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FräserscMeifmaschine.
Bei der Maschine nach dem Patent Nr. 91800 ist um die Fräserdomspindel, die frei drehbar in ihrem Lager angeordnet ist, eine gewichts-oder federbelastete Kette gewunden, deren oberes Ende an einem quer zur Spindellängsriehtung verschiebbaren und feststellbaren Schlitten befestigt ist. Der Gewichts-oder Federzug bewirkt, dass die Spindel durch Reibung in der Arbeitsstellung (Schleifstellung}
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Gewichts- oder Federzuges angreift. Wird dagegen die Spindel entgegen dem Gewichts- oder Federzuge verdreht, dann kann das ohne nennenswerten Widerstand erfolgen, so dass diese Verdrehung für die Schaltung bzw. genaue Einstellung des Werkstückes benutzt werden kann.
Wird der Schlitten, an dem das Kettenende befestigt ist. verschoben, dann wird die Spindel verdreht, wobei die vordem geschilderten Verhältnisse hinsichtlich des Widerstandes gegen die Verdrehung der Spindel in der einen Richtung und der Nachgiebigkeit gegen die Verdrehung in der andern Richtung durchaus aufrecht erhalten bleiben. Die mit Hilfe des Schiebers bewirkte Spindelverdrehung wird benutzt, wenn es sich darum handelt, Fräser mit schraubenförmig gewundenen Zähnen zu schleifen, bei denen also die Spindel den schraubenförmigen Zähnen entsprechend während der Schleifarbeit verdreht werden muss.
Kommt es darauf an, Werkstücke unter erheblichem Schleifdruck zu bearbeiten, dann sind die bisher bekannt gewordenen Einrichtungen
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Schaltung erschwert, so dass man entweder gezwungen ist. Einrichtungen zu treffen, die die Bremswirkungwährend der Schaltung aufheben oder aber das Schaltgetriebe stark belasten muss. damit es den Reibungwiderstand überwinden kann. In jedem Falle leidet dadurch auch die Schleifarbeit, indem federzungen in das Getriebe gelangen, welche die Erzeugung gerader Schnittflächen unterbinden. Während nun bei der geschilderten Vorrichtung die Kette nur einmal um die Spindel gewunden ist. soll erfindungsgemäss nunmehr die Kette mehrere Male um die Spindel gewunden werden.
Dadurch wird erzielt, dass eine Verdrehung der Spindel in Richtung des Kettenzuges praktisch gänzlich ausgeschlossen wird, weil der Reibung-
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kann die Verdrehung der Spindel in der andern Richtung nach wie vor ohne nennenswerten Widerstand erfolgen. Es ist also erreicht, dass auf der einen Seite die Spindelbremsung hohen Schleifdrücken entspricht, während auf der ändern Seite dadurch die Möglichkeit der leichten Spindelverdrehung zum Zwecke der Schaltung nicht aufgehoben wird.
Nun kommt es aber darauf an, dass die einzelnen Kettenwindungen sieh nicht berühren, denn sobald eine Verdrehung der Spindel von dem Schlitten aus, an dem das Kettenende befestigt ist, stattfindet, ruht die Kette nicht mehr, sondern sie wickelt sich teilweise auf und teilweise ab, wobei natürlich die Kettentrumen, wenn sie sich berühren, aneinander schleifen und nicht nur die Wirkung beeinträchtigen, sondern auch zerstört werden. t Um dieses zu vermeiden, ist der für die Windungen auf der Spindel in Betracht kommende Kettenteil so gestaltet, dass die Kettenglieder fortlaufend nach einer Seite gegeneinander versetzt sind, während die freien Enden der Kette gerade verlaufen.
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Auf dem Maschinengestell A ist der Spindelstock. S längsve. rschiebbar angeordnet, mit welchem Spindelstock eine Schieberführung C verbunden ist, in der ein Schieber D quer zur Spindellängsrichtung verschiebbar ist. Dieser Schieber trägt an seinem unteren Ende einen Gleitstein E, welcher zwischen den durch Stellschrauben verbundenen Führungen. F gleitet, die von dem Handrade G aus mittels Wurmtriebes beliebig schräg eingestellt werden können, so dass also bei der Längsverschiebung des Spindelstockes B der Schieber D quer zur Spindellängsrichtung verschoben wird, wenn die Führungen F (abweichend von der in Fig. 1 dargestellten Stellung) schräg eingestellt sind. Es ist nun an dem oberen Ende des Schiebers D die Kette a befestigt.
Diese Kette ist in mehreren (drei) Windungen um die Spindel bzw. eine mit der Spindel verbundene Büchse b gewunden. welche Büchse in den Lagern H des Spindelstockes frei drehbar gelagert ist. Das andere Ende der Kette sitzt an einem Federbolzen c, der am unteren Schieberende d längsverschiebbar gelagert ist und durch die um ihn gewundene Feder e nach unten gezogen wird. Die Feder p braucht nur ganz schwach zu sein, weil die drei Kettenwindungen auf der Spindel an sich schon einem so grossen Reibungswiderstand gegen das Verdrehen der Spindel in der einen Richtung ergeben, dass es eines nachdrücklichen Gewichts-oder Federzuges am Kettenende nicht mehr bedarf.
Es handelt sich mehr darum, das Kettenende nachgiebig zu befestigen, um die Kette hinsichtlich ihrer Lage in Ordnung zu halten.
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dass sie beim Umlegen auf der Spindel je nur um die Kettenstärke versetzt erscheinen, also sieh zwar berühren, aber nicht aneinander drängen.