AT140137B - Schaltungsanordnung für Echosperren in langen Vierdrahtverbindungen. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Echosperren in langen Vierdrahtverbindungen.

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AT140137B
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  SchaltungsanordnungfürEchosperreninlangenVierdrahtverbindungen. 



   Es ist bekannt, dass man in langen   Vierdrahtverbindungen   die   Eehosperren   in der Nähe der Gabelstellen, z.   B.   etwa zwei bis fünf   Verstärkerfeldlängen von der Gabel   entfernt, anordnen muss, um durch   Beschränkung   der Nachwirkezeit den Verlust an Zwischenrufen des jeweils hörenden Teilnehmers   möglichst gering zu halten. Solche   langen Vierdrahtverbindungen können entweder aus einer einzigen   langen Vierdrahtleitung bestehen   oder in Tandemschaltung aus mehreren einzelnen Vierdrahtleitungen zusammengesetzt sein.

   Im letztgenannten Falle werden die Echosperren, die den an den Schaltstellen zusammenstossenden Gabeln benachbart sind, abgeschaltet, da sie in bezug auf die zusammengeschaltete Verbindung falsch liegen und bei annähernd gleichzeitigem Sprechen beider Teilnehmer für die Dauer des Sprechens beide Sprechwege blockieren. Die zusammengeschaltete Vierdrahtverbindung ist somit einer einzigen Vierdrahtleitung entsprechender Länge sehr ähnlich, da ebenfalls nur an den Endgabeln der Gesamtverbindung   Eehosperren   angeordnet sind. In beiden Fällen tritt aber, wie im folgenden erläutert wird, mit zunehmender Länge der   Vierdrahtverbindllng   eine andere Störung auf, die bisher eine   Beschränkung   der Reichweite zur Folge hatte. 



   In Fig. 1 ist in schematischer Form eine normale Vierdrahtleitung grösserer Länge mit in der Nähe der Gabelstellen angeordneten, aus bekannten   Gründen   über Kreuz geschalteten Echosperren   ESl   und ES2 dargestellt. Bei   Tl   und   T'   mögen die Teilnehmer über Zweidrahtleitungen angeschlossen sein. 



  Die Abzweigpunkte der   Eehosperren   sind mit Al bzw. Aa und die Sperrpunkte mit PI bzw. Pa bezeichnet. 



  Die   Echosperren müssen in bekannter Weise   so eingestellt sein, dass jeweils ihre Ansprechzeit kleiner 
 EMI1.1 
 



   Es möge nun angenommen werden, dass die Laufzeit vom Sperrpunkt der einen bis zum Abzweigpunkt der andern Sperre, d.   Ii.   die Laufzeit   Pi-Ais   bzw. P2-A1, einen hohen Wert von beispielsweise 1 sec besitzt. Es sei ferner angenommen, dass d : e beiden Teilnehmer kurz nacheinander, u. zw. innerhalb eines Zeitraumes, der kleiner als die genannte Laufzeit ist, zu sprechen beginnen, z. B. der Teilnehmer T1 zur Zeit t = 0 und der Teilnehmer Ta zur Zeit t = 0'5 sec.

   Bei Vernachlässigung der Laufzeiten an den 
 EMI1.2 
 der   Echosperre EE und sperren   die Gegenrichtung an der Stelle   Pa.   Da diese Sperrung zur Zeit t = 1 sec erfolgt, der Teilnehmer Ta aber bereits zur Zeit t =   0'5 see mit Sprechen   begonnen hat, gelangt somit ein entsprechend begrenzter Teil der Spreehströme   des Teilnehmers T im   unteren Übertragungsweg 
 EMI1.3 
 geöffnet und somit ein weiterer Teil der Sprache   des Teilnchmers Ta durchgelassen   wird, der dann abermals ein Ansprechen der Echosperre ES1 herbeiführt.

   Dieses Spiel setzt sich fort, solange die beiden Teilnehmer   weiterspreehen,   und kann von neuem beginnen, wenn die Teilnehmer, die die Störung bemerken, eine Pause machen und dann wieder annähernd gleichzeitig zu sprechen beginnen. 
 EMI1.4 
 

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 EMI2.1 
 

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   verwirklicht-werden kann. Dabei ist die Darstellung weiterhin so weit vereinfacht worden, dass jeder Vierdrahtzweig, der in Wirklichkeit mehrere Verstärker enthält, nur durch ein die Übertragungsriehtung kennzeichnendes Verstärkersymbol und jede Echosperre nur durch einen Pfeil veranschaulicht ist. 



  Fig. 3 zeigt zwei normale Vierdrahtleitungen, deren jede mit Echosperren in der Nähe der Gabel-   
 EMI3.1 
   tragungsweges   veranlasst wird. Die   beiden Teilnehmer können also   lange Gespräche führen, ohne dass einer den andern hört. 



   Zur   Vermeidung   dieser Schwierigkeit ist es, wie bereits erwähnt, bekannt, die der Sehaltstelle 
 EMI3.2 
 zeiten der beiden Vierdrahtzweige und den Laufzeiten an den mittleren Gabeln zusammensetzt. Es tritt also bei annähernd gleichzeitigem Sprechen beider Teilnehmer dieselbe Störung in Form einer intermittierenden   Sperrung auf,   die bereits an Hand von Fig. 1 erläutert wurde. 
 EMI3.3 
 beseitigt werden. Fig. 5 zeigt zunächst ein einfaches Beispiel hiefür. Die beiden an der Schaltstelle liegenden Echosperren 2 und 3 sind nicht, wie in Fig. 4, ganz abgeschaltet, sondern so gedreht worden, dass sie jetzt als Sperren 2' und 3' in derselben Weise wie die an den Endgabeln befindlichen Sperren   J und 4   über Kreuz liegen.

   Durch diese Anordnung, die in   ihrem   Aufbau der Schaltung nach Fig. 2 gleichkommt, ist erreicht, dass nur noch die sehr kurze Laufzeit zwischen den beiden in der Mitte befindlichen Sperren für die richtige   Durchschaltung   des einen oder andern Übertragungsweges massgebend ist. 



   Die Drehung der falsch liegenden   Echosperren   selbst kann in verschiedener Weise   durchgeführt   werden. Im Eingangskreis der Sperrvorrichtung kann beispielsweise ein relaisbetätigter Umschalter 
 EMI3.4 
 Umschalter angeordnet sein, der beispielsweise bei einer mit Gitterpotentialverlagerung arbeitenden Sperre im Ruhezustand den Gitterkreis eines Verstärkers der einen Übertragungsrichtung und im. Arbeitzustand den Gitterkreis eines Verstärkers der andern Richtung anschaltet und gleichzeitig dafür sorgt, dass jeweils der Gitterkreis des nicht gesteuerten   Verstärkers   ein festes Potential richtiger Grösse bekommt. Bei Sperren   mit Relaissteuerung konnte für   jeden Übertragungsweg ein Sperrelais mit   Kurzschluss-     bzw.

   Trennkontakten im Übertragungsweg   vorgesehen sein, wobei durch einen Umschalter jeweils entweder das eine oder das andere Sperrelais mit dem   Sperrenausgang   verbunden wird. 



   Die Steuerung der   Umschaltvorrichtungen   muss von der   Sehaltstelle   aus erfolgen, an der die Zusammenschaltnng der beiden Gabeln erfolgt, u. zw. beispielsweise durch einen Steuerstrom, der über die vorhandenen Fernsprechleitungen oder auch über eine besondere Steuerleitung übertragen wird, wie dies bereits in ähnlicher Weise für die Abschaltung überzähliger Echosperren bekannt ist. Falls die Eehosperren um eine oder mehrere Verstärkerfeldlängen von der Gabel entfernt sind, wird es sich aus Gründen der Leitungsersparnis empfehlen, eine bestimmte Tonfrequenz   oder Frequenzgruppe bzw.   eine modulierte Tonfrequenz zu übertragen, die dann durch selektive Schaltmittel ausgesiebt und nach Gleichrichtung zur Steuerung der   Umsehalter   verwendet wird.

   Die   Einschaltung des Steuerstromes   kann zwangsläufig oder von Hand erfolgen. 



   Die Drehung der falsch liegenden Echosperren könnte auch dadurch ersetzt werden, dass bereits im Normalzustand zwei entgegengesetzt liegende Sperren vorgesehen sind, von denen jedoch im Ruhezustand nur die eine wirksam ist. während bei einer erforderlich werdenden Umschaltung diese   unwirk-   sam und dafür die andere wirksam gemacht wird. In Fig. 6 ist ein Schema dieser Anordnung gezeigt. Die ausgezogenen Linien verkörpern die   Echosperrel1,   die im Ruhezustand wirksam sind, während die gestrichelten Linien Echosperren veranschaulichen, die im Bedarfsfalle wirksam gemacht werden können.

   Bei einer Zusammenschaltung der beiden Vierdrahtleitungen in der dargestellten Weise hat die Umsteuerung der Sperren so zu erfolgen, dass die Sperren   2 und"0   ausser Wirkung gesetzt und die Sperren   2'   und 3' betriebsbereit gemacht werden. Es ergibt sieh dann für die durchgeschaltete Verbindung ebenfalls die in Fig. 2 und 5 gezeigte günstige Lage der Sperrvorrichtungen. 



   Die Erfindung ist sinngemäss auch anwendbar, wenn mehr als zwei Vierdrahtleitungen zusammengeschaltet werden. Um hiebei eine Gesetzmässigkeit für die Sperrenumschaltung   aufzufinden,   kann man davon ausgehen, wie eine Durchgangsverbindung nach dem internationalen Netzplan aufgebaut wird. Nach diesem Plan werden mehrere kleine   Fernämter, sogenannte Endfernämter   EF, deren jedes 
 EMI3.5 
 

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 EMI4.1 
 alle übrigen Verbindungen Vierdrahtleitungen sind und   Echosperren   enthalten. Bei jeder Vierdrahtverbindung, die über mindestens ein   Durchgangsfernamt DF   verläuft,   muss   also die Erfindung zur An- 
 EMI4.2 
 so dass hier keine Umschaltung notwendig ist. 



   Bei der nächsthöheren Verbindung EF-VF-DF-VF-EF müssen die dem Durchgangs-   fernamt   DF benachbarten Echosperren umgeschaltet werden. 



   Bei der Verbindung EF-VF-DF-DF-VF-EF liegen, wie ersichtlich, die in der Querver-   bindung     DF-DF enthaltenen Echosperren   bereits richtig, so dass nur die den   Durehgangsfern1imtern DF'   
 EMI4.3 
 



   Zusammenfassend ergibt sieh der Grundsatz, dass eine Drehung von Echosperren nur in den Längs-   verbindungen   und auch in diesen nur an der dem Amt höherer Ordnung zugekehrten Gabelstelle erforderlich ist, während in den Querverbindungen die Echosperren ihre normale Lage behalten. Dies gilt entsprechend auch, wenn die Vierdrahtverbindung in einem   Verteilerfernamt   oder einem Weltfernamt   endigt.   



   Es sind jedoch auch Fälle möglich, in denen dieser Grundsatz teilweise durchbrochen werden kann. 



  Betrachtet man z. B. das in Fig. 8 gezeigte Schema der   Verbindung EF-VF-DF-HT-DF-VF-EF,   
 EMI4.4 
 höheren Amt zugeordneten Eehosperren statt einer Drehung derselben vorgenommen werden kann. 



  Dies ist   möglich,   da die übrigen Sperren für die Beherrschung der gesamten Verbindung vollkommen ausreichen. Dieser Grundsatz kann erforderlichenfalls noch weiter ausgebaut werden, indem bis auf 
 EMI4.5 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. Gabel u. dgl. stattfindet. Die sinngemässe Anwendung dieses Schaltunsprinzips ermöglicht es im vorliegenden Falle, eine zwangsläufige Unterscheidung zwischen Längs- und Querverbindungen und zwischen EMI4.6 EMI4.7 zeichnet, dass ausser den in bekannter Weise in der Nähe der Gabelstellen vorgesehenen, über Kreuz liegenden Echosperren mindestens ein weiteres Paar von über Kreuz liegenden Echosperren zwischen EMI4.8 <Desc/Clms Page number 5> EMI5.1 paar aus Sperrvorrichtungen mit möglichst kurzer Ansprechzeit besteht.
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 für Vierdrahtverbindungen, die aus mehreren mit Echosperren ausgerüsteten Vierdrahtleitllngen zusammengeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass EMI5.2 sperren eine derartige Umschaltung einiger Echosperren erfolgt, dass, von einer Endgabel der zusammengeschalteten Vierdrahtverbindung ans gesehen, zunächst nur Eehosperren, die vom ankommenden Vierdrahtweg aus den abgehenden Vierdrahtweg sperren, und danach bis zur andern Endgabel nur umgekehrt liegende Echosperren aufeinanderfolgen und somit an keiner Stelle zwei gleichartig liegende Eehosperren durch eine entgegengesetzt liegende Echosperre voneinander getrennt sind.
    5. Sehaltungsanordnung nach Anspruch 4 für Durchgangsverbindungen über mehrere Fern- ämter ansteigender Ordnung, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder zwischen zwei Fernämtern ver- schiedener Ordnung verlaufenden Vierdrahtleitung (Längsverbindung) nur die dem Fernamt höherer Ordnung zugeordneten Echosperren umgeschaltet werden, während die übrigen Echosperren und gegebenenfalls auch die Eehosperren in einer zwischen zwei Fernämtern gleicher Ordnung verlaufenden Vierdrahtleitung (Querverbindung) ihre normale Lage behalten.
    6. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass nur die einem Mittelamt zugeordneten Echosperren gedreht werden, während die übrigen falsch liegenden Echosperren ganz abgeschaltet bzw. unwirksam gemacht werden.
    7. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass alle Echosperren ausser den den beiden Endgabeln zugeordneten Echosperren und einem etwa in der Mitte der Verbindung liegenden Echosperrenpaar abgeschaltet bzw. unwirksam gemacht werden.
    8. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung der die Umschaltung der Echosperren bewirkenden Schaltmittel durch einen von der Schaltstelle der Gabeln ausgesandten Steuerstrom erfolgt.
    9. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Drehung einer falsch liegenden Eehosperre eine entgegengesetzt liegende, im Ruhezustand unwirksame Echosperre betriebsbereit, die im Ruhezustand wirksame Echosperre unwirksam gemacht wird.
AT140137D 1932-09-10 1933-09-11 Schaltungsanordnung für Echosperren in langen Vierdrahtverbindungen. AT140137B (de)

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