DE700367C - Verfahren zur Herstellung von faserhaltigem Kunststein von hoher Widerstandsfaehigkeit gegen Saeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von faserhaltigem Kunststein von hoher Widerstandsfaehigkeit gegen Saeuren

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DE700367C
DE700367C DE1938E0051912 DEE0051912D DE700367C DE 700367 C DE700367 C DE 700367C DE 1938E0051912 DE1938E0051912 DE 1938E0051912 DE E0051912 D DEE0051912 D DE E0051912D DE 700367 C DE700367 C DE 700367C
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cement
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DE1938E0051912
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Dr Rudolf Hayden
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ETERNIT WERKE HATSCHEK L
Eternit Werke Ludwig Hatschek AG
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ETERNIT WERKE HATSCHEK L
Eternit Werke Ludwig Hatschek AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/24Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
    • C04B28/26Silicates of the alkali metals

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  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von faserhaltigem Kunststein von hoher Widerstandsfähigkeit gegen Säuren Die Imprägnierung zementgebundener Formlinge mit Wasserglas zwecks Erhärtung derselben ist ebenso bekannt wie die Wasserglasbehandlung zement- oder kalkgebundener Kunststeine und wie die Zugabe öl- oder fettartiger Stoffe zu Faserzement.
  • Wie des weiteren bekannt ist, führten aber die Bestrebungen, Faserzement chemisch widerstandsfähig 'zu machen, u. a. zu Verfahren, nach welchen neben Faser möglichst wenig Zement mit möglichst viel chemisch unangreifbarem Mineralmehl, z: B. Sand, verformt wurde, worauf Imprägnierung mit Bitumen, Pech o.,dgl. erfolgte.
  • Sind in solchem Kunststein auch nur geringe Zementmengen unter Schutz von relativ viel Porenfüllmittel enthalten, so ist die Säureempfindlichkeit wohl sehr erheblich verinindert, jedoch aufgehoben ist sie nicht. Will man noch besseren Säureschutz, so verbleibt kein anderer Ausweg, als auch auf den säureempfindlichen- Zement ganz oder fast ganz zu verzichten und zu anderen Bindemitteln zu greifen, die auch ihrerseits säurewiderstandsfähig sind.
  • Man könnte beispielsweise sog. säurefesten Zement verwenden, der aus Wasserglas und Mineralmehl besteht, denn erhärtete Gemische aus solchem Zement und Asbest würden nach Jmprägnierung mit unlöslichen Porenfüllern einen vorzüglichen säurefesten Kunststein ergeben.
  • Das Gemisch, `Wasserglas und Mimeralmehl, hat aber den Nachteil, daß es sich nicht auf der Pappenmaschine verarbeiten läßt. Es ist ganz allgemein dort nicht verwendbar, wo Faser und staubförmiges Material zwecks Verformung in Wasser aufgeschlämmt werden, das mit fortschreitender Formgebung allmählich durch Saugen und/oder Pressen zum größten Teil wieder entfernt wird. Es entfällt dieses Gemisch somit bisher bei Verfahren, die mit Wasserüberschuß arbeiten. Das lösliche Bindemittel, das Wasserglas, würde, wenn man wie bisher verfährt, ins Fabrikationswasser übergehen und durch Verklebungen, Verstopfungen u. dgl. m. den Fabrikationsprozeß bald lahmlegen.
  • Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung kann aber faserhaltiger Kunststein mit Wasserglasbindung und nachlieriger Porenfüllung ohne die geschilderten fabrikatorischen Nachteile erzeugt «-erden. Es besteht im wesentlichen darin, daß Steinmehl von Zementfeinheit, wie Sand-, Porzellan-, Glas-, Granitmehl u. a. in. und Faser mit Wasserüberschuß auf der Pappenmaschine oder auf einer anderen mit Wasserüberschuß arbeitenden Maschine z. B. zu Platten oder Rohren verformt «-erden und das Wasserglas in dünner Lösung nach, dem Trocknen des Rohformlings durch Aufsaugen in diesen eingebracht wird. Die Erhärtung des Bindemittels Wasserglas erfolgt in an sich bekannter Weise durch neuerliches Trocknen und Erhitzen des Formlings bis ungefähr 300°, worauf, noch heiß, mit geschmolzenem Pech oder Bitumen imprägniert wird. Doch können etwa auch andere Porenfüller verwendet werden, deren Einbringung von ihrer Eigenart abhängt.
  • Man kann aber noch einen Schritt weiter gehen und das Bindemittel des Kunststeins, nämlich das Wasserglas, im Rohformling erzeugen. Dies gelingt erfindungsgemäß, wenn man einen Rohformling heranzieht, der Kieselsäure in reaktionsfähiger Form, z. B. Diatomeenerde oder Quarzmehl enthält und ihn nach dem Trocknen statt finit Wasserglaslösung mit Alkalilösung imprägniert, worauf sich entweder allmählich in der Kälte oder durch Erhitzen mit oder ohne Druck zunächst Wasserglas bildet, das schließlich durch weiteres Erhitzen unter Wasserabgabe gehärtet wird.
  • Soll der Kunststein aus irgendeinem Grunde und wenn Säurefestigkeit nicht unbedingt verlangt wird, auch größere Mengen Zement etwa mehr als 2 °/o enthalten (z. B. komplizierte Formstücke, die ohne ein Minimum eigener Festigkeit nur unter Gefahr einer Deformierung getrocknet werden können), so kann am besten nach dem zuletzt geschilderten Gang gearbeitet werden. Die Anwesenheit größerer Zementmengen erschwert, ja verhindert nämich das Eindringen von Wasserglaslösungen. Dasselbe gilt natürlich bei Anwesenheit von ihnlich, d. h. wasserglaszersetzend wirkenden Stoffen, wie Magnesium- oder Calciumiydroxyd. ' Es gibt verschiedene Wasserglassorten, die sich durch das Verhältnis von Alkali zu Kieselsäure unterscheiden. Nach obigem ist es einleuchtend, daß@ ein im beschriebenen Verfahren angewendetes Wasserglas um so alkalireicher sein kann, je mehr reaktionsfähige Kieselsäure, wie Kieselgur, im Rohformling enthalten ist.
  • Die an sich bekannte und zwecks Härtung von wasserglasgebundenen Formlingen häufig angewandte Behandlung mit Salzen oder mit Säure ist natürlich auch bei Formlingen möglich, die nach der Erfindung hergestellt werden.
  • Ein besonderer Umstand ist noch beachtenswert. Während sich Zement-Asbest-Mischungen leicht auf der Pappenmaschine verarbeiten lassen, zeigen sich bei Steinmehl-Asbest-Mischungen Schwierigkeiten. Eine wässerige Aufschlämmung von Zement und Asbest klärt sich sehr rasch, während dies bei den meisten Steinmehl-Asbest-Mischungen nicht der Fall ist. Bei letzteren bleibt die Mischung lange oder für immer trübe, eine Vereinigung der beiden Komponenten erfolgt nur unvollkommen, was die Verarbeitung erschwert. Die Mischung klärt sich sofort, wenn erfindungsgemäß geringe Mengen Portlandzement zur Mischung gegeben werden. Ja, es zeigte sich, daß es genügt, durch Zusatz von Alkali das PH des Fabrikationswassers über 7 zu erhöhen. Mit dieser neuen Erkenntnis war eine wichtige Voraussetzung für eine klaglose Durchführung des Verfahrens gefunden.
  • Beispiele: 95 Teile Quarzsandpulver, zementfein, 5 Teile Kieselgur, zementfein, 15 Teile Asbest werden zu Rohpappe verformt. Diese wird getrocknet und mit einer Mischung von käuflicher Wasserglaslösung (Handelsware) und Wasser i : 2 getränkt. Nach neuerlichem Trocknen wird heiß mit geschmolzenem Teerpech imprägniert.
  • 2. 8o Teile Quarzsandpulver, zementfein, 15 Teile Kieselgur, 5 Teile Portlandzement, 15 Teile Asbest werden zu Rohpappe verformt. Diese wird nach dem Trocknen mit io°/oiger Lösung von Ätznatron getränkt, erhitzt und mit geschmolzenem Porenfüllmittel getränkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen faserhaltiger Kunststeine, dadurch gekennzeichnet; daß Gemenge aus Mehl von natürlichen oder künstlichen Steinen von Zementfeinheit und Fasern mit Wasserüberschuß auf der Pappenmaschine oder auf einer anderen mit Wasserüberschuß arbeitenden Maschine verformt werden, worauf die Rohformlinge getrocknet mit Alkalisilikatlösung als Bindemittel getränkt, nochmals getrocknet und mit einem Porenfüllmittel getränkt werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalisilikat in den Rohformlingen selbst aus reaktionsfähiger Kieselsäure und Alkali gebildet wird. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß dem zum Aufschlämmen des Mineralmehles und der Fasern dienenden Wasser, z. B. durch Zugabe geringer Zementmengen, ein PH-Wert größer als 7 gegeben wird.
DE1938E0051912 1938-12-01 1938-12-01 Verfahren zur Herstellung von faserhaltigem Kunststein von hoher Widerstandsfaehigkeit gegen Saeuren Expired DE700367C (de)

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