CH136378A - Verfahren zur Herstellung von Furfuryldisulfid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Furfuryldisulfid.

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CH136378A
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Genussmittel-Aktienge Nahrungs
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Inga Internationale Nahrungs &
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  Verfahren zur Herstellung von     Furfuryldisulfid.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung von     Fur-          furyldisulfid,    gemäss welchem man auf     Fur-          furol    ein lösliches Salz des Schwefelwasser  stoffes einwirken lässt. Als solche Salze kommen  vorzugsweise Sulfide und     Sulfhydrate    der  Alkalien, Erdalkalien oder des Ammoniaks  und ähnlicher Basen in Betracht.  



  Die Umsetzung von     Furfurol    mit alkoho  lischem     Schwefelammon    wurde schon von  Baumann und Fromm (Berichte der Deutschen    chemischen Gesellschaft,     Bd.    24, S. 3595) vorge  nommen, aber in dieser Arbeit wurden die  Stoffe in molekularen Mengen zur Reaktion  gebracht und so ein polymeres     Thiofurfurol     erhalten. Es wurde nun beobachtet, dass bei  Anwendung eines Überschusses der genannten  Reagenzien der Aldehyd zu dem     Disulfid     nach folgender Gleichung I reduziert wird.  Die von Baumann und Fromm studierte Um  setzung geht dagegen nach Gleichung Il vor  sich.

    
EMI0001.0012     
  
    1: <SEP> 2 <SEP> R <SEP> CH <SEP> = <SEP> 0 <SEP> -j- <SEP> <B>3H2</B> <SEP> S <SEP> <B>"</B> <SEP> ---) <SEP> R <SEP> CH-S-S-CH <SEP> R <SEP> + <SEP> 211, <SEP> 0 <SEP> + <SEP> S.
<tb>  II: <SEP> R <SEP> CH <SEP> = <SEP> 0 <SEP> -1- <SEP> <B>H2 <SEP> S</B> <SEP>  -<B>></B> <SEP> - <SEP> R <SEP> CH <SEP> = <SEP> S <SEP> -i- <SEP> H2 <SEP> 0.       Zur Darstellung des     Furfuryldisulfids    ver  wendet man zweckmässig einen grösseren       Lrberschuss    von Sulfiden beziehungsweise     Sulf-          hydraten.     



  Der sich dadurch ausscheidende Schwefel  wird dann in Form von Polysulfid gebunden.  Die Reaktion kann dabei so geleitet werden,  dass der Aldehyd mit weniger als     11/z    Mole-         külen    eines Sulfids oder     Sulfhydrates    umge  setzt wird, und dass dann Schwefelwasser  stoff im Überschuss eingeleitet wird. Man  arbeitet dabei am günstigsten in Lösung,  zum Beispiel in wässeriger alkoholischer  Lösung. Die Umsetzung kann in der     gälte     vorgenommen werden, geht beim Erhitzen  der Komponenten aber schneller vor sich.

        Das     Furfuryldisulfid    lässt     si^h    nach er  folgter Reaktion durch Zusatz von Wasser  und Aufnehmen in organischen Lösungsmitteln  isolieren und durch     Vakuum-Destillation    reini  gen. Es stellt ein fast farbloses Öl vom Siede  punkt 112-115 o bei 0,5 mm dar, das beim  Abkühlen erstarrt und bei 10-10,5 o schmilzt.  



  In den meisten organischen Lösungsmitteln  ist es leicht löslich, ausser in     Petroläther    und  Benzin; auch kalter Alkohol löst nicht unbe  grenzt. Die     Fichtenspanreaktion    ist grün.  Das     Furfuryldisulfid    besitzt einen nicht sehr  starken, aber anhaftenden, unangenehmen       (äeruch.     



       Furfuryldisulfid    wird als Zwischenprodukt  zur Herstellung von     Furfuryl-2-merkaptan     verwendet, welch letzteres durch einfache  Reduktion erhalten werden kann, ferner kann  es direkt zur Herstellung von     Aromastoffen     verwendet werden.  



  <I>Beispiel</I>       Furfurol    wird mit einer alkoholischen  Lösung von mindestens 3 Molekül     Ammon-          sulfhydrat    mehrere Stunden an der gälte  stehen gelassen oder eventuell     \/2-1    Stunde  auf dem Wasserbad erwärmt und so in das       Disulfid    übergeführt; dieses wird durch Zu  satz von Wasser ausgefällt, Verunreinigungen  werden mit Wasserdampf abgeblasen, durch  Vakuumdestillation kann es     gereinigt    werden.  



       Beispiel   <I>2:</I>       Furfurol    wird mit einer     20oloigen    alkoho  lischen Lösung von 2 Molekülen     Ammonsulf-          hydrat    versetzt und in diese Lösung während  Stunde Schwefelwasserstoff in der  gälte eingeleitet und dann durch einstündiges  Erwärmen unter dauerndem Schwefelwasser  stoffeinleiten die Reaktion zu Ende geführt.  Zur Gewinnung des     Disulfids    wird ein Teil  des Alkohols     abdestilliert.    Schliesslich wird  durch Wasserzusatz aus der konzentrierten  Lösung das     Disulfid    ausgefällt; durch Destil  lation im Vakuum kann es gereinigt werden.

           Beispiel   <I>3:</I>       Furfurol    wird in 5 Teilen Alkohol gelöst  und nach Zugabe von 1 Molekül Natrium  sulfid mit Schwefelwasserstoff gesättigt und  weiter Schwefelwasserstoff eingeleitet, wobei  beim Erwärmen die Umsetzung zu     _Disulfid     erfolgt. Die Aufarbeitung geschieht wie im  vorigen Beispiel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Furfuryl- disulfid, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Furfurol ein lösliches Salz des Schwefel wasserstoffes einwirken lässt. . Es ist ein fast farbloses Öl vom Siede punkt 112-115 o C. bei 0,5 mm, das beim Abkühlen erstarrt und bei 10-10,5o C schmilzt, es ist leicht löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln, ausser in Petrol- äther und Benzin. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als lösliches Salz des Schwefelwasserstoffes ein solches des Ammoniums verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Ammonsulfhydrat verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den während der Reaktion verbrauchten Schwefelwasser stoff durch Einleiten von Schwefelwasser stoff ins Reaktionsgemisch ersetzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in alkoholischer Lösung vornimmt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter Erwärmen vornimmt.
CH136378D 1926-12-16 1927-10-18 Verfahren zur Herstellung von Furfuryldisulfid. CH136378A (de)

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