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Einrichtung zur Entdeckung und Bestimmung der Lage von Erz-oder Mineralgängen auf elektrischem Wege.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Entdecken und Bestimmen der Lage von Erz- oder Mineralgängen auf elektrischem Wege. Die elektrische Erzsuchermethode, wie sie gegenwärtig verwendet wird, ist in der Hauptsache eine Vereinfachung und Verbesserung des bekannten Verfahrens von Daft und Williams. Gemäss diesem Verfahren verwendet man zwei den Boden berührende Primärpole, welche mit einer elektrischen Stromquelle in Verbindung stehen und zwei andere mit einem empfindlichen Empfänger, wie z. B. einem Fernhörer oder einem Galvanometer, verbundene Sekundärpole oder sogenannte Sucherstäbe, welche an verschiedenen Stellen zwischen den Primärpolen mit dem Boden in Berührung gebracht werden sollen, um auf diese Weise etwaige Störungen der Stromlinien zwischen den Primärpolen infolge von in der Erde etwa vorhandenen Erzgängen festzustellen.
Man hat dieses Verfahren hauptsächlich dahin verbessert, dass man nicht mehr den Stromlinien unmittelbar folgt und aus den Störungen dieser Linien die Lage des Erzes zu bestimmen sucht, sondern dass man den Äquipotentiallinien folgt, wodurch das Verfahren objektiver und somit weniger davon abhängig geworden ist, wer die Arbeit ausführt.
In Fig. i der Zeichnung ist schematisch dargestellt, wie man mit diesem bekannten Verfahren die Lage eines Erzganges annähernd bestimmen kann, indem man die Primärpole zuerst in den Punkten AI und An aufstellt und die mit strichpunktierten Linien an- gedeuteten Äquipotentiallinien bestimmt und dann die Primärpole nach den Punkten Bj,. Bis : Cl, Cl, und DI, D versetzt und nach jeder Versetzung die Äquipotentiallinien bestimmt.
Man kann dann aus den Störungen, die sich bezüglich dieser Linien zeigen, ein annäherndes Bild von der Lage des durch die gestrichelte Fläche angedeuteten Erzganges erhalten. Diese Versetzungen der Primärpole müssen indes mit einer gewissen Urteilsfähigkeit erfolgen, welcher Sachverhalt die Objektivität des Verfahrens herabsetzt und ferner wird die Ausführung des Verfahrens hierdurch sowohl umständlich wie zeitraubend. Eine weitere Schwäche des Verfahrens liegt natürlich auch darin, dass diejenigen Resultate, die man bei verschiedenen Aufstellungen der beiden Primärpole erhält, in keiner Weise miteinander vereinigt werden können, oder mit anderen Worten, dass man nur in äusserst wenigen Fällen imstande ist, mit einer einzigen Aufstellung der Primärpole einen Begriff von der Ausdehnung des Erzganges zu erhalten.
Der Zweck der den Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung ist nun, diese Übelstände zu beseitigen. Die Einrichtung besteht in der Hauptsache darin, dass der eine oder beide Primärpole eine im Verhältnis zum Abstand zwischen denselben beträchtliche Ausdehnung in wagrechter Richtung haben, so dass sie, anstatt wie es bisher der Fall war, den Boden nur in einem Punkte zu berühren, ihn entweder längs einer zusammenhängenden geraden oder krummen Linie oder an mehreren, auf einer solchen Linie liegenden Punkten berühren. Hierdurch wird erzielt, dass die Aquipotentiallinien nicht mehr Kreise bilden, in welchen durch die Einwirkung des Erzes grössere oder kleinere Störungen eintreten, sondern dass man eine andere zweckdienlichere Form dieser Linien erhalten und auch deren Länge je nach Gebrauch ausdehnen kann.
Die für eine Messung längs einem Erzgange vorteil-
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hafteste Form der Äquipotentiallinien dürfte in den meisten Fällen die gerade sein, wodurch man eine zusammenhängende Messung ausführen kann.
Fig. 2 der Zeichnung zeigt eine solche Ausführungsform der Erfindung. Die beiden Primärpole AI und All bestehen bei dieser Ausführungsform aus zwei geraden Seilen oder Drähten aus elektrisch leitendem Material, welche in geeigneter Weise mit dem Boden in Verbindung gesetzt sind, und zwar entweder derart, dass sie den Boden längs ihrer ganzen Länge oder auch an einer grösseren Anzahl einzelner Punkte berühren. Die Pole sind ausserdem mit einer nicht dargestellten Stromquelle verbunden, welche* zweckmässig eine solche zum Erzeugen von Wechselstrom sein soll.
Kommen nun keine Störungen durch Erzgänge oder andere leitende Massen in der Erde zwischen den beiden Polen vor, so erhält man in diesem Falle vollkommen gerade Äquipotentiallinien. Liegt dagegen ein Erz in der Nähe des stromführenden Gebietes, so werden die dadurch verursachten Störungen leicht bemerkbar. Wie man in diesem Falle mit einer einzigen Aufstellung der Primärpole die Lage eines Erzganges vollständig bestimmen kann, dürfte ohne weiteres aus Fig. 2 hervorgehen.
Die örtlichen Verhältnisse können natürlich bisweilenvsolche sein, vdass nur der eine Primärpol eine beträchtliche lineare Ausdehnung erhalten kann, während der andere punktförmig beibehalten werden muss. Das Resultat dürfte in einem solchen Falle etwas schwieriger zu deuten werden, aber auch in diesem Falle tritt jedoch eine wesentliche Verbesserung ein.