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Bei der Herstellung von emaillierten Metallgegenständen gibt man ihnen seit geraumer Zeit durch eine farbige Verzierung auf einem gleichmässigen Grunde, der in einer einfachen Emailauflage besteht, ein gefälligeres Aussehen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine Maschine, die zum Aufbringen einer nach Belieben wechselnden mehrfarbigen Verzierung auf die erwähnten Gegenstände dient. In den beigegebenen Zeichnungen ist in den Fig. 1-9 eine Ausführungsform der
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Querschnitt nach der Linie. --j- der Fig. 1, Fig. 3 eine Rückansicht, teilweise im Schnitt.
Die Fig. 4 und 5 sind die entsprechenden Aufrisse von der Rückseite und von der Seite einer Abänderung der gleichen Maschine. Die Fig. 6, 7, 8 und 9 sind Einzelheiten. Die Fig. 10, 11 und 12 sind Nachbildungen der damit hergestellten \'erzierungen. Fig. 13 ist ein Querschnitt einer Maschine, wie sie bis jetzt gebraucht wurde.
Die bisher gebrauchte Maschine nach Fig. 13 besteht im wesentlichen aus einer zylindrischen Bürste 1, die von der Welle ( ;' in Umdrehung versetzt wird und in einen
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branntwerden. l'm Verzierungen nach den Fig. 11 und 12 zu erlangen, musste man sie bis jetzt mit der Hand machen. Es wird hiebei derartig verfahren, dass die Tropfen der zweiten Farbe mit einer Handbürste mit ziemlich starken Eisendrähten, die entweder gleich dick oder auch von verschiedener Dicke sein können, auf den gleichmässigen und gebrannten Crund aufgesprengt werden ; man erlangt auf diese Weise die Verzierungen der Fig. 12, gewissermassen aus Flecken verschiedener Grösse bestehend.
Zu der geänderten Verzierung der Fig. 11 gelangt man mittels leichter Stösse, die seitlich an den Rändern des nach Fig. 12 schon verzierten Gegenstandes versetzt werden, u. zw. solange die Emai1tleclren noch in halbflüssigem Zustande sind. Die Flecken vergrössern sich alsdann, bis sie fast den ganzen Grund bedecken, welcher dann nur noch an den Zwischenstellen der Flecken in Form feiner, unregelmässiger Aderu zum Vorschein kommt. Natürlich muss in beiden Fällen sowohl in Fig. 11 als auch 12 die Verzierung immer gebrannt werden. Diese Art der Handverzierung nach Fig. 12 ist zwar sehr einfach, nimmt aber viel Zeit in Anspruch und erfordert einen geschickten und aufmerksamen Arbeiter, so dass sie auf diese Weise ziemlich teuer wird.
Die Maschine der vorliegenden Erfindung, mit der ebenfalls Verzierungen nach Fig. 10, wie sie von der alten Maschine erzeugt werden, hergestellt werden können, soll besonders
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sehr schnell und ohne das Erfordernis eines Spezialarboiters Dekorationen nach Fig. 12 herstellen, worauf man dann dazu übergehen kann, solche nach Fig. 11 wieder mittels leichter seitlicher Stösse herzustellen.
Dies kann von irgendeinem beliebigen Arbeiter ohne Zeitverlust in dem Augenblick bewirkt werden, wo er den nach Fig. 12 verzierten Gegenstand von der Maschine wegnimmt. Ausserdem wird diese Maschinenarbeit besser und von einer angenehmen Gleichförmigkeit werden, denn es kann bei der Handarbeit nicht vermieden werden, dass einzelne Teile von Emai1flecI {en und folglich auch von Adern mehr oder weniger frei bleiben.
Die vorliegende Maschine besteht im wesentlichen aus einer Holztrommel 1, deren Oberfläche regelmässig mit Schraubenringen 4 besetzt ist. An diesen Ringen sind Drahtstäbe 5 von gleicher Länge befestigt ; die Trommel kann in rasche Umdrehungen durch eine Welle 6 versetzt werden und taucht dabei mit ihren Stäben in einen Behälter 3 ein, welcher die Emailflüssigkeit enthält. Unter der Wirkung der Zentrifugalkraft richten sich die Stäbe 5 auf. An den Stäben bleibt bei ihrem Durchgang durch den Behälter Email haften und ohne das Erfordernis einer Traverse 3 (Fig. 13) wird das Email in Form eines Regens mit der durch den Pfeil in Fig. 2 angedeuteten Richtung auf den zu verzierenden Gegenstand geschleudert, der in zweckmässiger Weise vor die Maschine gesetzt ist.
Der Schirm 24 verhindert unnützen Matehaiverbrauch.
Die Verzierung der Fig. 10 in Form feiner Punkte lässt sich mit mehr oder weniger spitzen Stäben erreichen (Fig. 6), in Form von grösseren Punkten und Flecken mit Stäben mit zylindrischen, verdickten, oder selbst ringförmig umgebogenen Enden (Fig. 7, S, 9), entsprechend der Fleckengrösse, die gewünscht wird. Dagegen ergibt sich die Verzierung der Fig. 12 durch die gleichzeitige Verwendung von Stäben mit verschieden gestalteten Enden.
Die Maschine hat ausserdem auf ihrer Rückseite einen Behälter 7 zur Aufnahme des flüssigen Emails und zum Nachfüllen des Behälters 2. Der Behälter 7 ist durch eine mit einer Absperrvorrichtung versehene Röhre mit dem Behälter 2 verbunden.
Wenn die Maschine durch einen Motor angetrieben wird, so vollzieht sich die Speisung des Behälters 2 in folgender Weise (Fig. 1, 2 und 3) ; die Stange 8 gleitet in den Kulissen 9 und ist mit einer Gabel 10 versehen, um den Riemen von der losen Scheibe 12 auf die feste 13 zu werfen. Vermittels der Schlitze 14 und der Befestigungsschrauben- 15 ist die Stange 11, an deren oberem Ende das Rädchen 16 sitzt, an die Steuerstange 8 angeschlossen. Der Hebel 17, der in 18 seinen Drehpunkt hat, legt sich auf das Rad lfj und wird durch eine Gegenfeder 21 in horizontaler Lage gehalten. Mit der Stange 17 ist der Schieber 20 durch einen Bolzfn verbunden.
Wenn nun der Riemen von der Leerlaufscheibe 12 mittels der Stange 8 auf die feste 13 geworfen wird, so wird die Stange 11 den Hebel 17, der an seinem linken Ende nach unten zu keilförmig verbreitert ist, anheben und dabei den Schieber 20 für den Eintritt des Emails in den Behälter 2 öffnen.
Die Keilform der Stange 17 ist so gewählt, dass bei ständiger gleicher Verschiebung der Stange 8 entsprechend dem Überwerfen des Riemens von einer Rolle zur anderen mittels der Schlitze und der Schrauben 15 der Stange 11 eine solche Stellung gegeben werden kann, dass der Schieber eine Materialmenge durchlässt, wie sie durch den Emailverbrauch, entsprechend der Form der Stäbe 5, benötigt wird, denn Stäbe mit dickeren Enden verlangen natürlich mehr Email, wie Stäbe mit dünnen Enden. Wenn die Maschine durch die Überführung des Riemens von der festen auf die lose Holle still steht, so wird der Schieber 20 selbsttätig durch die Feder 21 niedergezogen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine abgeänderte Ausführungsform, die vorzugsweise für den Fall bestimmt ist, dass die Maschine von Hand angetrieben wird. Eine Kurbel 25 ist für diesen Zweck auf die Welle 6 der Trommel aufgesetzt. Der Drehpunkt 18 und die Gegen- feder 27 des Hebels 17 haben hier ihre Stellung gegenüber der oben beschriebenen ver- tauscht. Die Bewegung des Hebels wird hier auf folgende Art hervorgerufen : Auf der Hauptwelle 6 ist eine Kurvenscheibe 23 (die zweckmässigerweise drei Flügel hat) befestigt. Die Scheibe stösst gegen das auf dem Hebel sitzende RhJ. 22, so dass diesem bei jeder Umdrehung der Wolle mehrere Male auf und nieder geht (bei dem gezeigten Beispiel dreimal).
Infolgedessen öffnet und schliesst sich bei jedem Auf-und Niedergang des Hebels
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sich auf diese Weise mit Unterbrechungen.
Bis jetzt ist die Art beschrieben, wie eine einfarbige Verzierung auf einem andersfarbigen Grunde herzustellen ist. Die vorliegende Maschine lässt jedoch auch sehr leicht die Möglichkeit zu. in mehreren Farben Verzierungen auf einem Grunde übereinander zu bringen. Es genügt hiezu, den Speisebehälter und den Behälter 2 in mehrere Räume zu teilen und entsprechend den Querwänden, auf dem Umfang der Trommel die Stäbe auszulassen. Dabei wird jeder Speisebehälter mit einer besonderen Auslassvorrichtung ausgerüstet.