AT95418B - Eisenbahn-Glockensignalanlage mit Fernsprecheinrichtung. - Google Patents

Eisenbahn-Glockensignalanlage mit Fernsprecheinrichtung.

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AT95418B
AT95418B AT95418DA AT95418B AT 95418 B AT95418 B AT 95418B AT 95418D A AT95418D A AT 95418DA AT 95418 B AT95418 B AT 95418B
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Ver Gluehlampen & Elec Ag
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Description


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    Eisenbahll-Glockensignalanlage   mit   Fernsprecheinrichtnng.   



   Es sind bereits mit Fernsprecheinrichtlng vereinigte Glockensignalanlagen bekannt, bei welchen zur Betätigung der   Glockensignalwerke Wechselstrom   und zum Fernsprechanruf Gleichstrom verwendet 
 EMI1.1 
 verwendet werden kann. Diese Einrichtungen haben aber neben der an sich vorteilhaften Eigenschaft der gemeinsamen Linienleitung den Nachteil, dass der zur Betätigung der Glockensignalanlage verwendete 
 EMI1.2 
 Unfälle verursacht werden können. Zwecks Vermeidung dieser Gefahr wird zur Betätigung der Glockensignalanlage, sowie zum Fernsprechanruf Gleichstrom verwendet, was jedoch die Verwendung von zwei Linienleitungen bedingt. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine mit Fernspreeheinrichtung vereinigte Glockensignalanlage, bei welcher Gleichstrom verwendet wird und trotzdem nur eine Leitung nötig ist. Dies wird der Erfindung gemäss dadurch erreicht, dass zur Betätigung der Glockensignalanlage und zum Fernsprechanruf Gleichstromimpulsserien von verschiedener Charakteristik verwendet werden. Praktische Versuche haben ergeben, dass   für   den angegebenen Zweck besonders vorteilhaft Gleichstromimpulse, die in kürzeren oder längeren Zeitabschnitten aufeinander folgen, verwendet werden können. Für diesen Zweck kann z.

   B. ein mittels Induktors erzeugter Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt werden, aus welchem dann dicht aufeinanderfolgende Stromstösse hergestellt werden, die zur Betätigung der Glockensignalanlage dienen, während mittels langsamer aufeinanderfolgender Stromstösse der Fernsprechanruf   bewerk-   stelligt wird. 



   Ein weiteres kennzeichnendes Merkmal des Gegenstandes der Erfindung besteht darin, dass an den Auslöseelektromagneten des Glockensignalwerkes ein denselben   kurzschliessender   Nebenstromkreis angeschlossen ist und in diesem eine Unterbrechungsstelle vorgesehen wird, wobei die Unterbrechungstelle   unter   der Steuerung eines mit Verzögerung arbeitenden Elektromagneten steht, um hiedurch den   At. slösemagneten   des Glockensignalwerkes bzw. die Fernsprechanrufvorrichtung in den Stromkreis einzuschalten bzw. aus demselben auszuschalten. Als mit Verzögerung arbeitender Elektromagnet wird   zweckmässig   der Elektromagnet der Fernsprechanrufvorrichtung verwendet. 



   Der Erfindung gemäss wird ferner zwischen der Stationskanzlei und den Weichenwächtern zur Abwicklung des Fernsprechverkehrs an Stelle der bisher verwendeten eigenen Ferrsprecheinrichtung, ebenfalls die mit der   Glockensignalanlage   vereinigte Fernsprecheinrichtung verwendet. Bei dieser Lösung verringert sich in bedeutendem Masse die Anzahl der nötigen Vorrichtungen und Mikrophonbatterien, ferner können   die Weisungen,   die   den Weichenwäehter   und die Linienwächter betreffen, denselben gleichzeitig mitgeteilt werden. 



   Die übrigen kennzeichnenden Merkmale der Erfindung gehen aus der folgenden ausführlichen Beschreibung hervor. 



   Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Einrichtung gemäss der Erfindung beispielsweise schematisch veranschaulicht. Fig. 1 ist ein Schaltungsschema einer Ausführungsform einer Glockesignalanlage gemäss vorliegender Erfindung mit zwei Endstationen und einer   Weichenwächtereinrichtung.   

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  Fig. 2 ist eine Ausführungsform eines   für'die Einrichtung gemäss   vorliegender Erfindung besonders geeigneten Induktors in Seitenansicht. Fig. 3 ist eine Draufsicht einer gemäss der Erfindung als verzögerter Elektromagnet ausgebildeten Fernsprechanrufvorrichtung bzw. Weckers. 



   Der Anker 2 des Induktors 1 wird durch das Zahnradvorgelege 3,4 mittels einer Kurbel   5   in bekannter Weise in Umdrehung versetzt, wobei der in   der Wickelung   6,6 erzeugte Wechselstrom durch die geteilten Schleifringe 7,7 in pulsierenden Gleichstrom umgewandelt wird. Auf diese Weise stehen zwischen den Stromabnahmebürsten 8, 9 bei jeder Umdrehung des Ankers 2 zwei Gleichstromstösse zur Verfügung, da aber zwischen den Zahnrädern 3,4 eine sechsfache Übersetzung besteht, werden bei jeder Umdrehung des Zahnrades 3 zwölf Stromstösse erzeugt. Diese Stromstösse werden nun bei der veranschaulichten Ausführungsform der Erfindung in zwei verschiedenen Gruppierungen verwendet. 



  In der einen Gruppierung, bei welcher die Stromstösse in kürzeren Zeitabschnitten aufeinanderfolgen, dienen sie zur Betätigung der Gloekensignalanlage, wogegen in der andern Gruppierung, bei welcher die Stromstösse in längeren Zeitabschnitten aufeinander folgen, diese zur   Betätigung   der Fernsprechanrufvorrichtung bzw. des Weckers dienen. Zwecks Herstellung der verschieden gruppierten Stromstösse, wird in deren Stromkreis ein Stromkreisunterbrecher geschaltet und der eine Pol davon unmittelbar mit der einen Stromabnahmebürste beständig verbunden. Bei der veranschaulichten   Ausführungsform   besteht der Stromkreisunterbrecher aus den Bürsten 12, 22, die sich auf eine Nabe 14 aus Isoliermaterial stützen. Die Nabe   14   trägt metallische Daumen 11, 11 und ist auf die Welle des Zahnrades 3 aufgekeilt. 



  Die Bürste 8 steht mit der Bürste 12 in beständiger Verbindung. Wenn die Daumen 11, 11 der Nabe 14 in der in Fig.   l   veranschaulichten Weise in wagrechter Lage liegen, sind die Bürsten 12 und 22 miteinander leitend verbunden. Wenn aber während der Umdrehung der Welle 10 die Daumen   11,   11 die   wagrechte   Lage verlassen, wird die leitende Verbindung zwischen den Bürsten 12 und 22 unterbrochen, da durch den Stift 13 verhindert wird, dass die Bürste 22 mit dem kleineren Umfang der Nabe 14 in Berührung komme. Während einer Umdrehung des Rades 3 kommen die Daumen 11, 11 nur zweimal in wagrechte 
 EMI2.1 
 Leitung.

   Bei der beschriebenen Ausbildung des Induktors stehen während einer Umdrehung des Zahnrades 3 zwischen den Bürsten 8, 9 zwölf Stromstösse, aber zwischen den Bürsten 9 und 22 nur zwei Stromstösse zur Verfügung. Durch Änderung der Zahl der Unterbrechungen des Stromkreises kann die Gruppierung der Stromstösse bzw. die Eigenschaft des Stromes je nach Bedarf geändert werden. 



   Die mittels des Induktors 1 erzeugten   Gleichstromstösse   werden, wie bereits erwähnt, einerseits zur Betätigung der Gloekensignalanlage, anderseits zur Betätigung der Fernsprechanrufvorrichtung verwendet. 



   Die Gloekensignalwerke und   Fernsprechanruivorrichtung,   die der Erfindung   gemäss   eine gemeinsame Linienleitung besitzen, können der Erfindung gemäss mittels Schalttasten in zweifacher Art mit dem Induktor 1 verbunden werden. Die Verbindung wird hiebei durch den mit Verzögerung arbeitenden 
 EMI2.2 
   anschaulichten   Ausführungsform der   Einrichtung   gemäss der Erfindung der Elektromagnet der Fernsprechanrufvorrichtung verwendet, für diesen Zweck ist sie in der in Fig. 3 veranschaulichten Weise ausgebildet. Diese Anrufvorrichtung bzw. der Wecker ist ausser mit der üblichen Kontaktschraube 16 mit einer weiteren Kontaktschraube 15 und   einer Reglerschraube 27   versehen, wobei 
 EMI2.3 
 Anker 21 in angezogener Lage kurzgeschlossen werden. 



   Wird nun der beschriebene Wecker bei den Klemmen 23,23 an die Bürsten   8,   9 des in Fig. 2 veranschaulichen Induktors geschaltet, so gehen bei Antrieb des Induktors sämtliche   Stromstösse   durch die Wicklungen 20, demzufolge der Anker 21 während der Dauer der Stromstösse in angezogener Lage verbleibt und über die Kontaktschraube 16 in nachstehend beschriebener Weise den an den Elektromagneten des Glockensignalwerkes parallel angeschlossenen Nebenstromkreis beständig unterbrochen bzw. dessen Arbeitsstromkreis in betriebsfähigem Zustand hält. Zufolge des ersten Stromstosses wird nämlich der Anker 21 durch den Elektromagneten 19 angezogen und hiedurch bei dem Kontakt 15 die Spulen 20,20 kurzgeschlossen, so dass jetzt der Strom nicht durch die Wicklungen 20,20, sondern durch den Anker 21 durchfliesst.

   Bei Kurzschluss der   Wicklungen   20,20 kehrt aber der Anker 21 nicht sofort in die Ruhelage zurück, d. h. der Stromkreis über die Kontaktschraube 16 wird nicht sofort geschlossen, da der in den kurzgeschlossenen Wickelungen 20,20 entstehende Strom die Verschwindung des magnetischen 
 EMI2.4 
 Zeitabschnitten aufeinanderfolgen, so wird bei sehr geringer Rücksehwingung des Ankers 21 der Kurzschluss der Wickelungen 20,20 unterbrochen und der folgende Stromstoss geht durch die Wickelungen 20,20, so dass der Anker 21 durch den Elektromagneten 19 wieder angezogen wird, bevor er mit der Kontaktschraube 16 in Berührung gekommen war. Der Anker 21 bleibt somit unter der Einwirkung von dicht aufeinanderfolgenden Stromstössen praktisch angezogen und der Stromkreis durch die Kontaktschraube 16 wird unterdessen unterbrochen gehalten. 



   In dem Fall, wenn die Spulen 20,20 des Elektromagneten 19 an die Bürsten 9 und 22 angeschlossen werden, kommt nur jeder sechste Stromstoss zu den Spulen 20,20. Bei dem ersten Stromstoss wird der 

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 EMI3.1 
 der Spulen 20, 20 bewirkte Verzögerung, demzufolge der Anker 21 in vollem   Mass zurückschwingt.   Bei dem folgenden Stromstoss wird der Anker 21 durch den Elektromagneten 19 abermals angezogen, wobei durch den vorwärts schwingenden Anker 21 auf die Weckerschale 21 ein kräftiger Schlag ausgeübt wird. 



   Wie ersichtlich, wird der Anker 21 bei Stromstössen, die in längeren Zeitabschnitten aufeinanderfolgen, in   kräftige   Schwingung versetzt, demzufolge das übliche Läuten entsteht, das als Fernsprechanruf- signal dient. 



  Durch den   zurückschwingenden   Anker 21 wird der durch die Kontaktschraube 16 geführte Strom- kreis bei dieser Schraube nur auf einen Moment geschlossen, so dass dieser Umstand auf die Betätigung der Glockensignalanlage ohne Einfluss ist. 



   Die beschriebenen Vorrichtungen stehen der Erfindung gemäss in Abhängigkeitsverhältnis mit- einander. An dem Elektromagnet des   Glockensignalwerkes   ist nämlich, wie bereits erwähnt, ein Nebenstromkreis parallel geschaltet, welcher auch mit dem einen Pol des Elektromagneten der Anrufvorrichtung in Verbindung steht. In diesen Nebenstromkreis ist eine Unterbrechungsstelle vorgesehen, die unter der
Steuerung der Anrufvorrichtung steht. Bei der Abgabe von Glockensignalen wird der an den Elektro- magneten des Glockensignalwerkes angeschlossene Nebenstromkreis durch den Elektromagneten der
Anrufvorrichtung unterbrochen gehalten, so dass die Stromstoss durch den Elektromagneten des   Glocken-   signalwerkes gehen, demzufolge das Glockensignalwerk in Tätigkeit gesetzt wird.

   Bei Fernsprechanruf 
 EMI3.2 
 gehalten, so dass nun die Stromstösse durch den Elektromagneten der Anrufvorrichtung durchgehen und diese betätigen. 



   In Fig. 1 sind, wie bereits erwähnt, zwei Endstationen A und B mit einer Weichenwäehtereinrichtung VÖ veranschaulicht. Da die vom Standpunkt der Erfindung in Betracht kommenden Teile dieser
Stationen vollständig in gleicher Weise veranschaulicht sind, sind zwecks Vereinfachung der Zeichnung die Bezugszeichen der einzelnen Bestandteile nur auf der Station-A angegeben. Hiedurch wird aber die
Verständlichkeit nicht gestört. 



   Die Wirkungsweise der ganzen Einrichtung ist die folgende : Es werde angenommen, dass von der   Station A Glockensignale   abzugeben sind. Hiezu ist auf der Station A die Glockensignaltaste HB nieder- zudrücken und der Induktor 1 in bekannter Weise in Drehung zu versetzen. Bei Niederdrücken der   Glockensignaltaste     HB   wird die Verbindung zwischen den Schaltklinken 11 und   111   unterbrochen, hin- gegen die Schaltklinken   I   und 11, sowie 111 und   IV   miteinander in Verbindung gebracht, wodurch der 
 EMI3.3 
   Anrufweckers HO an   die   Bürsten 8,   9 des Induktors 1 angeschlossen und somit gelangen in den beschriebenen
Stromkreis in kurzen Zeitabschnitten aufeinanderfolgende Stromstösse.

   Bei dem ersten Stromstoss wird der Anker 21 durch den Elektromagneten 19 angezogen und er bleibt unter der Einwirkung der in kurzen
Zeitabschnitten aufeinanderfolgenden Stromstösse in angezogenem Zustand, dadurch wird der an den
Elektromagneten HE angeschlossene Nebenstromkreis CL, 16,   18,   21, Hl unterbrochen gehalten. Die in kurzen Zeitabschnitten aufeinanderfolgenden Stromstösse sind daher gezwungen, durch die Elektro- magnete der Glockensignalswerke HE zu gehen, so dass die Glockenwerke   HE auf sämtlichen eingeschalteten  
Stationen in bekannter Weise ansprechen, da auf ihnen der Elektromagnet der   Anrufvorrichtung   HC den Nebenstromkreis des Elektromageneten der glockensignalwerke HE unterbrochen hält. 



   Bei Fernsprechanruf wird die   Anruftaste CB niedergedrückt,   wobei die Verbindung der Schalt- klinken   11'und 111'unterbrochen,   hingegen zwischen den Schaltklinken   l'und 11',   sowie   111'und IV'   hergestellt wird, so dass dadurch der folgende Stromkreis geschlossen wird : Bürste 22 des Induktors 1 auf der Station A, Schaltklinken I', II' der Ruftaste CB Klemme C2, Spulen 20, 20 des Elektromagneten 19 
 EMI3.4 
 die Bürsten 9 und 22 des Induktors   I   angeschlossen, so dass jetzt nur jeder sechster Stromstoss in den Stromkreis gelangt.

   Der Anker 21 des Anrufweckers HO wird nun in starke Schwingung versetzt, wobei der   Kurzschlussstromkreis   des Elektromagneten des Glockensignalwerkes HE geschlossen wird, so dass dieses zufolge Kurzschlusses nicht in Tätigkeit kommen kann, hingegen der Anrufwecker   HC   anspricht. Mittels der Schraube 17 kann die Ausschwingung des Ankers 21 in der Weise geregelt werden, dass bei Anziehung des Ankers 21 der Nebenstromkreis   Hl,   21, 16,   18, Cl bei in längeren Zeitabschnitten   aufeinander- 

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   folgenden Stromstössen bei der Kontaktschraube 76 nur auf einen Moment unterbrochen wird, so dass der Elektromagnet HE zuverlässig im Ruhezustand verbleibt. 



  Bei Fernsprechverbindung, z. B. zwischen den Stationen. A und B, werden die Hörer HA vom Hakenumschalter HO abgehängt, wobei die Schaltklinken . und B, sowie C und D miteinander in Verbindung kommen und die Mikrophon-sowie Sprechstromkreise wie folgt geschlossen werden : Der Mikrophonstromkreis ist der folgende : Batterie TE, Klinken CD des Hakenumschalters HO, Primärwicklung der Induktionsspule 11, Mikrophon M, Batterie TE. 



  Der Sprechstromkreis ist der folgende : Sekundärwicklung der Induktionsspule, Hörer HA, Kon-   
 EMI4.1 
 Hörer   HA,   Sekundärspule, Klemme T, Erdplatte FB, Erde,   Et dplatte FA,   Klemme T,   Sekundärwicklung   in Station   A.   



   Auf der Station A ist in die an die Klemme   Ll   und   auf der Station B   in die an die Klemme L2 angeschlossene Abzweigung je eine Drosselspule F eingeschaltet, die gegenüber den   Sprechströmen   einen 
 EMI4.2 
 können. 



   Auf den einzelnen Stationen ist die Fernsprecheinrichtung über je einen Kondensator an die Linienleitung angeschlossen, um die Stromableitung zu verringern. 



   Auf den einzelnen Stationen ist an den Elektromagneten 19 in Brücke ein Kondensator D angeschlossen, damit durch die Selbstinduktion der erwähnten Elektromagnete die Sprechströme nicht geschwächt werden. 



   Wie aus Fig.   l   der Zeichnung ersichtlich, ist zwischen der Station'A   und Weichenwächterstation   VÖ eine besondere Linienleitung LÖ angeordnet. In diese Linienleitung ist auch auf den erwähnten Stationen je eine Ruftaste VB und je   ein Fernsprechntfwecker V 0 eingeschaltet,   die durch den Strom des Induktors 1 betätigt werden, wie dies im einleitendem Teil der Beschreibung angeführt wurde. 



   Die in der Zeichnung veranschaulichte Einrichtung und deren Teile dienen nur als Beispiel, wobei sich die Erfindung nicht auf diese Ausführungsform beschränkt, da sowohl die einzelnen Teile, wie auch die   Gesamteinrichtung   mannigfach abgeändert werden können, ohne dass von dem Wesen der Erfindung abgewichen würde. 



   Die durch das grössere Zahnrad des Induktors betätigte Stromkreisunterbrechungsvorrichtung kann mit mehr als zwei Daumen versehen werden und an Stelle derselben kann neben den zwei Stromabnahmebürsten noch eine dritte Bürste angeordnet werden, durch die in bekannter Weise nur jeder zweite Stromstoss abgeführt wird. Der Induktor kann nötigenfalls mit einer Zentrifugalbremse versehen werden, durch die ein übermässig schnelles Drehen des Induktors und somit die Aussendung von Stromstössen in kürzeren Zeitabschnitten, als nötig, verhindert werden. 



   Als mit Verzögerung arbeitender Elektromagnet kann ein solcher verwendet werden, bei welchem die   verzögerte Wirkung durch   einen schweren Anker, schwache Feder, durch Reibung oder aber dadurch erreicht wird, dass auf den Eisenkern des Elektromagneten eine Kupfermuffe aufgezogen wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Eisenbahn-Gloekensignalanlage mit Fernsprecheinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung des Elektromagneten des Glockensignalwerkes und der Fernspreehanrufvorrichtung Gleichstromimpulsserien von verschiedenartiger Charakteristik dienen, die über ein und dieselbe gemeinsame Linienleitung gesendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der mit Fernsprecheinrichtung vereinigten Eisenbahn-Glockensignalanlage gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung des Elektromagneten des Glockensignal- werkes in verhältnismässig kurzen Zeitabschnitten aufeinanderfolgende und zur Betätigung des Elektro- magneten der Fernsprechanrufvorrichtung in verhältnismässig längeren Zeitabschnitten aufeinanderfolgende Gleichstromstösse dienen.
    3. Ausführungsform der Einrichtung gemäss den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Endstationen in die Erdverbindung der Glockensignaleitung eine Drosselspule geschaltet ist, die gegenüber den Sprechströmen einen grossen Widerstand hat, so dass während der Dauer des Gespräches der Glockensignalstromkreis nicht abgeschaltet werden muss.
    4. Ausführungsform der Einrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf den einzelnen Stationen die Fernsprecheinrichtung unter Zwischenschaltung eines Kondensators (K) an die Linienleitung angeschlossen ist.
    5. Ausführungsform der Einrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der an einem Ende der Linie liegenden Stationseinrichtung und der in der Mitte der Linie liegenden Weichenwäehtereinrichtung eine besondere Linienleitung (LÖ) vorgesehen ist, in welche an <Desc/Clms Page number 5> den erwähnten Stellen je eine Ruf taste und je eine Fernsprechanrufvorrichtung geschaltet ist, wobei zur Betätigung der letzteren der durch den Induktor der Glockensignalanlage gelieferte Strom dient.
    6. Ausführungsform der Einrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet. dass zum Elektromagneten (HE) des Glockensignalwerkes ein Kurzsehlussstromkreis parallel geschaltf1 und in Serie zu diesen beiden parallelen Ästen der Stromkreis des Elektromagneten (19) der Fernspreeh- rufvorriehtung angeschlossen ist, wobei in dem erwähnten Kurzschlussstromkreis eine Unterbrechungs- EMI5.1 rufvorriehtung in der Weise gesteuert ist, dass bei den in kurzen Zeitabschnitten aufeinanderfolgenden Stromstössen der Kurzschlussstromkreis zwecks Betätigung des Glockensignalwerkes unterbrochen wird.
    wogegen bei den in längeren Zeitabschnitten aufeinanderfolgenden Stromstössen der erwähnte Stromkreis zwecks Unwirksammachung der Glockensignaleinriehtung bei gleichzeitiger Betätigung der Fernsprechrufvorrichtung geschlossen gehalten wird.
    7. Ausführungsform der Einrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als mit Verzögerung arbeitender Elektromagnet ein Elektromagnet verwendet ist, dessen Anker bei Stromstössen, die in kurzen Zeitabschnitten aufeinanderfolgen, in angezogenem Zustand verbleib1. wogegen er bei Stromstössen, die in längeren Zeitabschnitten aufeinanderfolgen, zwischen zwei Endstellen schwingt.
    8. Ausführungsform der Einrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet. dass als mit Verzögerung arbeitender Elektromagnet ein Elektromagnet verwendet ist, dessen Anker in angezogenem Zustand die Windungen des Elektromagneten kurzschliesst.
    9. Fernsprechanrufvorriehtung, besonders für die Einrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker des Elektromagneten der Anrufvorrichtung als Umschalter ausgebildet ist, durch welchen in der einen Lage der Stromkreis des Elektromagneten des Glockensignalwerkes in betriebsfähigem Zustand gehalten und in der andern Lage der Stromkreis des Elektromagneten der Fernsprechanrufvorrichtung in betriebsfähigen Zustand gebracht wird.
    10. Induktor, besonders für die Einrichtung gemäss den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in den Stromkreis der Stromabnahmebürsten des Induktors ein Unterbrecher geschaltet ist, welcher durch den Antrieb des Induktors derart betätigt wird, dass der Induktor bei gleicher Umdrehungszahl Gleichstromstösse von verschiedener Anzahl liefern kann.
    11. Ausführungform des Induktors gemäss den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet. dass auf die Antriebswelle des Induktors eine Nabe (14) aus Isoliermaterial aufgesetzt ist, deren metallische Ansätze (11) während der Drehung mit Bürsten (12, 22) in Berührung kommen, die in den Stromkreis geschaltet sind, welcher an die mit dem Kommutator in Berührung stehenden Bürsten (8, 9) angeschlossen ist.
    12. Ausführungsform des Induktors gemäss den Ansprüchen 9 bis 11, gekennzeichnet durch Brems-oder Ausschaltvorrichtungen bekannter Art, die ein wirksames Betätigen des Induktors mit einer Geschwindigkeit über eine bestimmte Geschwindigkeitsgrenze hinaus verhindern.
    13. Ausführungsform der Einrichtung gemäss den Ansprüchen 1. bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zu den Elektromagneten und der Anrufvorriehtung ein Kondensator (D) als Spreehstrombrücke parallel geschaltet ist.
AT95418D 1921-07-12 1922-06-30 Eisenbahn-Glockensignalanlage mit Fernsprecheinrichtung. AT95418B (de)

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