DE414658C - Einrichtung zur Registrier- und Kontrollwaegung - Google Patents

Einrichtung zur Registrier- und Kontrollwaegung

Info

Publication number
DE414658C
DE414658C DEW61842D DEW0061842D DE414658C DE 414658 C DE414658 C DE 414658C DE W61842 D DEW61842 D DE W61842D DE W0061842 D DEW0061842 D DE W0061842D DE 414658 C DE414658 C DE 414658C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
lever
levers
key
button
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW61842D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE414658C publication Critical patent/DE414658C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass
    • G01G1/18Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances
    • G01G1/26Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances with associated counterweight or set of counterweights

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Devices For Checking Fares Or Tickets At Control Points (AREA)

Description

  • Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. August 1922 ab. Es sind bereits Wägeeinrichtungen bekannt, bei denen die in einem geschlossenen Kasten untergebrachten Gewichte für gewöhnlich in Hochlage gehalten werden und durch Betätigung entsprechender Taster auf der Waage zur Wirkung kommen, wobei die Angabe des auf der Waage befindlichen Gewichtes in geeigneter Weise sichtbar gemacht wird.
  • Diese Wägeeinrichtungen habe. sich aber insofern nicht bewährt, als die Ausbildung und Lagerung der Gewichte nicht glücklich gewählt war, so daß die Waagen, wenn sie für größere Gewichte verwendet werden sollen, ziemlich umfangreich werden.
  • Diese Mängel sollen durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung vermieden werden, nach welcher die Gewichte als schwingbare Hebel ausgebildet und durch Stützen in Hochlage gehalten sind, die beim Niederdrücken der Tastenhebel sich senken, so daß der betreffende Gewichtshebel auf einer mit dem Waagebalken verbundenen Schiene zur Auflage kommt.
  • Zweckmäßig sind die die schwingbaren Gewichtshebel in Hochlage haltenden Stützen als Exzenter- :oder Daumenscheiben ausgebildet, die durch Betätigen entsprechender Tastenhebel entweder einzeln oder mehrere gleichzeitig gedreht werden können, wodurch die Gewichtshebel auf dem Waagebalken zur Wirkung gelangen.
  • Die Gewichtshebel werden vorteilhaft als Einheitsgewichte ausgebildet und die Daumenscheiben jeder Gewichtsgruppe (Einer-Dekagramme, Zehner-Del;agramme und Kilogramme) zu einem oder mehreren Zylindern vereinigt und diese durch einen einzigen Tastenhebel je nach der Größe seiner Bewegung um verschiedene Winkel gedreht, so daß die einzelnen Gewichtshebel nacheinander auf dem Waagebalken zur Auflage kommen.
  • In der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen gemäß dem Erfindungsgegenstand arbeitender Registrier- und Kontrollwaagen dargestellt, und zwar zeigen die Abb. i und 2 eine Waage in Seitenansicht und Draufsicht, Abb. 3 in schematischer Seitenansicht eine Abart der eigentlichen Waage, Abb. 4. in teilweiser Draufsicht eine andere Ausführungsform der Registrierwaage, Abb.5 und 6 eine innere Seitenansicht mit teilweisem Schnitt bzw. eine teilweise Draufsicht einer weiteren Ausführungsform der Waage.
  • Auf einer Grundplatte i (Abb. i und 2) sind an aufrechten Armen 2 die Waagebalken 3 schwingbar gelagert, mit denen die Waageschale ¢ zur Aufnahme der Ware verbunden ist, während sie auf der anderen Seite der Drehachse eine Querstange 5 tragen. Die Gewichte 6 sind als einarmige, um die Schneiden 7 auf einer Schiene 8 schwingbar gelagerte Hebel ausgebildet und entsprechen 1a2, I, I, 2, 5, 10 ', 1O, 20, 50 dkg und I, a und 2 kg (s. Abb. 2). Die Waage ist also für fast 6 kg Last verwendbar. Die Gewichte sind über der Querstange 5 angeordnet und werden durch Stützen 9, die mit Tastenhebeln io verbunden sind, in Hochlage gehalten, was durch Feder oder Gewichtsbelastung des Tastenhebels ermöglicht wird. Soll ein Gewicht 6 auf der Waage zur Wirkung gebracht werden, so wird der dem betreffenden Gewicht entsprechende, durch Ziffern bezeichnete Tasterknopf i i niedergedrückt, wodurch die Stütze 9 samt dem auf ihr ruhenden Gewicht 6 gesenkt und dieses auf die Querstange 5 zum Aufliegen I gebracht wird. Um den Tastenhebel io und mit ihm das Gewicht 6 in gesenkter Lage zu belassen, ist der Tasterknopf i i gelenkig j mit dem Hebel io verbunden und mit einer Nase 1a versehen, die bei niedergedrücktem Tastenhebel io unter eine Verriegelungsleiste 13 greift, an der sie festgehalten wird, wobei eine Feder 1 4. die Nase i:! in verriegelter Lage hält. Zur Freigabe des Tastenhebels wird der Tasterknopf i i etwas nach vorn gedrückt, wodurch die Nase i z mit der Leiste 13 außer Eingriff kommt, so daß der Tastenhebel i o durch Feder- oder Gewichtsbelastung hochgehen kann und das zugehörige Gewicht 6 vom Waagebalken abgehoben und wieder in Hochlage gebracht wird.
  • Für die gemeinsame Auslösung mehrerer niedergedrückter Tastenhebel wird die Verriege,ungsleiste 13 mittels des Tasterknopfes 15 hochgeklappt, wodurch die Nasen i z der Tastenhebel i o frei werden.
  • Die ganze Einrichtung ist von einem Gehäuse 16 eingeschlossen, das plombiert werden kann, so daß die Gewichte und der Stangenmechanismus gänzlich unzulänglich bleiben. Die Gewichtshebel 6 sind für Eichungszwecke mit Rektifizierscheiben 17 versehen.
  • Die Tastenhebel io sind über ihren Drehpunkt hinaus verlängert und am freien Ende mit einem Schildchen 18 versehen, das mit der dem zugehörigen Gewicht entsprechenden Ziffer versehen ist, die bei niedergedrücktem Tastenhebel hochgeht und dann in einem Fenster i9 der vorderen Gehäusewand für den Käufer sichtbar wird.
  • Die Gewichtsstützen 9 sind ebenfalls mit Ziffernplättchen ? 1 versehen, die in einem Fenster 23 in der Gehäuserückwand für den Verkäufer sichtbar werden und so diesem die auf der Waage befindlichen Gewichte sichtbar machen.
  • Anschläge 23 begrenzen die Schwingungen der Waagebalken.
  • Nach dem in Abb.3 ersichtlichen Schema der Wägeeinrichtung kommen die früheren Tastenhebel io in Wegfall, die Gewichte 6 sind hier um Zapfen drehbar, der Quer-; Balken 5, das Auflager für die Gewichte, ist an einer Verlängerung des unteren Waage-' Balkens 3 angebracht. Die Gewichte werden durch federnde Taster i il in Hochlage gehalten, wobei sie sich auf einen Fortsatz 91 der Taster stützen. Wie die Abb..l erkennen läßt, sind sämtliche Tasterknöpfe i i in einer Reihe angeordnet; die ersten neun entsprechen den Gewichtshebeln von i bis 9 dkg, die zweiten neun jenen von io bis 9o dkg und die letzten fünf von i bis 5 kg. Zur Vereinfachung - und Verbilligung der Herstellung sind die Gewichtshebel jeder Gruppe als Einheitsgewichte ausgebildet, d. h. jeder Gewichtshebel der Deka-Einheiten entspricht einem Gewicht von i dkg, jener der Deka-Zehner und der Kilogramme einem Gewicht von io dkg bzw. -i kg. Diese Gewichtsausbildung erfordert es, daß beim Niederdrücken eines Tasters, mit dem z. B. das Vierfache der Gewichtseinheit, sagen wir also ¢ dkg, auf dem Querbalken 5 der Waage zur Wirkung gebracht werden soll, sämtliche vorhergehenden Tastenhebel, die also den Gewichten i bis 3 dkg entsprechen, mit niedergedrückt werden, da ja beim Drücken des Tasters 4. tatsächlich vier Einheitsgewichte von je i dkg auf den Waagebalken wirken sollen. Für diesen Zweck sind alle mit Ausnahme der die Gewichtseinheit selbst betätigenden Tastenhebel mit Mitnehmern 51 versehen, in Form von nach der Richtung des Einheitstastenhebels wagerecht abgebogenen Lappen, welche auf den Nachbartastenliebel aufliegen. Beim Niederdrücken eines solchen Vielfachtasters werden daher alle Hebel mit niedrigerer Gewichtsangabe von den Xitnehmern gleichfalls niedergedrückt, so daß also eine Mehrzahl von Einheitsgewichtsliebeln zur Wirkung gelangt. Selbstverständlich wirken diese Mitnehmer nur für die Tastenhebel derselben Gewichtsgruppe; es besteht also keine Verbindung z. B. zwischen -dein Taster der Ziffer der Einer-Deka Lind dein mit Ziffer i -der Zeliner-Deka.
  • Entsprechend den drei Gruppen von Tasten-bzw. Gewichtshebeln sind auch drei Arretierschienen 13 für die Sperrung der niedergedrückten Tastenhebel vorhanden und daher auch drei Auslösehandhaben .48t, mit denen sämtliche gedrückten Taster der gleichen Gruppe gleichzeitig gelöst werden. Eine Einzelauslösung der Taster ist hier nicht vorgesehen, da wegen der Mitnehiner 51 die Taster dann ohnehin nur der Reihe nach gegen die niederste Ziffer hin ausgelöst werden könnten. Beim Abwiegen wird es daher zweckmäßig sein, zuerst niederbezifferte Taster und nach und nach die höheren zu betätigen, um ein oftmaliges Auslösen der gedrückten Taster zu vermeiden.
  • Um dieselben Gewichtshebel auch für größere als die dort bezeichneten Lasten benutzen zu können, kann Vorsorge getroffen sein, daß die Unterstützungspunkte des Waagebalkens verschoben werden können, um so das Übersetzungsverhältnis der Waagebalkenarme zu ändern.
  • Die Aufhängung und Freigabe der Gewichtshebel kann natürlich auch auf andere Art, als dies dargestellt wurde, geschehen, wie dies z. B. in den Abb. 5 und 6 gezeigt ist. Dort sind die Gewichtshebel 6 als Einheitsgewichte, also in jeder Gewichtsgruppe untereinander gleich, ausgebildet und werden erfindungsgemäß durch um eine wagerechte Achse 81 drehbare Daumenscheiben 82 in Hochlage gehalten, indem die Gewichtshebel 6 mittels entsprechender nach unten abgebogener Fortsätze 83, die am Ende zweckmäßig ein Röllchen tragen, auf der Umfangfläche der Daumenscheiben aufruhen. Bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform sind die Daumenscheiben 82 innerhalb jeder Gewichtsgruppe zu zwei Zylindern vereinigt, wobei die einzelnen Daumenscheiben, die init den einzelnen Gewichtshebeln zusammenwirken, derart geformt sein müssen, daß innerhalb jeder Gewichtsgruppe ein Gewichtshebel nach dem andern auf dein Waagebalken zur Wirkung gelangt entsprechend der jeweiligen Drehung der Daumenscheibenwalzen.
  • Die Vereinigung der Daumenscheiben 82 innerhalb jeder Gewichtsgruppe zu zwei Walzen hat gegenüber der Ausführung mit nur einer Walze den Vorteil, daß der Durchmesser der Daumenwalzen wesentlich kleiner sein kann, da für die Bewegung der einzelnen Gewichtshebel eine Drehung der Walze je um etwa 6o° verfügbar ist, während bei nur einer Walze bestenfalls ein Zehntel der vollen Umdrehung für jeden Gewichtshebel erforderlich ist. Es iriuß daher in letzterem Falle die mit dem Gewichtshebel zusammenwirkende Schrägfläche des Daumens 9 bedeutend schneller ausfallen, bzw. um das zu vermeiden, der Durchmesser der Daumenwalze vergrößert werden.
  • Die Betätigung der beiden Daumenwalzen jeder Gewichtsgruppe erfolgt durch einen um eine wagerechte Achse 83 schwingbaren Hebel 84., der einen Tasterknopf 85 trägt Lind mittels eines federnden Stellzahnes an ' einer mit den Ziffern o bis 9 versehenen Einteilung 86 verstellbar ist. An dem Tastenhebel 84. ist ein nach unten reichender Zahnbogen 87 befestigt, der mit den beiden an den einander zugekehrten Stirnflächen der beiden Daumenwalzen jeder Gruppe .angeordneten Triebrädern 88 zusammenwirkt. Da beim Bewegen des Tastenhebels die beiden Daumenwalzen immer nur nacheinander betätigt werden dürfen, um die einzelnen Gewichtshebel nacheinander auf dem Waagebalken zur Auflage zu bringen, sind die in die beiden Triebräder 88 eingreifenden Verzahnungen des Zahnbogens 87 auf diesem zueinander versetzt und aufeinanderfolgend angeordnet, so daß, wenn die eine Verzahnung mit dem zugehörigen Triebrad in Eingriff steht, das zweite Triebrad durch die zweite Verzahnung unbeeinflußt bleibt und umgekehrt.
  • Auf der Drehachse 83 jedes Tastenhebels 84 sitzt ein Zahnsektor 89, der mit einem Trieb go im Eingriff steht, dessen Drehung mittels Kettentriebes 9i, mittels Zahnstangen o. dgl. auf mit Ziffern besetzte Scheiben 92 übertragen wird, deren jeweilige Stellung durch das Fenster 93 fallweise sichtbar gemacht werden kann.
  • Die Drehung der Ziffernscheiben 92 wird mittels Kettentriebes 9¢ einem mit Drucktypen besetzten Rollensatz 95 mitgeteilt, von welchem die Gewichtsangabe auf einem Papierstreifen zum Abdruck gebracht werden kann. Das Fenster 98 ist gewöhnlich durch eine Blende 96 geschlossen, die erst nach erfolgter Wägung und Herstellung der Gleichgewichtslage, die an der Stellung der Zungen 97 kenntlich ist, von dem Verkäufer geöffnet werden muß, um der Kundschaft das Gewicht sichtbar zu machen und dieser dadurch eine Kontrolle zu bieten. Um aber auch den Kaufmann vor Betrug möglichst zu schützen, erfolgt mit dem Sichtbarmachen des Gewichtes für den Käufer zwangläufig auch der Abdruck der Gewichtsangabe.
  • Diesem Zweck dient der um eine Achse 98 schwingbare Hebel 99, der durch die vordere Gehäusewand nach außen reicht und mit einem Griff o. dgl. versehen ist, während das rückwärtige Ende des Hebels 99 mit der Blende 96 gekuppelt ist. Die Schwingbewegung des Hebels 99 wird mittels des Lenkers ioo auf einem die Sperrvorrichtung für den unter Federwirkung i o i stehenden Druckstempel io2 beeinflußten doppelarmigen Hebel io3 übertragen. Der Druckstempel 102 ist in einem an den Gehäusezwischenwandungen befestigten Laerkörper ioa gelagert, an dem auch der' Hebel 99 ,angelenkt ist.
  • Der Abdruck der Gewichtsangabe erfolgt auf drei Papierstreifen. Der eine befindet sich auf der Rolle io5, während die beiden andern als Doppelband auf der Rolle io6 oder auf zwei einzelnen Rollen aufgewickelt sind. Von den beiden oder mehreren Rollen laufen die drei Papierstreifen durch ein Paar Vorzugswalzen 107 und von dort in eine Führungshülse io8, die gegenüber dem Druckstempel und der jeweils zum Abdruck gelangenden Type der Rollen 95 mit einem Querschlitz versehen ist. Hinter der Druckstelle ist der einfache Papierstreifen durch einen Schlitz der Führungshülse io8 nach oben geführt und wird auf einer Rolle iog, die zweckmäßig unter Federwirkung steht, nach Maßgabe' des jeweiligen Vorschubes der Papierbahnen durch die Vorzugswalze 107 aufgewickelt. Die Rolle iog mit den auf dem Papierband verzeichneten einzelnen Wägungen dient dem Kaufmann als Kontrolle. Die Betätigung der Vorzugswalzen iog erfolgt durch den Hebel 99, der durch einen Lenker i io mit einem doppelarmigen Hebel i i i verbunden ist, der seinerseits an einem Schalthebel i 12 angreift, der auf das mit der unteren Wälze 107 gekuppelte Schaltrad i i3 einwirkt.
  • Das Vorziehen der Papierbahnen erfolgt beim Anheben des Hebels 99, also nach erfolgtem Abdruck der Gewichtsangabe.
  • In dem Lagerkörper der Druckvorrichtung ist noch ein Messer 11q. gelagert, das von Hand aus angehoben wird, um die beiden übereinanderlaufenden Papierbahnen, die aus der am Ende nach abwärts gebogenen Führungshülse io8 ragen, nach Verzeichnen von einer oder mehreren Gewichtsangaben fallweise abzuschneiden. Den einen Abschnitt erhält der Käufer, der andere bleibt zur Kontrolle beim Verkäufer oder der Barkassa.
  • Zum Schutze des Kaufmannes gegen etwaige nicht registrierte Wägungen ist die Einrichtung getroffen, daß eine Betätigung der Gewichtshebel nur bei hochgehobenem Druckhebel go, also nach erfolgtem Abdruck der Gewichtsangabe und nach erfolgtem Vorziehen der Papierbahnen möglich ist.
  • Für diesen Zweck trägt jede Daumenwalze 82 eine kreisförmige, mit Ausschnitten i 15 versehene Randleiste i 16. In den den Einstellungen des Tastenhebels 84 entsprechenden Lagen einer Daumenwalze 82 befindet sich ein Ausschnitt 115 der Randleiste 116 gegenüber einem Sperrzahn 117 eines um eine Welle 118 schwingbaren Hebels i i9. Auf der Welle i i8 sitzt ein aufrechter Ann 12o, der mit seinem freien Ende in die Bahn des Hebels 99 reicht und beim Niederdrücken desselben durch einen Fcrrtsatz 121 des Hebels 99 zum Ausschwingen gebracht wird. Dadurch wird der Sperrzahn 117 angehoben und greift in den Ausschnitt i 15 der Randleiste, so daß eine weitere Drehung der Daumenwalze 82 gesperrt ist. Sobald der Druckhebel 99 wieder angehoben wird, gibt sein Fortsatz 121 den Schwingarm 120 der Sperrhebel i ig frei, so daß diese unter dem Einfluß des Eigengewichtes sich nach unten bewegen und der Sperrzahn 117 aus dem Ausschnitt 115 tritt, wodurch, erst wieder eine Drehung der Daumenwalzen 82, also eine Betätigung der Gewichtshebel, möglich wird.
  • Um den Geschäftsinhaber vor Protektionswägungen zu schützen, d. h. solchen, bei denen der Verkäufer die Waren unter dem wirklichen Gewicht an die Kunden abgeben will, kann die Einrichtung getroffen werden, daß der Hebel 99 nur dann vollständig niedergedrückt werden kann, wenn die Zünglein der Waage in ihrer Gleichgewichtslage stehen, wobei natürlich ein Unterschied nach oben oder unten entsprechend 0,5 Dekagrammgewicht gewahrt ist. Für diesen Zweck kann durch den Hebel 99 mittels der Lenker i io und 122 eine Platte 123 betätigt werden, die bei der Gleichgewichtslage unter den vorteilhaft unter einer Glashaube befindlichen Zünglein 97 durchtreten kann, im anderen Falle aber an dem tiefer stehenden beweglichen Zünglein anstößt und so das weitere Niederdrücken des Hebels 99 verhindert. Die Unterstützung der Gewichtshebel durch Daumenscheiben ist nicht nur auf die Ausbildung der ersteren als Einheitsgewichte beschränkt, sondern auch bei voneinander verschieden schweren Gewichten möglich. In diesem Falle werden dann die einzelnen Daumenscheiben durch gesonderte Taster oder in anderer geeigneter Weise in Drehung versetzt.
  • Um ein rasches Wägen zu ermöglichen, sind unterhalb des Waagebalkens 3 zweckmäßig am Gehäuseboden i befestigte Anschläge 124 angeordnet, welche ein freies Auf-und Abschwingen des Waagebalkens erst bei einem geringen Gewichtsunterschied von wenigen Dekagrammen, z. B. zehn, zulassen.
  • Wenn erwünscht, kann mit der vorstehend beschriebenen Einrichtung noch eine Registriereinrichtung für die verschiedenen Waren und für die dafür entfallenden Geldbeträge verbunden werden, so daß dann auf dem Papierstreifen neben dem Gewicht auch die Ware und der Geldbetrag abgedruckt erscheinen.

Claims (6)

  1. PATRNT-ANSPRÜCHR: i. Registrier- und Kontrollvorrichtung an Waagen mit durch Tastenhebel nacheinander ein- und ausschaltbaren Gewichten, dadurch gekennzeichnet, daß die zweckmäßig innerhalb eines Gehäuses untergebrachten Gewichte als schwingbare Hebel (6) ausgebildet und durch Stützen (9) in Hochlage gehalten sind, die beim Niederdrücken der Tastenhebel (io) sich senken, so daß der betreffende Gewichtshebel auf einer mit dem Waagebalken verbundenen Schiene (5) zur Auflage kommt (Abb. i und 2).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastenhebel (io) mit Nasen (12) versehen sind, die bei niedergedrücktem Tastenhebel unter eine Sperrschiene (13) o. dgl. eingreifen, die zwecks Auslösung der Tastenhebel in geeigneter Weise verdreht oder verschoben werden kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Nasen (12) versehenen, die Tasterknöpfe tragenden Stifte mit den eigentlichen Tastenhebeln (io) gelenkig verbunden sind, um durch Ausschwenken des Tasterknopfes die niedergedrückten Tastenhebel einzeln von der Sperrung an der Schiene (13) zu befreien. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtshebel (6). in jeder Gruppe (Kilogramme, Zehner- oder Einer-Dekagramme) als Bleichschwere Einheitsgewichte ausgebildet und die Tastenhebel (i o) mit seitlichen Mitnehmern (51) versehen sind, die innerhalb einer Gewichtsgruppe den die nächstniedrigere Bezeichnung tragenden benachbarten Tastenhebel übergreifen, so d,aß beim Niederdrücken eines Tasters (1o) alle mit niederer Bezeichnung versehenen Tastenhebel durch die Mitnehmer gleichfalls niedergedrückt werden und tatsächlich nur die der angeschlagenen Taste entsprechende Zahl von Einheitsgewichten für die Wägung zur Wirkung kommt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die schwingbaren Gewichtshebel in Hochlage haltenden Stützen als Exzenter- oder Daumenscheiben (82) ausgebildet sind, die durch Einstellung entsprechender Tastenhebel entweder einzeln oder mehrere gleichzeitig gedreht werden können, wodurch die Gewichtshebel auf dem Waagebalken zur Wirkung gelangen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausführung der Gewichtshebel als Einheitsgewichte die Daumenscheiben (82) für jede Gewichtsgruppe (Einer-Dekagramme, Zehner-Dekagramme und Kilogramme) zu einer oder mehreren Walzen vereinigt sind, die durch einen einzigen Tastenhebel (8¢) je nach dem Maß seiner Bewegung um verschiedene Winkel gedreht werden, so daß die einzelnen Gewichtshebel nacheinander auf dem Waagebalken zur Wirkung gelangen.
DEW61842D 1921-08-09 1922-08-09 Einrichtung zur Registrier- und Kontrollwaegung Expired DE414658C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT414658X 1921-08-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE414658C true DE414658C (de) 1925-06-06

Family

ID=3673837

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW61842D Expired DE414658C (de) 1921-08-09 1922-08-09 Einrichtung zur Registrier- und Kontrollwaegung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE414658C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE414658C (de) Einrichtung zur Registrier- und Kontrollwaegung
DE601168C (de) Einrichtung zum Abdrucken von Zaehlerstandsangaben
AT95393B (de) Einrichtung zur Registrier- und Kontrollwägung.
DE436121C (de) Stempelapparat mit Zaehlwerk
DE589739C (de) Preiswaage mit als Druckstock ausgebildeter Skalentrommel
DE54948C (de) Geldkasse mit Vorrichtungen zum Anzeigen und Aufzeichnen vereinnahmter Beträge
DE685870C (de) Numerier- und Anzeigewerk fuer Rechenmaschinen, Buchfuehrungsmaschinen, Registrierkassen u. dgl.
DE234701C (de)
DE594014C (de) Waage mit Preis- und Gewichtsangabe
AT95392B (de) Einrichtung zur Registrier- und Kontrollwägung.
AT132920B (de) Druckvorrichtung an Preisberechnungswaagen mit einer durch das Hebelgestänge der Waage gedrehten Anzeigetrommel.
DE886668C (de) Rechenmaschine zur Durchfuehrung von Rechnungen mit mehr als zwei Rechenwerten
AT143589B (de) Druckvorrichtung für Waagen.
AT136043B (de) Vorrichtung zum Bedrucken von Preisschildern u. dgl.
DE55482C (de) Typenschreibmaschine
DE567704C (de) Vorrichtung zum Drucken und Ausgeben von Fahrscheinen
DE653043C (de) Apparat zur kontrolle der Bestellungen in Gaststaetten und aehnlichen Betrieben
DE56653C (de) Quittungs- und Kontroll - Druckapparat
DE563015C (de) Rechenmaschine mit Druckwerk und Gruppen von Kolonnenzaehlwerken und Gesamtzaehlwerken
DE401329C (de) Registrierkasse mit mehreren Addierwerken
AT20468B (de) Geldempfang- und Wechselvorrichtung.
DE464195C (de) Tastenhebelregistrierkasse zum Drucken von Einzelbetraegen und Summen
DE349659C (de) Registrierkasse mit einem Hauptaddierwerk, mehreren Gruppen von Nebenaddierwerken und einer entsprechenden Anzahl von Gruppen von Einstellorganen
AT144351B (de) Registrierkasse.
DE523894C (de) Maschine zum Drucken von Fahr- und Eintrittskarten