Vorrichtung zum Registrieren der Bewegungen eines zu überwachenden Organes. Die Erfindung bezieht sich auf eine Re- gistriei-vorrichtung mit einem in einem Ge häuse angeordneten schwingbaren Glied mit daran -befestigtem Schreibstift, der die Aus schwingungen des Gliedes auf einer Regi- strierscheibe registriert, die an dem Schreib stift vorbeibewegt wird.
Eine ähnliche Reg-i- striervorrichtung, welche besonders an Kraft fahrzeugen oder feststehenden Arbeitsma schinen angebracht werden kann, um die Er schütterungen dieser Maschinen aufzuzeich nen, ist in der schweizerischen Patentschrift Nr. 127312 beschrieben.
Die Registriervorrichtung nach vorlie gender Erfindung dient einem andern Zweck. Das Schwingglied, an welchem der Schreib stift sitzt, wird nicht durch die Erse.hütte- rungen von beweglichen oder feststehenden Maschinen in Schwingungen versetzt, son dern durch eine Bewegung des zu überwa chenden Organes um seinen Drehpunkt aus geschwungen, um eine entsprechende Auf zeichnung zu machen.
Zu diesem Zweck ragt aus dem Gehäuse der Registriervorrichtung ein verschiebbar gelagerter iSehlitten heraus, welcher eine Ausschwingung des schwingba- ren Gliedes verursacht, wenn er durch eine Bewegung des zu überwachenden Organe-, zum Beispiel einer Tür, verschoben wird.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt: Fig. 1 ist die Vorderansicht auf denjeni gen Teil des Gehäuses der Registriervorrich- tung, welcher den Registriermechanismus enthält.
Ein gelenkig an dem Gehäuse befestigter Deckel, welcher das Uhrwerk zum Antrieb der Registrierscheibe enthält, ist nicht dar gestellt.
Fig. 2 ist die Vorderansicht einer Regi- striervorrichtung gemäss einer zweiten Aus führungsform; Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1 und zeigt die Registrierv orrich- tung an einer Tür angebracht;
Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie 4-4- der Fig. 1, und Fig. 5 und 6 sind Schnitte nach Linie 5-5 bezw. 6-6 der Fig. 2.
Das Gehäuse 1 der Vorrichtung ist mit Löchern 2 versehen, durch welche Schrau ben oder ähnliche Befestigungsmittel hin- durchgehen, mit -welchen die Vorrichtung an dem Organ befestigt wird, dessen Bewe gungen registriert werden sollen. In dem Ge häuse ist gemäss Fig. 1 ein schwingbares Glied 8, welches einen Schreibstift 7 trägt, bei 13 drehbar gelagert, und zwar derart, dass der Schreibstift 7 zum Drehpunkt ex zentrisch liegt.
Das Schwingglied 8 hat die Gestalt eines Pendels, wie es in der Patent schrift Nr. 127312 beschrieben ist, und zwar ist sein unterer Teil durch eine Gewichts masse 9 beschwert, während sich Arme 10 nach aufwärts erstrecken, welche an ihren obern Enden durch eine Querleiste 11 mitein- ander verbunden sind.
Der Schreibstift 7 dient dazu, an einer Registrierscheibe eine Aufzeichnung zu ma chen. Diese nicht dargestellte Registiier- scheibe ist auswechselbar an einem Uhrwerk befestigt, welches in dem nicht dargestellten Deckel des Gehäuses 1 angeordnet ist und welches die Registrierscheibe mit gleichför- iniger Geschwindigkeit.
an dem Schreibstift vorbeibewegt, so dass, wenn die Registrier- -.,orrichtung nicht betätigt wird, eine Kreis linie an der Registrierscheibe aufgezeichnet wird.
Gemäss Fig. 1 wird das Schwingglied 8 durch eine Feder 20 für gewöhnlich nach links gedrückt, so dass es an einem Anschlag 12 anliegt. Ein Ende der Feder ist mittelst einer Setzschraube 21 in einem Schlitz eines 4nsatzes 22 befestigt, während das freie Ende der Feder sich gegen !den obern Teil eines der Arme 10 des Gliedes 8 anlegt. Das schwingbare Glied nimmt daher gewöhnlich die in Fig. 1 dargestellte Stellung ein.
Däs Gehäuse 1 ist in seiner Rückwand mit einem Schlitz 23 versehen, der ungefähr in der Mitte des schwingbaren Gliedes und quer zu diesem liegt. Durch diesen Schlitz ragen Ansätze 26, welche sieh an dem Schlit ten 24 befinden, an welchem ein seitlicher Ansatz 25 sitzt, der über den Rand des Ge häuses hinausragt. Der eine Ansatz 26 liegt gegen die eine Seite des Gliedes 8 an, wie aus Fig. 1 und 3 hervorgeht, da die Feder 20 dafür sorgt, dass das Glied nach links ge- scliwungen wird. Uni zu verhüten, dass der Schlitten 24 aus dem Schlitz 23 herausfällt, sind die Ansätze 26 mit Splinten 27 oder irgend welchen andern Haltemitteln versehen.
Der Schlitten 24 ist. in einer Aussparung 28 in der Rückwand des Gehäuses 1 geführt. Gemäss der Fig. 3 dient die Registriervor- richtung dazu, die Öffnung und Schliessung einer Tür aufzuzeichnen, an welcher die Re- gistriervorrichtuug befestigt ist. Die Tür ist mit 30 bezeichnet und der seitliche An satz 25 an dem Schlitten 24 liegt für gewöhn lich in dem Raum zwischen der Tür 30 und dem Türrahmen 31.
Bewegt man die Tür in die Schlussstellung, welche in vollen Linien in Fig. 3 dargestellt ist, dann wird durch Ver mittlung des Schlittens das Schwingglied 8 nach rechts ausgeschwungen, und zwar ent gegen der Wirkung der Feder 20. Wenn je doch die Tür geöffnet wird, -was in gestri chelten Linien in Fig. 3 dargestellt ist, dann wird durch die Feder 20 das schwingbare Glied 8 nach links ausgeschwungen, so dass der Ansatz 25 an dem Schlitten 24 sich un gehindert nach auswärts bewegen kann. welche Stellung des Schlittens in der Fig. 1 gezeigt ist.
Bei dieser Schwingbewegung wird durch den Schreibstift 7 ein kleiner Kreisbogen auf der Registrierscheibe no tiert, welcher seinen Mittelpunkt bei 13 hat.
Die Registriervorrichtung kann also dazu benutzt werden, um graphisch aufzuzeich nen, wie oft eine Tür geöffnet wird, und zwar wird nicht nur registriert, wie oft die Tür geöffnet oder geschlossen wird, sondern, wenn die Registi-ierscheibe mit Zeitangaben versehen ist, kann ina.n auch feststellen, züi -welchen Zeiten die Tür sich geöffnet und geschlos#en hat.
Solange die Tür offen bleibt, verbleibt tler tSchreibstift 7 in einer :Stellung, welche von derjenigen Stellung verschieden ist, welche er einnimmt, wenn die Tür ge schlossen ist, und aus diesem Grunde kann man feststellen, wie lange eine Tür geschlos sen oder geöffnet war.
Gemäss Fig. 2, 5 und 6 hat das schwing bare Glied, an welchem der Schreibstift 7 sitzt, die Form eines Winkelhebels 40, wel- eher an seinem Scheitelpunkt drehbar gela gert ist, und zwar mittelst einer Schraube 41, welche in das Gehäuse 1 eindringt und welche von einer Hülse 42 umgeben ist, die in einer Bohrung des Winkelhebels 40 ange ordnet ist. An diesem Winkelhebel sitzt fer ner in der Nähe des Drehpunktes desselben ein kurzer Ansatz 43, an welchem der Schreibstift 7 befestigt ist.
Die freien Enden der Schenkel des @Vin- kelhebels sind mit Schlitzen 44 versehen, in welche ein Stift 45 hineinragen kann, wel cher an einem Schlitten 46 sitzt. Der Schlit ten 46 wird bei der Verschiebung in seiner Längsrichtung in einem Loch geführt, wel ches sich in der zylindrischen Seitenwand des Gehäuses 1 befindet.
Ferner ragt der Schlitten 46 durch ein Loch hindurch, wel ches sich in einem Ansatz 48 befindet, der an dein Boden des Gehäuses 1 sitzt. Eine Schraubenfeder 49 ist zwischen einer Schul ter des Schlittens -i6 und dem Ansatz 48 an geordnet, wodurch für gewöhnlich das aus dem Gehäuse 1 herausragende Ende 47 des Schlitzes 46 in seiner am weitesten nach aus- wärts ragenden Stellung gehalten wird.
Wenn das Ende -17 des Schlittens 46 gegen einen feststehenden Gegenstand angedeutet wird, was zum Beispiel dann geschieht, wenn eine die Vorrichtung trauende Tür geschlos sen wird, dann wird der Schlitten 46 in sei nen Führungen verschoben und durch diese. V erschieburrg wird natürlich auch der Win kelhebel 40 ausgeschwungen, so dass der Schreibstift 7 eine entsprechende Aufzeich nung an der Registrierscheibe macht.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist das Ge- häuse 1 mit einem zusätzlichen Schlitz 23' versehen, welcher dem Schlitz 23 diametral gegenüber angeordnet ist. Dieser Schlitz 23' gestattet die Anbringung der Vorrichtung an einer Tür, welche sich nach der entgegen gesetzten Seite öffnet. In diesem Falle ist es lediglich notwendig, den Schlitten 24 aus dem Schlitz 23 zu entfernen und ihn in den Schlitz 23' einzusetzen. In ähnlicher Weise ist auch die Ausführungsform der Registrier vorrichtung nach Fig. 2 eingerichtet, um an einer Tür angebracht zu werden, welche sieh nach der andern Richtung hin öffnet.
In die sem Fall ist es lediglich notwendig, den Schlitten 46 in eine auf der andern Seite des Gehäuses angeordnete Bohrung 47' einzu setzen und mit einem Ansatz 48' in Eingriff zu bringen, und zwar derart, dass der Ansatz 45 mit dem Schlitz 44 in dem andern Schen kel des Winkelhebels 40 in Eingriff gerät.