AT2257U1 - Betonstein, insbesondere beton-pflasterstein, und verfahren zur herstellung eines solchen steins - Google Patents
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Abstract
Betonstein, insbesondere Beton-Pflasterstein, mit getrommelter Oberfläche, wobei die Länge (L), Breite (B) und Höhe (H) des Steins (20) durch Abspaltung von einem strangartigen Betonrohling (10) bestimmt sind, dessen Höhe (13) und Breite (12) die Länge (L) und Breite (B) des Steins (20) definieren.
Description
AT 002 257 Ul
Die Erfindung betrifft einen Betonstein, insbesondere Beton-Pflasterstein, mit getrommelter Oberfläche, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Betonsteins.
Betonsteine werden in den verschiedensten Formen und aus den verschiedensten Materialien hergestellt und sowohl als Pflastersteine als auch Mauer- und Begrenzungssteine verwendet. Besonders beliebt sind Sandsteinbetonsteine mit getrommelter Oberfläche, die optisch den Eindruck eines natürlichen Sandsteins vermitteln.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, quaderförmige Betonsteine dieser Art zu schaffen, die besonders einfach herstellbar sind, optisch den Eindruck eines natürlichen, steinmetzartig bearbeiteten Steins vermitteln und sich darüber hinaus durch eine hohe Frostbeständigkeit auszeichnen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Betonstein, insbesondere Beton-Pflasterstein, mit getrommelter Oberfläche, wobei die Länge, Breite und Höhe des Steins durch Abspaltung von einem strangartigen Betonrohling bestimmt ist, dessen Höhe und Breite die Länge und Breite des Steins definieren.
Durch die Abspaltung von einem strangartigen Betonrohling erhält der Betonstein eine großflächige und unregelmäßig strukturierte Spaltfläche, die optisch den Eindruck eines natürlichen Steins vermittelt, wobei bei der Abspaltung auch das eingebundene Korn gespalten wird. Dieser Eindruck entsteht insbesondere 2 AT 002 257 Ul dann, wenn der Betonstein von einem Sandsteinbeton-Rohling abgespalten wird. Dadurch, daß die Höhe und Breite des Rohlings die Länge und Breite des Steins definieren, erhält der hergestellte Betonstein eine hohe Druckfestigkeit. Die Sicht-, Fahr-und Gehfläche des Steins erstreckt sich nach dem Verlegen quer zur Strangrichtung. Nach dem Verlegen wird der erfindungsgemäße Betonstein also in Strangrichtung belastet. In dieser Richtung besitzt der Betonstein die größte Druckfestigkeit.
Schließlich läßt sich der erfindungsgemäße Betonstein aufgrund der beschriebenen Abspaltung von einem strangartigen Betonrohling besonders einfach hersteilen, wobei der Stein die getrommelte Oberfläche durch ein herkömmliches Trommelverfahren erhalten wird. Nach dem Spaltvorgang werden die Scheibenrohlinge in eine Drehtrommel gebracht, in welcher sich die Steine gegenseitig und gegen die TrommeIwandung bearbeiten derart, daß scharfe Kanten und Erhöhungen abgeschlagen und abgeschrammt werden. Die durch den Spaltvorgang bedingte rauhe Oberfläche wird dadurch ebener, fahr- und gehfreundlicher. Nach diesem TrommelVorgang werden die Steine entweder lose auf ein Fahrzeug geschüttet, von Hand oder mittels einer Maschine pa-lettiert.
Wie bereits erwähnt, wird ein besonders schöner Eindruck eines natürlichen Pflastersteins dann erhalten, wenn dieser aus einem Sandsteinbeton hergestellt ist. Dabei ist darauf zu achten, daß die Körnung ausreichend fest im Zement eingebunden ist, so daß bei der Abspaltung einer Rohlingscheibe auch das Korn bricht mit der Folge, daß man eine Spaltoberfläche erhält, die absolut natürlich aussieht. Dementsprechend eignen sich derartige Pflastersteine besonders gut zur Renovierung oder Neuerstellung von Gehwegen, Garten-Parkanlagen, Höfen oder dergleichen alter Burgen und Schlösser. Mit Sandsteinbetonsteinen der erfindungsgemäßen Art läßt sich ein naturgetreues Burghofpflaster erstellen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß zunächst ein strangartiger Betonrohling, insbesondere aus einer Art Sandsteinbeton, mit einer vorbestimmten Höhe, Breite und 3 AT 002 257 Ul Länge hergestellt wird. Der Betonrohling hat z. B. eine Länge von etwa 60 cm, eine Höhe von etwa 20 cm und eine Breite von etwa 10 cm. Nach dem Aushärten eines derartigen Betonrohlings erfolgt die erwähnte Abspaltung von Rohlingscheiben. Anschließend werden die Rohlingscheiben in der beschriebenen Weise getrommelt, so daß scharfe Kanten abgeschlagen und abgeschrammt und kantige Vorsprünge, insbesondere im Bereich der Spaltflächen, entfernt werden.
Die Abspaltung einer Rohlingscheibe vom strangartigen Betonrohling erfolgt vorzugsweise in zwei Schritten derart, daß zuerst der Betonrohling an zwei gegenüberliegenden Schmalseiten zwischen zwei messerartigen Leisten angepreßt wird, um dann in der "Knackebene" durch an den gegenüberliegenden Seiten einwirkende Spaltmesser vom Betonrohling vollständig abgebrochen zu werden. Dieses Vier-Seiten-Spaltverfahren hat sich als besonders effizient erwiesen. Man erhält auf diese Weise einen sehr ebenen Bruch, wobei die Spaltflächen entsprechenden Flächen eines Natursteins täuschend ähnlich sehen. Dies ist besonders wichtig, da die Spaltflächen die Sicht-, Fahr- und Gehflächen des Steins definieren sollen. Die beim Abspalten entstehenden scharfen Kanten, insbesondere Umfangskanten werden durch die beschriebene Trommelung der Steine entschärft.
Vorzugsweise werden zur Herstellung erfindungsgemäßer Betonsteine Betonrohlinge aus sogenanntem Santuro-Sandsteinbeton hergestellt. Die Betonrohlinge werden auf einer Steinfertigungsmaschine mit Unterlagsbrettern als Betonstränge gefertigt. Die Höhe der Rohlinge (Formhöhe) definiert nach dem Spaltvorgang die Länge des Pflastersteins, welche nicht unbedingt maßgenau sein muß und durchaus unterschiedliche Steinlängen enthalten kann. Die Breite des Rohlings entspricht nach dem Spaltvorgang der Zeilenbreite des Pflasters und ist sehr maßgenau .
Nachstehend wird die Herstellung eines erfindungsgemäßen Betonsteins anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. 4 AT 002 257 Ul
Es zeigen:
Fig. 1 einen Betonrohling in Form eines strangartigen
Quaders in perspektivischer Ansicht, von dem erfindungsgemäße Betonsteine abgespalten werden;
Fig. 2 das Anpressen des Betonrohlings gemäß Fig. 1 zur Herstellung einer Rohlingscheibe;
Fig. 3 das Abspalten einer Rohlingscheibe vom strangartigen Betonrohling nach dem vorangegangenen Anpressen; und
Fig. 4 die Weiterverarbeitung der Rohlingscheibe zur Herstellung des gewünschten Betonsteins.
In Fig. 1 ist ein quaderförmiger Betonstrang 10 dargestellt, der vorzugsweise aus Sandsteinbeton hergestellt ist. Dieser Betonstrang weist eine Länge 11, Breite 12 und Höhe 13 auf. Die Herstellung derartiger Betonstränge erfolgt auf einer herkömmlichen Steinfertigungsmaschine auf Unterlagsbrettern. Nach Aushärtung der Betonstränge 10 erfolgt die Abspaltung einer Rohlingscheibe, die in Fig. 4 mit der Bezugsziffer 14 gekennzeichnet ist, dadurch, daß der Betonstrang 10 zunächst an zwei gegenüberliegenden Schmalseiten, die die Breite 12 des Betonstrangs definieren, zwischen zwei messerartigen Leisten 15 in Richtung der Pfeile 16 in Fig. 2 angepreßt wird. Anschließend erfolgt die Abspaltung der Rohlingscheibe 14 durch an allen jeweils gegenüberliegenden Seiten einwirkende Spaltmesser 15 und 17, wobei die Spaltmesser 15 und 17 in Fig. 3 in Richtung der Pfeile 16 und 18 wirksam sind. Die Abspaltung einer Rohlingscheibe 14 vom strangartigen Betonrohling 10 erfolgt also durch zweistufiges Vier-Seiten-Spaltverfahren, so wie dies in den Fig. 2 und 3 angedeutet ist. Dieses Verfahren gewährleistet relativ ebene Bruch- bzw. Spaltflächen, die den Eindruck von Bruchflächen wie bei natürlichen Steinen vermitteln. 5 AT 002 257 Ul
Um die beim Abspalten entstehenden scharfen Kanten und Erhöhungen abzuschlagen bzw. zu entfernen, wird die abgespaltene Rohlingscheibe 14 entsprechend Fig. 4 in eine Drehtrommel 19 gebracht, in welcher sich die Rohlingscheiben gegenseitig und gegen die TrommeIwandung die scharfen Kanten und Erhöhungen ab-schlagen und abschrammen. Die durch den Spaltvorgang bedingte rauhe Bruch- bzw. Spaltfläche wird dadurch ebener und fahr- und gehfreundlicher. Randkanten werden abgerundet bzw. abgeschrammt. Es entsteht der gewünschte Betonstein 20 mit einer Länge "L", Breite "B" und Höhe "H", wobei die Länge "L" und die Breite "B" des fertigen Betonsteins 20 der Formhöhe 13 und Breite 12 des strangartigen Betonrohlings 10 entspricht. Die Höhe "H" des Betonsteins wird durch die Abspaltlänge 21 für die Rohlingscheibe 14 vom Betonrohling 10 bestimmt (siehe Fig. 2 und 4). Die natürlich strukturierte Bruch- bzw. Spaltfläche des in der beschriebenen Weise hergestellten Betonsteins 20 ist in Fig. 4 mit der Bezugsziffer 22 gekennzeichnet. Diese Flächen definieren im verlegten Zustand die Sicht- bzw. Fahr- und Gehflächen. Die Schmal- und Stirnseiten des Betonsteins 20 sind in Fig. 4 mit den Bezugszeichen 23 und 24 gekennzeichnet. Diese Flächen sind herstellungsbedingt relativ glatt und maßgenau. Dadurch ist der in der beschriebenen Weise hergestellte Betonstein auch sehr verlegefreundlich. Die Flächen 23, 24 entstehen bei der Herstellung des Betonrohlings 10. Sie sind Teil der die Formhöhe 13 und Breite 12 definierenden Flächen des Betonrohlings 10, welche bei der Herstellung desselben entstehen. Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind. 6
Claims (5)
- AT 002 257 Ul Ansprüche 1. Betonstein, insbesondere Beton-Pflasterstein mit getrommelter Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (L), Breite (B) und Höhe (H) des Steins (20) durch Abspaltung von einem strangartigen Betonrohling (10) bestimmt sind, dessen Höhe (13) und Breite (12) die Länge (L) und Breite (B) des Steins (20) definieren.
- 2. Betonstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bruch- bzw. Spaltflächen (22) gebrochenes Korn umfassen und die Sicht-, Fahr- oder Gehflächen des Steins (20) definieren.
- 3. Betonstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er aus Sandsteinbeton hergestellt ist.
- 4. Verfahren zur Herstellung eines Betonsteins, insbesondere Beton-Pflastersteins, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte: a) Herstellen eines strangartigen Betonrohlings (10), insbesondere aus Sandsteinbeton, mit einer vorbestimmten Höhe (13), Breite (12) und Länge (11); b) Aushärten des Betonrohlings (10) ; c) Abspalten einer Rohlingscheibe (14); und d) Trommeln der Rohlingscheibe (14) unter Abschlagen und Abschrammen scharfer Kanten und Entfernen kantiger Vorsprünge, insbesondere im Bereich der Bruch- bzw. Spaltflächen (22). 7 AT 002 257 Ul
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abspaltung einer Rohlingscheibe (14) vom strangartigen Betonrohling (10) in zwei Schritten erfolgt derart, daß zuerst der Betonrohling (10) an zwei gegenüberliegenden Schmalseiten zwischen zwei messerartigen Leisten (15) angepreßt (Pfeile 16) wird, um dann durch an allen jeweils gegenüberliegenden Seiten einwirkende Spaltmesser (15, 17) vom Betonrohling (10) abgebrochen (Pfeile 16 und 18) zu werden (Vier-Seiten-Spaltverfahren). 8
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