsbeispiele des neuen Verfahrens, wobei verschiedene Arten von kohlenstoffhaltigem Material Verwendung finden, gegeben werden :
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des Produktes : 14% Gasolin, 17% Kerosen, 69% Gasöl.
2. FÜllung : 375l Schweröl und 19 leg Holzkohle. Produkt:300 l. Zusammensetzung des Produkten : 17-5% Gasolin, 21% Kerosen, 61.5% Gasöl. Rückstand: 29 kg Koks und 60l Schweröl.
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setzung des Produktes : 17% Gasolin, 20% Kerosen, 63% Gasol.
Das Verfahren ist mit oder ohne Druck anwendbar. Erhöhung des Druckes beschleunigt die
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Umrühren in Bewegung erhalten wird.