AT94383B - Schützenwechseleinrichtung für Webstühle. - Google Patents

Schützenwechseleinrichtung für Webstühle.

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    Schützenwechseleinrichtung für Webstühle.   
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   dem Abschiessen   des in der Bahn der Peitsche befindlichen Schützen des unteren Magazines selbsttätig so eingestellt wird. dass dieser Schützen bei der Rückkehr in das obere Magazin des erwähnten   Schützen-     kastetis gelangt, welches inzwischen   seinen   Schützen   an das untere Magazin abgegeben hat, nachdem jene bewegliche   Platte sieh volübergehend   so eingestellt hatte, dass dieser zweite Schützen in das untere Magazin herabfallen konnte, um alsdann von hier aus abgeschossen werden zu können. 



   Diese Einrichtung kann z. B. da zur Anwendung kommen, wo zwei Schützen miL verschiedenem Gespinst einander in der Arbeit wechselweise ablösen. 



   Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise   Ausführungsform   des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 zeigt den Webstuhl in Seitenansicht bei in der einen Endstellung befindlichen Weblade, Fig. 2 zeigt dessen eine Seite von vorn (von rechts der Fig. 1 gesehen), Fig. 3 ist ein   Grundriss   zu Fig. 2, Fig. 4,5 zeigen Einzelheiten, Fig. 6-9 erläutern die Arbeitsweise der Wechselvorrichtung, Fig. 10 ist eine teilweise Ansicht von links der Fig. 1, Fig. 11 zeigt die Lade in einer Zwischenstellung, Fig. 12-14 erläutern die Wirkungsverbindung der. Wechselvorrichtung mit der Abstellvorrichtung des Stuhles. 



   Mit   1,   2 sind zwei miteinander kämmende Zahnräder bezeichnet. Das Zahnrad 1 läuft mit doppelter Geschwindigkeit gegenüber dem Zahnrad 2 und sitzt auf der Kurbelwelle 3 fest, von welcher aus durch ein Paar Stossarme 4 die Hin-und Herbewegung der   Weblade J   um die Horizontalachse 6 erfolgt. 7 ist die auf der einen Webstuhlseite angeordnete, etwas verkürzte Peitsche für die   Schützenbewegung mit   Fuss   8,   den ein Riemen 9 mit dem   zugehörigen   Schlagarm 10 verbindet, welcher auf der Welle 11 festsitzt und nach bekannter Art von der Schlagwelle des Stuhles aus'periodisch ausgeschwungen wird zwecks   Betätigung   der Peitsche. 12 ist die gegenüberliegende, unveränderte Peitsche (Fig. 6-9).

   Am Schlagarm   1 ()   der Peitsche 7 ist eine umgebogene Schiene 13 mit dem einen Ende befestigt. Am andern Ende dieser Schiene ist eine Stange 14 angelenkt, deren Gelenkachse mit der Schwingachse 6 der Weblade zusammenfällt. Die Stange 14 ist andernends an einem Hebel 15 angelenkt, der an einem an der Weblade 
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   AnscMagstift. M   wirkt mit einer Kurvenfläche des Hebels 17 zusammen. Der Hebel 17 greift mit seinem zweiten Ende an einer Stange 19 an, welche in einer an der Lade befestigten Führung 20 liegt und mit einer Steuerscheibe 21 verbunden ist, die an der Lade schwingbar gelagert ist. Die Steuerscheibe 21 wi kt durch Vermittlung eines Stiftes 22 mit der Weiche 23 zusammen, welche in einer Versenkung der Lade ihre Drehachse hat und ferner einen durch eine Blattfeder 23a gebildeten Anschlag für die Scheibe 21 besitzt.

   Ein Winkel 24 dient der Weiche als Anschlag, wenn sie sich in Wirkungsstellung befindet. 



   Der   Schützenkasten   A des einen Endes der Lade weist eine Tragplatte 25 auf, welche in 26 drehbar gelagert und durch   Gelenkglieder 2'1, 28   an einen Steuerhebel 29 angeschlossen ist. Dieser sitzt auf der Schwingachse 6 der Weblade und steht durch einen Lenker 30 mit einem Hebel 31 in Bewegungsverbindung, dei am Zapfen 32, welcher am Stuhlgestell befestigt ist, gelagert ist. Eine Zugfeder 33 ist bestrebt, den Steuerhebel 29 in Richtung gegen die Weblade zu ziehen. Dabei wird der Hebel 31 mit einer Rolle 34   genen   einen   Doppeldaumen-35 angedrückt, welcher   auf der Welle des Zahnrades 2 sitzt. 

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   Wenn die Tragplatte 25 um die Achse 26 in den Schützenkasten A. hinein bewegt wird, dann unterteilt sie diesen in ein unteres und in ein oberes   Sehützenmagazin     (Fig.   4). Das obere Magazin weist seitlich einen üblichen, federbeeinflussten Bremsbacken 36 mit Drehachse 36'auf, sowie einen obern, federbeeinflussten Bremshebel 37 und ferner einen Federpuffer 38 zum Auffangen des Schützen mit der Spitze. 39 ist eine die Stange 19 in   Richtung der Scheibe 27 druckende   Feder und 40 ein an der Bremsbacke 36 befestigter Winkelstift. 



   Die Wirkungsweise der Wechselvorrichtung ist folgende : Angenommen, es befinden sich die beiden 
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 getrennt   (Fig. 6)   und die   Lade schwinge zurück,   dann wird im gegebenen Moment der Schützen   I   im unteren Magazin des Kastens   A   durch die Peitsche 7 in den gegenüberliegenden   Sehützenkasten   B der Lade geschleudert, nachdem kurz zuvor die Weiche 23 sich vollends in die Versenkung der Weblade 
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 Lade wird die Tragplatte 25 aus der Lade herausgeschwenkt und der   Schützen   II seiner Unterlage beraubt.

   Bei ihrer   Schlussbewegung schlägt   die Platte 25 am Winkelstift 40 an, wodurch der Bremsbacken 36 entgegen dem Einfluss seiner Feder in wirkungslose Stellung geschwungen wird (Fig. 3,5,   12).   worauf der nun freigegebene   Schützen 77 durch   seine eigene Schwere im Kasten   A   in das untere Magazin fällt (Fig. 8). Nachher wird die Tragplatte 25 wieder in die Lade hineingeschwenkt, um nun den von der Peitsche 12 nach dem   Kasten A zurückgeschleuderten Schützen I,   der von der Weiche 23 vor Ankunft im   Kasten A aufwärts   gelenkt wird, aufzunehmen (Fig. 9). Das besch'iebene Spiel wiederholt sich bei jedem Hin-und Herschwingen der Lade und losen die beiden Schützen I und II sich gegenseitig in ihrer Rolle ab. 



   Die Weiche 23 wird vom   Schlagarm   10 der Peitsche 7 gesteuert. Wenn der   Schlagarm   10 nach oben ausschwingt, so wird während des Spannens des Riemens 9 durch Vermittlung der Teile 13, 14,   1. 5   und der Wirkung des Stiftes   18   am Hebel 17 die Stange 19 entgegen dem Einfluss der Druckfeder 39   zurückgezogen,   wobei die Scheibe 21 den Stift 22 der Weiche 23 verlässt und diese durch ihr Eigengewicht. sowie infolge Auftreffens der Scheibe 21 auf die Anschlagfeder 23a vollends in die entsprechende Versenkung der Lade einfällt.

   Durch von der Scheibe 21 an der   Anschlagfeder   23a amgeilbten Druck befindet sich die Weiche 23, deren Oberkante jetzt mit der   Se. hützenbahn   der Lade   bündig liegt, in dieser   Stellung gesichert, so dass einer Ablenkung des über die Weiche gleitenden Schützen vorgebeugt ist. Nunmehr tritt die Peitsche 7 zwecks Abschiessens des in Bereitschaft befindlichen Schützen in   Tätigkeit.   



  Bei der Rückkehr der Peitsche 7 in Normalstellung wird der Stift 18 abwärts bewegt, so dass die nun wieder zur Wirkung kommende Feder 39 die   S. ange 79   in dem Sinne verschiebt, dass die Steuerscheibe 21 aufgestellt wird und dabei durch Angriff ihrer   Sohrägfläohe   am Stift 22 die Weiche 23 wieder   hochklappt.   



   Ein Webstuhl mit vorliegender Wechselvorrichtung kann mit wesentlich höherer Umdrehungszahl 
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 von sogenannten Weehselkasten bewirkt wird, indem der   Schützenweehsel   im Kasten A dann stattfindet. wann der abgeschossene Schützen sieh unterwegs (nach dem Kasten B und   zurück)   befindet. Bei Rückkunft des Schützen in den Kasten A kann der zweite, inzwischen in Bereitschaft gebrachte   Schützen   sofort abgeschossen werden, da keine   Auswechslungsbewegung   mehr stattzufinden hat. 



   Um die Wechselvorrrichtung derart mit der Abstellvorrichtung des Webstuhles zusammenarbeiten zu lassen, dass die   Abstellvorrichtung in Wirkung tritt,   sobald ein Schütze unterwegs stecken bleibt bzw. seinen Weg nicht voll   zurücklegt,   sind folgende Vorkehrungen getroffen :
Unter der Lade ist eine zu dieser gleichlaufende Stange 41 drehbar gelagert, die beiderends einen aufwärts ragenden Fühlerarm 42 bzw.   43 trägt   und ferner mit zwei Stechern 44 (auf jeden Schützenkasten einen) versehen   i, t. In   der Bewegungsbahn der Stecher 44 befindet sich je ein Federstab 45 ;   die beiden Federstäbe sind derart miteinander verbunden, dass bei Bewegung des einen der andere mitbewegt wird.

   Der eine Federstab trägt an einem Seitenarm eine Stellsehraube 46, welche bei entsprechender   Bewegung der Federstäbe in der Weise am federnden Abstellhebel 47 des Stuhles wirken kann, dass dieser Hebel aus seiner Einstellrast schnellt und den Stuhl abstellt. Der Fiihlerarm   43 der Stange 47 liegt im   Bereich des   federbeeinflussten   Bremsbackens   48 des Schützenkastens B   und der Fiihlerarm 42 im Bereich 
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 ein vertikaler Anschlagstift 50 vorgesehen. 



   Bei Eintritt des Schützen in das obere Magazin des Kastens   JL     (Vorwärtsschwingen   der Lade : die Tragplatte 25 ist in die Lade hineingeschwenkt) drängt dieser Schützen den in seine Bahn ragenden Bremsbacken 36 (Fig. 12) zurück, wobei der Stift   50   des Bremsbacken den Hebel 49 gegen den Fühler- 
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 ausgelöst und dadurch der Stuhl abgestellt wird, wenn der Schützen unterwegs stecken'bleiben sollte. 



  Trifft der Schützen aber richtig im gegenüberliegenden Kasten B ein, dann drückt er den dort befindlichen Bremsbacken 48 aus der Schützenbahn zurück. Dabei werden die Stecher 44 durch Vermittlung des Fühlerarmes 43 wiederum nach oben in wirkungslose Lage verschwenkt, so dass der Abstellhebel 47 nicht ausgelöst wird. Sollte der zurückkehrende Schützen nicht richtig im oberen Magazin des Kastens   zu   eintreffen, so dass er'den Bremsbacken 36 nicht in der erforderlichen Weise aus der   Schützenbahn     zurück-   drängt, dann verbleiben die mittlerweile wieder   nach un. ten versehwenkten Steeher     in ihrer Stellung, um nun durch Vermittlung der Federstäbe 45 die Auslösung des Abstellhebels 47 und somit die Stillsetzung des Stuhles zu veranlassen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sehützenwechseleinrichtung für Webstühle, dadurch gekennzeichnet, dass der eine   Schützen-   kasten (A) durch eine bewegliche Platte   (25)   in zwei übereinander liegende Magazine abteilbar ist und dass vor diesem Schützenkasten eine Weiche   (23)   in der Ladenbahn vorgesehen ist, welche nach dem Abschiessen des in der Bahn des Schlägers   (7)   befindlichen Schützens des unteren Magazins selbsttätig so eingestellt wird, dass dieser Schützen bei der Rückkehr in das obere Magazin des erwähnten Schützenkastens gelangt, welches Magazin hierauf seinen Schützen an das untere Magazin abgibt, nachdem jene bewegliche Platte (25) sich vorübergehend so eingestellt hatte, dass dieser zweite Schützen in das untere Magazin herabfallen kann,

   um alsdann von hier aus abgeschossen werden zu können.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Weiche (23) schwenkbar in einer Versenkung der Weblade angeordnet ist und beispielsweise durch ein Gestänge, von der Schützen- fchlagvorriehtung us gesteuert wird.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestänge an einer schwingbaren Scheibe (21) angreift, um durch diese mittels Stift (22) und Leitbahn das Hochklappen der Weiche 23 zu veranlassen, und dass letztere durcH die Scheibe (23) und einen federnden Anschlag jeweilen in niedergeklappter Stellung gesichert wird.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Unterteilung des einen Schützenkastens (A) vorgesehene bewegliche Platte (25) schwenkbar an der Weblade angeordnet ist.
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbare Platte (25) derart mit einer federbeeinflussten Kastenzunge (36), welche auf den in das obere Magazin eingelaufenen Schützen einwirkt, Bewegungsverbindung hat, dass die Platte (25) beim Herausschwenken aus der Lade die Kastenzunge (36) mitverschwenkt, zwecks Freigabe genannten Schützen, damit dieser in das untere Magazin fallen kann.
    6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbare Platte (25) einen Hebel (49) und die Kastenzunge (36) einen Anschlagstift (50) für diesen Hebel trägt, das Ganze zum Zwecke, genannten Hebel so zu steuern, dass, wenn der Schützen nicht bzw. nicht regelrecht in das obere Magazin einläuft, der Hebel durch Vermittlung eines Fühlers der Abstellvorriehtung des Stuhles die Stillsetzung des letzteren veranlasst.
AT94383D 1922-03-18 1922-04-05 Schützenwechseleinrichtung für Webstühle. AT94383B (de)

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