<Desc/Clms Page number 1>
Laufgewichtswage mit Verkaufskontrollvomchtung.
Zur geordneten Führung jedes Verkausfgeschäftes ist die strenge Kontrolle der Geldgebarung und des Warenein-und-ausga-nges unerlässlich. Die Überprüfung des beim Verkaufe der nach Gewicht gehandelten Ware erzielten Geldumsatzes konnte in neuzeitlich geregelten Geschäften wohl durch Registrierkassen bekannter Ausführung erfolgen, hingegen waren aber der Geschäftsinhaber wie auch der Käufer hinsichtlich des richtigen Gewichtes der verkauften Ware völlig der Gewissenhaftigkeit des im Geschäfte
EMI1.1
mittels eines Handhebels, einer Taste, einer Kurbel od. dgl., bewegt wird. Mit diesen Einstellorganen ist eine Registriereinrichtung zur unmittelbaren Ablesung, bzw. zum Kartenabdruck des eingestellten Gewichtes zwangläufig verbunden.
Die Ablesung kann auf den auf der Vorder-und Rückseite angeordneten Ableseeinrichtungen auf beiden Seiten dem Stellenwert entsprechend von links nach rechts erfolgen und es ist dabei Vorsorge getroffen, dass auf der Ableseeinrichtung und auch auf dem Kartendruck sowohl das Gewicht als auch die Warengattung und der Preis ersichtlich werden.
Die Verkaufskontrollvorrichtung nach vorliegender Erfindung ist ferner so eingerichtet, dass der Gewichtsaufdruck nur dann erfolgen kann, wenn die Warengattungs- und Preisanzeigevorrichtung eingestellt worden ist. Die Verkaufskontrollvorrichtung schliesst somit jede gewollte oder unbewusste Fehlwägung bzw. Fälschung von Gewichts-, Warengattungs-und Preisanzeigen aus.
Die Fig. 1-8 der Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführung der Erfindung, u. zw. in Fig. 1 die dem Verkäufer zugekehrte Stirnseite der auf einem Tisch oder Verkaufspult stehend gedachten Wage ; Fig. 2 einen senkrechten Längsschnitt ; Fig. 3 die dem Käufer zugekehrte Stirnseite ; die Fig. 4 bis 7 stellen Einzelheiten dar und Fig. 8 zeigt einen Längsschnitt durch die Waren-bzw. Preisregistriereinrichtung.
Die Wage und die Registriereinrichtung sind in einem metallenen Schutzkasten untergebracht.
Oberhalb des Schutzkastens befindet sich die Wagbrücke oder Wagschale 1, welche mittels den Schutzkasten mit entsprechendem Spielraum durchdringenden Stiften auf dem Brückenträger 2 ruht. Der Brückenträger 2 findet sein Auflager teils durch die auf der Lastschneide 4 des Laufgewichtsbalkens aufgesetzte Stütze 3, teils durch die Stütze 5, welche in einem Gehänge 9 des einarmigen Hebels 6 hängt. Da die Stützen 3 und 5 doppelt vorhanden sind, ist für eine stabile Lagerung der Wagbrücke in vier Punkten gesorgt. Die in den Stützen 5 auftretenden Belastungen werden durch Hebel 6, Gehänge 8, Rücküber- setzungshebel 7 und Gehänge 10 wieder auf die Lastschneide 4 des Laufgewichtsbalkens unvermindert übertragen.
Hebel 6 trägt auf einem Arm 6'das durch eine Rosettenmutter verstellbare Taragewicht 6", das zum genauen Austarieren der unbelastetenwage dient. Die Drehschneide 12 des Laufgewichtsbalkens H
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
tierten Laufgewichtseinrichtung mit selbsttätiger Kerbeneinstellung versehen und kann durch die, mittels eines ausserhalb des Schutzkastens angebrachten Griffes betätigte Arretierung 14 festgestellt oder freigegeben werden. Das als Rollköiper ausgebildete Laufgewicht 15 Viird durch den auf einer wagrechten, mit dem Gestell 13 fest verbundenen Eerbleiste 16 verschiebbaren Mitnehmer 17 zum Zwecke der Wägung von Kerbe zu Kerbe des Balkens 11 bis zur Gleichgewichtsherstellung verschoben.
Die auf dem Mitnehmer befestigte'und an den Kerbungen der Kerbleiste 16 federnd gleitende Rolle 18 bewirkt die selbsttätige
EMI2.2
annähernd gegen diese Kerbe bewegt wurde. Die Verschiebung des Mitnehmers 17 erfolgt in der beispielsweisen Ausführung mittels eines auf der im Gestell 19'befestigten Welle 19 drehbaren Einstellhebels-10, dessen einer Arm durch den Lenker 21 gelenkig mit dem Mitnehmer 17 verbunden ist. Der Handgriff des Hebels 20 ragt aus dem Schutzkasten heraus und wird in einem Schlitz des Schutzkastens gefahrt (Fig. 1). Neben dem Schlitz befindet sich auf dem Kasten die Bezifferung für den Gewichtswert der einzelnen Hebelstellungen. Der Hebel 20 hat ferner ein Zahnsegment 22.
(Fig. 4), welches mit einem Zahnrade des summierenden Zählwerkes 23 bekannter Ausführung derart in Verbindung steht, dass die Schaltung in bekannter Weise erfolgt. Das Zählwerk 2 : ; weicht von der bekannten Ausführung solcher Werke dadurch ab, dass es nach Fig. 7 (Schnitt*. und Längsansicht) gleichfalls mit einer federnd gelagerten Rolle 23'four jedes Schaltrad eines Stellenwertes ausgestattet ist, welche in die entsprechend geformten Kerbungen des Rades 24 eingreift und demnach die genaue Einstellung des Schaltrades bewirkt, wenn, ähnlich wie beim Handhebel 2C, eine auch nur annähernde Einstellung erfolgt.
Ebenso wie sich also der Mitnehmer j ! 7 durch die Wirkung seiner gesonderten Rolle auf den nächstliegenden Teilstrich einstellt, wird auch das Schaltrad des Zählwerkes unter dem Einfluss seiner gefederten Rolle auf die nächstliegende Ziffer sich einstellen. Beide Einstellungen haben aber nach der vorbesehriebenen beispielsweisen Ausführung einen zwangläufigen Zusammenhang. Durch die Verwendung der federnden Rolle an Stelle einer gewöhnlichen Blattfeder wird ein leichtes, nahezu reibungsloses Arbeiten der Schaltorgane erzielt.
Mit dem Ein. tell- hebel 20 steht noch mittels des Lenkers 25 (Fig. 4) das Typen-oder Ablesesegment 26 in gelenkiger Verbindung, welches auf der im Gestell 13 befestigten Welle 27 drehbar gelagert ist und ausserdem mit erhaben gravierten Ziffertypen versehene Typenbogen 28 und den am Schaufenster- ? 0 (Tig. 3) des Schutzkastens vorübergeführten Ablesebogen 29 trägt. Der Bogen 29 ist mit gut sichtbaren Ziffern versehen, welche im Schaufenster des Metallkastens erscheinen, wie Fig. 3 zeigt. Der in der beispielsweisen Ausführung dargestellte Handhebel kann auch durch eine Drucktaste oder ähnliche Konstruktionselemente ersetzt werden.
Zum Zwecke der Grob- und Feinauswägung auf der Wage kann die Laufgewichtseinrichtung mit selbsttätiger Kerbeneinstellung bei ein und derselben Wage mehrfach angewendet werden, so zwar, dass z. B. die erste Einrichtung mit einem Laufgewicht für ganze Kilogramme, die zweite für Zehntelkilo- gramme und die dritte für Hundertstelkilogramme oder noch kleinere Gewichtswerte versehen bzw. bestimmt ist. Jede Einrichtung erhält dann ihren besonderen Einstellungshebel und die mit ihm verbun- denen Mechanismen nach vorher beschriebener Ausführung. In der beispielsweisen Ausführung sind drei Laufgewichtseinrichtungen nebeneinander angeordnet und ihre drei Balken 11 mit einer gemeinsamen
Drehachse 12 gedacht, wie auch die Einstellhebel 20 jeder Einrichtung nebeneinander auf einer gemein- samen Welle 19 drehbar sitzen.
In Fig. 1 der Zeichnung ist die Anordnung der drei Einstellhebel 20 er- sichtlich. Anstatt der neben'den Führungsschlitzen des Kastens befindliehen Ziffern für die einzelnen
Stellungen der Einstellhebel kann auch durch Anordnung von gravierten Bogen oder Scheiben an den Einstellhebeln die Einrichtung getroffen werden, dass die den Gewichtswerten der Hebelstellungen entsprechenden Ziffern in Schaulöchern oberhalb der Führungsschlitze nebeneinander erscheinen (Fig. 5). Damit die Stellenwerte auf den Ablesungsvorrichtungen sowohl auf der dem Verkäufer zugekehrten Stirnseite der Wage (Fig. 1) wie auch auf der Käuferseite (Fig. 3) zum Zwecke der raschen Ablesung der Gewichte ohne Irrtum von links nach rechts angeordnet erscheinen, erfolgt die Verbindung der Einstellhebel 20 mit ihren zugehörigen Typen-bzw.
Ablesesegmenten 26 in der Weise, wie sie in Fig. 6 perspektivisch dargestellt ist. Demnach wird der Lenker 25 des in der Zeichnung ganz links befindlichen Einstellhebels 20 für die ganzen Kilogramme mit dem zugehörigen, in der Zeichnung ganz rechts befindlichen Typensegment 26 durch einen kurzen Bolzen 31, der Lenker des in der Zeichnung ganz rechts angeordneten Einstellhebels 20'mit seinem zugehörigen Segment 26'durch einen langen Bolzen 31'verbunden.
Damit auf der Wage auch in Gefässe zu füllende Waren nur nach ihrem Nettogewicht verwogen und registriert werden können, ist der Laufgewichtsbalken 11 mit einem skalierten und gekerbten Tara-
EMI2.3
trägt, das mittels des an der Zahnstange 35 befestigten Mitnehmers : J4 bewegt wird. Die Zahnstange 35 ist auf ihrer oberen Kante in genau gleich grossen Abständen und mit der gleichen Anzahl Kerben versehen, wie der Taraarm 32. In diese Kerben greift die am Gestell federnd befestigte Rolle 36 ein.
Die verzahnte Unterkante der Zahnstange 35 steht mit dem Zahnsegment 37 im Eingriff, welches auf der Welle 38 verkeilt ist und seine Drehung durch das gleichfalls auf der Welle 38 ausserhalb des Kastens befestigte Handrädehen. 39 erhält. Die Abtarierung des auf die Wage gestellten leeren Gefässes erfolgt mithin durch
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
EMI3.2
<Desc/Clms Page number 4>
Zurückbringer 76 gelenkig verbunden, welcher durch die Feder 77 ständig abwärts gezogen wird. Das Zahnrad 74 ist nur auf zwei Drittel seines Umfanges gezahnt, am restlichen Drittel sind die Zähne abgenommen, so dass bei der Anfangsstellung der Kurbel ein Eingriff in die Zahnstange 75 nicht vorhanden ist.
Der Eingriff findet erst statt, wenn die Kurbel so weit gedreht wurde, bis die Abdruckscheibe 60 (Fig. 4) durch Niederdrücken der Abdruckwalze 46 den Abdruck des ermittelten Gewichtes, Preises usw. bewirkt hat und die Abdruckwalze wieder hochgeschwungen ist. In diesem Moment nehmen die eingreifenden Zähne des Zahnrades 74 die Zahnstange 75 mit, der Zurückbringhebel wird entgegen dem Pfeil-
EMI4.1
Anzeigevorrichtungen in ihre Nullstellungen. Inzwischen ist die Handkurbel 64 in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt, demnach der zahnlose Abschnitt des Zahnrades 74 zur Zahnstange 75 gelangt, wodurch der
Eingriff unterbrochen wird und der freigewordene Zurückbringhebel 76 durch die Wirkung der Feder 77 im Sinne des Pfeiles zurückschnellt. Dadurch werden die Einstellhebel 20 bzw. 41 für eine neuerliche
Wägung fieigegeben.
Die vorbeschriebenen Einrichtungen können selbstverständlich für Wagen aller Tiagfähigkeiten angewendet werden, wie auch die getrennte Verwendungsmöglichkeit der Wage und der Warengattungs- und Preisanzeige gegeben ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Laufgewichtswage mit Verkaufskontrollvorrichtung und mit selbsttätiger Kerbeneinstellung des Laufgewichtes durch einenMitnehmer, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer auf seiner Führungs- stange nicht unmittelbar von Hand sondern mittels eines Handhebels, einer Taste, einer Kurbel od. dgl., bewegt wird, und dass mit diesen Einstellorganen eine Registriereinrichtung zur unmittelbaren Ablesung bzw. zum Kartenabdruck des eingestellten Gewichtes zwangläufig verbunden ist.