DE613035C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reliefartiger Flaechenverzierungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reliefartiger Flaechenverzierungen

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DE613035C
DE613035C DEH137758D DEH0137758D DE613035C DE 613035 C DE613035 C DE 613035C DE H137758 D DEH137758 D DE H137758D DE H0137758 D DEH0137758 D DE H0137758D DE 613035 C DE613035 C DE 613035C
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GEWERKSCHAFT COLORA
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B1/00Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving, or able to be controlled, three-dimensionally for making single sculptures or models
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B2700/00Machines, apparatus, tools or accessories for artistic work

Landscapes

  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reliefartiger Flächenverzierungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung, die dazu bestimmt sind, Wandflächen beliebiger Art, beispielsweise aus Stein, Kunststein, Holz oder Metallblech, mit reliefartigen Mustern zu versehen, ähnlich wie. sie bei den sogenannten Linkrustatapeten bekannt sind. Bisher wurden derartige Muster durch gravierte oder ähnliche Formen erzeugt, die entweder absatzweise nebeneinander eingepreßt wurden oder als Walzen ausgebildet waren. Die Herstellung dieser Formen ist aber ziemlich teuer, wobei noch ins Gewicht fällt, daß jede Form nur für ein einziges Muster verwendet werden kann, so daß man eine große Anzahl der teuren Formen vorrätig halten muß. Vielfach bleibt auch in den vertieften Stellen der Walzen o. dgl. ein Teil der plastischen Masse hängen, wodurch das erzeugte Muster naturgemäß leidet.
  • Bei einem etwas abgeänderten Verfahren hat man zur Erzeugung des Musters glatte Walzen verwendet, an denen einzelne Teile der plastischen Masse haftenbleiben, wodurch sie aus dem Zusammenhang der Oberfläche herausgerissen werden. Auf diese Art entsteht ein unregelmäßiges Muster, auf dessen Gestalt man jedoch keinen Einfluß ausüben kann, so daß es z. B. nicht möglich ist, auf diese Art die Wände von zwei Zimmern einer Wohnung verschiedenartig zu mustern.
  • Gemäß der Erfindung wird es ermöglicht, eine große Zahl verschiedenartiger Muster mit Hilfe eines einfachen und billigen Werkzeuges herzustellen. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß man zur Herstellung der Muster eine Walze verwendet, die aus einzelnen, von einer gemeinsamen Achse getragenen Scheiben zusammengesetzt ist. Dadurch, daß man Scheiben verschiedener Form in zahlreichen, verschiedenen Arten miteinander kombinieren kann, läßt sich mit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl verschiedener Musterscheiben eine große Zahl verschiedener Muster erzeugen. Diese Zahl wird noch dadurch vergrößert, daß man auch die seitlichen Abstände zwischen den Scheiben beliebig und gegebenenfalls zwischen verschiedenen Scheiben verschieden wählen kann. Eine Verbilligung gegenüber der Anwendung gravierter Formen ergibt sich-auch insbesondere dadurch, daß zur Erzeugung eines belebten Musters die Musterung der einzelnen Scheiben keineswegs kompliziert zu sein braucht; man kann vielmehr einfache Kreisscheiben verwenden, deren Umfang durch Lücken in Zähne unterteilt ist. Solche Kreisscheiben können ohne Schwierigkeit als Guß-oder Preßstücke oder auch aus runden Scheiben durch Stoßen o. dgl. erzeugt werden.
  • Beim Bedrucken von Flächen ist es bekannt, Scheiben ähnlicher Form, jedoch aus saugfähigem Stoff unter Zwischenfügung von Abstandsstücken auf einer Welle aufgereiht als Druckform zu verwenden, welche Druckfarbe von einer Farbwalze auf eine Druckfläche überträgt, um dieser ein gewebeähnliches Aussehen zu geben. Hierbei handelt es sich aber nicht um die Bearbeitung einer plastischen Schicht. Außerdem würde jede Form nur aus untereinander gleichartigen Druckscheiben zusammengestellt, so daß gemäß der Erfindung eine erheblich größere Mannigfaltigkeit von Mustern erzeugt werden kann.
  • Zur Erzeugung von Tiefporen in Holz ist es ferner bekannt, mehrere gezahnte Messerscheiben auf einer Welle pendelnd zu lagern. Die Anwendung einer ähnlichen Einrichtung zur Bearbeitung plastischen Wandbelages ist aber bisher nicht vorgeschlagen worden, obgleich bei den hohen Kosten gravierter Formen zweifellos ein Bedürfnis besteht, die Herstellung linkrustaartiger Wandbekleidungen zu verbilligen. Im übrigen ist hierfür die pendelnde Lagerung der Scheiben auch ungeeignet, weil man die Gestaltung des Musters zuwenig in der Hand hat und es insbesondere mit pendelnden Scheiben kaum möglich wäre, beim Ausbessern einer Stelle die Musterung beiderseits lückenlos an das vorhandene Muster anzuschließen.
  • Damit man gemäß der Erfindung bei gleicher Zusammenstellung der Scheiben und Zwischenstücke immer wieder genau das gleiche Muster erhält und so insbesondere früher hergestellte Flächen unauffällig ausbessern kann, werden erfindungsgemäß die einzelnen Scheiben verdrehungssicher miteinander verbunden. Dies kann in einfacher und zweckmäßiger Weise so geschehen, daß die Scheiben auf einer drehbaren Welle oder, was häufig einfacher ist, auf einer über einen stillstehenden Bolzen gezogenen drehbaren Hülse angeordnet sind, auf der sie durch Feder und Nut o. dgl. gegen Verdrehung gesichert sind. Die Abstände zwischen den einzelnen Scheiben werden in bekannter Art durch; Abstandshülsen festgelegt. Man kann so jedes Muster durch die verwendeten Musterscheiben und Abstandsstücke eindeutig bestimmen und jederzeit nach Belieben wiederholen.
  • Auf die beschriebene Art entstehen zunächst verhältnismäßig scharfkantige Musterungen; dieselben können aber durch nachträgliche Anwendung einer glatten Walze nach Belieben abgeplattet werden.
  • Auf der Zeichnung ist eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigen Abb. z die zusammengestellte Vorrichtung, Abb. 2 und 3 Abstandshülsen verschiedener Länge, Abb. 4 bis 9 verschiedene Musterscheiben. Ein vorzugsweise zweiteiliger Bügel a, der in eine Höhlung k eines Handgriffes 1 eingesetzt ist, trägt einen herausnehmbaren Bolzen b. Auf diesen Bolzen ist eine Hülse c aufgeschoben, die mit einem Federkeil d in beliebiger Weise verbunden ist. Nach Herausziehen des Bolzens b läßt sich. die Hülse c aus dem Bügel a herausnehmen, so daß man auf sie in beliebigem Wechsel die Musterscheiben e1 .... e5 und Abstandshülsen f, g aufsetzen kann. Die Scheiben e1 .... e5 und Abstandshülsen f, g enthalten. Nuten i, in welche der Federkeil d eingreift, so daß die einzelnen Teile sich gemeinsam mit der Hülse c drehen müssen und ihre gegenseitige Stellung eindeutig festgelegt ist.
  • Wie die Abb.4 bis 9 zeigen, können die einzelnen Scheiben von äußerst einfacher Gestalt sein. So zeigt Abb.4 eine einfache Kreisscheibe, in Abb.5 ist eine ähnliche Scheibe gezeigt, bei der an. einer Stelle ein Teil des Umfanges ausgespart ist, während der Umfang der Scheiben nach Abb. 6 bis B. in eine größere oder kleinere Anzahl von Zähnen unterteilt ist. Abb.9 zeigt eine Scheibe, welche in der Querrichtung gewölbt ist. Diese Scheibe läßt sich natürlich auf Wunsch auch in der gezahnten Form der Abb. 5 bis 8 herstellen.
  • Wenn zur Erzeugung eines bestimmten Musters die Scheiben und Abstandshülse in der gewünschten Anordnung- auf der Hülse c angebracht sind und diese mit Hilfe des Bolzens b drehbar im Bügel a gelagert ist, kann die Herstellung der Flächenmusterung beginnen. Der Apparat wird von Hand über die mit einer geeigneten plastischen Masse bedeckte Fläche gerollt, und zwar je nach Wunsch entweder nur in senkrechter oder nur in waagerechter Richtung oder auch in beiden Richtungen abwechselnd, wodurch sich weitere Variationsmöglichkeiten ergeben.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung reliefartiger Flächenverzierungen durch Eindrük-, ken einer abrollenden Form in eine auf die Fläche abgetragene plastische Schicht, dadurch gekennzeichnet, daß eine Walze verwendet wird, die aus Einzelscheiben mit verschieden gestaltetem Umfang zusammengestellt ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelscheiben in wechselndem Abstand voneinander auf einer Achse aufgereiht werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelscheiben gegen Verdrehung gesichert werden.
  4. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, bestehend aus einem Bügel (a.) mit auf einer Achse (b) angeordneten, verschieden gezahnten Kreisscheiben (ei .... e5). j.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie Abstandsstücke (f, g) verschiedener Breite enthält.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einzelnen Scheiben (ei.... e5) eine Querverbindung vorgesehen ist, welche die Scheiben in ihrer gegenseitigen Winkelstellung festhält.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (ei .... e5) von einer die Achse (b) umgebenden, mit einer Feder (c@ versehenen Hülse (c) getragen werden, deren Feder (d) in Nuten (i) der einzelnen Scheiben eingreift.
DEH137758D 1933-02-02 1933-02-02 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reliefartiger Flaechenverzierungen Expired DE613035C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743819C (de) * 1938-12-10 1944-01-03 Dora Luise Johanna Schrader Ge Verfahren zum Verzieren von Raumflaechen mit einem Reliefmuster
DE940036C (de) * 1951-04-26 1956-03-08 Adolf Eifert Vorrichtung zum plastischen Bemustern von Flaechen aller Art
JPS5392526A (en) * 1977-01-21 1978-08-14 Takenaka Komuten Co Method of executing jointed facing for concrete wall and tool used therefor

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE743819C (de) * 1938-12-10 1944-01-03 Dora Luise Johanna Schrader Ge Verfahren zum Verzieren von Raumflaechen mit einem Reliefmuster
DE940036C (de) * 1951-04-26 1956-03-08 Adolf Eifert Vorrichtung zum plastischen Bemustern von Flaechen aller Art
JPS5392526A (en) * 1977-01-21 1978-08-14 Takenaka Komuten Co Method of executing jointed facing for concrete wall and tool used therefor

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