<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zum Befestigen eines plattenförmigen Werkstückes, insbesondere einer
Kautschukplatte, auf einer Form und Form zur Ausführung des Verfahrens.
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung hohler Gummikörper, bei der das an der Form befestigte Werkstück, insbesondere eine Kautschukplatte, in die Höhlung der Form eingedeckt wird.
Bei den bekannten Verfahren, bei denen diese Befestigung auf mechanischem Weg erreicht wurde, hat sich nun vielfach der Nachteil gezeigt, dass bei der geringsten Ungenauigkeit der Klemmung eine Faltenbildung an der Klemmstelle auftritt, die zum vorzeitigen Bruch des Körpers führt.
Die E@findung besteht darin, dass der ausserhalb der Formhöhlung liegende Teil der Gummiplatte
EMI1.1
halten der Platte durch Luftdruck wird dadurch bewirkt, dass ausserhalb der Formhöhlung eine Nut oder eine Anzahl von an der Stirnfläche der Form mündenden Kanälen vorgesehen ist und in der Nut oder in den Kanälen eine Luftverdünnung erzeugt wird. Statt eine Luftverdünnung in der Nut oder in den Kanälen zu erzeugen, könnte man diese auch einfach mit der Aussenluft verbinden und an der entgegengesetzten Seite der Platte einen Druck, der höher ist als der Atmosphärendruck, herstellen.
In der'Zeichnung ist das Verfahren nach der Erfindung an einer Formpresse zur Herstellung von
EMI1.2
eine Seitenansicht dieser Vorrichtung und Fig. 4 einen radialen Schnitt durch die Pressform.
Die Formpresse besteht in der Hauptsache aus einer Grundplatte 1 mit lotrechten Streben 2, die eine feste Platte J und eine verschiebbare Platte 4 tragen. Letztere sitzt auf einem Kolben 5. der in einen Zylinder 6 eintritt und in diesem durch hydraulischen Druck bewegt wird. Hiezu wild Diuekwasser in den Zylinder durch ein Rohr 7 geleitet, das einen Hahn 8 enthält.
Auf der festen Platte 3 und der verschiebbaren Platte 4 sind die beiden Formhälften-M und 11 mittels Schrauben 12, die durch Augen der Formhälften hindurchgehen, festgeschraubt (Fig. 2). Die Formhälften haben die Gestalt starker Platten, von denen jede an der nach innen gekehrten Seite eine flache Ringnut enthält. Die Flächen der Ringnut sind zweckmässig an den Seiten bei-M konkav und in dem Zwischenteil bei 13 konvex. Der in der Form hergestellte Luftschlauch ist demnach am inneren und am äusseren Umfang nach aussen und an beiden Seiten nach innen gewölbt. Zu beiden Seiten der Ringnut sind vorspringende Schneiden 15 vorgesehen, die an ihrer der Höhlung zugekeh-ten Seite abgeschrägt sind.
Innerhalb der ringförmigen Ausnehmung hat die Formplatte eine Vertiefung 16 zur Aufnahme des abfallenden Teiles der Gummiplatte. Um die ringförmige Vertiefung herum läuft eine Nut & In diese und in die Vertiefung der Form münden Kanäle 19 und 20, die mit einer Luftsaugleitung 22, in die ein Hahn 47 eingebaut ist, in Verbindung stehen.
Die Gummiplatten R können in beliebiger Weise auf die Formhälften gebracht werden. Bei der dargestellten Vorrichtung dient hiezu eine Platte 25, die innen hohl ist und von deren Hohlraum 27 kleine Öffnungen 26 nach aussen führen ; aus dem Hohlraum kann die Luft durch ein Rohr 28, in das ein Hahn 2. 9 eingeschaltet ist, herausgesaugt werden. Auf diese Weise ist es möglich, auf beiden Seiten der Platte 25 Gummiplatten festzuhalten. Die Platte 25 ist an Führungen 30 befestigt, die um Schienen 31 herumgreifen.
Letztere werden von einem Gerüst getragen, das aus Ständern 33 und Streben. 34 gebildet wird ;
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Tisch 40, der durch einen Fusshebel 44, welcher mit seinem umgebogenen Ende 45 unter die Säule 42 greift, gehoben werden kann.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Zunächst befindet sieh die Saugplatte 25 in der in Fig. 2 gezeichneten Stellung. Es wird nun eine zumeist viereckige Platte von Rohgummi auf die Oberseite der Platte 25 und eine gleiche Gummiplatten auf den Tisch 40 gelegt. Die Saugplatte 25 wird darauf unmittelbar über den Tisch 40 geschoben und dieser durch Drücken auf den Fusshebel 44 angehoben, so dass er die darauf liegende Gummiplatte an die untere Seite der Saugplatte 25 andrückt. Nunmehr wird der Hahn 29 geöffnet und dadurch die Luft aus der Platte 25herausgesaugt, so dass beide Gummiplattenfest an der Saugplatte haften.
Dann wird der Tisch 40. der zwecks Erleichterung des Abhebens der Gummiplatte mit Löchern 46 versehen ist, wieder gesenkt und die Saugplatte in die Stellung nach Fig. 1 zwischen die beiden Formhälften 10, 11 geschoben. Nun- mehr wird durch Drehen des Hahnes 8 Druckwasser unter den Kolben 5 geleitet, wodurch die untere Formplatte 11 sich hebt und mit der Gummiplatte an der unteren Seite der Platte 25 in Berührung kommt. Wird die Formplatte 11 danach weiter gehoben, so hebt sie die Saugplatte 25, die mit den Augen 37 auf den Stiften 36 geführt ist. Hiedurch kommt die obere Gummiplatte an der oberen Formhälfte 10 zur Anlage.
Nun wird der Hahn 29 so gedreht, dass der Unterdruck in der Saugplatte 25 versehwindet, worauf durch Öffnen des Hahnes 47 die Luft aus den Vertiefungen der Form und aus den Nuten 18 abgesaugt wird und hiedurch die Gummiplatten an den Formhälften festgehalten werden. Alsdann wird die Platte 4 wieder gesenkt und die Saugplatte 25 in die Stellung nach Fig. 2 zurückgeschoben, so dass man auf sie und den Tisch 40 neue Gummiplatten legen kann, während in der Presse das Formen des Gummigegen- standes vor sich geht.
Das Absaugen der Luft aus den Formhälften wird so lange fortgesetzt, bis die Gummiplatten fest in die Vertiefungen der Form hineingesaugt sind. Erfindungsgemäss wird dabei ein Faltenwerfen durch die Saugwirkung in der Nut. ? verhindert, die die Gummiplatte am Umfang der Vertiefung fest an die Form angedrückt hält.
Um die Gummiplatten fest an die Ränder der Nuten jM anzudrucken, befinden
EMI2.2
Nach dem Ansaugen der Gummiplatten werden die Formplatten unter dauernder Anwendung von Saugluft gegeneinander gedrückt, bis die Schneidkanten 15 aufeinandertreffen, wodurch die Gummiplatten rund um die Vertiefung der Form herum durchgeschnitten werden und ein flacher, aus zwei Lagen bestehender Ring entsteht, dessen Ränder durch die schrägen Kanten der schneidenden Rippen zusammengepresst werden und dadurch fest aneinanderhaften. Damit die Sehneidekanten genau aufeinandertreffen, sind an der einen Formplatte Führungsstifte 48 angebracht, die in Vertiefungen 49 der anderen Formplatte eintreten. Werden nun die Formhälften wieder voneinander getrennt, so kann der gebildete Schlauch herausgenommen und in die Vulkanisierform gebracht werden.
Durch die in dem Schlauch eingeschlossene Luft werden dessen Wände voneinander getrennt und in ungefähr der gleichen Gestalt
EMI2.3
Im vorstehenden ist das Verfahren bei der Herstellung eines Luftschlauches beschrieben, doch können nach dem gleichen Verfahren auch Blasen für Fussbälle, hohle Gummibälle, Gummibirnen u. dgl. hergestellt werden.
PATENT-AN SPRUCHE :
1. Verfahren zum Befestigen eines plattenförmigen Werkstückes, insbesondere einer Kautschukplatte, auf einer Form, dadurch gekennzeichnet, dass der ausserhalb der Formhöhlung liegende Teil des Werkstückes durch Luftdruck an die Form angepresst wird.
2. Verfahren nach Anspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass der ausserhalb der Formhöhlung liegende Teil des Werkstückes auf der der Form zugekehrten Seite einem Unterdruck ausgesetzt wird.
3. Form zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen l und 2, gekennzeichnet durch ausserhalb der Formhohlung angeordnete, an der Stirnfläche der Form mündende Kanäle (19), die an eine Saugleitung angeschlossen sind.