CH131007A - Ubertragungseinrichtung mit Verstärkern. - Google Patents

Ubertragungseinrichtung mit Verstärkern.

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CH131007A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

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      Übertragungseinrichtung    mit Verstärkern.    Die     Erfindung    betrifft eine     Zweiweg-          Übertragungseinrichtung    mit Verstärkern, bei  der jeder der beiden Leitungszweige mit       frequenzabhängigen        Schaltungselementen,    de  ren Durchlässigkeitsbereiche voneinander ver  schieden sind, versehen ist und Steuervor  richtungen enthält, die, durch die ankommen  den Sprechströme erregt, den Leitungszweig  der Sprechrichtung für einen grösseren Fre  quenzbereich wirksam machen und den Lei  tungszweig der Gegenrichtung völlig sperren.

    Anordnungen, die die Verstärker in     unbe-          sprochenem    Zustande sperren und erst beim  Ankommen von Sprechströmen übertragungs  bereit machen, sind unter dem Namen Rück  koppelungssperrer bekannt.  



  Allen bisher bekannten Anordnungen die  ser     Art    haftet der grundsätzliche Mangel an,  dass Verzögerungsleitungen notwendig sind,  um die Ströme elektrisch solange zu ver  zögern, bis die Schaltvorgänge durch den       Rückkoppelungssperrer    durchgeführt sind.    Solche     Verzögerungsketten    erfordern bei den  in Betracht kommenden Verzögerungszeiten  einen so grossen Aufwand, dass eine prak  tische     Durchführung    dieser Anordnungen für  längere Leitungen aus wirtschaftlichen Grün  den nicht in Betracht kommt.  



  Zur Vermeidung von Rückkopplungs  strömen sind Anordnungen vorgeschlagen  worden, bei denen in jedem     Übertragungsweg     Siebketten mit voneinander verschiedenen  Durchlässigkeitsbereichen vorgesehen     sind,     so dass für keine Frequenz Selbsterregung  eintreten kann. Eine solche Anordnung hat  naturgemäss den Nachteil, dass durch die  Unterdrückung der     Frequen.zgebiete,    die je  weils für die andere     Übertragungsrichtung     vorbehalten sind, eine wesentliche Ver  schlechterung der Sprachübertragung eintritt.  



  Die Erfindung besteht in der Kombination  eines solchen Systems mit Vorrichtungen,  durch die beim Sprechen in einer     Richtung     der Übertragungsweg für diese Richtung           vollständig    freigegeben wird, während gleich  zeitig der Rückweg gesperrt wird. Diese An  ordnung hat den     Vorteil,    dass in dem prak  tisch wichtigen Fall, dass mehrere solcher       Verstärkereinrichtungen    in einer längeren  Verbindung liegen, die Schaltströme unge  hindert über die ganze Verbindung gelangen  und bei jedem Verstärker die erforderlichen  Schaltvorgänge auslösen können. Dadurch  ergibt sich nach einer verhältnismässig     kurzen     Schaltzeit die volle     Übertragungsgüte    der  Verbindung.

    



  In den Zeichnungen ist die Erfindung bei  s_     pielsweise    näher veranschaulicht.  



       Fig.    1     zeigt    zunächst schematisch einen       Zweidrahtverstärker,    wie er früher ausge  führt wurde und bei dem beide     tbertragungs-          zweige        ausser    mit Verstärkern v,     bezw.        v2     mit     Siebketten        s,        bezw.        s2    versehen sind, die  nur für voneinander verschiedene Frequenz  bereiche durchlässig sind.

   An den Gabel  stellen der     Leitungen   <I>a,</I>     bezw.        a2    befinden  sich in bekannter Weise die Nachbildungen     n,          bezw.    n2.  



       Fig.    2 zeigt im Beispiel die erfindungs  gemässe Abänderung dieser Schaltung. In  jedem der beiden Stromzweige s,, v,     bezw.          821        v2    wird zwischen Verstärker und     Sieb-          kette    nach einer     Gleichrichteranordnung    g,       bezw.        g2    abgezweigt, die bei Erregung durch  die     Sprech=    oder Signalströme einen     zum.     Filter s,     bezw.        s2    parallelen Übertragungsweg  <I>p,

  </I>     bezw.        p2    schliesst und ferner     den:    Strom  zweig der Gegenrichtung     sperrt,    zum Bei  spiel durch Kurzschliessen oder Öffnen der  Leitung. Es kann ausserdem auch das Fil  ter des benutzten Zweiges abgeschaltet wer  den. Die     Schaltung        erfolgt        beispielsweise     durch     Erregung    zweier     elektromagnetischer     Relais r,     b.ezw.    r2.  



  Eine     vorteilhafte    Anordnung, bei der  mechanische Relais vermieden sind; zeigt im  Beispiel     Fig.    3. Hier besteht der parallele       Übertragungsweg    aus einem parallel zu  Filter s,     bezw.        s2    und Verstärker v,     bezw.        v2     geschalteten weiteren Verstärker w,     bezw.          w2.    Die Steuervorrichtung g,     bezw.        g2    hat  hierbei ausser der Inbetriebsetzung des nor-    malerweise     gesperrten    Verstärkers w,

       bezw.          w2    die Sperrung des in der Sprechrichtung  liegenden Verstärkers<I>v,</I>     bezw.        v2,    sowie des  in der Gegenrichtung liegenden     Verstärkers        v2     und v, und erforderlichenfalls der Steuer  vorrichtung     g2        bezw.    g,, nämlich wenn diese  vor dem Verstärker     v2        bezw.    v, abgezweigt  ist, vorzunehmen.

   Die Sperrung     bezw.    In  betriebsetzung der Verstärker erfolgt hier  mittelst     Gitterpotentialverlagerung.    Die im  Normalzustand     gesperrten    Verstärker     rol          bezw.        w2    sind vorzugsweise als sogenannte  "Differentialverstärker" ausgebildet und be  stehen je aus zwei oder mehreren Einzel  verstärkern, die so geschaltet sind, dass sich  die eintretenden Ströme im gemeinsamen  Ausgangskreis gegenseitig aufheben.

   Der  eine Teilverstärker ist mit der     .echosperrer-          artigen        ,Steuervorrichtung    verbunden, die  beim Erregen durch die Signalströme des  Teilverstärkers ganz oder teilweise sperrt  und dadurch den gesamten Differentialver  stärker     übertragungsbereit    macht.  



  Kommt nun ein Sprechstrom, zum Bei  spiel von a,, so nimmt er im ersten Augen  blick seinen Weg über das Filter s, und  den     übertragungsbereiten    Verstärker v, nach       a2.    Dabei setzt er die     Steuervorrichtung    g,  in Tätigkeit, die     ausser    .der Sperrung des in  der Gegenrichtung liegenden Verstärkers     v2     die gleichzeitige Sperrung des Verstärkers v,  und die Inbetriebsetzung     'des    vorher ge  sperrten Verstärkers     2v,    bewirkt, so dass alle       weiteren    Sprechströme nunmehr über w,

    nach     a2    fliessen und durch die     Siebkette    nicht  mehr beeinträchtigt werden. Eine Rück  kopplung kann dabei nicht stattfinden,  da im untern     Übertragungswege    der Ver  stärker     v_    gesperrt ist und der     Ver-          stärker        w2    als     Differentialverstärker.    un  durchlässig     isst.    Beim     Sprechen    in der     Gegen-          richtung        a2,    a,

       bewirkt    die Steuervorrichtung       g2    die entsprechenden .Schaltvorgänge.  



       Fig.    4 zeigt als Beispiel eine Verteilung  der von     den,    Filtern beider Richtungen zu  sperrenden Frequenzbereiche. Kommt zum  Beispiel für die     Übertragung    insgesamt ein  Bereich von to = 2000 bis     co    = 20000 in Be-           tracht,    so wird der zu dem einen Über  tragungszweig gehörige Filter zweckmässig  nur für ein einziges mittleres Frequenzband,  etwa für -     co    = 7000 bis     c)    = 1.5000 durch  lässig gemacht, während das Filter der an  dern Sprechrichtung für die beiden Rand  gebiete     co    = 2000 bis 6000 und     o,)=16000     bis 20000 durchlässig ist.

   Man kann auch  das     Gesamtfrequenzgebiet    in nur zwei Bänder  zerlegen, deren eines alle tiefen und deren  anderes alle hohen Frequenzen enthält, was  sich durch eine     Spulenleitung        bezw.    eine       Kondensatorleitung    in einfacher Weise er  reichen lässt.  



  Die Anordnung lässt sich noch in mannig  facher Weise abändern, kennzeichnend bleibt  jedoch, dass sowohl der obere, als auch der  untere Übertragungsweg einen Umgehungs  weg für das Filter besitzt, der normalerweise  undurchlässig ist und durch     Sprech-    oder  Signalströme in Tätigkeit gesetzt wird, wäh  rend alle andern Übertragungswege gesperrt  werden.  



  Zweckmässig wird der Teil der Sprech  ströme, der die Umschaltungen bewirkt, in  der Sprechrichtung hinter den Filtern von  der Leitung abgezweigt, damit eine Betäti  gung durch die Ströme der entgegengesetzten  Sprechrichtung möglichst. ausgeschlossen  wird. In solchen Fällen können Störungen       auftreten,    wenn die Ausschaltung der Sieb  mittel mit     H.xfe    eines gewöhnlichen Um  schalters oder Relais geschieht, das an Stelle  des Filters einen     Kürzschlussweg    einschaltet,  ,weil während des Umschlagens des Ankers  der Strom hierbei vollkommen unterbrochen       ,wird    und dem Relais, das die Umschaltung  bewirkt, der Strom entzogen wird.  



  Diese Nachteile können vermieden werden,  indem bei der Ausschaltung des Filters seine  in Reihe mit der Leitung liegenden Elemente  in an sich bekannter Weise durch einen Kurz  schluss überbrückt und seine im     Nebenschluss     zur Leitung liegenden Elemente von der Lei  tung abgetrennt werden. Unter diesen Um  ständen bleibt auch während des     Umschla-          gens    der Kontakte stets ein Weg für die  Sprechströme und damit für die Steuerströme    offen. Besonders einfach gestaltet sich die  Anordnung, wenn das Filter bezüglich der  Leitungsadern unsymmetrisch ist, das heisst.  wenn die eine Ader sämtliche Reihenelemente  des Filters enthält. In diesem Falle kommt  man mit zwei Kontakten bei der An- und  Abschaltung des Filters aus.  



  Ausführungsbeispiele sind in den     Fig.    5  bis 7 dargestellt. Die     Fig.    5 zeigt schema  tisch ein Filter F, das im Stromkreis einer  Leitung L liegt.     S:,    und     SZ    sind zwei Um  schalter, mit deren Hilfe gleichzeitig die Lei  tung L von dem Filter F abgeschaltet und  an den     Kurzschlussweg    K gelegt werden  kann. Während des Umschlagens der Kon  takte der Schalter ist die Leitung L unter  brochen.

   Erfolgt also zum Beispiel die Be  dienung der Schalter<B>8,</B> und     SZ    durch eine  Relaiswicklung, die über die Leitung L ge  speist wird, so wird diese Wicklung wäh  rend des     Umschlagens    stromlos, und diese  Zeit kann hinreichend sein, um die Schalter       S,    und     S_    in ihre Ruhelage zurückkehren zu  lassen. Dieses Spiel wird sich wiederholen,  so dass die Kontakte dauernd klappern und  eine Verständigung nicht     möglieh    ist.  



  In     Fig.    6 ist das Filter mehr im einzelnen  dargestellt. Die Leitung L enthält in der       ri-Ader    die Reihenelemente     g,        R_    usw. des  Filters, in der     b-Ader    die Elemente     R,',        R_',     F_' usw.; zwischen der a-,     b-Ader    liegen die       Nebenschlusselemente    TV" W_ usw.

   Soll das  Filter ausgeschaltet werden, so geschieht dies  mit Hilfe der beiden     Kurzschlussverbin-          dungen        Al    und K_, von denen K die ganze  Reihe der Elemente R,,     R_,   <B>9</B> usw. und K_  die in der     b-Ader    liegende Reihe von Reihen  widerständen     R,',    R_',     R..'    usw. überbrückt.  Gleichzeitig werden die Kontakte     81,        S_    usw.  geöffnet, wodurch die     Nebensehlussteile    W,,  W_     usw.    von der Ader b abgetrennt werden.

    Wie man sieht, wird während der Schalt  vorgänge die Leitung L niemals vollkommen  unterbrochen, so dass die oben     erwähnten          ,Nfissstände    nicht eintreten können.  



  In     Abb.    3 ist ein unsymmetrisches Filter  dargestellt, bei dem sämtliche vorhandenen  Reihenimpedanzen in der     a-Ader    der Leitung      <I>L</I> liegen. Die in der     a@    .Ader liegenden Rei  henwiderstände werden durch einen Kurz  schluss     K    ausgeschaltet. Die Verbindungen  der     Nebenschlusselemente    sind gemeinsam  über einen Kontakt     S    zur     b-Ader    geführt.  Es genügt also zur Ein- und Ausschaltung  des Filters in diesem Falle die Bedienung  der beiden Kontakte. Die Leitung L ist in  keiner der Stellungen unterbrochen, gleich  gültig, wie die Kontakte     K    und<B>8</B> in einem  gegebenen Augenblick stehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zweiweg - Übertragungseinrichtung mit Verstärkern, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Leitungszweige mit fre- quenzabhängigen Schaltungselementen, deren Durchlässigkeitsbereiche voneinander ver schieden sind, versehen ist und Steuervor richtungen enthält, die, durch die ankommen den Sprechströme erregt, den Leitungszweig der Sprechrichtung für einen grösseren Fre quenzbereich wirksam machen und den Lei tungszweig der Gegenrichtung völlig sperren.
    UNTERANSPR üCHE 1. nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtungen, die aus einem Gleichrichter und einem Relais bestehen, bei der Erregung durch Sprechströme in dem Stromzweig der Sprechrichtung einen parallelen Weg zu einem Frequenzfilter herstellen und den Strom der Gegenrich tung unterbrechen.
    1. Übertragungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Gitter-Potential-Verlagerung arbei tende Steuervorrichtung bei der Erregung durch Sprechströme den Verstärker der Gegenrichtung, sowie den in Reihe mit einem Frequenzfilter liegenden Verstärker der Sprechrichtung. ausser Betrieb setzt, und gleichzeitig einen parallel zum Filter und Verstärker der Sprechrichtung ge schalteten, im Ruhezustand undurch lässigen Verstärker übertragungsbereit macht.
    ä. Übertragungseinrichtung nach Unteran- spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass-die durch Sprechströme erregte Steuervorrich tung auch die Steuervorrichtung der Ge genrichtung ausser Betrieb setzt. 4.. Übertragungseinrichtung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Filter parallel geschaltete, im Ruhezustand undurchlässige Verstärker als Differentialverstärker ausgebildet ist.
    5. Übertragungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filter des einen Übertragungszweiges für alle oberhalb, das des andern Zweiges für alle unterhalb einer gewissen Grenze liegenden Frequenzen des gesamten Fre quenzbereiches der Signalströme durch lässig ist. 6. Übertragungseinrichtung nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das eine der beiden Filter aus einer Spu- lenleitung, das andere aus einer Konden- satorleitung besteht.
    7. Übertragungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebmittel, die im Ruhezustand des Über tragungssystems Hin- und Rückweg für voneinander verschiedene Frequenzbereiche sperren, beim Ansprechen eines zugeord neten Echo- und Rückkopplungssperrers dadurch ausgeschaltet werden, da.ss die Längswiderstände durch Kurzschlusswege überbrückt und die Nebenschlusswider- stä.nde von wenigstens einer Ader der Leitung abgetrennt werden.
    B. Übertragungseinrichtung nach Unteran spruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Längswiderstände der Filter in einer Ader der Leitung angeordnet sind und durch einen Kurzschluss beim Ausschalten überbrückt werden, und dass die Verbin dungen der gebenschlusswiderstände mit der b-Ader gemeinsam über einen Kon takt geführt sind, der zur Abschaltung des Filters geöffnet wird.
CH131007D 1926-11-22 1927-11-14 Ubertragungseinrichtung mit Verstärkern. CH131007A (de)

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