AT99934B - Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus mit Sorelzement verkitteten Faserstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus mit Sorelzement verkitteten Faserstoffen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Formstücken aus   mit Sorelzement verkitteten Faser- stoffen. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 nach innen fortsetzt. Bei hohen Aussentemperaturen, z. B. im Sommer, und bei Verwendung sehr aktiver   Magnesia etc. fliessen   diese beiden exothermen Reaktionen ineinander, so dass der Temperaturanstieg ein kontinuierlicher ist. Wenn derartige Bedingungen herrschen, was allerdings nicht   häufig   der Fall sein wird, kommt bei richtiger Zusammenstimmung der vier Faktoren : Menge der Faserstoffe (Holzwolle), Menge der kaustischen Magnesia, Menge des   Chlormagnesiums     bzw.

   Magnesiumsulfats   und Menge des Lösungswassers die Entstehung transportfähiger und   sägbarer Blocke   bei der Abbindung 
 EMI2.1 
 richtig zusammengesetzten Formlinge unter Wärmezufuhr bei einer Temperatur von Über 450 C   gehärtet   oder mindestens nachgehärtet werden, was am   zweckmässigsten   durch   Einbringung   in ein Luftbad bewerkstelligt wird. Beträgt die Temperatur dieses Bades   70-80 ,   so ist die Erhärtung bei Einhaltung der gebotenen   Mischungsverhältnisse   in 4-] 6 Stunden beendigt.

   Die Wahl der richtigen   Mengen-   verhältnisse ist von der Regel beherrscht, dass der grösste Teil des mit der Salzlösung in die geformte Masse eingebrachten Wassers durch die chemischen Reaktionen bei der Abbindung   und Erhärtung   verbraucht sein muss, damit die gehärteten Blöcke unmittelbar   sehnittfähig   sind. Selbstverständlich nehmen die Blöcke bzw. die aus ihnen hergestellten Formstücke beim weiteren Lagern an Härte noch zu. 



   Was nun die günstigsten   Mischungsverhältnisse   anlangt, so können sie, in Gewichtsteilen angegeben und auf einen Gewichtsteil Holzwolle bezogen, sich der Erfindung gemäss zwischen den folgenden Grenzen bewegen :
Kaustische Magnesia 3-5 Gewichtsteile, 
 EMI2.2 
 so dass bei diesen Mischungen auf je einen Teil kaustischer Magnesia   0-8-1-2   Teile der   Salzlösungen   zur Anwendung kommen. Dabei kann das Verhältnis der Mörtelbildner zu der Holzwolle noch um ein Geringes unter die angegebenen untersten Grenzen hinuntergehen und anderseits weit über diese Grenzen steigen, wenn aus praktischen Gründen   die Erzielung mörtelreicherer Produkte   ohne Rücksicht auf die Kosten erwünscht sein sollte. 



   Um dieses Verfahren im Grossbetrieb kontinuierlich durchführen zu können, muss sichergestellt 
 EMI2.3 
 gegebener Konzentration von den Fasern aufgenommen und eine bestimmte Menge kaustischer Magnesia durch diese Lösung gebunden wird. Ein Teil dieser Lösung dringt in die Faser ein, ein Teil haftet auf ihrer Oberfläche. Die Menge der Lösung, die in die Fasern eindringt, ist von der Tauchzeit abhängig. Für die Menge der an der Oberfläche der Fasern haftend bleibenden Lösung ist, wenn ein wesentlicher Teil der kaustischen Magnesia durch nachträgliches Aufstauben hinzugebracht wird, wie dies empfehlenwert ist, die Zeit maggebend, die beim Transport von der   Tauehvorrichtung   bis zur Bestäubung verläuft. 



  Wird der andere Teil der Magnesia mit der   Chlormagnesium-oder Magnesiumsulfatlösung   zusammen aufgebracht, indem als   Tauchflüssigkeit   eine   Aufschlämmung   von kaustischer Magnesia in einer dieser Lösungen dient (wie dies zur Ausführung des Verfahrens im grossen Massstabe nahezu unerlässlich ist), so wird ferner die Menge der Lösung, die bei gleicher Tauch-und Abtropfzeit auf der Faser haften bleibt, auch von der Dichte dieser   Aufschlämmung     beeinflusst : je dichter   die Suspension gewählt wird, um so weniger Lösung rinnt von der Faser auf dem Wege bis zur Bestäubung ab.

   Im Sinne der Erfindung wird diese Dichte in Zusammenstimmung mit der Taue-un Abtropfzeit als Mittel verwendet, um die erforderliche Menge der kaustischen Magnesia und der   Chlormagnesium-oder Magnesiumsulfatlösung auf   die Faser zu bringen. Zur Einhaltung der, wie oben dargelegt, günstigsten   Mengenverhältnisse   empfiehlt es sich, als   Tauchflüssigkeit   eine Suspension von kaustischer Magnesia in Chlormagnesium-oder 
 EMI2.4 
 



   Bei Einhaltung dieser Bedingungen gelingt es, im kontinuierlichen Betrieb   regelmässig Formlinge   von der folgenden sehr   zweckmässigen   Zusammensetzung zu erhalten :
100 Gewichtsteile trockene Holzwolle,   350 " kaustische   Magnesia und 
 EMI2.5 
 



  Die in dieser Weise hergestellten Blöcke sind nach dem Härten im Luftbad sofort   sägbar.   



   Weitere   Veränderungsmöglichkeiten   ergeben sich aus der Dicke der Holzwolle, die das Verhältnis zwischen der Lösungsmenge, die von der Faser aufgesaugt wird, und der auf der Oberfläche der Faser haftenden Lösungsmenge verschiebt. Diese letztere gibt dem aufgestaubten Magnesit den   Mörtelbrei,   
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Selbstverständlich ist die Anwendung des Verfahrens nicht auf die   Herstellung von Blöcken   beschränkt, sondern es können in dieser Weise Formstücke jeder Art erzeugt werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus mit Sorelzement verkitteten Faserstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhärtung der Formlinge bei Erreichung einer 500 übersteigenden Temperatur erfolgt, wobei für die Herstellung des Sorelzementmörtels auf der Faser das Verhältnis von Fasern (z. B.
    Holzwolle), kaustischer Magnesia, Chlormagnesium oder Magnesiumsulfat und Lösungs- <Desc/Clms Page number 3> wasser derart gewählt wird, dass die Hauptmenge des mit der Salzlösung in die geformte Masse eingebrachten Wassers durch die chemischen Reaktionen bei der Erhärtung und Abbindung verbraucht und nach Erreichung einer Temperatur von über 500 (zweckmässig von 65-75 ) im Jnnern des Formlings die Erhärtung bis zur Bildung eines'transportfähigen, sägbaren Formstückes fortgesehritten ist.
    2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Mengenverhältnisse zwischen Fasern, kaustischer Magnesia und Chlormagnesium-bzw. Magnesiumsulfatlösung von 20-28 Bé in Gewichtsteilen zwischen den unteren Grenzwerten von 1 Teil Holzwolle zu 3 Teilen kaustischer Magnesia und 3-4-3-6 Teilen der Salzlösung und den oberen Grenzwerten 1 Teil Holzwolle zu 5 Teilen kaustischer Magnesia und 4-5-6 Teilen der Salzlösung bewegen.
    3. Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus mit Sorelzement verkitteten Faserstoffen nach Anspruch 1 und 2 durch Tauchen der Faserstoffe in eine Aufsehlämmung von kaustischer Magnesia in Chlormagnesium- oder Magnesiumsulfatlösung und Aufstauben eines restlichen Anteiles von kaustischer Magnesia auf die getränkte Faser, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichte der Suspension von kaustischer Magnesia mit der Tauch-und Abtropfzeit zusammengestimmt wird, um die gemäss EMI3.1 sulfatlösung auf die Faser zu bringen.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Tauch- flüssigkeit eine Suspension von kaustischer Magnesia in Chlormagneisum- oder Magnesiumsulfatlösung von 20-28 Bé verwendet wird, die eine Dichte von 30-400 Bé aufweist.
AT99934D 1923-01-30 1923-01-30 Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus mit Sorelzement verkitteten Faserstoffen. AT99934B (de)

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