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Vorrichtung zur Herstellung eines mosaikartigen Fussbodenbelages aus Kunststeinmasse,
Den Erfindungsgegenstand bildet eine Vomchtm g zur Herstellung mosaikartiger Fussböden aus Kunststeinmasse, mittels welcher kurze walzenförmige oder ähnlich geformte Stücke gebildet werden, die zusammen mit den für den gewünschten Effekt entsprechend gemischten Farben, in noch feuchtem Zustande, auf die zu belegende Fussbodenfläche aufgebracht und dort, z. B. durch Schlagen, Walzen u. dgl., zu einer einheitlichen Fläche zusammengepresst werden, durch welche Behandlungsweise sie ohne ineinander zu fliessen eine homogene, mosaikartigen Charakter zeigende Masse bilden.
Die unter Schutz gestellte Vorrichtung besteht der Hauptsache nach aus einer Trommel, in welcher durch rotierende Messer übr-dem gelochten Boden Stücke aus der in der Trommel befindlichen Masse ausgeschnitten und zugleich durch den entsprechend gelochten Trommelboden durchgedrückt werden, wobei unter diesem Boden rotierende Abstreifmesser vorgesehen sind, welche die durchtretenden Walzen in Stücke zerschneiden, die dann in einer Mulde abrollen.
Durch die Zeichnung ist die Vorrichtung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 einen lotrechten Schnitt, Fig. 2 einen zugehörigen Querschnitt und Fig. 3 die Messeranordnung.
Das zur Herstellung des Bodenbelages dienende Gemisch kann aus den verschiedensten geeigneten Stoffen bestehen. Am vorzüglichsten eignet sich die unter dem Namen Xylolith bekannte Mischung.
Dieser Stoff, der aus Massen verschiedener Färbung besteht, wird, bei einer bestimmten Konsistenz, die noch die Bindung einzelner aneinander gepresster Teile bzw. Stückchen zulässt, in die Vorrichtung
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drucken zu zylindrischen Körperchen bzw. zu Kugeln geformt und sodann durcheinander gemischt, so dass sie beim Auftragen auf den Steinholzfussboden das gewünschte terrazzoartige Muster aufweisen. Es lassen sich auf diese Weise, je nach der Farbenmischung der verarbeiteten Masse, dem Perserteppich ähnliche Muster herstellen. Auch ist es möglich, da sich die Masse gut schneiden lässt, weil sie eine Dichte besitzt, die das Ineinanderfliessen verhindert und an der Schnittkante scharf abgegrenzte Ränder ergibt, Flächenmuster mit Randbordüren herzustellen.
Die Vorrichtung besteht aus einer Trommel 1 mit einem Boden 2, der in einer der Länge der das Zerschneiden und Durchdrücken besorgenden Messer entsprechenden Breite mit eng aneinander stehenden Öffnungen 3 versehen ist, deren Weite dem jeweiligen Zwecke entsprechend gewählt ist. Über dem Boden 2 ist auf einer Welle 4, die den Boden durchsetzt, ein zylindrischer Ring 5 montiert, der an Lagerarmen 6 sitzt und sich nach oben in einem Kegel 7 fortsetzt, dessen abgestumpftes Ende die Welle 4 umschliesst. Auf dem Ringe 5 sind an dessen Umfläehe die Vorschneide- und Durchdrückmesser 8 befestigt. Die Anzahl dieser Messer betrifft zweckmässig vier, kann aber auch grösser sein.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, stehen die Messer in einem beiläufig 45 entsprechenden Winkel und sind von oben nach unten und nach hinten S-förmig gekrümmt, weil ohne die Krümmung der Unterkante nach hinten die Masse sich überhaupt nicht durchdrücken liesse, sondern höchstens von den Messern mitgenommen und mitgeschoben würde. Die Höhe der Messeroberkante über dem Behälterboden beträgt beiläufig 35 mm. Es werden durch die Messeroberkante von der unter leichtem Drucke eingeführten Masse Stücke abgeschnitten, die dann im weiteren Verlaufe der Rotation'durch die Messer durch die Öffnungen des Bodens durchgedrückt werden, um als Walzen auf der Unterseite auszutreten. Diese Anordnung hat ihren guten Grund. Würde z.
B. versucht, die ganze Masse der verschiedenartig gefärbten Massestücke zugleich und unter dem hiezu nötigen hohen Drucke durchzudrücken, so würden sich naturgemäss sämtliche Stücke untereinander vermengen und es würde ein marmoriertes
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Produkt erscheinen, das dem angestrebten Zwecke nicht entsprechen würde. Es hat sich in der Praxis aber auch gezeigt, dass sich die Masse, die eine bestimmte Dichtigkeit besitzen muss, auf anderem als auf dem betretenen Wege überhaupt nicht durchdrücken lässt.
Der Grund, warum zum Durchdrücken der Masse ein im Verhältnisse zum Durchmesser der Bodenfläche des Behälters nur schmaler Ring zur Ausnutzung gelangt, liegt darin, dass die Masse gegen das Zentrum hin nicht durchgedrückt, sondern höchstens mitgeschoben wird, sich hiebei innig untereinander vermengt und auf diese Weise ein Produkt gibt, das nicht mehr Walzen von einheitlich gefärbtem Querschnitte, sondern von verschiedenartigen Farben aufweisen würde, die zur Bildung eines mosaikartigen Bildes im Sinne der Erfindung nicht mehr tauglich sind. Aus diesem Grunde sind am Zylinder 5 noch kurze, die Durchdrückwirkung am Innenrande der Durchdrücksphäre unterstützende Mitnehmer 9 vorgesehen.
Die durch die Durchdrückmesser 8 erzeugten Walzen werden durch auf dem Unterende der Welle 4 sitzende, mitrotierende Abschneidemesser 10 gleich nach dem Durchdrücken abgeschnitten und fallen von hier auf eine schräge Bahn 11, auf der sie sich runden, um schliesslich in einem am Ende der Abrollbahn stehenden Behälter aufgefangen zu werden. Der die Durchdrückmesser tragende Zylinder 5 ist mit seinem Kegel 7 an seinem Traglager bzw. der Welle 4 zweckmässig nach der Höhe verstellbar.
Es hat sich nämlich bei der Arbeit gezeigt, dass sich bei vollgefülltem Behälter das Durchdrücken bei etwas höher stehenden Messern leichter vollzieht, während der Wirkungsgrad beim Aufbrauchen der Füllung. im Verhältnis zu dieser sinkt und somit das Senken der Messer verlangt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung eines mosaikartigen Fussbodenbelages aus Kunststeinmasse, mittels welcher kurze walzenförmige oder ähnlich geformte Stücke gebildet werden, die zusammen mit den für den gewünschten Effekt entsprechend gemischten Farben, in noch feuchtem Zustande, auf die zu belegende Fläche aufgebracht und dort durch Schlagen, Walzen u. dgl.
zu einer einheitlichen Fläche -zusammengepresst werden, gekennzeichnet durch einen Behälter (1) mit einem am Rande perforierten Boden (2), über welchem Messer (8) kreisen, die mit ihrer Oberkante Stücke der eingebrachten Masse
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durchdrücken, wobei noch auf der Messerwelle (4) unter dem Boden (2) mitkreisende Messer (10) vorgesehen sind, welche die durchgedrückten Walzen zerschneiden.