CH129014A - Verfahren zum Überziehen eines Körpers mit Platin. - Google Patents

Verfahren zum Überziehen eines Körpers mit Platin.

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CH129014A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Verfahren zum Überziehen eines Körpers mit Platin.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum  Überziehen eines Körpers mit Platin. Nach  einem bekannten Verfahren kann man elek  trisch leitende Körper durch Schaltung als  Kathode bei der Elektrolyse von Lösungen  von gewissen. Platinverbindungen, zum Bei  spiel Platinchlorid, mit     Oxalaten    oder Phos  phaten mit einer Platinschicht überziehen.  



  In vielen Fällen, zum Beispiel bei Ver  wendung von     Molybdän    oder Wolfram  als     Kernmaterial,    hat es ;sich als un  möglich erwiesen, das Platin als zu  sammenhängende Schicht niederzuschlagen,  und in andern Fällen, zum Beispiel  bei Verwendung von Kupfer, ist die Her  stellung von Schichten, die stärker sind als  0,5     bis,    1     Mikron.    mit grossen Schwierigkeiten  verbunden, wenn nicht unmöglich.

   Ferner  hat sich sogar im Falle des Kupfers als  Kernmaterial herausgestellt,     dass    der Platin  überzug nicht immer vollkommen ist, so dass       (,in    mit Hilfe einer Elektrolyse platinierter  Kupferdraht durch Salpetersäure angegriffen  werden kann und ein Glühen an der Luft  nicht     verträgt.       Das den Gegenstand der Erfindung bil  dende Verfahren hat erhebliche Vorzüge dem       Bekannten    gegenüber. Das Verfahren besteht.  in der     Erhitzung    eines Körpers in einer At  inosphäre, die eine flüchtige Platinverbin  dung enthält. Sehr gute Ergebnisse sind bei  Verwendung von     Karbonylplatinchlorür    als  flüchtige Platinverbindung erzielt worden.

         Durch    die Erhitzung des Körpers, den man  mit Platin überziehen will, wird die Platin  verbindung an der Oberfläche des Körpers  dissoziiert, und es setzt sich Platin in me  tallischer Form auf dem Körper ab.  



  Eine Ausführungsform des Verfahrens  nach der Erfindung ist im Nachstehenden  anhand einer Zeichnung beispielsweise be  schrieben.  



  In einem Gefäss 1 ist in     achsialer    Rich  tung ein Metalldraht 2 (Wolfram, Nickel  oder dergleichen) zwischen zwei durch die  Glaswand hindurch geführten Polen 3 und 4  gespannt. Durch Anlegen einer geeigneten  Spannung an die Pole kann man den     Me-          ta-Ildraht    auf die gewünschte     Temperatur    er  hitzen. In dem entlüfteten Gefäss 1 befindet      sich bei 5 eine gewisse Menge     K'arbony1-          platinchlorür,    das heisst eine der Verbindun  gen, die man als Anlagerung von CO an       Ptcl-.    entstanden auffassen kann.

   Ferner ist  das ganze Gefäss mit einem Ofen 6 umgeben,  der erlaubt, das     Gefäss    1 auf einer Tempe  ratur zu halten, bei der das     Karbonylplatin-          chlorür    einen zur Ausführung des Verfah  rens geeigneten Dampfdruck hat.     Wird    das  Gefäss 1 auf     etwa    100   C und der Draht  durch Stromzufuhr auf etwa<B>600'</B> C erhitzt,  so     setzt;    sich auf dem Draht metallisches Pla  tin ab.  



  Durch langsames Verschieben des mit  Platin zu überziehenden Drahtes durch das       Rea.ktionsgefä.ss    hindurch so, dass der nicht  platinierte Draht auf der einen Seite des  Gefässes     eintritt    und der     platinierte    Draht  auf der     andern    Seite     austritt,    kann man das  Verfahren kontinuierlich     gestalten;.     



  Die     mittelst    des beschriebenen Verfahrens  mit Platin überzogenen Körper können in be  kannter Weise mechanisch bearbeitet werden.  So kann man einen solchen mit Platin über  zogenen Draht walzen oder durch Ziehdüsen  auf einen kleineren Durchmesser bringen.  Ein so gezogener Draht hat eine sehr fest  am Drahtkern haftende Platinoberflächen  schicht.  



  Es ist gefunden worden, dass mit Hilfe  des Verfahrens gemäss der Erfindung mit  Platin überzogene Körper sich ganz beson  ders dazu eignen, als Ausgangsmaterial bei  der Herstellung von sogenannten Oxyd  kathoden zu dienen, das heisst von Heizkatho  den. die auf ihrer Oberfläche gewisse Metall  oxyde, zum Beispiel die der alkalischen Er  den, tragen.  



  Eine solche Heizkathode, die auf ihrer  Oberfläche ein Metalloxyd, zweckmässig ein  Oxyd eines     Alkalierdmetalles    trägt, besitzt  einen Kern, der aus einem Körper besteht,  der mit Hilfe des vorliegend beschriebenen  Verfahrens mit Platin überzogen worden ist.  



  Man kann gemäss der Erfindung     plati-          nierte    Drähte mit Barium überziehen und  darnach oxydieren,     wie    dies im     ältern    Pa-    tont     Nr.    11187\3 eingehender beschrieben ist,  oder man kann die erwähnten     Drähte    mit  einem Metall, wie Kupfer, überziehen, die.       ses    zu Kupferoxyd oxydieren, dann darauf  eine dünne     Bariumschicht    aufbringen und  diese wiederum oxydieren, wie dies im Pa  tent Nr.<B>111651</B> beschrieben ist.  



  Überhaupt kann man bei jedem an sich  geeigneten Herstellungsverfahren von Oxyd  kathoden von Körpern ausgehen, die gemäss  der Erfindung mit Platin überzogen sind.  Es ist gefunden worden, dass     Oxydkathoden     mit einem gemäss der Erfindung platinierten  Kerne sehr gute Eigenschaften aufweisen,  was eine Folge der gleichmässigen     Verteilung     und der guten Haftung der Platinschicht  sein kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Überziehen eines Kör pers mit Platin, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Körper in einer Atmosphäre er hitzt wird, die eine flüchtige Platinverbin dung enthält. UNTERANSPRUCH: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss als flüchtige Platinverbindung Carbonylplatinchlorür benutzt wird. PATENTANSPRUCH II: Mittelst des Verfahrens nach Patent anspruch I hergestellter platinierter Metall körper, dadurch gekennzeichnet, dass er als Kern einer Heizkathode zu dienen geeignet ist. ,. UNTERANSPRUCH:
    ?. Platinierter Metallkörper nach Patent anspruch II, dadurch gekennzeichnet, da.ss er als Kern einer ErdaIkalimetalloxyd- kathode zu dienen geeignet ist.
CH129014D 1926-10-14 1927-08-30 Verfahren zum Überziehen eines Körpers mit Platin. CH129014A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1187804B (de) * 1960-06-11 1965-02-25 Degussa Verwendung eines Verbundwerkstoffes mit Platinmantel fuer die Herstellung von warmfesten Platinformkoerpern durch spanlose Verformung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1187804B (de) * 1960-06-11 1965-02-25 Degussa Verwendung eines Verbundwerkstoffes mit Platinmantel fuer die Herstellung von warmfesten Platinformkoerpern durch spanlose Verformung

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