<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur Übertragung von Signalen oder anderen Wirkungen nach fahrenden Eisenbahnzügen oder anderen bewegten Körpern.
Bei den bisher bekannten drahtlosen Übertragungen nach Eisenbahnziigen befand sich auf der Lokomotive oder in dem Zuge eine Empfangseinrichtung gewöhnlicher Art. die durch eine ausserhalb be- findlirhe Gebeanlage beeinflusst werden konnte. Diese Einrichtungen haben insbesondere den Nachteil, dass die an den einzelnen. räumlich weit voneinanderliegenden Blockstationen befindlichen Sender mit Engerie
EMI1.1
streckebefindlicheMetallmassenbeeinflusstwerden.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung dadurch beseitigt. dass auf der Lokomotive des fahrenden Eisenbahnzuges der Erzeuger elektrischer Schwingungen untergebracht wird. an bestimmten Stellen des Bahnkörpers aber Mittel zur Beeinflussung der Energie dieses Erzeugers.
Als Erzeuger der elektrischen Wechselströme eigner sich insbesondere ein Kathodengenerator, der so angeordnet ist. dass seine Energie vermittels einer Spule auf einen auf dem Bahnkörper befindlichen
EMI1.2
im allgemeinen als Beispiel eine Röhrenschaltung, wie sie für den gegebenen Zweck benutzt werden kann. Es ist 1 die Kathodenstrahlröhre ; die mit einem Schwingungskreis : ! in an sich bekannter Weise
EMI1.3
auch der Anodenstrom in. Wie hieraus hervorgeht. kann die Wirkung der plötzlichen starken Strom- änderung hervorgebracht werden durch eine Zunahme der Dämpfung des mit der Röhre verbundenen
EMI1.4
EMI1.5
Als Auslösekreis wird zweckmässig eine armierte Spule benutzt die so angeordnet ist. dass eine Beschädigung durch umherfliegende Steine u. dgl. ausgeschlossen ist. Als Konstruktionsform dient z. B. ein Eisenrohr. welches die Windungen umschliesst und in das auch gleichzeitig der zweckmässig zylindrisch gestaltete Kondensator des Sehwingungskreises eingeschlossen ist. Hierbei muss jedoch darauf geachtet
EMI1.6
EMI1.7
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
schwellen durch Holzschwellen zu ersetzen. oder wenigstens eine leitende Verbindung zwischen den Schwellen und Schienen zu vermeiden.
Die Einrichtung kann verschiedenen Zwecken diener. z. B. zu Signalzwecken, um etwa den Lokomotiv-oder Zugfiihrer aufmerksam zu machen, dass ein zu beobachtendes Streckensignal sich nähert,
EMI2.2
losung von Kraftwirkungen, etwa zur Betätigung der Bremse.
Handelt es sich z. B. darum, den Lokomotivführer auf ein sich näherndes Streckensignal aufmerksam zu machen, so wird eine optische oder akustische Signalvorrichtung an den Kathodenkreis der Röhre angeschlossen. Sobald dann der Zug den auf dem Bahnkörper in gewisser Entfernung vor dem Streckensignal befindlichen geschlossenen Kreis M überfährt, ertönt das Signal. Die Einrichtung wird dann zweckmässig so getroffen, dass das Relais nach einmaliger Auslösung solange den Stromkreis des optischen oder akustischen Signals geschlossen hält, bis es von Hand wieder zur Ruhe gesetzt wird. Das jedesmalige Ansprechen kann durch einen Chronographen oder durch Registrierapparate aufgezeichnet werden ; um eine Kontrolle für den Lokomotivführer zu haben.
Die Erfindung gestattet auch den verschieden langen Bremswegen verschiedener Arten von Zügen, z. B. Schnellzügen. Personenzügen, Güterzügen in einfachster Weise Rechnung zu tragen. Man braucht
EMI2.3
finden zu lassen und andere auszuschliessen.
Die Züge werden nach Massgabe ihres Bremsweges in etwa drei Gruppen eingeteilt, z. B. Schnell- ziige, Personenzüge und (iüterzüge. Die Sender auf den Lokomotiven werden für jede der genannten drei Gattungen auf eine andere Wellenlänge abgestimmt. Vor dem Punkte, an dem die Züge bei einem Haltesignal zum Stehen gebracht werden müssen, befinden sich in den Abständen der grössten Bremawege für die drei Xuggattungen abgestimmte Auslösekreise, deren jeder auf die der betreffenden Zugart eigentümliche Welle abgestimmt ist. Ein Personenzug wird also z. B. nur auf die für ihn bestimmte Spule 13 an-
EMI2.4
jede eine besondere Art von Lokomotiven, so dass die Trennung der Wellenlänge keine praktischen Schwierigkeiten machen dürfte.
Sollte in besonderen Fällen eine Lokomotive für mehrere Zuggattungen verwendet werden. so müsste eine Umstellung der Wellen stattfinden. Diese dürfte sich in einfacher Weise vornehmen lassen, da eine Einstellung auf Optimalkopplung für jede Welle mit Rücksicht auf die sehr reichliche Reichweite nicht notwendig ist. Um die automatische Auslösung der Bremse nur zu bewirken, wenn das Streckensignal auf. Halt" steht, werden die auf dem Bahnkörper befindlichen abgestimmten Kreise zweckmässig mit ausschalter versehen, die mit dem Streckensignal so verbunden sind, dass sie die Kreise aussehalten und dadurch unwirksam machen. wenn das Signal auf"freie Fahrt"steht. Hiezu genitgt auch statt Ausschalten eine Verstimmung.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung gestattet auch verhältnismässig einfach die Übertragung mehrerer Wirkungen nach bewegten Körpern. Am einfachsten ist es, sowohl die Generatoranordnung als auch die Auslösemittel mehrfach anzuordnen und an jeden Generator eine besondere Vorrichtung zur Aufnahme oder Kenntlichmachung jeder Wirkung besonders anzuschliessen. Für jede Wirkung kann dann eine besondere Hochfrequenzabstimmung Platz greifen, so dass sie sich nicht gegenseitig stören. Es genügt aber auch. nur einen der beiden Teile, z. B. das Auslösemittel, entsprechend der Zahl der gewünschten Wirkungen mehrfach vorzusehen. Beim Eisenbahnbetrieb käme eine Übertragung mehrerer Wirkungen auf die Lokomotive in Betracht, um z.
B. dem Lokomotivführer vor automatischer Auslösung der Bremse zunächst ein akustisches Vorsignal zu geben. Wird auf dieses Vorsignal hin die Bremse von Hand ausgelöst, so kann durch einen mit dem Bremshebel verbundenen Schalter der die Schwingung aussendende Schwingungskreis unterbrochen oder verstimmt werden, so dass beim Überfahren des nächsten Auslösekreises eine Wirkung auf die Bremse nicht mehr stattfindet.
Man kann die Anordnungen auch so treffen. dass durch die Handbetätigung des Bremshebels die Verbindung zwischen dem die Bremse zwangläufig auslösenden Relais und der Bremsvorrichtung unterbrochen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Übertragung von Signalen oder anderen Wirkungen nach fahrenden Eisenbahn- zügen oder anderen bewegten Körpern, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Zug oder dem bewegten Körper ein Generator für elektrische Schwingungen und an bestimmten Stellen des Bahnkörpers oder an Punkten der Bahn des bewegten Körpers Mittel vorgesehen sind, die durch Aufnahme der Schwingungsenergie des Generators die Auslösung einer Wirkung (z. B. Signalübertragung) auf dem bewegten, Körper zur Folge haben.