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Vorrichtung zum Aussetzen von Rettungsbooten.
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Die Kabel 32 und 33 sind je mit einem Ende an dem oberen Ende der Davits 24 befestigt und laufen über die Rolle 28 abwärts, dann über Leitrollen zu den auf der Welle 7 angeordneten Rollen 10 und von dort über die Rolle 17 des Schlittens 12. Von hier laufen sie wieder nach den Rollen 10 und den Rollen li zurück und gehen von diesen nach den Rollen 4, an denen ihre freien Enden befestigt werden. Die Kabel. 36 und 37 sind mit je einem Ende an den Rollen 34 bzw. 35 befestigt, laufen von dort über die Rollen 20 und 21 zu den Rollen 17, von diesen wieder nach den Rollen 20 und 21 zurück und sind schliesslich über Leitrollen an der Unterseite des Schiffsdeckes zu den Rollen 38 und 39 (Fig. 11) und von dort zu den Druckstange 29 geführt, an denen ihr zweites Ende befestigt ist.
Zum Ausschwenken der Davits muss der Schlitten 12 aus der in Fig. 3 durch volle Linien angegebenen Lage in die punktierte Stellung gebracht werden. Infolge der hiedurch entstehenden Vergrösserung des Abstandes zwischen den Rollen 17 und 21 werden die an den Druekstangen 29 befestigten Enden der Kabel 36 und 37 eingezogen, so dass die Druckstange 29 nach aussen gehen, während der Abstand zwischen den Rollen 10 und 17 und hiedurch die Länge des zwischen den Rollen 10 und 17 befindlichen Teiles der Kabel 32 und 33 verkleinert wird, so dass diese Kabel ein Ausschwenken der oberen Enden der Davits gestatten. Durch die Rückbewegung des Schlittens 12 werden die Kabel 36 und 37 zum Zwecke der Zurückbewegung der Druckstange 29,29 freigegeben, und es werden die oberen Enden der Davits mittels der Kabel 32 und 33 zurückgezogen.
Um das Heben und Senken der Boote nach dem Aufsetzen auf das Wasser selbsttätig zu regeln. sind Spannrollen 56,57 (Fig. 4,6 und 7) vorgesehen, die beim Auftreffen der ausgesetzten Boote auf dem Wasser verschoben werden, und dadurch ein Gestänge 121, 136 einer Steuervorrichtung 123, 137 (Fig. G, 8) bewegen, mittels welcher die Bewegungsrichtung der Antriebsvonichtung 52,53 (Fig. 2) für das Seilgetliebe zun Auf-und Niederlassen des Bootes umgekehrt wird. Auf einem verschiebbaren Schlitten 46 sind Rollen 48 drehbar gelagert. Sie wirken mit festen Rollen 43 zusammen. Die Kolbenstange 53 eines
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ausgestatteter Schlitten 55 hin-und herbewegen kann. An diesem Schlitten 55 sind die Spannrollen 56 und 57 angeordnet, während die Rollen 58 und 59 am Gestell 54 auf Zapfen 60 drehbar sind.
Die zum Hinablassen der Boote dienenden Seile 63,64, 65 und 66 (Fig. 1) werden von dem Boote ausgehend aufwärts und über Rollen 70 an dem oberen Ende der Davits geführt. Die Seile gehen sodann durch die Davits hindurch, abwärts bis unterhalb des Sehiffsdeckes, und werden dann über die Rollen 71 und über geeignete Leitrollen nach den Rollen 56,57, 58 und 59 geführt. Sodann laufen sie wieder durch das Deck in die Höhe und weiden, auch wieder ein Takel bildend, mehrmals über die Rollen 43 und 48 geleitet, um schliesslich nach der Rolle 42 geführt zu werden, wo sie mit ihren Enden befestigt werden. Durch die Verschiebung des Schlittens 46 werden die Boote gehoben oder gesenkt ; die Verschiebung dieses Schlittens findet gleichzeitig mit der Verschiebung des Schlittens 12 statt.
Die Anzahl der Stränge der durch die Rollen 43 und 48 gebildeten Takel muss verhältnismässig gross sein, weil die Boote in eine verhältnismässig grosse Tiefe gesenkt werden müssen. Sobald das Boot das Wasser erreicht hat und durch eine Welle angehoben wird, holt die durch das Gewicht des Bootes in den Kabeln 63,64, 65 und 66 hervorgerufene Spannung auf und da hiedurch eine Verschiebung des Schlittens 55 (Fig. 4 und 7) und somit der Spannrollen 56 und 57 ermöglicht wird, so wird gleichzeitig eine Entspannung der Feder 62 eintreten. Diese Verschiebung des
Schlittens 55 und die Umsteuerung der Kolbenbewegung wird nun in folgender Weise zum selbsttätigen Umkehren der Bewegung der Kolbenstange 53 verwendet.
Die freien Enden der an den Schlitten 55 angelenkten Führungsstange 61 sind gelenkig mit j ? einem zweiarmigen Hebel 120 (Fig. 6 und 7) verbunden. Je ein Arm der beiden Hebel 120 ist mittels der
Stangen 121 mit Hebelarmen 122 verbunden, die auf hohlen Schrauben 123 aufsitzen (Fig. 8). Durch diese
Schrauben hindurch sind Spindeln 125 geführt, die an ihren unteren Enden Ventilkörper 124 tragen und an ihren oberen Enden mit Knöpfen 126 versehen sind. Zwischen dem Unterende der Schrauben ? 3 und den Ventilkörpern 124 sind Druckfedern angeordnet. Die Ventilkörper 124 ruhen auf den Ventilsitzen 128 der Ventilkasten 127 auf, die ausser den Einlasskanälen 138 durch die Ventile 124 verschliessbare Auslasskanäle 130 aufweisen.
Ober den Spindelköpfen 126 sind Elektromagnete 131, welche, sobald zufolge der Drehung der Schrauben 123 durch die Kontakte 133 und 134 der Stromschluss bewirkt ist, die Köpfe 726 nach oben ziehen und dadurch die Öffnung der Auslasskanäle 130, welche sonst auch durch die Drehung der Schraubenstangen 123 stattfinden würde, beschleunigt. Die zweiten Arme der Hebel 120 sind durch Stangen 136 mit Hebelarmen 137 verbunden, durch deren Drehung in gleicher Weise wie vorhin hinsichtlich der Ventile 124 beschrieben, die Ventile 135 abwechselnd geöffnet und geschlossen werden. Die Einrichtung ist derart gewählt, dass, wenn die Ventile 124 geöffnet werden, die Ventile 135 sich schliessen und-umgekehrt, dass bei geschlossenen Ventilen 124 die Ventile 135 sich öffnen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind die Einlasskanäle 129 der beiden Ventilkästen mittels Rohrleitungen 138 miteinander und einem Auslasskanal139 des Ventilkastens 140 verbunden. Seitlich von diesem Ventilkasten ist ein Ventilkasten 141 angeordnet. Dieser hat einen Einlasskanal 742 und einen Auslasskanal 743, sowie ein horizontal verschiebbares Ventil mit Handhebel 147 (Fig. 10), welches den
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der durch eine Kupplungsstange 151 mit dem Handhebel 147 verbunden ist, eingestellt, u. zw. derart, dass beide Ventile gemeinschaftlich geöffnet oder geschlossen werden.
Der Einlasskanal154 des Ventilkastens 140 ist mit der Zufuhrleitung für das Druckmittel (Öl) 99 (Fig. 3) durch die Leitung 153 verbunden, während der Auslasskanal j ! 39 dieses Ventilkastens, wie schon beschrieben, an die Rohrleitung 138 an-
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mit den Auslasskanälen der Ventilkasten 135 verbunden, während der Auslasskanal 143 mittels der Leitung 156 mit der nach dem Sammelgefäss 72 führenden Leitung 111 in Verbindung steht. Ausserdem stehen die Auslasskanäle 130 der Ventilkasten 127 (Fig. 3) mittels der Leitungen 157 und 158 mit der Rohrleitung 110 in Verbindung, an welche Rohrleitung die Einlasskanäle 129 der Ventilkasten 135 durch die Leitungen 159 und 160 angeschlossen sind.
Ist der Doppelhebel 104 des Ventils 101 in die zum Herablassen der Boote erforderliche Stellung gebracht, dann wird der Handhebel147 z. B. durch eine Bewegung von links nach rechts derart eingestellt, dass das Ventil 144 (Fig. 10) von seinem Ventilsitz abgehoben wird. Während des Senkens des Bootes, d. h. wenn die Seile 63, 64, 65 und 66 unter Spannung stehen, werden die Ventile in den Ventilkästen 127 selbsttätig geschlossen und die Ventile der Ventilkästen 135 selbsttätig in geöffnetem Zustande gehalten, so dass. im Zylinder 52 hinter dem Kolben befindliche Druckmittel (Öl) während der Zeit, wo die Kolbenstange 53 durch das durch Rohr 109 zuströmende Druckmittel in den Zylinder 52 hineingedrückt wird, entweichen kann.
Dieses Entweichen erfolgt durch die Rohrleitung 110, 158, 159, die geöffneten Ventile
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Rohre 111,'von wo das Druckmittel das Sammelgefäss 72 erreicht. Wird nun das Boot 171 durch eine Welle angehoben und hört infolgedessen die in den Kabeln 63,64, 65 und 66 herrschende Spannung auf, eo wird der Schlitten 55 durch die Entspannung der Feder 62 verschoben und in die in Fig. 7 dargestellte Lage gebracht, in welcher die Ventile des Ventilkastens MJ geschlossen und jene des Ventilkastens 127 geöffnet sind. Das Öffnen der im Ventilkasten 127 vorgesehenen Ventile erfolgt durch Drehung der Schraubenstange 123 (Fig. 5), da aber diese Drehung ziemlich langsam vor sich geht, können, wie schon angeführt, geeignete Vorrichtungen, wie z. B.
Elektromagnete 131, vorgesehen werden, welche die Köpfe 126 der Ventilstangen 125 anziehen und dadurch die Ventile 124 in beschleunigter Weise öffnen. Sobald die Ventile 124 geöffnet sind, fliesst das Druckmittel aus der Zufuhrleitung 99 durch die Leitung 7J3 nach dem Ventilkasten 140, durch die Rohrleitung 138, Ventilkasten 127, Rohre 157, 158 und Leitung 110 nach dem Zylinder 52, so dass jetzt die Kolbenbewegung selbsttätig umgekehrt wird, wodurch ein Kentern des Bootes verhindert wird.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Vorrichtung zum Aussetzen von Rettungsbooten, bei der das Aufhören der Seilspannung beim
Aufsetzen des Bootes auf das Wasser die Umkehrung der Bewegungsrichtung des Seilgetriebes bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Seilgetriebe zum Schwenken der Davits und ein zweites zum Heben und Senken der Boote verwendet wird.