Maschine zur Herstellung von drahtgebundenen listen. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von drahtgebun denen Kisten, und besonders solche Ma schinen, bei denen eine Fördervorrichtung Kistenteile in geeigneter Zusammenstellung aufnimmt, um daraus ein Rohstück zu bil den, und das zusammengestellte Werkstück unter einem Satz von Mechanismen vorbei führt, welche die Platten und Verstärkungs leisten der Kistenteile mittelst Kramuren aneinander befestigen, während fortlaufeude Stücke von Bindedraht daran befestigt wer den, in Zwischenräumen, deren Grösse von dem Fortschreiten des Werkstückes zwischen aufeinander folgenden Verrichtungen der Krammeneintreiber abhängt.
Die Erfindung bezweckt, eine Maschine der oben beschriebenen Art mit einem Me chanismus zur Herstellung von Verschluss teilen an den freien Enden der Bindedrähte zu versehen, die sich zum Beispiel von den beiden Endteilen eines Kistenrohstückes erstrecken, und mittelst welcher Verschluss teile die Enden der Bindedrähte verbunden werden können, um deren ununterbrochenen Zusammenhang um die aus den zusammen gehefteten Rohstücken verfertigten Kisten herzustellen.
Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine Vorrichtung angeordnet, um die Bindedrähte zwischen zwei Kistenteilen an der Stelle, wo die Verschlussteile gebildet werden sollen, während der Herstellung eines Kistenroh stückes abzutrennen; und die Verschlussteile werden dann durch den zu diesem Zweck dienenden Mechanismus an den so entstande nen freien Drahtenden gebildet.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die an den Drahtenden eines Teils gebildeten Verschlussteile kleiner als die an den Drahtenden des andern Kistenteils, so dass die Verschlussteile des einen. Teils durch diejenigen des andern Teils hindurch geschoben, gehebelt und umgebogen werden können, derart, dass die Drahtenden zwecks Herstellung ihres ununterbrochenen Zusam menhanges miteinander verbunden und ge spannt werden können.
Es ist jedoch zu ver stehen, dass die Verschlussteile, ohne aus dem Bereich der Erfindung zu weichen, auch von gleicher Grösse, aber so geformt sein können, dass der eine durch den andern hindurch geschoben werden :kann; zum Beispiel kann der Verschlussteilderart geformt sein, dass seine Länge grösser ist als seine Breite und so der eine durch den andern hindurchgescho ben werden kann.
Die Erfindung deckt auch in einer bei spielsweisen Maschine der beschriebenen Art eine Vorrichtung, um die Lage einer Kramme zur Befestigung des Bindedrahtes mit Bezug auf den Rand eines Kistenteils zu bestimmen, sowie eine Vorrichtung, die den Mechanismus zur Herstellung der Verschlussteile und das Werkstück in richtige gegenseitige Lage bringt, so dass der Verschlussteil am Draht in gewünschter Beziehung zu den Rändern des Werkstückes und zu den Krammen ge bildet wird.
Die Erfindung deckt auch eine beispiels weise Vorrichtung zur selbsttätigen Ver änderung des relativen Fortschrittes zwischen Werkstück und Krammen-Befestigungs- mechanismus. Ferner eine Vorrichtung, wel che das Befestigen von Krammen an vorher bestimmten Teilen des Werkstückes verhin dert, zum Beispiel zwischen zwei aufein- anderfolgenden Kistenteilen.
Andere beispielsweise Merkmale der Er findung werden aus der folgenden Beschrei bung erhellen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar gestellt, und zwar ist: Fig. 1 ein Seitenaufriss einer bewährten Maschine zur Herstellung von drahtgebunde nen Kistenrohstücken, welche mit den Me chanismen gemäss der vorliegenden Erfindung ausgestattet ist; Fig. 2 ist eine Vorderansicht; Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt und zeigt die Fördervorrichtung für das Werk stück und einen Mechanismus zur Bewegung der Fördervorrichtung; Fig. 4 und 5 sind eine Drauf- und eine Seitenansicht eines Anhaltmechanismus zur Steuerung des Vorschubes;
Fig. 6 zeigt gewisse Elemente dieses An haltemechanismus; Fig. 7 ist ein wagrechter Schnitt durch einen Seitenteil der Maschine; Fig. 8 ist eine Seitenansicht des Vorder endes der Maschine, von der entgegengesetz ten Seite gesehen wie Fig. 1; Fig. 9 ist eine Draufsicht .des Vorderendes der Maschine und zeigt die Mechanismen zur Bildung der Verschlüsse; Fig. 10 ist ein senkrechter Schnitt durch einen der Mechanismen zur Bildung der Ver schlüsse; Fig. 11 und 12 sind senkrechte Schnitte in rechtem Winkel zueinander, durch einen Teil eines Mechanismus zur Bildung der Ver schlüsse;
Fig. 18 und 14 sind wagrechte Schnitt ansichten durch diese Mechanismen in ver schiedenen Ebenen; Fig. 15 ist eine Seitenansicht eines Teils der Maschine und zeigt einen Krammen- draht-Ausscheidemechanismus; Fig. 16 ist eine Einzeldarstellung einer gewissen Hubscheibe, welche in Fig. 10 ab gebrochen dargestellt ist; Fig. 17 bis 22 sind eine Reihe von Einzelansichten, welche aufeinanderfolgende Schritte bei der Betätigung eines Mechanis mus zur Bildung von Verschlüssen - dar stellen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht die Fördervorrichtung für das Werkstück, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, aus zwei seitlichen Gelenkketten 3, wel che über wagrechte Führungsschienen 4 und um angetriebene Kettenräder 5, sowie um Führungskettenräder 6 laufen, welche in dem vordern und hintern Seitengestell 1 bezw. 2 angeordnet sind; die Kettenräder sind zweckmässig mittelst einer durch ein Hand rad 7 gesteuerten Zahnstange nebst Zahnrad einstellbar, um die Länge der Ketten der Herstellung von Kistenrohstücken verschie dener Länge anpassen zu können.
Die För- derwelle 8 wird von der Hauptwelle ange trieben. Die Gelenke der Förderkette sind in passender Weise geformt, um die Verstär kungsleisten der Kistenteile aufnehmen zu können, welche auf denselben zusammen gestellt werden, indem Verstärkungsleisten paarweise auf die Ketten gelegt und dann Platten für das Seitenmaterial darüber gelegt werden.
In Zwischenräumen sind geeignete Ab standsblöcke 10, 12 und 13 (Fig. 5, 7 und 17) an Gelenken der Förderkette befestigt, um die betreffenden Rohstücke und deren Teile in gehörigem Abstande voneinander auf den Ketten zu erhalten.
Beim Vorschreiten des Werkstückes wer den eine Anzahl von Bindedrähten, die von Vorratsrollen 15 abgewunden werden, in ge eignete Beziehung zu den Kistenteilen ge bracht, an denen sie mittelst Krammen be festigt werden; die Drähte werden hierbei von unsichtbaren Führungsrollen unter die betreffenden Krammeneintreiber bis dicht an das Werkstück gebracht und dann infolge ihrer Befestigung an vorhergehenden Punk ten des Werkstückes mit demselben fort gezogen.
Die hier nicht dargestellten Krammen- eintreiber befinden sich zwischen den vor- dern Seitengestellen 1 und wirken unmittel bar oberhalb des in Fig. 3 gezeigten Quer balkens 18 des Gestelles, auf welchem Am bosse 19 (Fig. 9) angeordnet sind, die mit den dazwischen liegenden Krammeneintrei- bern zusammenwirken können, um die über den zwischen den Verstärkungsleisten liegen den Drähten eingetriebenen Krammen an der untern Seite der Platten zu verklinken. Die andern,
in der Richtung der Verstärkungs leisten verlaufenden Drähte werden an den selben mittelst Krammen durch die Platten hindurch befestigt.
Es ist zweckmässig, eine vereinigte Vor richtung zur Bildung und zum Eintreiben der Krammen zu verwenden, welche imstande ist, bei jeder Betätigung aus dem Drahtvor rat Krammen zu schneiden und zu formen und dieselben über den betreffenden Binde drähten in das Werkstück einzutreiben. Die Krammeneintreiber werden gemäss Fig. 1 und 2 durch den in Führungen 21 in den Seitengestellen 1 senkrecht hin- und her beweglichen Kreuzkopf 20 betätigt, welcher durch Verbindungsstangen 22 von Exzentern 24 auf der Hauptwelle 9 bewegt wird.
Ein anderer Exzenter 25 auf dieser Welle be wegt durch eine Stange 27 ein Zahnrad getriebe 28, um absatzweise die nicht dar gestellten Drahtspeiserollen für die Krammen in Drehung zu versetzen.
Es ist ersichtlich, dass der Abwärts- oder Antriebshub der Krammeneintreiber wäh rend einer Zwischenpause in der Bewegung des Arbeitsgutes, und der Aufwärts- oder un wirksame Hub während relativer Bewegung des Werkstückes stattfindet, wobei die Aus dehnung dieser Bewegung den Abstand zwi- sehen nebeneinander liegenden Krammen be stimmt.
Durch Regulierung der Förderbewegun- gen mittelst selbsttätiger Vorrichtungen wer den die Krammen wunschgemäss auf den Kistenrohstücken gelagert, wobei die Lücken zwischen denselben und zwischen deren ein zelnen Teilen übersprungen werden.
Die Bewegung der Fördervorrichtung wird von einem in Fig. 3 dargestellten Zahn scheibenvorschub erzeugt, welcher im vor liegenden Ausführungsbeispiel aus einem an den Kettenrädern 5 vorgesehenen Zahnkranz 30 besteht, in den Schiebklauen 31 ein greifen, welche von dem hin- --Lind tier schwingenden Treibhebel 32 getragen werden, der durch eine Stange 33 wirksam mit einem Hebel 35 verbunden ist. Eine von letzterem getragene Rolle 36 wird von einer auf der Hauptwelle befindlichen Hubscheibe 38 be einflusst, indem der Hebel mittelst der Feder 37 gegen die Hubscheibe gepresst wird.
Bei jeder Umdrehung der Hubscheibe greifen die Schiebklauen in den Zahnkranz 30 ein und ,versetzen denselben in Drehung, wodurch die Förderkette um eine entsprechende Strecke vorwärtsbewegt wird.
Um das Anhalten der Fördervorrichtung am Ende des Vorschubhubes zu sichern, ist innerhalb des Radkranzes eine Bremse 40 vorgesehen. Diese ist an einer Konsole 41 befestigt, und ihre freien Enden sind mit Ohren 43 versehen, welche durch eine mit- telst eines Stiftes 44 an einem Hebel 45 be festigte Spreize auseinandergespreizt werden können; der Hebel 45 ist mittelst eines Len kers 46 mit dem Treibhebel 32 des Zahn kranzes verbunden.
Rückwärtsbewegung des Zahnkranzes während des unwirksamen Hubes des Treib- armes 32 wird durch eine an der Konsole 41 drehbare Sperrklinke 48 verhindert.
Die Fördervorrichtung kann auch unab hängig von Hand betätigt werden, damit der Arbeiter anfänglich das Werkstück mit Be zug auf die Krammeneintreiber einstellen, oder auch eine willkürliche Vorschubbewe- gung veranlassen kann. Hierzu dient ein Handhebel 50 (Fug. 1), welcher einen Fort satz des bei 52 an dem Hauptmaschinen gestell drehbaren Hebels 51 bildet, der durch einen Lenker 53 mit dein einen Arm 55 eines auf der Welle 8 vorgesehenen Winkelhebels verbunden ist, dessen anderer Arm 56 mit. einer Klaue 57 versehen ist, die in den Zahn kranz eingreifen kann.
Wie gesagt, werden die Bewegungen der Fördervorrichtung selbsttätig geregelt, um die Anordnung der Kra.mmen auf dem Werk stück zu kontrollieren und die Lücken zwi schen den Kistenteilen und den Rohstücken zu überspringen. Der beispielsweise dar gestellte Mechanismus führt diese Aufgabe dadurch aus, dass der R.ückwärtshub der Vor s2hubklauen 31 verschieden begrenzt wird. Zu diesem Zwecke ist der Treibhebel 32 durch eine Stange 61 und den drehbaren Ver bindungskopf 62 mit einem hin- und her beweglichen Klinkenträger 60 (Fug. 4 und 5) verbunden, der auf einer festen Zahnstange 61 verschoben werden kann und mit einem Satz von Klinken 65 versehen ist, welche mit den Zähnen 66 der Stange 64 zusammen wirken.
Die Ausdehnung der Rückwärts bewegung des Klinkenträgers 60 bestimmt den unwirksamen Hub des Treibarmes 32 und reguliert dementsprechend den Arbeits hub und bestimmt die Strecke, um welche sich die Fördervorrichtung bei jedem Gang der Maschine vorwärtsbewegt.
Die in dem Schieber auf dem Bolzen 68 drehbaren Klinken 65, welche durch die un ter einem Fortsatz der obern Platte des Schiebers liegenden Federn 69 herabgedrückt werden, werden für gewöhnlich von durch einen kreuzweise unterhalb der Klinken an geordneten Drücker 70 von den Zähnen 66 entfernt gehalten. Dieser in Fig. 6 einzeln dargestellte Drücker 70 hat durch Aus sparungen 73 gebildete Knaggen 72, welche sich in normaler Lage unterhalb der Aus sparungen 74 der Klinken befinden und diese dadurch von den Zähnen 66 entfernt halten.
Der Drücker wird in dieser Lage durch eine Blattfeder 75 gehalten, kann aber end- weise verschoben werden, um die Aussparun gen 73 unter die Klinken zu bringen, der art, dass letztere in Eingriff mit den Zäh nen 66 geraten und die Rückwärtsbewegung des Schiebers aufhalten und folglich den unwirksamen Hub des Triebhebels 32 be grenzen.
Zwecks normaler Vorschubbewegungen der Fördervorrichtung wird diese Verschie bung des Drückers durch einen Schnapphebel 80 bewirkt, dessen Hubfläche 81 in der Be wegungsbahn der abgeschrägten Nase 7 7 des Drückers liegt und mit derselben in Ein griff gerät, wenn der Klinkenschieber sich bei dem unwirksamen Hube des den Zahn kranz treibenden Hebels 32 zurückbewegt. Bei dem nun folgenden Vorwärtshub wer den die Klinken durch eine erhöhte Fläche auf der Zahnstange von dem Drücker abge hoben, wobei letzterer in seine normale, die Klinken hochhaltende Lage zurückschnappen kann.
Wie bereits beschrieben, erhält die För- dervorrichtung für das Werkstück eine gleichmässige schrittweise Vorschubbewe- gung, damit die Krammen in regelmässigen Abständen auf den Kistenteilen eingetrieben werden können. Der normale Abstand kann jedoch durch Einstellung der Lage des Schneppers 80 mit Bezug auf den Drücker 70 mehr oder weniger verändert werden. Zu diesem Zweck wird der Schnepper 80 von einem Schiebblock 82 getragen, welcher durch einen Bolzen 83 einstellbar auf der Zahn stange befestigt ist.
Eine in diesem Block unterhalb des Schneppers gelagerte Feder 85 presst denselben nach oben in die Bewegungs bahn des Drückers. Der Schnepper ist mit einer weiteren Hubfläche 117 versehen, die mit bestimmten Vorrichtungen in Eingriff geraten kann, um den Schnapphebel herab zudrücken.
Um den Vorschub zu regulieren und, wenn nötig, zu verändern, damit die Verbin dungsstellen der Rohstücke übersprungen und einige Kramuren an gewünschten Punk ten auf dem Rohstück angebracht werden können, wird die Steuerung des Vorschubes, die für gewöhnlich durch den Sühnepper 80 ausgeübt wird, gelegentlich von andern nach einander dargebotenen Schneppern odew Steuerungsgliedern übernommen, die mit be- züglichen Lagen des Werkstückes und des Krammeneintreibmechanismus in Wechsel beziehung stehen und willkürliche Vor schubbewegungen verursachen können,
um das Werkstück in die gewünschten Lagen zum Eintreiben von Kramuren zu bringen. Dies geschieht bei dem vorliegenden Aus führungsbeispiel der Erfindung durch Stifte 90, 92, 93, welche einstellbar auf den Ab standsblöcken 10, 12 und 13 (Fig. 5, 7 und 17) befestigt sein können. Diese Stifte dienen dazu, die den vordern und hintern Rändern der Kistenteile am nächsten liegenden Kram- men in richtige Lage zu bringen, während die übrigen Kramuren durch gehörige Ein stellung des normalen Vorschubes an den geeigneten Platz gebracht werden.
Die Bewegung der Fördervorrichtung bringt diese Abstandsblöcke mit ihren Steuer gliedern nacheinander Seite an Seite mit der Zahnplatte 64 (Fig. 5) und jeder Block be wegt sich auf dem Schnapphebel 80 entlang und verschiebt denselben und betätigt an seiner Stelle den Drücker 70; hierdurch wer den willkürliche Vorschubschritte erzeugt, entweder, um Kramuren in ihre endgültige Lage zu bringen, oder um die Lücken zwi- sehen den Kistenteilen oder den Rohstücken zu überspringen.
Fig. 5 zeigt in punktierten Linien einen der zwischen nebeneinander liegenden Teilen eines Rohstückes verwendeten Abstands blöcke 10, deren mehrere für jedes Rohstück vorhanden sind. Der. Steuerstift 90 des Blockes bringt in der angegebenen Weise die letzte Kramure des dem Abstandsblock vor angehenden Kistenteils in ihre Lage, und der folgende, durch den Schnapphebel 80 be stimmte normale Vorschubschritt wird dann die erste Kramure des folgenden Teils richtig lagern.
Fig. 17 zeigt Abstandsblöcke, welche zwi schen aufeinander folgenden Rohstücken ver wendet werden; der Block 12 ist mit einer seitlichen Knagge 12a und einer aufrechten Knagge 12b versehen, welche in das hintere Ende der Verstärkungsleiste C, beziehungs weise an das hintere Ende der Platte<B>8</B> des letzten Teils eines Rohstückes angreifen. Es ist zu bemerken, dass die Schraube 13a die erste Verstärkungsleiste des Rohstückes in richtigö Lage bringt, und dass durch Aus wechseln der.
Schraube 13a mit einer solchen von anderer Grösse die bezügliche Lage der vordern Kante der Platte zu der Verstär kungsleiste nach Belieben verändert werden kann. Der Block 12 übt durch seinen Stift 92 eine ähnliche Tätigkeit wie die zwischen liegenden Abstandsblöcke aus, indem er die Lage der letzten Kramure des Rohstückes bestimmt. Die Lage des Stiftes 93 des Blok- kes 13 ist jedoch derart, dass er einen will kürlichen Vorschubschritt schon einige Schritte vor der gewünschten Lage der ersten Kramure des folgenden Rohstückes ver anlasst,
und die folgenden normalen Schritte bringen dann die Kramure in die richtige Lage.
Auf diese Weise wird das Werkstück un regelmässig vorgeschoben, wobei die Schritt bewegungen gesteuert werden, um die ersten und letzten Kramuren eines jeden Rohstückes, sowie jedes Kistenteils in endgültige Lage zu bringen, während die Lagerung der Zwi- schenkrammen durch gehörige Einstellung des normalen Vorschubes bestimmt wird.
Da ein willkürlicher Vorschubschritt zwischen dem Eintreiben der letzten Kramxne eines Rohstückes und dem Eintreibeis der. ersten Kramme des nächstfolgendeis Roh stückes stattfindet, ist es erwünscht, die da zwischen stattfindende Betätigung der I@ram- meneintreiber zu unterbrechen oder aufzu lieben, was dadurch geschehen kann, dass ihnen der zugeführte Draht .vorenthalten wird.
Zu diesem Zweck ist der in Fig. 15 ge zeigte Mechanismus in Verbindung mit dem Zahnmechanismus zur Betätigung der Draht- speiserollen angeordnet. Auf der Welle 100 dieser Speiserollen befindet sich ein Zahn rad 101. Die dieses Rad bewegende Schieb klaue 102 wird von einem Arm 103 getragen, welcher von der Hauptwelle vermittelst der von dem Exzenter 25 (Fig. 1) bewegten Stange 27 betätigt wird. An einer festen Kon sole 106 ist ein Fühler 107 befestigt, welcher für gewöhnlich auf die Platten S der Kisten teile presst.
Jedesmal, wenn der Fühler in eine Lücke zwischen zwei Rohstücken fällt, bewegt er einen Arm 108 mit sich, dessen Stift 109 sich in dem Schlitz 110 einer Platte 112 bewegt, welch letztere von einer Konsole an dem die Krammeneintreibvorrichtung be- tätigenden Kreuzkopf 20 herabhängt.
Hier durch schwingt die Platte 112 nach links, und ein Stift 113 auf derselben wird beim nächsten Aufwärtshube in Eingriff mit einer Platte 114 auf dem Hobel 115 gebracht; letzterer wird gehoben und dadurch eine Hubscheibe 104 in Drehung versetzt, welche lose auf der Welle 100 angeordnet ist und mit einem Stift 105 an der Schiebklaue 102 in Eingriff kommt und diese ausser Eingriff mit dem Zahnrade bringt. Durch diese Einrichtung werden die Kramen , fortgelassen, welche andernfalls gebildet. und theoretisch in die Lücken zwi schen zwei Rohstücken eingetrieben würden. Die Krammeneintreiber sind zwar wirksam, doch wird ihnen der Draht vorenthalten.
Verschlussteilbildungs-Nechanismus Wie bereits gesagt, sollen die Binde drähte der mit der beispielsweisen Maschine hergestellten Kistenrohstücke mit Endver- schlussteilen versehen werden, um sie mit einander zu verbinden, wenn das Kistenroli- stüek zu seiner richtigen Gestalt zusammen gefaltet ist.
Diese Verschlussteile werden an den Drähten durch einen vor den Krammeneintrei- bern angeordneten Mechanismus gebildet, welcher selbsttätig jedesmal genau zur rech ten Zeit in richtiger Beziehung zu den Kis tenbestandteilen in Betrieb kommt, nachdem die Krammen in ein Rohstück eingetrieben worden sind und das Eintreiben der Krain- inen an dem folgenden Rohstück begonnen hat.
Dieser Mechanismus bearbeitet die freien Enden der die Rohstücke zusammenhalten den Drähte, indem dieselben zuerst endgültig in der Mitte oder an anderer bestimmter Stelle abgetrennt und dann die abgetrennten Enden mit den gewünschten Verschlussteilen versehen werden.
Wie in Fig. 1, 2, 8, 9 und 10 gezeigt ist, besteht dieser Mechanismus aus mehreren einzelnen Verschlussbildungsvorrichtungen 120, deren Anzahl den mit Verschlussteilen zu versehenden Drähten entspricht.
Die Art des zu bildenden Verschlussteils ist in Fig. 22 gezeigt. Er besteht aus einer un mittelbar aus dem Drahtverband selbst ge bildeten Öse, deren Schenkel zusammen gedreht werden. In Fig. 17 bis 22 ist die Betätigung einer dieser Vorrichtungen zur Bildung der Verschlussteile dargestellt, wel che aus einem Drahtbiege- und einem Drill mechanismus besteht.
Jeder Biege- und Drill- oder Wickel mechanismus hat zwei senkrecht angeordnete Wieklerwellen 121 (Fig. 11 und 12), die am untern Ende je mit einem mittelst Scharnier befestigten Paar von Klemmbacken oder Fin gern 122 versehen sind, die durch eine Feder 123 auseinandergespreizt sind; und eine der Klemmbacken eines jeden Paares ist mit einem Stift 121 versehen.
Zwischen den Wicklern befindet sich eine Drahtschneide 125 und ein Paar ausgesparte Greifer 126: Diese Gruppe von Vorrichtungen befindet sich für gewöhnlich oberhalb der Arbeits ebene, wobei die gespreizten Wicklerbacken 122 und die Aussparungen 127 der Greifer 126 sich unmittelbar über dem Draht in Rich tung miteinander befinden.
Wie in Fig. 17 gezeigt ist, ist zwischen die Enden der Verstärkungsleisten der bei den Rohstücke ein Abstandselement 128 ge schaltet, welches mittelst Bolzen an der För- derkette befestigt ist und einen erhabenen Amboss 129 trägt. Der Zeitpunkt für die Betätigung des Biege- und Wickelmechanis mus ist gekommen, wenn beim Fortschreiten des Arbeitsgutes der Amboss 129 unmittelbar unterhalb des Messers 125 steht.
Beim Betriebe fällt diese Gruppe von Vorrichtungen in die in Fig. 18 gezeigte Lage, wobei das Messer zum Abtrennen des Drahtes an den Amboss und die gespreizten Wicklerklemmbacken 122 über den Draht ge bracht werden, derart, dass ihre Stifte 124 unter den Draht zu liegen kommen und die Aussparungen der Greifer 126 in Eingriff mit dem Draht geraten. Bei dieser Bewegung schliessen sieh die Wieklerbacken sofort, so dass der Draht über den Stiften 124 fest geklemmt wird.
Die Gruppe von Vorrichtun gen wird nun gehoben, und beim Steigen wer den die Wickler und die Greifer nach aussen geschwungen, so dass sie zusammenwirken und die Drähte sich in einer Biegung um die Stifte 124 legen (Fig. 20); und die Greifer kommen durch eine fortgesetzte schwingende Bewegung in Eingriff mit den Schenkeln der Öse und halten dieselben, wie in Fig. 21 ge zeigt ist. Dann werden die Wickler in Dre hung versetzt, um die Schenkel der Bucht umeinander zu wickeln, wobei dieselben im mer von den Greifern festgehalten werden, wie aus Fig. 22 ersichtlich ist.
Die Greifer werden nun zurückgezogen, die Wickler finger voneinander getrennt, um die Ösen Von den Stiften 124 zu lösen, und die Gruppe von Vorrichtungen wird weiter gehoben, damit das Arbeitsgut weiter fortschreiten kann, und dann werden sie in die in Fig. 17 ge zeigte ursprüngliche Lage zurückgebracht.
Bei der Ausführung dieser Verrichtungen können die den Draht handhabenden Ele mente sich mit dem Werkstück bewegen, bis .die Verschlussteile an den Enden der Drähte angebracht worden sind, worauf sie selbst tätig in ihre Lage zurückgebracht werden, um die Drähte des folgenden Rohstückes zu bearbeiten. Hierdurch wird Unterbrechung oder Verzögerung des Betriebes der Maschine vermieden.
Man wird bemerken, dass .die beiden Form stifte 124 verschieden gross sind, und zwar da mit an entgegengesetzten Enden des Roh stückes Verschlussteile gebildet werden, deren eine in die andere hineingesteckt und mittelst eines beliebigen, in .die kleinere Öse des hin eingeschobenen. Verschlussmittels eingreifen den Werkzeuges gehebelt werden kann, um die Drähte fest um die Kiste spannen zu können, worauf der durchgesteckte Ver- schlussteil zur Vervollständigung des Ver schlusses umgebogen oder über den andern gehakt werden kann.
Die zur Herstellung der beispielsweisen Form des Verschlusses erforderlichen Be wegungen der oben beschriebenen Teile werden durch die im Folgenden beschriebe nen beispielsweisen Vorrichtungen erzeugt.
Die verschiedenen Mechanismen zur Bil dung der Verschlüsse sind in dem Schlitten 130 angeordnet (Fig. 1 und 8), dessen Seiten teile durch Querstücke 132 verbunden sind, welch letztere durch senkrechte, ausgekehlte Glieder<B>133</B> verbunden sind, welche Füh rungswege bilden, in denen .die betreffenden Binde- und Wicklermechanismen senkrecht auf und ab gleiten können (Fig. 9 und 10). Der mit Rollen 131. versehene Schlitten 130 bewegt sieh in Längsgeleisen 134, welche von den vier Querbalken 135 in den Seitengestel len 1 und deren vordern Fortsätzen 1a unter stützt werden. .
Neben jedem Mechanismus befindet sich eine feste Hubscheibe 140 (Fig. 10), welche eine Reihe von Kurvennuten 141, 142, 143 aufweist, und an der andern Seite jedes Me- chanismus befindet sich eine kleinere Platte 145 (Fig. <B>16)</B> mit einer Kurvennut 146. Wenn der Schlitten sich mit dem Werkstäck vorwärts bewegt und dann wieder zurück, ,%-"erden in diesen Kurvennuten mehrere Rol len geführt, die an verschiedenen Elementen des Biege- und Wiekelmeehanismus befestigt sind.
MTie aus Fig. 10 ersichtlich ist, hat jeder Biege- und Wickelmechanismus eine senk rechte Antriebswelle 150, die am obern Ende ein Eitzel 151 trägt, das mit einer Zahn stange 152 an der Hubscheibe 140 in Ein griff geraten kann. Diese Welle 150 ist durch Universalgelenk an einem Block 154 be festigt, der mit einer Rolle 155 versehen ist, welche mit der Kurvennut 141 in Eingriff steht.
Die an der mittleren Antriebswelle 150 befestigte Rolle 155 ruht für gewöhnlich in einer Pfanne 156 am obern Ende eines Schnapphebels 158, der zweckmässig in einem festen Teil des Maschinengestelles oder an der festen Hubplatte angeordnet ist und durch die Feder 157 in seiner Lage gehalten wird. Die Welle 150 wird also am obern Ende dieses Schnapphebels schwebend gehalten.
Das untere Ende dieses Hebels, oder wenig stens eines dieser Hebel, mit welchem in die sem Falle die Hebel der andern Mechanismen verbunden sind, reicht bis unter die Ebene der Förderkette herunter, auf der in Z-wi- sch.enräumen Stifte 159 angeordnet sind, wel che periodisch, wenn der Verschlussmechanis- mus in Wirksamkeit treten soll, mit dem Hebel<B>158</B> in Eingriff geraten und ihn unter der Rolle 155 fortstossen, so dass die Welle 150 mit dem übrigen von ihr schwebend ge haltenen Mechanismus herabfallen kann.
Hierauf wird der Mechanismus mit dem Werkstück vorwärtsbewegt und wieder zu rück, wobei er in den festen Kurvennuten ge führt wird.
Wie in Fig. 11, 12, 13 und 14 gezeigt ist, steht die Mittelwelle 150 durch das mit- telst Nut und Feder befestigte Ritzel 160, sowie durch die Ritzel 161 auf den beiden Wicklerwellen 121 mit letzteren in Eingriff. Die Lager 162, in denen diese beiden Wellen durch die Ritzel 161 und die Bünde 163 ge halten werden, sind bei 164 an einen Block 165 eines senkrechten, in Führungen 133 gleitenden Gestelles 166 drehbar eingehängt; und dieser Block trägt eine Rolle 167, wel che in der Kurvennut 142 laufen kann.
Durch das Einhängen der Lager der Wick- lerwellen wird Schwingen dieser Wellen er Möglicht, deren Ritzel 161 etwas konisch ge formt sind, um sie der schwingenden Be wegung anzupassen. Die Mittelwelle kann in dem Block 165 gleiten und auch sich drehen, da der Keil<B>169</B> durch eine Nabenbüchse <B>168</B> ausgeglichen wird; und durch einen auf der Welle verbolzten Bund 170 wird ihre relative Aufwärtsbewegung in dem Block begrenzt.
Auf diese Weise ist der gleitende Gestell rahmen mit den Wieklerwellen auf der Mittelwelle schwebend aufgehängt, obwohl letztere durch den Block 165 nach unten be wegt werden kann, zu welcher Zeit dieser Rahmen unabhängig gehalten wird.
Das untere Ende der Mittelwelle 150 ist in einem Block 171 drehbar, welcher zwi schen an dieser Welle verbolzten Bünden 172 liegt; der Block 171 ist in einem zweiten, senkrecht gleitenden Rahmen 173 befestigt, welcher sich ebenfalls in den Führungen 133 bewegt und aus obern Seitenplatten 174 und untern Seitenplatten 175 besteht; und zwi schen letzteren ist ein Block 176 befestigt, welcher das Heft 177 des Schlagmessers 125 enthält. Dieser untere gleitende Rahmen trägt Vorrichtungen zum Schliessen der -#V'icklerbacken 122, sowie zum Schwingen der Wickler und auch der Greifer<B>1.26.</B> Diese Vorrichtungen hängen also auf diese Weise mit dem Messer zusammen an der Mittelwelle 150, mit welcher sie steigen und fallen.
Um did Wicklerbacken schliessen zu können, sind die untern Enden der Wickler- wellen von Blöcken 178 umgeben, welche auf diese Klemmbacken herniedersinken und sie schliessen können, wobei ihre Aufwärtsbewe gung an diesen Wellen entlang durch die Bünde 179 begrenzt ist. Diese Backenschliess- blöcke können auch mit den Wicklerwellen nach aussen schwingen.
Um ihnen eine solche Schwingbewegung erteilen zu können, sind die Blöcke 178 durch Stifte 180, welche sich in Schlitzen 181 bewegen, mit den untern Enden von Hebeln 182 verbunden, die bei 183 drehbar mit den obern Platten 174 des untern Gleitrahmens verbunden sind. Diese Hebel sind durch Lenker 184 mit einem Schieber 185 verbunden, welcher an einem senkrechten Teil 186 geführt wird und mit einer in der Kurvennut 143 laufenden Rolle 187 versehen ist.
Die Greiferdaumen 126 werden von He beln 190 getragen, die bei 191 drehbar an den beweglichen Backenschliessblöcken 178 befestigt sind, so dass diese Greiferdaumen 126 mit den Wicklern schwingen können; um ihnen aber die erforderliche unabhängige Bewegung erteilen zu können, sind die die Daumen 126 tragenden Hebel 190 durch Ver bindungsstangen 192 mit einem Schieber 193 verbunden, welcher auf dem senkrechten Gliede 194 geführt wird und mit einer Rolle 195 versehen ist, die in der Kurvennut 146 der in Fig. 16 gezeigten Hubplatte läuft.
Ans Fig. 10 ist ersichtlich, dass das Gewicht des Schiebers 193 die Greiferdaumen für ge wöhnlich gegen den Boden des Messerblockes 176 presst.
Aus der bisherigen Beschreibung des Me chanismus geht hervor, dass der Fall- oder Schnapphebel 158 (Fig. 10) für gewöhnlich die Mittelwelle 150 schwebend hält, und dass an dieser der genannte Biege- und Wickel mechanismus hängt; nämlich der Rahmen 166, durch den die Mittelwelle hindurch gleiten kann und welcher die Wicklerwellen 121 (Fig. 11 und 12) trägt, und der an der Mittelwelle befestigte untere Rahmen 173, welcher das Fallmesser 125, die Backen schliessblöcke 178, den Schieber 185 zur Be tätigung der die Wickler in Schwingung ver- setzenden Lenkstangen und der die genuteten Greiferdaumen 126 steuernden Schieber 193 trägt.
Es ist auch ersichtlich, dass die ver schiedenen, an diesen Vorrichtungen befestig- ten Rollen mit den betreffenden Kurven nuten der festen Hubplatten 140 und 145 in Eingriff geraten, damit sie von ihnen be tätigt werden, wenn der den Mechanismus tragende Schlitten sich vorwärts und zurück bewegt. Die oberste Kurvennut 141 der Platte 140 betätigt die Rolle 155 (Fig. 10) an der Mittelwelle und steuert auf diese Weise deren senkrechte Bewegung und die des -untern, senkrecht gleitenden, die Wick- lerbackenblöcke usw. tragenden Rahmens 175.
Die mittlere Kurvennut 142 betätigt die Rolle 167 des obern, die Wicklerwellen tragenden, senkrecht gleitenden Gestelles 166. Die dritte, unterste Kurvennut steht mit der an dem Schieber 185 am untern Gestell befestigten Rolle 187 in Eingriff, um die Wickler in Schwingung zu versetzen. Die Rolle 195 des gegenüberliegenden, die Greiferdaumen kontrollierenden Schiebers 193 an diesem. untern Gestell steht in Eingriff mit der Kurvennut 146 der kleineren Hub platte 145.
Jede dieser sich mehr oder weniger glei chenden Kurvennuten geht, wie aus Fig. 10, 11 und 16 ersichtlich ist, von einem am rech ten Ende gelegenen, senkrecht verlaufenden Teile aus, welcher bei der Kurvennut 142 etwas kürzer ist als bei den andern; in diesen senkrecht verlaufenden Teilen der Kurven nuten können die Rollen herabfallen, wenn der Schnapphebel 158 unter der Rolle 155 fortgestossen wird.
Vom Boden dieser senk recht verlaufenden Teile steigen die Kurven nuten, verlaufen dann wagrecht und sind am linken Ende mit Weichen 147 versehen, an denen die Rollen vorbeigleiten, wenn sie von dem untern zum obern Teil der Kurven bahnen übergehen; diese steigen auf dem Rückwege wieder an, verlaufen dann wag recht und kehren schliesslich wieder zu den obern Enden der rechts gelegenen, senkrecht verlaufenden Teile zurück. Durch die Wei chen werden die Rollen veranlasst, bei der Rückkehrbewegung des Schlittens 130 in den obern Bahnen zu laufen.
Der Betrieb .des Mechanismus ist nun deutlich erkennbar: Durch plötzliches Weg- ziehen des Hebels 152 (Fig. 10) fällt der ganze Mechanismus, einschliesslich der Mittel welle 150, so weit, wie dies durch die senk rechten Teile der Kurvennuten ermöglicht wird, wodurch die verschiedenen, den Draht handhabenden Vorrichtungen in die in Fig. 18 gezeigte Lage kommen und das Messer 125 veranlasst wird, den Draht ZV zu zer schneiden.
Die Abwärtsbewegung des die Wieklerwellen tragenden Gestelles 166 wird durch den kürzeren senkrechten Teil der Kurvennut 142 begrenzt; die Mittelwelle und die übrigen von dieser getragenen Teile sen ken sich jedoch noch weiter; infolgedessen bewegen sich die Blöcke 178 in dem untern Rahmen an den Wicklerbacken herunter und schliessen dieselben; und die Stifte 124 und Aussparungen 127 der Greiferdaumen 126 geraten in Eingriff mit den zerschnittenen Drähten zur Ausführung des bereits beschrie benen Biegens und Wickelns.
Zu diesem Zeitpunkt, wenn die Bewegung des Schlittens angefangen hat, heben die ge nannten Kurvennuten die einzelnen Rollen mit den von denselben getragenen Teilen und betätigen sie auf verschiedene Weise, um die den Draht behandelnden Vorrichtungen durch die in Fig. 19 bis 22 angedeuteten Stellungen zu bewegen. Die obere Kurvennut hebt die Mittelwelle 150 und mithin das Messer 125 und den untern Rahmen 173 mit den zuge hörigen Teilen. Die zweite Kurvennut hebt gleichzeitig die Wicklerwellen 121, ohne de ren Lage zu den Blöcken 178 zu verändern, so dass die Wickler geschlossen bleiben.
Die untere .Kurvennut hebt zuerst den Schieber <B>185,</B> um die Lage der Lenkstangen 182 und 184 zu erhalten; nachdem aber die Rolle 187 die geringe Steigung .der Nut durchschritten hat und nun wagrecht läuft, während der übrige Mechanismus noch durch die stärkeren Steigungen der beiden andern Nuten gehoben wird, bewegen die Lenkstangen 184 die He bel 182 oder spreizen dieselben, und schwin gen die Wickler nach aussen.
Zugleich mit dieser Bewegung hebt die Kurvennut der kleineren Hubplatte 145 (Fig. 16) durch ihre steilere Steigung den Schieber 193, wodurch die die Greiferdaumen tragenden, drehbar mit den Wicklerblöcken 168 verbundenen Arme oder Hebel 194 in Schwingung versetzt werden; eine fortgesetzte Bewegung bringt dann die Greifer in die in Fig. 22 gezeigte Stellung, und wii.hrend des gleichmässigen wagrechten Verlaufes der Kurvennuten wird die Mittelwelle 150 durch das mit der Zahn stange 152 in Eingriff geratende Ritzel 151 gedreht und versetzt ihrerseits zur Erzeu gung der Verschlüsse die Wickler in Dre hung.
Fortgesetzte Bewegung der Rollen durch die Kurvennuten veranlasst relatives Heben der Mittelwelle und folglich Steigen der Blöcke 178 und Öffnen der Wickler backen, wodurch die Wickler von den Ver- schlussteileii, das heisst den an den Drähten gebildeten Ösen befreit werden, zu welcher Zeit die. Greiferdaumen ebenfalls anfangen, von den Dr < tliten zurückzuweichen; und dann werden die Teile weiter gehoben und durch die obern Läufe der Kurvennuten ungehin dert in ihre Anfangs- oder Normalstellung zurückgebracht.
Nachdem die verschiedenen Rollen die Kreisläufe der Kurvennuten durchlaufen haben, während der Schlitten<B>130</B> den Me chanismus vorwärts- und wieder zurück bewegt, haben sie am Ende der Betätigung wieder die in Fi(y. 10 gezeigten Stellungen eingenommen; und die obere Kurvennut 141 hat die die Mittelwelle stützende Rolle 155 wieder zu ihrer Pfanne am obern Ende des Sehnappliebels 158 zurückgeführt. Die Hin- und Herbewegung des die ver schiedenen Biege- und Wicklermechanismen enthaltenden Schlittens 130 wird durch Förderschrauben 200 (Fig. 8 und 9) bewirkt.
Diese Förderschrauben, die an den Enden in festen Lagern drehbar verzapft und durch die am Schlitten befindlielien Schraubenmütter 201 hindurchgeschraubt sind, stehen mittelst der Kegelräder 202 mit der \Welle 203 in Eingriff. Auf einer Gegenwelle 20-1 befindet sich ein Haspelrad 205 (Fig. 8), welches an seiner Nabe ein Zahnsegment 206 und in sei nem Ringe eine Innenverzahnung 207 trägt, welche beide abwechselnd mit einem Zahn rädchen 208 auf der die Förderschrauben be wegenden Welle 203 in Eingriff geraten können.
Das Haspelrad oder verzahnte Ket tenrad 205 steht ,durch eine Kette 209 mit einem Kettenrad 210 auf der Förderwelle 8 in Verbindung. Das verzahnte Kettenrad 210 wird durch eine von einem Hebel 212 be tätigte Kupplung 211 abwechselnd in und ausser Eingriff mit der Förderwelle gebracht; der Hebel ist durch eine Stange 213 mit .der Stange 214 (Fig. 2) verbunden, welche ihrer seits mit dem sie betätigenden, auf dem Kreuzbalken 18 drehbaren Hebel 215 ver bunden ist, welcher am obern Ende eine Rolle 216 trägt.
Jedesmal, wenn der Hebel bewegt wird, was durch einen auf der Förderkette angeordneten Hubfortsatz 217 geschieht, bringt die Kupplung das Kettenzahnrad 210 in Eingriff mit der Welle, damit es eine teil weise, und das Zahnrad 205 eine ganze Um drehung ausführt. Hierdurch wird langsames Vor- und Zurückschreiten des Schlittens 130 bewirkt, da die Förderschrauben 200 zuerst durch das Nabenritzel 206 und dann durch die Innenverzahnung<B>207</B> des Kettenzahn rades 205, zwecks Vollendung einer Umdre hung, bewegt werden.
Auf diese Weise wird der mit der Förder- welle verbundene Schlitten den Mechanismus zur Bildung der Verschlüsse gleichmässig mit dem Werkstück. vorwärtsbewegen, während der Mechanismus die Drähte bearbeitet; und der Schlitten wird dann den Mechanismus in geeignete Lage zur Bearbeitung der Drähte des nächsten Rohstückes zurückbringen.
Eine der Knaggen 27.7, welche den Vor schub des Schlittens veranlassen, kommt völlig oder beinahe gleichzeitig und in ganz bestimmter Lage zu dem Steuerstift 159 (Fig. 10) in Tätigkeit, welcher,den Schnapp hebel 158 des Biege- und Wicklermechanis- mus löst, und der Stift oder die Knagge 159 steht in fester Beziehung zu dem Amboss 129 auf dem Abstandsblock 128 für das Werk stück (Fig. 17), um den Hebel 158 zu rechter Zeit zu lösen, damit das Messer 125 unmittel bar über dem Amboss fallen gelassen wird. Auf diese Betätigung folgt in gehöriger Reihenfolge die Bewegung des Schlittens.
Die beiden Knaggen <B>217</B> und 159, deren zwecks nacheinander folgender Darbietung eine Anzahl in geeignetem Abstande vonein ander längs der Förderkette angeordnet ist, damit Einwirkung des . Verschlussbildungs- mechanismus auf die Drähte der aufeinander folgenden Rohstücke veranlasst wird, sollten demnach einstellbar auf dem Förderer ange bracht werden, damit sie in passende Lage ge bracht werden können, welche je nach der Länge der Rohstücke, oder der Anzahl der Teile, sowie dem Abstande derselben vonein ander, verschieden sein wird.
Der Abstand wird natürlich durch die Einstellung der Abstandsblöcke 12 und 13 (Fig. 17) geregelt; und zur Veränderung der Entfernung z-,vi- schen ihnen oder zwischen den Verstärkungs leisten aneinander grenzender Rohstücke können Abstandsblöcke 128 von entsprechend verschiedener Länge verwendet werden.
Gleichviel, wie gross der bestimmte Abstand ist: die letzten und die ersten Krammen der betreffenden Rohstücke werden durch die sei tens der Stifte 92 und 93 ausgeübte Steue rung des Vorschubes in bestimmte Lage mit Bezug auf die hintern und vordern Enden dieser Rohstücke gebracht;
wohingegen die das plötzliche Abschn5,ppen des Hebels 158 bewirkenden Knaggen oder Stifte 159 und die den Schlittenvorschub regulierenden Knaggen 217 stets in solcher Beziehung zu den Abstandsblöcken 12 und 13, und mithin zu den Kontrollgliedern 92 und 93, stehen, dass die in Fig. 22 gezeigte Verschlussteil- bildungsvorrichtung sich in bestimmter Lage nicht nur zu den Rändern .des Kistenroh stückes, sondern auch zu den dicht an die sen Rändern liegenden Krammen befindet.
Dieses Verhältnis kann je nach Wunsch durch Veränderung der Länge der den Am boss tragenden Abstandsblöcke 128 und ent sprechende Einstellung der übrigen Teile mehr oder weniger verändert werden, welche Einstellung, wie gesagt, keinen störenden Einfluss auf die vorher bestimmte Lage der Krammen ausübt.