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Maschine zum Pressen von Zucker od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Maschinen zum Komprimieren von pulverförmigen Massen, wie Zucker, in Riegel, Würfel u. dgl., die mit einem rotierenden Tische, Pressformen, auf-und abwärts bewegten Stempeln und selbsttätiger Ablegevorrichtung ausgerüstet sind, und betrifft die Führung der Pressstempel, die Art der Bewirkung des Pressdruckes, die Entleerung der Formlinge auf die Ablegevorrichtung, sowie die Betätigung der Förderscheibe für die Presslinge und die Ablegung dieser letzteren und bezieht sich ferner auf einen Behälter zur automatischen Verteilung der Unterlagsplatten für die Presslinge und endlich auf die Art der Reinigung der Pressstempel nach erfolgter Pressung.
Die Zeichnungen veranschaulichen eine beispielsweise Ausführungsform der Maschine.
Fig. 1 ist eine Längsansicht der Maschine, Fig. 2 ist deren Draufsicht, Fig. 3 ist ein Querschnitt in verdoppeltem Massstabe.
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Bei der Drehung des rotierenden Tisches 1 gelangt die mit der Masse gefüllte Lochung unterhalb eines Pressbalkens 18, welcher die Lochung von oben absperrt, während die Aufwärtsbewegung des Kolbens zwecks Komprimierens der Masse durch ein Pressorgan bewerkstelligt wird. Der Pressbalken 18 ist in bezug auf den Fülltrichter um 90 zu der lotrechten Drehwelle der Maschine versetzt angeordnet.
Nach einer weiteren Teildrehung des Tisches gelangt die Lochung unter eine Fördereinrichtung und der Kolben führt an dieser Stelle eine Aufwärtsbewegung aus, durch welche die komprimierte Masse aus der Lochung hinausgestossen wird, derart, dass die untere Ebene des Riegels in eine Höhe gelangt, welche um ein geringes höher liegt als die Ebene eines Fördertisches 24.
Die Pressbewegung wird durch einen Mechanismus erreicht, der eine Reihe von Hebeln 21, 20 und 19 umfasst, die durch die Hubscheibe 22 bewegt werden. Der Hebel J9 drückt mit Hilfe eines beliebig geformten Ambosses auf die Unterfläche des Presskolbens selbst und hebt ihn, hiebei die in der Lochung enthaltene Masse zusammenpressend. Eine Umfangsrille 20'des Rubrades 22 gestattet den Eintritt eines Gleitröllchens 22'am oberen Ende des Hebelgestänges 21, wodurch das System 21, 20, 19 auf den Pressstempel mittels des Ambosses 19'einwirkt. Hiebei gestattet eine senkrechte Rille in dem Nutenring 10, 10'der Gleitrolle, sich frei nach aufwärts zu bewegen.
Die Auswurfbewegung erfolgt durch die Wirkung eines Hebels 23, dessen Oszillationsbewegung durch dieselbe Hubscheide 22 gesteuert wird, die auch die Pressung veranlasst. Dieser Hebel 23 trägt an seinem Ende ein Führungsprisma, in welches die Gleitrolle 6 bei der Weiterverdrehung des Tisches eintritt. Die Ringnut 10, 10', in der die Gleitrollen 7 während der Drehung des Tisches geführt werden, ist an der dem Amboss 191 sowie dem Ende des Hebels 23 zugekehrten Stelle mit einer zweiten lotrechten Rille versehen, in der die Gleitrollen 7 sich frei nach aufwärts von einer Ringnut in die andere verschieben können. Auf diese Art bewirkt die Bewegung des Hebels 23 die Heblmg des Pressstempels und somit den Auswurf des Presslings.
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Der Riegel wird von der Mundscheibe 1 auf den Fördertisch 24 durch eine Stossplatte 25 verschoben, welche durch Nockenscheiben, Längsstangen und ein Gelenkparallelogramm 25, 27 betätigt wird, sodass sie sich gegen die Seitenfläche des Riegels anlegt und denselben radial verschiebt.
Die Fördereinrichtung ist zu der Komprimierstelle. 18 wiederum um 900 versetzt angeordnet.
Der Fördertisch 24 besitzt eine regelmässige achteckige Form und erhält eine absatzweise Bewegung mittels des Malteserkreuzes 24', welches dem Fördertisch 24 Teildrehungen erteilt, die mit denen des Tisches 1 zeitlich zusammenfallen. Durch die Drehbewegung des Fördertisches 24 gelangt der Riegel nach zwei Teildrehungen von der Lage a nach der Lage b, in welch letztere eine zweite Stossplatte 28, welche durch das gleiche System von Nockenscheiben bewegt wird, den Riegel auf eine Unterlage 34 stösst, deren Reihe auf einem endlosen Transporttuch 29 ununterbrochen befördert wird. Das Transporttuch wird von den Förderketten 29 bewegt, welche mit Absätzen 30 versehen sind und um die Leittrommeln 31, 32 herumlaufen.
An dem linken Ende der Maschine (Fig. l) ist oberhalb der Trommel 31 ein Behälter 33 angeordnet, welcher zur Aufnahme der Unterlagen 34 dient und durch vier Seitenwände 35 gebildet wird, während sein Bodenteil derart ausgebildet ist, dass die jeweilig unterste Unterlage durch den Absatz 30 der Ketten 29 mitgenommen und durch eine entsprechende Ausnehmung in der Seitenwand 25 heraustreten kann, welche Ausnehmung derart bemessen ist, dass sie nur den Austritt einer einzelnen Unterlage gestattet.
Nach diesem Austritt der einen Unterlage gelangt die nächst obere durch die Gewichtswirkung der Unterlagen in solche Lage, dass der nächste Absatz 30 dieselbe mitnehmen kann.
Die Riegel 1 gelangen auf dem Transporttuch nach dem rechten Ende der Maschine und werden dort von Hand abgenommen oder können auf eine andere Fördervorrichtung übertreten, welche sie in eine Trockenkammer fördern soll.
Zum Reinigen der Kolbenebenen, welche mit der Masse in Berührung kommen und durch dieselbe verunreinigt werden, ist zwischen der Fördereinrichtung und dem Fülltrichter, um 900 zueinander versetzt, ein Reiniger vorgesehen, welcher aus vier sich ununterbrochen drehenden und mit biegsamen Kautschukblättern ausgestatteten Armen 36, 37 besteht, wobei das ganze in einer Schüssel 38 Aufnahme findet. Die Blätter dienen dazu, um die Kolbenebene abzustreifen und zu reinigen, zu welchem Zwecke die Arme in ihrer Höhe mittels einer nicht gezeichneten Schraube einstellbar sind, sodass auf die Kolbenebene ein genügender Druck ausgeübt werden kann. Die Kolbenebene wird dabei an dieser Stelle durch entsprechende Ausgestaltung der Nut in eine Ebene mit der Ebene des rotierenden Tisches gebracht.
Während ihrer Bewegung gehen die unteren Ränder der Kautschukblätter an einer angefeuchteten rauhen Walze vorbei, welche dieselben stets feucht erhält. Die abgestreifte Masse wird aus der Schüssel nach und nach entfernt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Pressen von Zucker o. dgl. zu Formlingen mit einem rotierenden Tische, in dem Lochungen vorgesehen sind, die Pressformen bilden, in denen Stempel sich auf und abwärts bewegen und mit einer selbsttätigen Ablegevorrichtung für die Presslinge, dadurch gekennzeichnet, dass die Stempel in einer aus zwei Segmenten (10 und M) bestehenden Kreisnut geführt werden, wobei die Segmente zu einander derart regelbar angeordnet sind, dass durch ihre gegenseitige Stellung die Menge der, in die Formen eingeführten Füllmasse bestimmt wird.