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Transportable Kraftmaschinenanlage.
Als transportable Kraftmaschinenanlage dient meistens die Lokomobile, die aus einem Dampfkessel und einer darauf angeordneten Kraftmaschine mit hin-und hergehendem Kolben besteht. Diese seit langer Zeit benutzte und ausserordentlich verbreitete Anlage besitzt erhebliche Mängel, die bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtung vermieden sind. N : ich der Erfindung wird die transportable Kraftmaschinenanlage aus einem Kessel (Dampfkessel, Piessluftkessel od. dgl.) und einer
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so angeordnet, dass ihre Achse in der Längsrichtung des Kessels und des Fahrgestelles liegt.
Die bisher bekannten Lokomobilen gestatten wegen ihrer geringen Umdrehungszahl keinen direkten Antrieb ; es ist vielmehr die Anordnung einer grossen Riemenscheibe notwendig, damit durch Riemen- übertragung die Arbeitsmaschine die erforderliche Umdrehungszahl erhält. Diese Riemenscheibe muss' wegen ihrer Grösse seitlich neben dem Kessel liegen ; infolgedessen ist die Stab'lität der Lokomobile gering und man muss oft zum Ausgleich an der andern Seite des Kessels ebenfalls eine Schwungmasse anordnen. Dadurch wird die Lokomobile noch schwerer, als sie ohnehin schon ist. Bei der neuen Vorrichtung kann in vielen Fällen eine direkte Kupplung der Kraftmaschine mit der Antrieb, maschine erfolgen und auch dann, wenn sie für Riemenübertragung eingerichtet ward, bestehen die Übelstände der Lokomobile nicht.
Die Achse der Kraftmaschine kann stets in der Richtung des Kessels liegen, da eine grosse Riemenscheibe für den Antrieb der in Frage kommenden Arbeitsmaschinen nicht erforderlich ist. Es ergibt sich dadurch eine viel zweckmässigere Aufstellung der Maschinen. Der Vorteil der Aufstellung der Kraftmaschine auf dem Kessel tritt besonders bei einer Verbundanordnung hervor, weil mehrere Kraftmaschinen mit kreisendem Kolben bequem in einer Reihe nebeneinander auf dem Kessel aufgestellt werden können.
Bisher war es schon schwierig, eine zweistufige Verbundmaschine zu verwenden und die Anordnung von drei Maschinen mit hin-und hergehendem Kolben nebeneinander, welche Anordnung wegen der jetzt verwendeten hohen Kesseldrücke zweckmässig wäre, liess sich überhaupt nicht durchführen. Bei der direkten Kupplung hingegen können Dynamomaschinen, Verdichter und ähnliche
Hilfsmaschinen ohne weiteres auch auf dem Kessel neben der Kraftmaschine angebracht werden. Dadurch entsteht eine ausserordentlich leichte, billige und im Betrieb zweckmässige Kraftanlage, die in fertig montiertem Zustand verladen werden kann. Die Aufstellung der Anlage ist einfacher und sicherer, weil sie nicht in der Längsrichtung beansprucht wird und das umständliche Feststellen der Räder entfallen kann.
Die Maschine besitzt im Gegensatz zu den bekannten Lokomobilen ferner einen erschütterungsfreien Lauf, was für ihre Dauerhaftigkeit von wesentlicher Bedeutung ist. wogegen bei den bekannten Anlagen Kessel und Fahrgestell durch die ständigen Erschütterungen in hohem Grade angegriffen werden.
Es ergeben sich auch bei dauerndem Betrieb weniger leicht Störungen, wodurch insbesondere die Bp'nutzung in nicht technischen Betrieben, z. B. in der Landwirtschaft, erheblich gefördert wird.
Im übrigen besitzt die Anlage nach der Erfindung alle Vorzüge der an sich bekannten Kraftmaschine mit kreisendem. Kolben, welche Maschinen in jeder Stellung anlaufen. geringe Wartung erfordern und einen grossen Gleichförmigkeitsgrad besitzen ; diese bekannten Vorteile kommen somit bei der transportablen Kraftmaschinenanlage nach der Erfindung voll zur Geltung.
In der Zeichnung ist eine Ausführllngsform der Vorrichtung als Beispiel dargestellt. Auf dem in bekannter Weise mit einem Fahrgestell versehenen Kessel a ist eine Kratmaschine b mit kreisendem
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Kolben und sichelförmigen Arbeitsraum so angeordnet, dass ihre Achse in der Längsrichtung des Kess'els liegt. Die Maschine kann mit einer Riemenscheibe c versehen oder auch direkt mit einer auf dem Kessel angeordneten Arbeitsmaschine, z. B. einer Dynamomaschine d, gekuppelt sein.
PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Transportable Kraftmaschinenanlage, @dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Kessel (a) und einer darauf angeordneten Kraftmaschine (b) mit kreisendem Kolben besteht.