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Flugzeugzerstörer.
Bei unfreiwilliger Landung des Flugzeuges auf feindlichem Boden liegt das Bedürfnis vor, das Flugzeug so zu zerstören, dass es für die Wiederverwendung durch den Feind un- brauchbar wird.
Ein zu diesem Zweck verwendbarer Flugzeugzerstörer muss, um kriegsbrauchbar zu sein, folgenden Ansprüchen genügen : I. Muss er einfach zu bedienen sein und genügend rasch und sicher wirken,
2. darf er weder durch äussere Abmessungen noch durch Gewicht das Flugzeug un- nötig belasten,
3. darf die Zerstörung des Flugzeuges nicht mit Gefahr für Personen verknüpft sein, um den Flieger nicht feindlicher Rache auszusetzen. Es verbietet sich deshalb die Verwendung von Sprengmittel.
Der Flugzeugzerstörer vorliegender Erfindung entspricht völlig diesen Anforderungen und hat bei der praktischen Erprobung seine sichere Wirkung und Kriegsbrauchbarkeit erwiesen.
Bei den bisher versuchten Flugzeugzerstörern beabsichtigte man durch Inbrandsetzung einzelner leichter brennbarer Teile, z. B. der Tragflächen, das Flugzeug zu zerstören. Dies gelingt nicht und führt günstigstenfalls nur zu Zerstörung verhältnismässig unwichtiger und leicht ersetzbarer Teile, z. B. der Trag-und Steuerflächen.
Der Gedanke vorliegender Erfindung geht von der Erwägung aus, die Brennstoffenergie des im Tank mitgeführten Benzins zur Zerstörung des Flugzeuges auszunutzen. Um diese Energie mit der beabsichtigen Wirkung auszunutzen, ist es nötig, den Benzin in jeder beliebigen Lage des Flugzeuges so zum Austritt aus dem Tank zu bringen, dass es nach eingetretener Entzündung den Rumpf des Flugzeuges in Flammen hüllt und gleichzeitig mit der Zerstörung desselben auch die Unbrauchbarmachung des Motors und anderer wichtiger Teile herbeigeführt.
Dies geschieht nach vorliegender Erfindung dadurch, dass eine flüssiges Metall liefernde Thermitmischung zur Anwendung kommt, welche in einem Gefäss geeigneter Grösse und Form so angeordnet ist, dass nach erfolgter Entzündung Scheidung von flüssiger Schlacke und flüssigem Metall eintritt. Dieses letztere durchschmilzt sowohl die Aufschlagstelle, als auch - nach dem Durchfallen durch das Benzin-den Boden des Benzintanks. Durch den bedeutenden Wärmeinhalt der einfliessenden Thermitmasse wird das Benzin zum Aufwallen, Verspritzen und Verdampfen gebracht. Die Entzündung des Benzins erfolgt zuweilen schon durch die glutflüssige Thermitmasse, sie tritt aber nicht mit Sicherheit ein ; weil die einfliessende Thermitmasse sehr leicht im Benzin erlischt.
Es ist deshalb in vorliegender Erfindung ein an dem Flugzeugzerstörer beliebig an- geordneter Brandstoff vorgesehen, der durch die Thermitmischung oder gleichzeitig mit dieser entzündet wird und die Aufgabe hat, das durch die Thermitwirkung dampfförmig oder flüssig austretende Benzin sicher zu entzünden.
Der Erfolg ist wesentlich davon abhängig, dass I. eine für den beabsichtigten Zweck ausreichende Menge des Thermits zur Verwendung kommt,
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2. dass in dem verwendeten Gefäss die möglichst glatte Scheidung vom flüssigem Metall und Schlacke zustande kommt, da das Durchschmelzen des Tanks nur durch das flüssige Metall erfolgt und bei nicht genügender Scheidung ausfliessende Schlacke das Durchschmelzen leicht verhindert.
Die Zeichnung stellt eine Ausführungsform des Flugzeugzerstörers nach vorliegender Erfindung dar, bei welcher der Brandstoff als Thermitgefäss ausgebildet ist.
1 ist ein zylindrisches Gefäss aus Elektronmetall oder aus einem anderen leicht brennbaren Stoff und wird durch die abbrennende Thermitmischung auf Entzündungstemperatur erhitzt. 2 stellt ein gegebenenfalls mit Ausflusslöchern versehenes, aus Pappe, Asbest, Holz oder einem anderen geeigneten Material bestehendes Gefäss dar und hat in der beschriebenen Ausführungsform die Aufgabe, die zu rasche Übertragung der Reaktionswärme des Thermits auf das Elektrongefäss zu verhindern, einerseits um die Reaktionswärme des Thermits möglichst zu erhalten, andrerseits um das seitliche Durchschmelzen zu verhindern. 3 ist die Thermitmasse, 4 Anfeuerungsmasse, 5 der Deckel mit dem Zünder 6 und Lüftungsöffnungen 7.
Die Wirkungsweise des vorstehend beschriebenen Zerstörers ist wie folgt :
Nach erfolgter Landung stellt bzw. hängt der Flieger den gegebenenfalls mit einer geeigneten Aufhängevorrichtung versehenen Flugzeugzerstörrer unmittelbar auf bzw. über den Tank und bringt ihn mittels Reisszünders zur Entzündung.
Das Thermitgemisch brennt ab ; es erfolgt Scheidung von flüssiger Tonerde und Metall ; letzteres durchschmilzt zuerst den Boden des Thermit-und Elektrongefässeg, dann die Tankwandung, fällt mit zischendem Geräusch durch das Benzin und durchschmilzt auch noch den Boden des Tanks. Dem flüssigen Metall folgt die Schlacke, welche auf dem Boden des Tanks liegen bleibt und ihre ganze Wärmemenge an das Benzin abgibt. Dieses kommt zum Aufwallen und Verdampfen und entzündet sich glatt an dem brennenden Elektrongefäss.
Abfliessendes brennendes Elektronmetall setzt auch das aus dem Boden des Tanks ausfliessende Benzin sicher in Brand.
PATENT-ANSPRUCHS : r. Flugzeugzerstörer, dadurch gekennzeichnet, dass eine in einem Gefäss angeordnete Thermitmischung verwendet wird, welche auf geeignete Weise entzündet, sich in flüssige Schlacke und in flüssiges Metall scheidet, welch letzteres den Benzintank durchschmelzen und das Benzin zum Austritt bringen soll, und dass ferner an dem Flugzeugzerstörer ein Brandstoff angeordnet ist, der durch das Thermitgemisch oder auf andere geeignete Weise entzündet wird und die sichere Zündung des austretenden Benzins bewirkt.
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