CH136371A - Verfahren zur Herstellung von Aceton. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Aceton.Info
- Publication number
- CH136371A CH136371A CH136371DA CH136371A CH 136371 A CH136371 A CH 136371A CH 136371D A CH136371D A CH 136371DA CH 136371 A CH136371 A CH 136371A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- catalysts
- catalyst
- contact
- contain
- oxygen
- Prior art date
Links
Landscapes
- Catalysts (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung von .Aceton. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver führen zur Herstellung von Aceton, dadurch gekennzeichnet, dass Aeetaddehyd und Was serdampf bei höheren Temperaturen in Ge genwart von Katalysatoren in Reaktion ge bracht werden.
Die Reaktion verläuft entsprechend der Gleichung 2 CHs . CHO -f- H20 = CH, LOCH, -1- C02 -I- 2 H2.
Die Temperaturen werden hierbei vor teilhaft oberhalb 300 , zum Beispiel zwi schen 350 und<B>600',</B> gehalten. Der Wasser dampf wird zweckmässig in erheblichem Überschuss angewendet.
Auch Gemische, welche neben Acetalde- hyd noch .geringe Mengenanderer ketonisier- barer oder nicht keto:nisierbarer Bestandteile oder solche beider Art enthalten, können im Sinne der Erfindung auf Aceton verarbeitet werden. Als solche zusätzlichen ketonisier- baren Stoffe kommen zum Beispiel Äthyl- alkohol, Essigsäure, Äthylacetat und der- gleichen in Betracht.
Die Möglichkeit, Acet- aldehyd zusammen mit ,geringen Mengen an derer ketanisierbarer Stoffe in Aceton über führen zu können, bietet Iden Vorteil, @dass Ge mische, welche .ausser A:cetaldehyd noch ge ringe Mengen verschiedener ketonisierbarer Körper enthalten, wie solche zum Beispiel in .der Industrie mitunter anfallen, ohne weite res im Sinne :der Erfindung verarbeitet wer den können.
Als Katalysatoren kommen vorzugsweise Sauerstoffverbindungen von :Schwermetallen, zum Beispiel des Eisens, .des Mangans, des Kupfers, ferner auch Metalle selbst, zum Beispiel metallisches Eisen, in Betracht. Auch hier empfiehlt es sich, die eigentlichen Katalysatoren in Gemeinschaft mit Hilfs katalysatoren zur Anwendung zu bringen. Unter Hilfskatalysatoren werden dabei Stoffe verstanden, welche befähigt sind, die Wirk samkeit der eigentlichen Katalysatoren zu steigern, welche aber für sich allein keine oder nur unzureichende katalytische Eigen- schaften besitzen.
Als derartige Hilfskataly satoren kommen Stoffe, wie zum Beispiel Caloiumkarbonat, Magnesiumoxyd und der gleichen in Betracht. Vorteilhaft werden Mischkontakte angewendet, welche Kataly satoren verschiedener Art, zum Beispiel Ei senoxyd und Eisen, oder eigentliche KataJ.y- satoren und Hilfskatalys.atoxen, zum Beispiel Eisenoxyd und C.alciumkarbonat, oder meh rere Katalysatoren und ausserdem Hilfs katalysatoren, zum Beispiel Eisenoxyd, Ei sen und Calciumkarbonat, enthalten,
und zwar vorteilhaft in guter Berührung mitein ander. Auch geeignete mehrere Katalysa- tören oder Katalysatoren und Hilfskatalysa toren enthaltende Naturprodukte, zum Bei spiel eisenhaltige Mineralien oder technisch? Produkte, wie Kiesabbrände und -derglei chen, können Verwendung finden. Ge gebenenfalls kann. ein Katalysator als Trä ger .dienen. Mail kann zum Beispiel Eisen späne oberflächlich oxydieren und zugleich noch Hilfskatalysatoren, zum Beispiel Cal ciumkarbonat, darauf niederschlagen. Die Katalysatoren werden zweckmässig in porö ser Form angewendet.
<I>Beispiel:</I> Rostige Eisenspäne werden in eine Cal- ciuma.cetatlösung eingelegt, die Lösung un ter Rühren verdampft und das Produkt ge glüht. Durch ein Quarzrohr, welches mit diesem Katalysator beschickt und auf 490 erhitzt ist, werden Acetaldehyd:dampf und Wasserdampf (entsprechend einer 10 Ge wichtsprozentigen Acetaldehydlösung)durch- geleitet; die abgehenden Dämpfe werden kondensiert. Die Ausbeute an Aceton be trug 91 % der Theorie, berechnet auf den angewendeten Acetaldehyd.
Die Katalysatoren können durch Behan- .deln mit iSauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasgemischen, zum Beispiel Luft, gege benenfalls unter Zusatz von Wasserdampf, oder auch mit Wasserdampf allein, bei höhe ren Temperaturen, zum Beispiel solchen zwi schen 400 und 600 , aktiviert werden. Es empfiehlt sich, :die Aktivierung in kürzeren Zwischenräumen, das heisst in Zeitpunkten xrorzunehmen, bei welchen ein merkliches Nachlassen :der Katalysatoren noch nicht in Erscheinung getreten ist. Hierdureb erzielt man ständig hohe Ausbeuten an Aceton.
Man kann die Lebensdauer der Katalysato ren auch dadurch verlängern, d@ass man ohne Unterbrethung des Ketonisierungsvor ganges geringe Mengen von Luft zusammen mit dem AcetaMehyd-W@assergernisch in den Kontaktraum einführt.
Da bei Verarbeitung von Acetaldehyd ,auf Aceton Wasserdampf allein ein ausgezeichnetes Aktivierungsmit- tel darstellt, kann die Aktivierung der Ka... talysatoren in einfachster Weise dadurch vorgenommen werden, dass man die Zufuhr des Acetaldehyds von Zeit zu Zeit unter- bricht und Wasserdampf allein unter Auf rechterhaltung der Reaktionstemperatur durch den Kontaktraum leitet.
Der .bei der Reaktion entstehende Was serstoff kann zur Durchführung des Ketoni- sierungsprozesses und gegebenenfalls zur Regenerierung der Katalysatoren nutzbar gemacht werden, zum Beispiel derart, dass durch Einführung von etwas Luft in den Reaktionsraum ein Teil des gebildeten Was serstoffes verbrannt und zur Innenheizung nutzbar gemacht wird. Den :abgehenden Wasserstoff kann man allein oder auch zu sammen mit,der Kohlensäure zur Aussenhei zung während des Ketonisierungsvorga.nges bezw. bei .der Regenerierung,der Kataalysato- zen verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRTTCH Verfahren zur Herstellung von Aceton, dadurch gekennzeichnet, d@ass Acetylaldehyd und Wasserdampf bei höheren Tempera turen in Gegenwart von Katalysatoren in Reaktion gebracht werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass Dampfgemische ke- tonisiert werden, welche neben Alcet- ahdehyd noch .andere ketonisierbare Be standteile als Verunreinigung enthalten. 2.Verfahren nach Patentansprurh, dadurch gekennzeichnet, dass Dampfgemische, welche neben Aceta.l,dehyd und Wasser- ,dampf noch an der Reaktion nicht teil nehmende Stoffe enthalten, in Reaktion gebracht werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Wasserdampf im Überschuss angewendet wird. 1-. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysatoren Metallsauerstoffverbindungen verwendet werden. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Kontaktstoffe ver wendet werden, welche neben eigent lichen Katalysatoren noch H1.1fskataly- satoren enthalten. 6. Verfahren nach Patentanspruch, -dadurch gekennzeichnet, dass Kontaktstoffe ver wendet werden, welche eigentliche Ka talysatoren und Hilfskatalysatoren in inniger Berührung miteinander ent halten. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontaktstoff verwendet wird, welcher Schwermetall- oxyd und Metall enthält. B.Verfahren nach Patentanspruch, :dadurch gekennzeichnet, dass ein Katalysator ver wendet wird, welcher Sauerstoffverbin dungen von Schwermetallen und solche von Leichtmetallen enthält: 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Kontaktstoffe ver wendet werden, welche Sauerstoffver bindungen von Schwermetallen, Sauer stoffverbindungen von Leichtmetallen und Schwermetalle enthalten. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Kontaktstoffe ver wendet werden, welche Eisenoxyd und metallisches Eisen enthalten. 11.Verfahren nach Patentanspruch, da:durcli gekennzeichnet, dass Kontaktstoffe ver wendet werden, welche Eisenoxyd und Sauerstoffverbindungen .der Erdalkali- metalle enthalten. 1.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator an gerostetes Eisen verwendet wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, mass als Katalysator an gerostetes Eisen, ,auf welchem eine Erd- alkaIimetallsauerstoffverbindung nieder geschlagen ist, verwendet wird'. 14.Verfahren nach Patentanspruch, :dadurch .gekennzeichnet, dass der Katalysator durch Behandlung mit Sauerstoff bei höheren Temperaturen regeneriert wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch, @d.aJurch gekennzeichnet, 4a13 der Katalysator durch Behandlung mit Wasserdampf bei höheren Temperaturen regeneriert wird. 1.6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Katalysator durch Behandlung mit Luft und Was serdampf bei. höheren Temperaturen re generiert wird. 17.Verfahren nach Patentanspruch"dadurcli gekennzeichnet, @dass die Regenerierung des Katalysators in einem Zeitpunkt er folgt, bei,dem die Wirkung des Kataly sators nicht erheblich nachgelassen hat. 18. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der bei der Reak tion gebildete Wasserstoff zur Behei- zung des Kontaktraumes verwendet wird. 19.Verfahren nach Patentansprwch, ,dadurch gekennzeichnet, dass geringe Mengen von Sauerstoff während des Ketonisiertzngs- vorganges in den Reaktionsraum einge führt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE136371X | 1925-06-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH136371A true CH136371A (de) | 1929-11-15 |
Family
ID=5666340
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH136371D CH136371A (de) | 1925-06-30 | 1926-04-10 | Verfahren zur Herstellung von Aceton. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH136371A (de) |
-
1926
- 1926-04-10 CH CH136371D patent/CH136371A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE756609C (de) | Verfahren zur Umsetzung von Kohlenoxyd mit Wasserstoff | |
| DE559734C (de) | Verfahren zur Darstellung von Vinylcyanid | |
| CH136371A (de) | Verfahren zur Herstellung von Aceton. | |
| DE537433C (de) | Entfernung von Kohlenoxyd aus Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasgemischen | |
| DE2111722C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Diaethylketon | |
| DE759365C (de) | Herstellung konzentrierter Salpetersaeure aus Stickoxyden, Sauerstoff bzw. solchen enthaltenden Gasen und Wasser | |
| DE606841C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff | |
| DE476662C (de) | Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff | |
| DE648509C (de) | Verfahren zur Verarbeitung von ammoniakfreien vorgereinigten Koksofengasen auf Ammoniak | |
| DE970359C (de) | Verfahren zur Nachreinigung von Ofenschutzgas | |
| DE365285C (de) | Verfahren zur UEberfuehrung von Acetylen in Acetaldehyd | |
| DE849557C (de) | Verfahren zur Herstellung von einwertigen Phenolen | |
| DE544778C (de) | Herstellung von Ketonen aus Estern | |
| DE546205C (de) | Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff aus Methan | |
| DE1167348B (de) | Verfahren zur Regenerierung ausgebrauchter Katalysatoren fuer die Herstellung von Melamin | |
| AT76302B (de) | Verfahren und Apparat zur Umwandlung schwerflüchtiger Kohlenwasserstoffe in leichter flüchtige. | |
| CH134360A (de) | Verfahren zur Herstellung von Ketonen. | |
| DE2166635B2 (de) | Verfahren zur herstellung von maleinsaeureanhydrid durch oxidation aus benzol | |
| DE577705C (de) | Verfahren zur Herstellung von Aceton aus Acetylen | |
| CH95229A (de) | Verfahren zur katalytischen Überführung von Kohlenstoffverbindungen in Carbonylverbindungen. | |
| DE888842C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung der mit den sauerstoffhaltigen Reaktionsprodukten der Oxosynthese mitgefuehrten Metalle oder Metallverbindungen | |
| CH136372A (de) | Verfahren zur Herstellung von Aceton. | |
| DE1068235B (de) | Silberqxydkatalysator für die Oxydation von Äthylen zu Äthylenoxyd und Verfahiien zu seiner Herstellung | |
| AT112972B (de) | Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff. | |
| DE641596C (de) | Verfahren zur Erzeugung praktisch sauerstoff- und stickoxydfreier Gemische von Stickstoff und Wasserstoff |