AT99908B - Verfahren zum Rösten von Flachs und ähnlichem Material. - Google Patents

Verfahren zum Rösten von Flachs und ähnlichem Material.

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  Verfahren zum Rösten von Flachs und ähnlichem Material. 



   Es ist bereits bekannt, vor dem   Rösten   von   Pflanzenstengein   in einem alkalischen Bad Ozon einzuleiten. Anderseits hat man bereits vorgeschlagen, bei der Röste von Ramie oder andern stark verholzten Stengeln unter Dämpfung Ozon einzuleiten. 



   Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur künstlichen Röstung von Flachs, welches Verfahren in der Praxis zu einem Produkte von besserer und konstanterer Beschaffenheit geführt hat, als mit einer Röstung in strömendem Wasser unter den günstigsten Bedingungen zu erhalten war. Der Erfinder schreibt die von ihm erzielten Erfolge hauptsächlich dem Umstande zu, dass er den Bedingungen bei der natürlichen Röstung völlig Rechnung getragen hat. Es hat sich gezeigt, dass bei der Röstung in strömendem Wasser die Wirkung im Anfang zunimmt, darauf ein Maximum erreicht, einige Zeit bei diesem Maximum stehen bleibt und dann wieder allmählich abnimmt. Dies ist dem Umstand zuzuschreiben, dass bei dem Beginn der Röstung die für die Röstung erforderlichen Bakterien nicht in genügender Menge anwesend sind.

   Dieser Nachteil wird später durch die genügende Bakterienentwicklung behoben, während darauf, den darauf wieder entstehenden ungünstigen Bedingungen zufolge, die Röstungsbakterien degenerieren, wodurch die Qualität des Produktes ungünstig beeinflusst wird. 



   Nach langjährigen Versuchen ist es dem Erfinder gelungen, die günstigsten, für das Röstverfahren erforderlichen Bedingungen zu schaffen und aufrecht zu erhalten. 



   Bei der Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung verfährt man wie folgt :
Der zu röstende Flachs wird in Büscheln, zweckmässig abwechslungsweise, vertikal in einem Reservoir, z. B. von,   Eisenbeton   eingebracht, welches Reservoir in einer gewissen Entfernung vom Boden einen Rost enthält, auf welch letzterem die Flachsbüschel ruhen. Durch unter dem Rost angebrachte Rohre wird Wasser von ungefähr 15  C zugeführt und an einem hochgelegenen Punkt des Reservoirs wieder entfernt. Das Durchleiten des Wassers findet während einer Periode von 3 bis 4 Stunden statt. Das abgeführte Wasser wird immer bräuner, woraus hervorgeht, dass die Auslaugung immer intensiver stattfindet. 



   Nach der genannten Zeit wird die Temperatur   allmählich   erhöht, u. zw. derart, dass nach ungefähr 12 Stunden die Temperatur des Wassers bis auf ungefähr 34  C erhöht ist. Während dieser Periode von 12 Stunden hat die zur Röstung erforderliche Bakterie Gelegenheit, ihre Funktion auszuführen. In dieser Zeit sind die Gummiarten, welche das Flachband umgeben, völlig verschleimt. Zur Beendigung der Bakteriewirkung wird nun die Wasserzufuhr unterbrochen und wird durch eine ebenfalls unter dem Rost befindliche Rohrleitung ozonisierte Luft oder ozonisierter Sauerstoff durch das Reservoir hindurchgeführt. Die Durchführung von Ozon wird während ungefähr 6 Stunden fortgesetzt. Der Flachs wird darauf aus dem Reservoir entfernt und auf das Feld gebracht. Falls der Flachs sehr hohen Anforderungen zu genügen hat, z.

   B. falls derselbe zu feineren Garnsorten zu verarbeiten ist, kann man nach der Erfindung nach dem Ozonisieren während 5 Stunden durch die unter dem Rost befindliche Rohrleitung eine Ätzsodalösung   hindurchführen,   die ebenfalls durch das höher gelegene Abfuhrrohr entfernt wird. Die Temperatur dieser Lösung wird zweckmässig auf ungefähr   1000 C gebracht.   Es hat sich nun gezeigt, dass der in dieser Weise geröstete Flachs den höchsten Anforderungen entspricht. Die   Flachsbänder   sind von allen ungewünschten Bestandteilen völlig rein und liegen frei vom Stengel, so dass dieselben mit geringer Mühe voneinander zu trennen sind.

   Da die Masse völlig bakteriefrei ist, kann der Flachs sich selber überlassen werden, ohne dass irgendeine Gefahr für Verderben besteht im Gegensatz zu dem in strömendem Wasser gerösteten Flachs, wobei man sehr sorgfältig darauf zu achten hat, dass der Flaehs nicht in   Fäulnis   übergeht. Nach der Röstung hat sich im Reservoir eine Menge Bodensatz gebildet, die ungefähr   11 % der Flachsmasse beträgt   und als Düngemittel wertvolle Eigenschaften besitzt. 

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