AT91879B - Verfahren zur Darstellung von Ketonen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Ketonen.

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  Verfahren zur Darstellung von Ketonen. 



   Es wurde die überraschende Beobachtung gemacht, dass die Ketonisierung von Monokarbonsäuren durch längeres Erhitzen der Säuren in flüssigem Zustande ohne Zusatz irgendwelcher Kontaktstoffe auf höhere, jedoch noch unterhalb des Siedepunktes der betreffenden Säure liegende Temperaturen von wenigstens   2600 bewerkstelligt   werden kann. 



   Es ist bereits bekannt, dass sich Karbonsäuren bei der Destillation ohne Zusätze unter partieller Bildung von Ketonen zersetzen, wie z. B. die   Cerotinsäüre   und die Stearinsäure (Beilstein. 1. S.   1006).   



  Dabei befindet sich die Säure aber nicht in flüssiger, sondern in Dampfform, es erfolgt auch keine ruhige, nur in einer Richtung verlaufende Abspaltung von Kohlensäure, sondern eine tumultuarische Zersetzung der Säure, bei welcher neben vielen anderen Zersetzungsprodukten auch in geringer Menge Keton gebildet wird. Dieser Literaturstelle war daher absolut nicht zu entnehmen, dass aliphatische   Monokarbonsäuren.   wie   Cerotin-oder Stearinsäure, durch   blosses längeres Erhitzen auf unterhalb ihrer   Siedepunkte   liegende, höhere Temperaturen auch nur zum geringsten Teile in Ketone verwandelt werden könnten, geschweige denn. dass die Ketonisierung praktisch quantitativ von statten gehen würde.

   Noch weniger hat die bekannte Bildung von Ketonen durch Erhitzen von   ss-Ketocarbonsäuren     (Bernthsen. Org. Chemie".   



  1906, S. 243) mit der in Rede stehenden   Ketonbi. Idung aus einfachen,   nicht substituierten Monokarbonsäuren zu tun. 



   Um z. B. die Ketone der höheren Fettsäuren darzustellen, genügt es, die betreffenden Säuren in einem einfachen Rührwerkkessel aus widerstandsfähigem Material, wie Gusseisen, einige Stunden auf   250 -300  zu   erhitzen. So wurden in einer grösseren Reihe von Versuchen je   20 leg technisch   reine Stearinsäure vom Schmelzpunkt   680 durch jeweilig dreistündiges   Erhitzen auf   2960 quantitativ   in technisch reines, vollkommen säurefreies Stearon vom Schmelzpunkt 84'6  verwandelt. Wie Stearinsäuren reagieren auch die anderen Säuren und   Säuregemisehe   unter restloser Bildung der betreffenden Ketone. 



   Entgegen der theoretischen Voraussetzung ist es nicht unbedingt nötig, die Nebenprodukte der Reaktion, Kohlendioxyd und Wasserdampf kontinuierlich abzuleiten, um die Reaktion in Gang zu halten. Die   Eetonisierung   verläuft vielmehr auch im geschlossenen Apparat, also unter Druck. Versuche ergaben, dass selbst eine Steigerung des Druckes bis 100 Atm. keine   Veränderung   der Reaktionrichtung herbeiführt. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI1.1 flüssigen Zustand ohne Verwendung von Kontaktstoffen einem längeren Erhitzen auf höhere, jedoch noch unterhalb des Siedepunktes der betreffenden Säure liegende Temperaturen von wenigstens 2500 EMI1.2 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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