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Einrichtung zur Übertragung von Schallwellen auf elektrischem Wege.
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elektrischem Wege, und zwar handelt es sich im wesentlichen um die Aufzeichnung der Schallwellen nach dem Poulsenschen Verfahren auf einen Stahlstreifen. In der Regel werden die Gespräche auf magnetischm Wege auf dem Stahlband aufgezeichnet und zu einer beliebigen Zeit mittels einer Telephoneinrichtung wieder abgehört.
Derartige Stahlbänder können aber nicht zur lauten Wiedergabe des Gespräches benutzt werden, da ihr Magnetismus nicht genügend stark ausgeprägt ist, um so kräftige Schwingungen der Membran zu erzielen, dass das Gespräch weithin hörbar ist. Man hat daher vorgeschlagen, zum Zwecke der verstärkten Wiedergabe der Gespräche eine Liebensche Röhre zu verwenden, mit der e ; n Lautsprechtelcphon verbunden ist.
Es ist ferner vorgeschlagen worden bei der Aufnahme von Gesprächen oder Tönen mittels eines Mikrophonstromkreises Liebensche Röhren oder andere Verstärkungseinrichtungen zu verwenden, um einen kräftigen Strom zu erzeugen, der zur Speisung des Elektromagneten dienen soll, der den Gravier-oder Zeichenstift zur Aufzeichnung von Phonogrammen bewegt.
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Erzeugung entsprechender Stromschwankungen in einem Magnetsystem verwendet, und diese Stromschwankungen werden durch ein Relais (z. B. eine Liebensche Röhre) verstärkt auf ein zweites Magnetsystem übertragen, das ein zweites Stahlband entsprechend magnetisiert.
Da das Relais aber nicht nur die durch das Gespräch bewirkten Stromschwankungen verstärkt, sondern auch die Fehler, so muss darnach getlachtet werden, diese möglichst zu verringern. Zu diesem Zwecke wird an Stelle des Mikrophous zur Aufnahme des Gespräches zweckmässig ein unter dem Einflusse der Schallwellen stehendes Telephon verwendet, so dass reine, keine Nebengeräusche enthaltende Schwingungen übertragen werden. Ausserdem bedarf das Telephon keiner besonderen Stromquelle.
An Stelle des Telephons kann eine Selenzelle verwendet werden, die in bekannter Weise mittels einer von den Schallwellen gesteuerten Beleuchtungseinrichtung mehr oder weniger belichtet wird.
In Fig, i der Zeichnungen ist eine Aufnahmevorrichtung gemäss des Erfindung als Ausführungsbeispiel dargestellt. An der Empfangsstelle A, die an einer beliebigen Stelle sein kann, befindet sich z. B. ein Bellsches Telephon 1, das zur Aufnahme von Gesprächen benutzt werden kann. Dieses ist über Leitungen 2, 21 mit einem Verstärkungsrelais 3 bekannter Art (z. B. einer Liebenschen Röhre) verbunden, das die vom Telephon 1 ausgehenden Stromschwankungen in vielfacher Verstärkung über die Leitungen 4, 41 weitergibt. Das Relais 3 ist in seinen Einzelheiten nicht dargestellt, da die Bauart des Relais selbst mit dem Erfindungsgedanken nichts zu tun hat und ausserdem bekannt ist. Die Leitungen 4, 41 führen zur Empfangseinrichtung B, die in an sich bekannter Weise aus einem Poulsenschen Empfangsapparat besteht.
Dieser setzt sich zusammen aus zwei Elektromagneten 5, deren Wicklungen an die Leitungen 4, 41 angeschlossen sind. Zwischen den Kernen der Elektromagnete wird das Stahlband 6 hindurchgeführt, das von der einen Rolle 7 abgewickelt und auf eine zweite Rolle 8 aufgewickelt wird, nachdem das Stahlband
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beim Hindurchgang zwischen den Elektromagneten den Stromsehwankungen entsprechend magnetisiert wurde. Dieses Stahlband kann sehr vorteilhaft zur Wiedergabe von Gesprächen, Ausführungen usw. zusammen mit kinematographischen Bildern benutzt werden, da ein vollkommener Synchronismus erzielbar ist.
An Stelle des Telephons 1 kann eine Selenzelle 9 treten, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist. Diese wird durch eine Bdeuchtungseinrichtung mehr oder weniger belichtet, so dass sich ihr Widerstand entsprechend ändert und übereinstimmende Stromschwankungen in den Leitungen 2, 21 hervorgebracht werden. Die Beleuchtungseinrichtung besteht aus einer unter dem Einflusse der Schallwellen stehenden Membran 11, die einen Spiegel 12 in Bewegung setzt, der das von einer Lichtquelle 13 ausgehende Lichtbündel mehr oder weniger auf die Selenzelle 9 einwirken lässt.
In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist gezeigt, wie das in der angegebenen Weise fertiggestellte Stahlband 6 als Original zur Herstellung entsprechender Kopien dienen kann. Das Stahlband 6 wird zwischen den Kernen zweier Elektromagnete 14 hindurchgeführt, in deren Wicklungen an den magnetischen Stellen im Stahlband entsprechende Stromschwankungen erzeugt und in einem an diese Wicklungen angeschlossenen Relais 15 verstärkt werden. Vom Relais 15 gelangen die verstärkten Ströme zu einem zweiten Elektromagnetenpaar 16, zwischen dessen Kernen das die Kopie aufnehmende Stahlband jy hindurchgeführt wird, von einer Rolle 18 abgewickelt und nach der Magnetisierung auf eine zweite Rolle 19 aufgerollt.
PATENT-ANSPRÜCHE : i, Einrichtung znr Übertragung von Schallwellen auf elektrischem Wege mit Hilfe von Stahlbändern (nach Poulsen), dadurch gekennzeichnet, dass ein vorher unter dem Einflusse der Schallwellen magnetisiertes Stahlband (6) zur Erzeugung entsprechender Stromschwankungen in einem Magnetsystem (14) dient, die durch ein Relais (Liebensche Röhre) oder dgl. verstärkt und auf ein zweites Magnetsystem (16) übertragen werden, das ein zweites Stahlband (17). entsprechend magnetisiert, das die Kopie des Originalstahlbandes darstellt.