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Eiimchtung zur Abtrennung gerissener Leitungsteile von der Strecke.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, die an Überkreuzungsstellen elektrischer Leitungen beim Reissen eines oberen Drahtes Stromübertritte durch die herabhängenden Leitungsteile verhindert.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 und 2 je eine beispielsweise Ausführungsform einer solchen Einrichtung in schematischer Darstellung.
Auf den Isolatoren 1 läuft die Leitung 2 (Schwachstromleitung), u. zw. liege rechts der Isolatoren eine Überkreuzungsstelle, d. h. es laufe unter dem Stücke 2'der Schwachstromleitung in gegebenem senkrechten Abstande eine Starkstromleitung durch. Die Verbindung des Leitungsstückes 2'mit der
Strecke 2 erfolgt nun beidseitig (die Figur zeigt nur die Verbindung links der Überkreuzungsstelle) mittels eines Unterbrechers. Als solcher kann beispielsweise ein Reissglied (Reissdraht) 3 verwendet werden, der die benachbarten Enden des Leitungsteiles 2'und der Strecke miteinander verbindet. Das Endstück des Leitungsteiles 2'steht nun unter Wirkung einer Feder 4, die normal durch den gespannten Leitungsteil 2'innerhalb der Elastizitätsgrenze gespannt ist.
Diese Feder 4 kann beispielsweise (Fig. l) unmittelbar einen Teil des Leitungsstücke 2'bilden. Das an das Leitungsstück 2'anzuschliessende Ende des Reiss- drahtes 3kannnunmittels eine's Stabes 5 derart mit demLeitungsstück2'verbundensein, dassbeiEntspannung der Feder eine Verschiebung des Stabes 5 eintritt, die die Zerreissung des Reissdrahtes 3 herbeiführt.
Beispielsweise kann der Reissdraht in der in Fig. 1 dargestellten Weise zwischen seinen Anschlussstellen über ein Röllchen 6 od. dgl. geführt sein. Die Wirkungsweise ist nun die folgende : Reisst das Leitungsstück beispielsweise an der Stelle 7, so bewegt sich das so entstandene freie Ende des Drahtes 2'nach abwärts-die Geschwindigkeit dieser Bewegung hängt zur Hauptsache vom Gewichte des Drahtstückes ab und kann daher leicht für alle möglichen Fälle rechnungsmässig erfasst werden.
Anderseits entspannt sich sofort die Feder 4 und bewirkt dadurch die Betätigung des Unterbrechers (Reissdraht 3). Die Geschwindigkeit dieser Bewegung ist zur Hauptsache von der zu beschleunigenden Masse und von der normalenFederspannung abhängig, so dass auch diese Verhältnisse einfach rechnungsmässig für die Grenzfälle klargelegt werden können. Es ist nun ein gewisser Abstand der zwei kreuzenden Leitungsfelder gegeben und die Federspannung wird so bemessen, dass nach dem Auftreten des Risses im Leitungsstück 2' die bis zur Betätigung des Unterbrechers erforderliche Bewegung der Teile der Einrichtung durch die Feder 4 unter allen Umständen früher stattfindet, als infolge der Fallbewegung des Leitungsstückes die Berührung der unterhalb verlaufenden Leitung erfolgen kann.
Dies ist leicht und sicher in allen praktisch vorkommenden Fällen zu erreichen, da die Fällbewegung eine verhältnismässig langsame ist. Es kann daher bei Einbau der beschriebenen Einrichtung eine Berührung eines abgerissenen Leitungsstückes der oberen Strecke mit der unterhalb liegenden Leitung nie erfolgen, bevor nicht der Unterbrecher selbsttätig in Wirkung gesetzt, d. h. die Verbindung des gerissenen Leitungsstückes mit der zugehörigen Strecke unterbrochen ist. Jeder Stromübertritt ist somit sicher ausgeschlossen.
Bei der Ausführungsform der Einrichtung gemäss, Fig. 2 ist ein Hebel 8 verwendet, an dessen einen Arm das Leitungsstück 2'und die Feder angreift, während das andere Hebelende mit dem Reissdrahte 3 verbunden ist. Hiedurch kann auch leicht eine entsprechende Übersetzung zwischen der Horizontalbewegung des abgerissenen Leitungsstückes, der Feder und der Reissbewegung am Ende des Reissgliedes erzielt werden. Dies spielt beispielsweise mit Hinsicht auf die zu beschleunigenden Massen und die hiedurch bedingte Verzögerung sowie für die Bemessung der Feder eine Rolle und gestattet so vollste Anpassung an besondere Bedingungen.
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"-"Die Einrichtung kanimatürlich auch abweichend von den in den Figuren dargestellten Ausfuhrungs- formen ausgestattet werden, ohne am Wesen der Erfindung etwas zu ändern. Es kann beispielsweise an Stelle eines Reissdrahtes irgendeine passende Art von Unterbrechen verwendet werden, so Trennschalter u. dgl. Die Feder kann in der Leitung selbst liegen, sie kann aber auch in irgendeiner Weise gesondert angeordnet und mit dem Leitungsstück verbunden sein, sie kann als Zugfeder oder auch beispielsweise als Torsionsfeder ausgebildet sein usw. An Stelle einer Feder kann auch allgemein jede Vorrichtung verwendet werden, die sich bei unbeschädigter Leitung in gespanntem Zustande befindet und bei Auftreten des Risses im Leitungsstück ihre potentielle Energie zur Betätigung des Unterbrechers abgibt.
Die Bemessung der Feder od. dgl. und des Unterbrechers richtet sich-wie erwähnt-nach den besonderen Verhältnissen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI2.1
zur Auslösung gelandendes elastisches Organ zerrissen wird.