CH123731A - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd durch Schmelzen von aluminiumoxydhaltigem Rohmaterial in einem elektrischen Ofen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd durch Schmelzen von aluminiumoxydhaltigem Rohmaterial in einem elektrischen Ofen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd durch Schmelzen von aluminiumoxydhaltigem Rohmaterial in einem elektrischen Ofen. Es sind verschiedene Versuche gemacht worden zum Schmelzen und zum Reduzieren von aluminiumoxydhaltigem Rohmaterial in einem elektrischen Ofen.
Als aluminiumoxydhaltige Rohmaterialien kommen vor allem Bauxite verschiedener Art, so wie Tone in Betracht. Die in diesen Roh materialien enthaltenen Stoffe sind - ausser dem Aluminiumoxyd - vor allem Kieselsäure und Eisenoxyd. Insbesondere Eisenoxyd ist eine gefährliche Verunreinigung. Es sind Versuche gemacht worden, das Eisenoxyd zu entfernen zum Beispiel hat man beim Schmelzen in elektrischen Ofen Kohle in einer solchen Menge zugesetzt, dass eine ziemlich voll ständige Reduktion der Kieselsäure und des Eisenoxydes erfolgte. Es schied sich Kieseleisen am Boden der Schmelze ab, während das Aluminiumoxyd als Schlacke oben auf blieb. Das Kieseleisen wie das Aluminiumoxyd wurden abgezapft.
Mit diesem Verfahren konnte kein befriedigendes Resultat erreicht werden, es gelang nur durch Zufall den Eisenoxydgehalt unter 1% zu bringen, wäh- rend der zulässige Gehalt nur 0,1 bis 0,2% ist.
Gemäss vorliegender Erfindung wird nun der Schmelzvorgang derart geleitet, dass beim Beginn des Schmelzvorganges ein Mangel an Reduktionsmittel vorliegt, und dass kurz vor Beendigung des Schmelzvorganges ein kohlen- haltiges Reduktionsmittel hinzugefügt wird, und zwar in einer grössere Menge ,als zur Reduktion der in der Schmelze noch vor handenen, oxydischen Verunreinigungen erfor derlich ist.
Dieses Verfahren kann zum Beispiel in folgenderWeise ausgeführt werden. Nachdem das Niederschmelzen von in üblicher Weise bemessenen Mengen von aluminiumoxyd- haltigem Rohstoff und Reduktionsmittel so weit stattgefunden hat, dass es beinahe abge schlossen ist, wird so viel eines kohlen- haltigen Reduktionsmittels hinzugefügt, dass die fertige Schmelze mehr Kohle enthält, als zur Reduktion sämtlicher in der Schmelze noch vorhandener oxydischerVerunreinigungen erforderlich ist. Hierbei greift die Kohle auch einen Teil des Aluminiumoxydes unter Bildung von Aluminiumkarbid an.
Beim Erkalten kristallisiert reines Aluminiumoxyd aus, wäh rend das Aluminiumkarbid den Hauptteil der Verunreinigungen enthält. Bereits durch diese kräftige Reduktion der Schmelze mittelst eines Überschusses an Kohle wird ein wesentlich reineres Aluminiumoxyd erhalten als wenn in der Schmelze oxydierende Ver hältnisse vorliegen.
Durch eine besondere Nachbehandlung der Schmelze können aber die Ergebnisse noch verbessert werden. Diese Behandlung besteht darin, dass wenn der Ofen zum Entleeren fertig ist, Eisenerz, welches mit einer zur Reduktion derselben erforderlichen Menge von kohlenhaltigem Stoff gemischt ist, zugesetzt wird. Das Eisenerz wird hierbei unmittelbar in der Schlacke aufgelöst und das Eisen scheidet sich beinahe augenblicklich aus und fällt auf den Boden der Schmelze, wobei es die letzten Spuren der in der Schmelze schwebenden Metalle mitreisst. Der Eisengehalt der für gewöhnlich in dem in üblicher Weise hergestellten Aluminiumoxyd vorhanden ist, kommt daher, dass das Eisen dort als Kiesel eisen vorkommt, das ungefähr dasselbe spezi fische Gewicht wie die Schmelze hat.
Die fallenden Tröpfchen aus ziemlich reinem Eisen reissen die Legierungen nach dem Boden der Schmelze mit. Bei dem Abzapfen des Alumi- niumoxydes ist es zweckmässig dasselbe in Wasser zu granulieren, wodurch das Produkt leicht zerquetscht werden kann.
Das gewonnene Aluminiumoxyd, das als reine Kristalle auftritt enthält sowohl eine grössere oder kleinere Menge von Aluminium karbid, das den grössten Teil der Verun reinigungen aufgenommen hat, wie auch sehr kleine, zwischen den Kristallen liegende Metallkügelchen, die hauptsächlich aus Kiesel eisen bestehen. Nach Zerquetschung des ge gebenenfalls granulierten Aluminiumoxydes wird dasselbe zweckmässig mit einer Säure; beispielsweise Schwefelsäure oder Chlorwasser stoffsäure, behandelt, wodurch das Aluminium- karbid und seine Verunreinigungen unmittel bar zersetzt wie auch die letzten Spuren der Metallegierungen aufgelöst werden.
Hierbei wird zweckmässig das zerquetschte Alumi niumoxyd zuerst mit Schwefelsäure von zum Beispiel<B>1,71</B> spezifisches Gewicht behandelt, wobei alles Karbid zersetzt wird, während die erwähnten Kügelchen (das Kieseleisen) nicht erwähnenswert angegriffen werden. In dieser Weise wird ein marktfähiges Alumi niumsulfat mit verhältnismässig niedrigem Eisengehalt gewonnen, das von dein Alumi niumoxyd, zum Beispiel durch Filtrieren getrennt wird, das Aluminiumoxyd wird dann mit verdünnter Schwefelsäure oder Chlor wasserstoffsäure (konzentriert oder verdünnt) behandelt, wobei die letzte Spur von ver unreinigenden Metallen ausgelöst wird.
Nach Waschen und Trocknen ist das Produkt (das Aluminiumoxyd) zur Herstellung von Aluminium fertig. Der Grehalt an Eisenoxyd in demselben kann auf diese Weise unter 0,1% hinuntergebracht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Aluminium oxyd durch Schmelzen eines Gemisches aus aluminimnoxydhaltigemRohmaterial und einem Reduktionsmittel im elektrischen Ofen, da durch gekennzeichnet, dass bei Beginn des Schmelzvorganges ein Mangel an Reduktions mitteln vorliegt und kurz vor Beendigung des Schmelzvorganges ein kohlenhaltiges Reduktionsmittel zugesetzt wird, und zwar in einer grösseren Menge als zur Reduktion sämtlicher in der Schipelze noch vorhan dener oxydischer Verunreinigungen erforder lich ist. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach beendeter Re duktion Eisenerz und eine zu dessen Re duktion erforderliche Kohlenmenge zu der Schmelze gesetzt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das geschmolzene Aluminiumoxyd abgezapft und in Wasser granuliert wird. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schmelze zerquetscht und mit einer Säure behandelt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst Schwefelsäure von einer solchen Konzentration einwirken lässt, dass in der Schmelze vorhandene Eisenlegie rungen nichtbeträchtlich angegriffen werden, und dass später verdünnte Säure zur Ein wirkung kommt.
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