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SchaltungsanordnungfürEchosperreninlangenVierdrahtverbindungen.
Es ist bekannt, dass man in langen Vierdrahtverbindungen die Eehosperren in der Nähe der Gabelstellen, z. B. etwa zwei bis fünf Verstärkerfeldlängen von der Gabel entfernt, anordnen muss, um durch Beschränkung der Nachwirkezeit den Verlust an Zwischenrufen des jeweils hörenden Teilnehmers möglichst gering zu halten. Solche langen Vierdrahtverbindungen können entweder aus einer einzigen langen Vierdrahtleitung bestehen oder in Tandemschaltung aus mehreren einzelnen Vierdrahtleitungen zusammengesetzt sein.
Im letztgenannten Falle werden die Echosperren, die den an den Schaltstellen zusammenstossenden Gabeln benachbart sind, abgeschaltet, da sie in bezug auf die zusammengeschaltete Verbindung falsch liegen und bei annähernd gleichzeitigem Sprechen beider Teilnehmer für die Dauer des Sprechens beide Sprechwege blockieren. Die zusammengeschaltete Vierdrahtverbindung ist somit einer einzigen Vierdrahtleitung entsprechender Länge sehr ähnlich, da ebenfalls nur an den Endgabeln der Gesamtverbindung Eehosperren angeordnet sind. In beiden Fällen tritt aber, wie im folgenden erläutert wird, mit zunehmender Länge der Vierdrahtverbindllng eine andere Störung auf, die bisher eine Beschränkung der Reichweite zur Folge hatte.
In Fig. 1 ist in schematischer Form eine normale Vierdrahtleitung grösserer Länge mit in der Nähe der Gabelstellen angeordneten, aus bekannten Gründen über Kreuz geschalteten Echosperren ESl und ES2 dargestellt. Bei Tl und T' mögen die Teilnehmer über Zweidrahtleitungen angeschlossen sein.
Die Abzweigpunkte der Eehosperren sind mit Al bzw. Aa und die Sperrpunkte mit PI bzw. Pa bezeichnet.
Die Echosperren müssen in bekannter Weise so eingestellt sein, dass jeweils ihre Ansprechzeit kleiner
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Es möge nun angenommen werden, dass die Laufzeit vom Sperrpunkt der einen bis zum Abzweigpunkt der andern Sperre, d. Ii. die Laufzeit Pi-Ais bzw. P2-A1, einen hohen Wert von beispielsweise 1 sec besitzt. Es sei ferner angenommen, dass d : e beiden Teilnehmer kurz nacheinander, u. zw. innerhalb eines Zeitraumes, der kleiner als die genannte Laufzeit ist, zu sprechen beginnen, z. B. der Teilnehmer T1 zur Zeit t = 0 und der Teilnehmer Ta zur Zeit t = 0'5 sec.
Bei Vernachlässigung der Laufzeiten an den
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der Echosperre EE und sperren die Gegenrichtung an der Stelle Pa. Da diese Sperrung zur Zeit t = 1 sec erfolgt, der Teilnehmer Ta aber bereits zur Zeit t = 0'5 see mit Sprechen begonnen hat, gelangt somit ein entsprechend begrenzter Teil der Spreehströme des Teilnehmers T im unteren Übertragungsweg
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geöffnet und somit ein weiterer Teil der Sprache des Teilnchmers Ta durchgelassen wird, der dann abermals ein Ansprechen der Echosperre ES1 herbeiführt.
Dieses Spiel setzt sich fort, solange die beiden Teilnehmer weiterspreehen, und kann von neuem beginnen, wenn die Teilnehmer, die die Störung bemerken, eine Pause machen und dann wieder annähernd gleichzeitig zu sprechen beginnen.
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verwirklicht-werden kann. Dabei ist die Darstellung weiterhin so weit vereinfacht worden, dass jeder Vierdrahtzweig, der in Wirklichkeit mehrere Verstärker enthält, nur durch ein die Übertragungsriehtung kennzeichnendes Verstärkersymbol und jede Echosperre nur durch einen Pfeil veranschaulicht ist.
Fig. 3 zeigt zwei normale Vierdrahtleitungen, deren jede mit Echosperren in der Nähe der Gabel-
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tragungsweges veranlasst wird. Die beiden Teilnehmer können also lange Gespräche führen, ohne dass einer den andern hört.
Zur Vermeidung dieser Schwierigkeit ist es, wie bereits erwähnt, bekannt, die der Sehaltstelle
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zeiten der beiden Vierdrahtzweige und den Laufzeiten an den mittleren Gabeln zusammensetzt. Es tritt also bei annähernd gleichzeitigem Sprechen beider Teilnehmer dieselbe Störung in Form einer intermittierenden Sperrung auf, die bereits an Hand von Fig. 1 erläutert wurde.
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beseitigt werden. Fig. 5 zeigt zunächst ein einfaches Beispiel hiefür. Die beiden an der Schaltstelle liegenden Echosperren 2 und 3 sind nicht, wie in Fig. 4, ganz abgeschaltet, sondern so gedreht worden, dass sie jetzt als Sperren 2' und 3' in derselben Weise wie die an den Endgabeln befindlichen Sperren J und 4 über Kreuz liegen.
Durch diese Anordnung, die in ihrem Aufbau der Schaltung nach Fig. 2 gleichkommt, ist erreicht, dass nur noch die sehr kurze Laufzeit zwischen den beiden in der Mitte befindlichen Sperren für die richtige Durchschaltung des einen oder andern Übertragungsweges massgebend ist.
Die Drehung der falsch liegenden Echosperren selbst kann in verschiedener Weise durchgeführt werden. Im Eingangskreis der Sperrvorrichtung kann beispielsweise ein relaisbetätigter Umschalter
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Umschalter angeordnet sein, der beispielsweise bei einer mit Gitterpotentialverlagerung arbeitenden Sperre im Ruhezustand den Gitterkreis eines Verstärkers der einen Übertragungsrichtung und im. Arbeitzustand den Gitterkreis eines Verstärkers der andern Richtung anschaltet und gleichzeitig dafür sorgt, dass jeweils der Gitterkreis des nicht gesteuerten Verstärkers ein festes Potential richtiger Grösse bekommt. Bei Sperren mit Relaissteuerung konnte für jeden Übertragungsweg ein Sperrelais mit Kurzschluss- bzw.
Trennkontakten im Übertragungsweg vorgesehen sein, wobei durch einen Umschalter jeweils entweder das eine oder das andere Sperrelais mit dem Sperrenausgang verbunden wird.
Die Steuerung der Umschaltvorrichtungen muss von der Sehaltstelle aus erfolgen, an der die Zusammenschaltnng der beiden Gabeln erfolgt, u. zw. beispielsweise durch einen Steuerstrom, der über die vorhandenen Fernsprechleitungen oder auch über eine besondere Steuerleitung übertragen wird, wie dies bereits in ähnlicher Weise für die Abschaltung überzähliger Echosperren bekannt ist. Falls die Eehosperren um eine oder mehrere Verstärkerfeldlängen von der Gabel entfernt sind, wird es sich aus Gründen der Leitungsersparnis empfehlen, eine bestimmte Tonfrequenz oder Frequenzgruppe bzw. eine modulierte Tonfrequenz zu übertragen, die dann durch selektive Schaltmittel ausgesiebt und nach Gleichrichtung zur Steuerung der Umsehalter verwendet wird.
Die Einschaltung des Steuerstromes kann zwangsläufig oder von Hand erfolgen.
Die Drehung der falsch liegenden Echosperren könnte auch dadurch ersetzt werden, dass bereits im Normalzustand zwei entgegengesetzt liegende Sperren vorgesehen sind, von denen jedoch im Ruhezustand nur die eine wirksam ist. während bei einer erforderlich werdenden Umschaltung diese unwirk- sam und dafür die andere wirksam gemacht wird. In Fig. 6 ist ein Schema dieser Anordnung gezeigt. Die ausgezogenen Linien verkörpern die Echosperrel1, die im Ruhezustand wirksam sind, während die gestrichelten Linien Echosperren veranschaulichen, die im Bedarfsfalle wirksam gemacht werden können.
Bei einer Zusammenschaltung der beiden Vierdrahtleitungen in der dargestellten Weise hat die Umsteuerung der Sperren so zu erfolgen, dass die Sperren 2 und"0 ausser Wirkung gesetzt und die Sperren 2' und 3' betriebsbereit gemacht werden. Es ergibt sieh dann für die durchgeschaltete Verbindung ebenfalls die in Fig. 2 und 5 gezeigte günstige Lage der Sperrvorrichtungen.
Die Erfindung ist sinngemäss auch anwendbar, wenn mehr als zwei Vierdrahtleitungen zusammengeschaltet werden. Um hiebei eine Gesetzmässigkeit für die Sperrenumschaltung aufzufinden, kann man davon ausgehen, wie eine Durchgangsverbindung nach dem internationalen Netzplan aufgebaut wird. Nach diesem Plan werden mehrere kleine Fernämter, sogenannte Endfernämter EF, deren jedes
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alle übrigen Verbindungen Vierdrahtleitungen sind und Echosperren enthalten. Bei jeder Vierdrahtverbindung, die über mindestens ein Durchgangsfernamt DF verläuft, muss also die Erfindung zur An-
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so dass hier keine Umschaltung notwendig ist.
Bei der nächsthöheren Verbindung EF-VF-DF-VF-EF müssen die dem Durchgangs- fernamt DF benachbarten Echosperren umgeschaltet werden.
Bei der Verbindung EF-VF-DF-DF-VF-EF liegen, wie ersichtlich, die in der Querver- bindung DF-DF enthaltenen Echosperren bereits richtig, so dass nur die den Durehgangsfern1imtern DF'
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Zusammenfassend ergibt sieh der Grundsatz, dass eine Drehung von Echosperren nur in den Längs- verbindungen und auch in diesen nur an der dem Amt höherer Ordnung zugekehrten Gabelstelle erforderlich ist, während in den Querverbindungen die Echosperren ihre normale Lage behalten. Dies gilt entsprechend auch, wenn die Vierdrahtverbindung in einem Verteilerfernamt oder einem Weltfernamt endigt.
Es sind jedoch auch Fälle möglich, in denen dieser Grundsatz teilweise durchbrochen werden kann.
Betrachtet man z. B. das in Fig. 8 gezeigte Schema der Verbindung EF-VF-DF-HT-DF-VF-EF,
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höheren Amt zugeordneten Eehosperren statt einer Drehung derselben vorgenommen werden kann.
Dies ist möglich, da die übrigen Sperren für die Beherrschung der gesamten Verbindung vollkommen ausreichen. Dieser Grundsatz kann erforderlichenfalls noch weiter ausgebaut werden, indem bis auf
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