AT85931B - Verfahren und Maschine zum Pressen und Blasen von dünnwandigen Glashohlkörpern, besonders Glühlampenkolben. - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Pressen und Blasen von dünnwandigen Glashohlkörpern, besonders Glühlampenkolben.

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AT85931B
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Description


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  Verfahren und Maschine zum Pressen und Blasen von dünnwandigen   Glashohlkörpern,.   besonders
Glühlampenkolben. 



   Es ist bekannt, auf Glasblasemaschinen einen Glasgegenstand, z. B. eine Flasche, dadurch zu erzeugen, dass das Glas in eine Form (Aufnehmer) eingegossen und abgeschnitten wird, in welche es durch Pressen mit einem in die Form eingeführten flachen oder hohlen Stempel seine Gestalt erhält, wobei durch die abkühlende Wirkung der   Fòrmwände   und des Stempels die Glasmasse mit einer genügend festen Haut versehen wird, welche die flüssige innere Glasmasse zusammenhält, nachdem die äussere Fläche, welche in der Fertigform weiter geformt werden soll, ausser Berührung   mit. den erwähnten formgebenden   Teilen gebracht ist.

   Da der Stempel 
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 eingegossene und abgeschnittene Glas in einem nicht als Form, sondern zunächst zum Zusammenhalten des Glases an der Pfeifenmündung dienenden Aufnehmer durch einen diesen Aufnehmer ausfüllenden hohlen Stempel gepresst wird, dessen Höhlung der ganzen   Aussenfläche   des Külbels (abgesehen vom Mündungsrand) entspricht also ungefähr becherförmige Gestalt hat, worauf nach ausreichender Erstarrung, der Stempel, der Aufnehmer und der in üblicher Weise in der   Pfeifenmündung   verschiebbare Mündungsformkern ausser Berührung mit dem Külbel gebracht werden und mit dem Blasen solange gewartet wird, bis die gebildete starre Aussenhaut des Külbels vom Innern des. Külbels her soweit erwärmt und erweicht ist, dass sie beim Aufblasen nicht zerreisst, sondern sich ausdehnt.

   Weitere Schwierigkeiten-zur Herstellung einer völlig gleichmässigen Aussenhaut entstehen beim Abtrennen des Glaspostens, indem die Schnittnarbe an dem Glase im Aufnehmer aus stark abgekühltem Glase besteht. Bleibt diese Narbe mitten auf der Glasmasse liegen, so bleibt sie. auch beim Pressen bestehen und verursacht einen Mangel am fertigen Gegenstande. Es wird daher durch geeignetes Abschneiden der fallende Glasstrang seitlich umgelegt, so dass er auf solche Teile der Glasmasse fällt, welche beim. Pressen eine beträchtliche Verdrängung erfahren, wobei sich das Narbenglas. mit dem heisseren Innenglas vermischt und aufgeräumt wird. 



   Eine zur   Ausführung dieses Verfahrens   geeignete Maschine besteht im wesentlichen beispielsweise aus einer ortsfest gelagerten   Glasschneid-und Pressvorrichtung,   von denen die letztere aus dem abgetrennten Glasposten einen Külbel auf dem Ende eines drehbaren Werkstückhalters bildet, aus Mitteln, um diesen Külbel in einen Aufnehmer   aufzublasem,   wobei die hierfür erforderliche   Zeit genügen muss,'um   die Wiedererwärmung der Oberfläche von innen heraus zu gestatten, Mitteln, um den Werkstückhalter, der im folgenden mit Spindelträger bezeichnet werden soll, mit dem darauf befindlichen Werkstück (Külbel) von der Pressvorrichtung fortzubewegen und umzukehren, wobei die Spindel des Spindelträgers auf diesem Wege in der wagrechten Lage verzögert wird, während sie sich um ihre Achse dreht,

   so dass das Glas während seiner Ausdehnung an einem ungleichmässigen Fliessen verhindert wird, und aus. einer Formvorrichtung, welche mit einer Blasvorrichtung zusammenarbeitet, um den Gegenstand fertig- 

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 zustellen, nachdem sich der Külbel gelängt hat, wenn die Spindel in die umgekehrte Stellung gelangt ist. 



   Eine Maschine dieser Art, mit welcher auch gröbere Waren erzeugt werden können, ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. 



   Fig.   1   ist ein Aufriss der Maschine, von der Aufgabeseite aus gesehen, Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch diese Maschine in der Aufgabestellung, Fig. 3 ein wagrechter Schnitt, Fig. 4 ein entsprechender Schnitt, wobei die Schnitte   duich   die einzelnen Teile in verschiedenen'parallelen Ebenen gelegt sind, Fig. 5 eine Seitenansicht des Spindelträgers und verschiedener daran befestigter Teile in grösserem Massstabe, Fig. 6 eine Vorderansicht davon, teilweise im Schnitt, Fig. 7 ein Grundriss der Antriebsvorriehtung, Fig. 8 eine Seitenansicht davon, Fig.   9   eine Oberansicht der Glasschneidevorrichtung, Fig. 10 eine Seitenansicht davon, Fig.   n-eine   Vorderansicht der Schneidevorrichtung und des Aufnehmers, teilweise im Schnitt, Fig.

   12 ist ein Schnitt durch den Luftzylinder der Schneidvorrichtung, Fig. 13 ist ein senkrechter Schnitt in grösserem Massstabe durch den Spindelträger in Aufgabestellung, Fig. 14 eine Vorderansicht des oberen Teiles 
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 Ansicht bzw. Schnitt von Teilen der Spindel, Fig. 21 ein Schnitt durch die Blasvorrichtung, Hauptluftventil und den Druckluftzylinder, Fig. 22, ein Schnitt im rechten Winkel dazu, Fig. 23 die Ansicht eines den Hals der Birne bearbeitenden Werkzeuges, Fig. 23 a ein Teil davon. Fig. 24 ein Schnitt durch die   Pressvorrichtung,   Fig. 25 ein Grundriss der Formvorrichtung, Fig. 25 A ein Aufriss davon, Fig. 26 ein wagrechter Schnitt durch die Maschine mit vier zu einer Gruppe vereinigten Spindelträgern.

   Fig. 27 A, 27 B, 27 C usw. zeigen schematisch verschiedene Stellungen des   Werkstückes   zur Darstellung der fortschreitenden Formung einer Birne. 



   I. Allgemeine Beschreibung der Maschinen
Die Maschine steht auf einer Grundplatte'1 (Fig, 1, 2,3), auf der ein Mittelständer, bestehend aus einer hohlen Säule 2, einer feststehenden Kurventrommel 3 und einer hohlen Säule 4 angeordnet ist. Diese Teile sind an ihrem oberen Ende durch einen Halter 5 versteift, der an Ständern 6, 6 a befestigt ist. Die Grundplatte 1 ist zweckmässig auf Räder 7 gesetzt, damit man die Maschine von-Ofen zu Ofen fahren kann. 



   Auf den. Ständern 6,6 a ist ein Querstück 8 (Fig.   ri 2, 9, Ir)   verschiebbar, welches einen nach der Mittelsäule zu gerichteten Arm 9 trägt, in dem ein Glasaufnehmer 10 in Form einer oben und unten offenen Büchse angeordnet ist. Auf dem Halter 5 befindet sich oberhalb des Glasaufnehmers der Druckluftzylinder 11 (Fig. 2), dessen Kolben 78 a am oberen Ende einer Kolbenstange 78 sitzt, an der ein Pressstempel 81 befestigt ist. Zwischen dem Stempel und dem   Glasaufnehmer, befindet sicl ; 1 eine'Glasschervorrichtung   (Fig. 9). 



   Die soeben beschriebenen Teile sind nicht   drehbar.-Mit-ihnen   sind fortschreitend sich bewegende, unter sich gleiche Sätze verbunden, von denen nachstehend einer beschrieben werden soll, 
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 Trieb 20 und Innenverzahnung 21 a das Rad 21 dreht ; letzteres sitzt auf dem oberen Ende der    unteren Säule   2 drehbar und ist aussen mit einem Kranz von Schaltzähnen 21 B versehen. 



   Um die obere und untere Säule 2 und 4   laufen'je   eine Anzahl von Nuten 2 A, 2 B, 2 C, 2 D   bzW ;. 4 A, 4   B, 4 C, 4   D   (Fig. 2), die voneinander'durch ringförmige Flanschen getrennt sind. 



  Jede Nut dient als Lager der einzelnen Spindelträger 22 (Fig. 2,4), die an der oberen bzw. unteren Säule geführt sind. Nach Fig. 2, bei welcher nur ein Satz gezeigt ist, ist die obere Nut einer jeden Säule   2-und 4   in solcher Weise besetzt. 



   Jeder Spindelträger besteht aus einem, senkrechten Mittelteil 22   A   und den oberen und unteren geneigten Endteilen 22 B, 22 C, welch letztere in den oben genannten Nuten gelagert sind. Der mittlere Teil ladet so weit aus, dass er auf der Aussenseite der Kurventrommel anliegt, um die herum der Spindelträger sich drehen kann. Auf diesem Spindelträger werden die verschiedenen Sätze getragen. 



   In Lagern 23 (Fig. 5) ist dicht am unteren Ende des mittleren Teiles 22 A des Spindelträgers eine senkrechte Welle 24 drehbar gelagert, die an ihrem oberen Ende einen in die Schalt-   zähne 2. Z B greifenden   Mitnehmer 25 in Form eines Schaltzahnes und am unteren Ende einen Anschlagarm 26 (Fig.   26,/).)-trägt,   der nach innen ragt. Der Mitnehmer steht für gewöhnlich so, dass er unter Wirkung einer federbelasteten Stange 27 (Fig.   4) in   die Schaltzähne 21 B eingreift. Wenn der Mitnehmer in solcher Weise mit den Schaltzähnen in EingTiff steht, kann sich der Halter, auf dem der betreffende Mitnehmer sitzt, mit. dem Rade 21 bewegen und somit um die Mittelsäulen und die Kurventrommel herumlaufen. 



   Ferner ist am mittleren Teil des Spindelträgers in einem wagrechten Lager 28 (Fig. 5) der Drehzapfen 29 eines Querarmes 30 (Fig. 2, 13) gelagert. In diesem befindet sich im rechten
Winkel zu seinem Drehzapfen ein Lager, in dem ein Glasbearbeitungswerkzeug in Form einer 

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 Spindel 31 (Fig. 2) gelagert ist. Am hinteren Ende des Drehzapfens, d. h. nach der inneren Seite des mittleren Teiles des Halters zu, sitzt ein Trieb 32, welcher in Eingriff'mit einer Zahnstange 33 steht, die. senkrecht in Führungen auf der inneren Seite des Halters beweglich ist. 



  Diese Zahnstange wird durch einen mit einer Rolle 35 versehenen Zapfen   34   in einer rings um die Oberfläche der   Kurventrommel laufenden   Nut 36 geführt, die so geformt ist, dass sie den die Spindel tragenden, Querarm 30 um seine wagrechte Achse in der nachstehend beschriebenen Weise schwingt. Es sei hier schon kurz gesagt, dass der Zweck der Kurve der ist, die Spindel aus der senkrechten Lage in. eine dazu um 1800 gedrehte zu bewegen und die Spindel sowohl in diesen als auch in gewissen Zwischenstellungen zu halten. 



   Die Spindel 31 selbst besteht aus mehreren in Fig. 13 im besonderen dargestellten Teilen, unter anderem aus einer Hülse 37 A, welche im Querarm 30 gelagert ist und an welcher ein Kegelrad 38 festsitzt, das in Eingriff mit einem Kegelrad 39 steht. Die Nabe des letzteren sitzt auf dem Lager 28 und trägt ein Zahnrad 40. Letzteres steht in Eingriff mit einem Trieb 41, welcher mit seiner Nabe auf einer Hohlwelle   42, oberhalb   des Lagers 28 sitzt. Am hinteren'Ende der Welle 42 ist ein Kegelrad 43 befestigt, das sich in Eingriff mit einem Kegelrad   44   befindet, welches mit seiner Nabe auf der Kurventrommel 3 (Fig. 2) gelagert ist.

   An der Nabe des Kegelrades 44 ist ein Zahnrad 44 B (Fig. 2) befestigt, das in Eingriff mit einem Triebe 45 steht, welches seinerseits fest auf dem oberen Ende der Welle 19 sitzt und vom Motor aus durch die   Räder 11 und 18   angetrieben wird. Das Zahnrad 41 (Fig. 2,   I3)   bildet den festen Teil einer   kegelförmigen   Reibungs- 
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 Kegels 46 passen. Das innere Ende. der Kupplungsstange 47 trägt eine Laufrolle 49 A, welche auf einem rings herumlaufenden Kurvenring 49 B des Deckels der Kurventrommel   geführt   wird, wobei die Lauffläche dieses Kurvenringes so gestaltet ist, dass, wenn die Kupplungsstange 47 nach aussen gedrückt wird, die Kupplung gelöst wird.

   Die Antriebsrichtung des Rades 41 vom Motor aus ist eine solche, dass die der Spindel 31 durch die Drehung des Rades 41 erteilte Drehung die gleiche Richtung hat wie die Drehung, welche der Spindel durch. die Bewegung des Halters als Ganzes um die Trommel herum erteilt wird. 



   An dem unteren Ende eines jedes   Spindelträgers   befindet sich ein Lagerarm 50 (Fig. 2, 5, 6, 25), in welchem ein wagrechter Zapfen 51 ruht, der an ihrem äusseren Ende die Formteile 52 trägt (Fig. 26,4, 2, I). Das innere Endendes die Form tragenden Zapfens 51 trägt eine Kurbel 52 A (Fig. 5, 6,2), an welche das untere Ende einer senkrechten Stange 53 angreift, an deren oberem   Ende das eine Ende eines Armes 54 (Fig. 2, g, 6, I3) befestigt ist, der drehbar am Mittelteil des Spindelträgers sitzt.

   Die Stange 53 läuft mit einer Rolle 55 in einer die Form hebenden   Kurvenbahn 55 A (Fig. 2,   fizz   auf der Kurventrommel,. wobei diese Kurvenbahn so geformt ist, dass bei Bewegung des Spindelträgers um die Trommel herum, die Formwelle gedreht wird, wodurch die Form von Zeit zu Zeit angehoben und ihre Höhlung in eine senkrechte Stellung gleichachsig zur Spindel 31 und zu anderen Zeiten die Formhöhlung in eine wagrechte Lage gebracht wird. Weil nun die Formhöhlung einseitig zur Welle der formtragenden Welle   61   liegt, kann die Form in einen Wasserbehälter 52 getaucht werden, welcher auf der Grundplatte 1 angeordnet ist. 



   Auf jedem der Spindelträger sitzt zwischen Lager 28 und dem Lagerarm 50 eine Vorrichtung, die einen Klemmring   98 E, der wie im   nachfolgenden beschrieben, zum Klemmen des Halses des Werkstückes (Glühbirne) dient und auf der Spindel angeordnet ist, besitzt. 



   Diese Klemmvorrichtung ist für gewöhnlich nicht in Berührung mit dem auf der Spindel befindlichen Glase, kann aber bei der Umdrehung des Halters in Berührung damit gebracht werden. 



   IL Allgemeine Beschreibung des Arbeitsganges. 



   Das Vorhergehende ist eine allgemeine Beschreibung der Maschine, welche so arbeitet, dass eine gewisse Glasmenge mittels Schervorrichtungen von einem in beliebiger Weise vom Ofen oder Glashafen zugeführten Glasstrome abgeschnitten und in den   Glasaufnehmer-M abgelegt   wird, unter dem sich die Spindel befindet, worauf die Glasmenge in diesem Aufnehmer mittels der Press- vorrichtung zu einem Külbel gepresst und im Klemmring 98 E befestigt wird, der sich auf der
Spindel befindet. Der Glasaufnehmer wird dann angehoben, wodurch. das Glas in dem Klemmring auf der Spindel zurückgelassen wird, die darauf um den Mittelständer 1, 2,3 herum und auch um ihre eigene Achse in Drehung versetzt wird. Nun wird etwas Luft zum Aufblasen des
Külbels eingelassen.

   Dann-wird die Spindel um ihre wagrechte Achse gedreht, bis sie sich in einer wagrechten Lage befindet, worauf ihre Drehung die Wirkung der Schwerkraft auf das heisse
Glas ausgleicht, und dann wird die Spindel eine genügend lange Zeit in dieser Stellung behalten, um das Aufblasen des Külbels zu gestatten. Dann wird die Spindel weiter um ihre wagrechte
Achse gedreht, bis sie senkrecht mit dem Klemmring nach unten steht, worauf die fortschreitende 

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 Bewegung des Spindelträgers angehalten werden kann, so dass letzterer zum Stillstand kommt, wenn die Längung des Werkstückes nicht genügend schnell vor sich gegangen ist.

   Wenn der   Külbel sich genügend gelängt hat, beginnt der Spindelträger seine fortschreitende Bewegung wieder und während dieser weiteren Bewegung des Spindelträgers wird Luft in das auf der Spindel   befindliche Werkstück eingeblasen, die Form geschlossen und die Birne erblasen, worauf die Form wieder geöffnet und gesenkt wird, die Spindel mit der Birne nach oben schwingt und der Spindelträger wieder zum Stehen kommt, um der Reihe nach wieder unter den Glasaufnehmer zu gelangen. Es soll nunmehr im folgenden   die Ausführung   der einzelnen Teile und der ver- schiedenen Vorrichtungen beschrieben werden, durch welche diese Bewegungen bewerkstelligt- werden. 



   III.   Beschreibung (fer Einzelteile.   



   A. Die Glas-Abtrennvorrichtung. Auf einem Arm 9   A   (Fig. 9 bis 12), welcher von dem einen Ende des   Querstückes   nach innen ragt, sitzt ein Luftzylinder 60 (Fig. r), in dem sich   ei : q Kolben 60 A an einer Stange 60 B befindet. Die Glasschere besteht aus zwei um den Zapfen 61 B   drehbaren ; zweiarmigen Gliedern 61, 61 A, von denen je ein Arm ein Scherenblatt bildet, während das äussere Ende des gegenüberliegenden Armes dieser Glieder durch Stangen 62 an Lappen 62 a angelenkt sind, die am Luftzylinder sitzen. Die Schervorrichtung ist also mit einem Kniehebel- gelenk. versehen, welches in solcher Weise durch den Kolben gesteuert-wird, dass, wenn sich der
Kolben nach   aussen bewegt, die   Messer mit dem Kolben vorgeschoben-und gegeneinander geschlossen werden.

   Wenn sie so vorgeschoben und geschlossen sind, gehen sie an der Achsen- linie des Glasaufnehmers, oberhalb des letzteren, vorbei und schneiden-dadurch einen in diesen
Aufnehmer   fliessenden   Glasstrom ab. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, hat das eine Scheren- blatt 61 a eine nur schwach abgeschrägte Fläche und wirkt, wie unten beschrieben, auf das obere Ende des abzuschneidenden Teiles des Glases, um dieses Ende nach der einen Seite der Achse des   Glasaufnehmers-zu leiten.--.--  
Oberhalb des Luftzylinders 60 (Fig. 12) befindet-sich der Schieberkasten   63,   welchem durch das Rohr 63   A,, (Fig. 1)   Pressluft zugeführt wird.

   In diesem Schieberkasten befindet sich ein Flachschieber 64, welcher durch eine Schieberstange   65   bewegt whd, die an dem einen Ende   eines Hebels 66 A angelenkt ist. Der Hebel ist an einem Ausleger 6 B drehbar gelagert und an seinem anderen Ende mittels einer. Rolle 66 C auf der Bahn eines Nockens 66 geführt, der an   
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 sitzt. Letztere trägt unterhalb der Grundplatte den festen Teil einer Reibungskupplung 68 (Fig. 8), der gegen den verschiebbaren Teil der Kupplung 68 A, der gleichzeitig ein Kegelrad bildet, durch eine Feder 68 B gedrückt wird. Der Schub wird durch die Kugeln 68 aufgefangen. 



  Der Antrieb erfolgt durch ein Kegelrad 69 A (Fig. 3), Welle 69, Kegelrad 69 B von dem angetriebenen Kegelrad 15 a aus (Fig. 2). Es ergibt sich also, dass die Steuerwelle   67 durch   eine Reibungskupplung angetrieben wird. Um die Steuerwelle 67 stillzusetzen, dient folgende Einrichtung. Die Steuerwelle trägt eine Scheibe 70 (Fig. 7, 8), in welcher sich ein Ausschnitt 70 A befindet, der in Eingriff mit einem Riegel 70 B gelangt, welcher für gewöhnlich durch eine Feder 70 C gegen diese Scheibe gedrückt wird und durch den Fusshebel 70 D von der Scheibe abgezogen werden kann. 



   Ferner ist ein zweiter Riegel 70 E (Fig. 3, 7) vorgesehen, welcher ebenfalls unter Federdruck steht und auch in Eingriff mit dem Ausschnitt   70 A   gelangen kann bei einer Stellung, welche derjenigen, bei welcher, der Riegel 70 B einschnappt, in der Drehung voraus ist. Dieser Riegel   70 E   trägt einen Stift   W-F, an'dem,   um den   Riegel zurückzuschieben,   ein Hebel   70 G   angreift, welcher durch einen Lenker 70 H und eine Kurbelwelle   70 I   mit einer senkrechten Stossstange 70   K {Fig. 2Y verbundên, ist.   Letztere trägt dicht an der Grundplatte der Maschine eine Auflaufrolle 70 L, die durch ein   abgeschrägtes,   an jedem Spindelträger befestigtes Druckstück 70 M (Fig.

   8, 5, 6) niedergedrückt werden kann, während der Spindelträger sich in die Aufgabestellung   bewegt,. so   dass alsdann der Riegel 70 E zurückgezogen wird. 



   Wenn nun der Hebel 70 D (Fig. 7, 8) niedergedrückt wird, wird der Riegel   M B aus   dem Ausschnitt in der Scheibe herausgezogen und die Steuerwelle 67 wird durch die Reibungkupplung angetrieben, so dass sie den Nocken 66 dreht und den Schieber   64   verstellt, um Luft in den Abtrennzylinder zu lassen und   den-Kolben vorzustossen,   wobei durch die Schere Glas abgetrennt wird. Die Teile sind so bemessen und der Luftdruck ist ein solcher, dass unter diesen
Bedingungen die Scherenglieder sich'schnell schliessen, und zwar mit einer bedeutenden
Geschwindigkeit und so weit, dass das obere Ende der abgeschnittenen Glasmasse nicht Zeit   hat,-vom   unteren Messer fortzufallen, bevor sein oberes Ende nach der einen Seite geworfen wird.

   Dadurch wird es gezwungen, nicht in die Mitte des Glasaufnehmers (wodurch das geschnittene
Ende unten in der Birne sein würde), sondern einseitig in den Aufnehmer zu fallen, wo es in die
Glasmasse hineingearbeitet wird, wenn letztere gepresst wird und wo es einer erneuten Erwärmung durch die in der Glasmasse noch steckende Hitze ausgesetzt ist und somit weniger schädlich wirken kann. Wenn der Hubteil des Nockens 66 sich unter der Rolle   65 C,   fortbewegt, kehrt 

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 der Schieber wieder in seine frühere Stellung zurück und es tritt nun Pressluft in das entgegengesetzte Ende des Zylinders, wodurch der Kolben zurückgezogen wird.

   Um den Stoss des Kolbens auffangen zu können, wenn keine Arbeit zum Schneiden des Glases geleistet wird, ist ein Hilfskanal 71 vorgesehen, der in diesem Augenblick durch den Schieber verdeckt wird, und der lediglich als Einströmungskanal beim Vorhube des Kolbens dient und während des Rückhubes geschlossen wird, so dass sich hinter dem Kolben ein Luftkissen bildet. Für den Rückhub des Kolbens ist nur ein Einströmungskanal 72 vorgesehen, welcher auch als Ausströmungskanal für den Vorhub des Kolbens dient. 



     B.   Der Glasaufnehmer. Der Glasaufnehmer besteht aus einer   Büchse   10 (Fig. 11, 13, 27 A bis 27 D), die abnehmbar in einer senkrechten Durchbohrung des Armes 9 des Querstückes 8 sitzt. Der Querarm 8 ist als Ganzes senkrecht an den Ständern 6,   6 A   geführt, und zwar dadurch, dass er an dem oberen Ende der Kolbenstange 74 (Fig.   I,   2, 3, 4) befestigt ist, an deren unterem Ende ein Kolben 74 A in einem Luftzylinder   75   sitzt, der mit der Grundplatte verschraubt ist. 



  Von den entgegengesetzten Seiten des Zylinders führen Luftrohre 76,   76 A   zum Schieberkasten 76 B, der an einem der Ständer 6 (Fig. I rechts) befestigt ist und einen doppeltwirkenden Schieber enthält, dessen Schieberstange 76 D durch eine Kurventrommel 77 (Fig. i) gesteuert wird, die auf der bereits oben erwähnten senkrechten Steuerwelle 67 sitzt, wobei die Anordnung 
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 sich auf dem oberen Ende der Steuerwelle 67 befindet. Die Stellung der Kurvenbahn bedingt, dass, wenn die Maschine sich in der Ruhestellung befindet, die Kolbenstange 78 in ihre höchste Stellung angehoben ist. 



   An dem unteren Ende der Kolbenstange 78 befindet sich eine Patrize in Form eines becherförmigen Stempels 81 (Fig. 2,24), dessen äusserer Durchmesser so bemessen ist, dass er in den 
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 sich eine mit. einem Kopf versehene Ventilstange'M B befindet, welche durch den Druck einer Feder 81 c nach unten gedrückt wird, wodurch die Öffnung freigegeben wird. Wenn also der Stempel sich auf das in dem Glasaufnehmer befindliche Glas senkt, kann die dadurch eingeschlossene Luft durch den Kanal 81   A   entweichen und das Glas die ganze Höhlung ausfüllen. 



  Hierbei wird das   Ventil. M B   durch das Glas angehoben und die Öffnung geschlossen, so dass letzteres nicht durch hineintretendes Glas verstopft werden kann. Der Druck auf den Druckstempel ist gross genug, um das Glas zu-zwingen, einen tadellosen Külbel von der gewünschten Form herzustellen. 



   Die soeben-beschriebenen Teile sind die nicht fortschreitend sich bewegenden Teile der Maschine, von denen jede Maschine je einen Teil besitzt. Mit diesen Teilen sind gewisse fortschreitende Teile verbunden, welche in der Zahl schwanken können und die aus den Glastragspindeln, der Blasvorrichtung, der Formvorrichtung und der Klemmvorrichtung bestehen. 



  Alle diese Vorrichtungen sind auf den Spindelträgern ausgesetzt, welche um die Mittelachse der Maschine herumlaufen. 



   C. Die Spindelträger, und ihre   Fortbewegüngsvorrichtungen.   Jeder Spindelträger 22 besteht, um es zu wiederholen, aus einem mittleren Teil 22 A und zwei angebogenen, geneigten Endteilen 22 B, 22 C, die mit ihren freien Enden in Nuten der oberen bzw. unteren Säule 2 und   4   geführt sind. Jeder   Spindelträger'kann,   sobald sein Mitnehmer 25 in die Schaltzähne 21 B (Fig. 4) des Rades 21 eingreift, um den Mittelständer 2, 3, 4 herumbewegt werden. Ausgerückt 
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 Umlaufbahn, wo ein Anhalten der Spindelträger erwünscht ist. Bei der dargestellten Maschine sind diese Stellungen die Aufgabestellung, d. h. jene Stellung, bei welcher der Glasaufnehmer in entsprechender Stellung zum Zusammenarbeiten mit der Glasaufnahme-und Pressvorrichtung steht ; die Längungsstellung und, eine Abgabestellung.

   Jeder dieser Stifte kann aus-der Bahn des Anschlagarmes 26 herausgezogen werden, worauf die federbelastete Stange 27 (Fig. 4) den Mitnehmer zum Eingriff in die Schaltzähne zwingt. Der Stift   82,   der den Spindelträger in der Aufgabestellung anhält, ist an seinem unteren Ende mit dem einen Schenkel einer Doppelkurbelwelle 83 (Fig.   i     I, 2, 3,   7) verbunden, welche, unter der Grundplatte der Maschine gelageit ist, während der andere Arm nach oben ragt und durch einen Lenker 83 A (Fig. 3) an das freie Ende 

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 trifft (Fig. 3) und dadurch die Kurbelwelle 83 schwenkt und den   Stift, 82   zurückzieht.

   Unter diesen Bedingungen wird der Mitnehmer 25 auf dem Spindelträger bei Aufgabestellung in Eingriff mit den Schaltzähnen des Rades 21 gebracht und der Spindelträger wird in Bewegung gesetzt. Diese Bewegung dauert, bis der Anschlagarm 26 auf der Mitnehmerwelle 24 gegen den Längungsanschlagstift 82   A   anschlägt, worauf der Spindelträger abermals angehalten wird. Dieser Stift kann durch einen Fusshebel 84 durch einen Arbeiter rechtzeitig zurückgezogen werden und kann durch eine Falle 84   A   (Fig. 3), wenn erforderlich, in solcher zurückgezogenen Stellung gehalten werden. Wenn dieser Stift zurückgezogen wird, nimmt der Spindelträger seine Bewegung wieder auf, bis er durch den Abgabeanschlagstift 82 B angehalten wird, der ebenfalls durch einen Fusshebel 85 zurückgezogen werden kann.

   Wenn dieser Fusshebel 85 niedergedrückt wird, kommt der Mitnehmer 25 wieder in Eingriff mit einem Schaltzahn des Rades 21'und der Spindelträger nimmt seine Bewegung wieder auf, bis er wieder von dem Aufgabe-Anschlagstift angehalten wird. Es kann jedoch vorkommen, dass die Aufgabe länger dauert, als   es- gewöhnlich   der Fall ist, und infolgedessen kann einer der Spindelträger sich in Aufgabestellung befinden, wenn sich der nächste Spindelträger schon dieser Stellung   nähert : Für   solchen Fall hat jeder Halter einen nach hinten hervorstehenden Finger 86 (Fig. 5,6), der mit dem Anschlagarm 26 des nächsten Spindelträgers   zusammenstösst,   wenn dieser sich zu weit'nähert.

   Dabei wird durch Schwenken der Mitnehmerwelle   24   die Klinke des folgenden Spindelträgers von dem Antriebsrade ausgerückt und somit seine Bewegung unterbrochen, bis der vorhergehende Spindelträger sich wieder weiterbewegt hat. Auf diese Weise   können'die   Spindelträger unabhängig voneinander um die Mittelachse bewegt, je nach Wunsch in Bewegung gesetzt oder angehalten werden ; wenn ein Spindelträger an irgendeiner Stelle der Bahn den vorhergehenden überholen will, der still steht, wird der folgende selbsttätig angehalten, bis der vorhergehende Halter sich wieder weiterbewegt. 



   D. Die Glastragspindel. Bei der Beschreibung dieses-Teiles der Maschine werden die Bezeich- 
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Die Hülse 37 sitzt im. Querarm 30 (Fig. 2, 13) mittels eines Bundes 37   A   auf einer Seite des Querarmes auf und wird durch eine Mutter 37 B gehalten. In ihr liegt eine Büchse 87. Das untere Ende der Hülse 37. hat Innengewinde und nimmt eine Doppelmutter 89 auf, zwischen deren Oberfläche und der Büchse 87 ein Ring 90 eingeschaltet ist. Zwischen diesem Ring und der Mutter 
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 hervorragende Matrize-in Form eines Kopfes 94 von solcher Gestalt trägt, dass er in den Külbel eine Höhlung eindrückt. Dieser Kopf ist auswechselbar, damit map die Maschine verschiedenen Vorformen anpassen kann.

   Der untere Teil des Stempels besteht aus einem abgesetzten Stiel 93 A, der durch einen gedichteten Deckel 92   A   an dem unteren Ende des Rohres 92 hindurchragt und einen Bund 93 b trägt. Zwischen diesem-Bunde und einem im Rohr befestigten und durch einen senkrechten Schlitz im Stiel hindurchgehenden Stift   95   sitzt eine Rückschlagfeder 95 A, welche 
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 schliesst, in welcher Stellung er dann durch-die weitere Aufwärtsbewegung des Druckringes   gehalten wird, der einen solchen Innendurchmesser hat, dass er die Aussenfläche des Klemmringhalters umschliessen kann. Zur Bewegung des Ringes dient eine an seinem Umfange vorgesehene   Nut (Fig. 14 und 15), in welcher Bunde 98   A   sitzen, die auf den Enden von Stangen 98 B sitzen.

   Das untere Ende dieser Stangen ist drehbar an einem Gabelgriff 98 C befestigt, der drehbar an einem am Querarm 30 befindlichen Halter 98 D sitzt, so dass durch Auf-und Niederstellen des Griffes der Klemmring geschlossen und geöffnet werden kann Die Fig. 14 und 15 zeigen die Teile in umgekehrter Lage. Der Klemmring ist so beschaffen, dass er, wenn seine Teile 
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 obere Kante des Halsringes 98 E ist einwärts gebogen.

   Der von dieser Kante umgrenzte Raum des Halsringes bildet somit die untere Verlängerung der das Glas aufnehmenden Höhlung, deren Boden durch die Spindelteilung gebildet wird.'
Auf einem Träger 99   A   (Fig. 2,4, 26), der auf dem Deckel des Zylinders 75 angebracht 
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 arbeitet, während das äussere Ende in der Bahn einer Anschlagrolle 99 B der Kolbenstange 75 (Fig. 2) liegt, wobei die Stellung der einzelnen Teile zueinander derart ist, dass beim Niedergange der Kolbenstange zum Zwecke des Senkens des Querarmes 8 der nach innen gerichtete Arm des Hebels 99 angehoben wird, wodurch der Stempel 93 gegen die Wirkung seiner Rückschlagfeder 95 A gehoben und sein Kopf   94   in den Glasaufnehmer gedrückt wird, wo er   zwa11gläufig   gegen den durch den oberen Pressstempel 81 (Fig.

   2) auf das Glas ausgeübten Druck gehalten wird, weil die Anschlagrolle 99 B den nach aussen gerichteten Arm des Hebels 99 währenddessen verriegelt, bis die Kolbenstange und mit ihr der Querarm 8 wieder gehoben wird. - Sobald der Querarm gehoben wird, zieht die Feder den Stempel 93 mit seinem Kopf   94   zurück und lässt das Werkstück im Halsring mit einer inneren Aushöhlung   zurück.   



   E. Vorrichtung zum Bearbeiten des Halses der Vorform. Auf einem Lager 100 auf der Seite des Mittelteiles 22 A eines jeden Spindelträgers befindet sich ein   Hebel 100 A (Fig. 2, 13,   23, 27 G), dessen innerer Arm'nach unten und hinten gebogen ist (Fig. 13) und dicht bei der Hauptkurventrommel 3 endet, die mit einem, verstellbaren Anschlag 100 G versehen ist, der den Hebel entgegen der Wirkung der Feder 100 C bewegt. Der äussere Arm des Hebels trägt vorzugsweise einen Kohlenblock 100 B, der gegen den Külbel dicht an den Teil des letzteren heranbewegt wird, welcher durch den Halsring während der Zeit gehalten wird, wo die Spindel sich in umgekehrter Lage befindet (Fig. 27 G).

   Um eine leichte Einstellung der verschiedenen Arbeitsstellungen des äusseren Hebelarmes, der hier mit einem Kohlenblock 100 B ausgestattet ist, zu erreichen, wird der Hebel 100 A (wie in Fig. 23 ; 4 dargestellt) aus zwei Teilen hergestellt, welche bei 100 drehbar-miteinander verbunden-sind, die durch eine Schraube 100 F zueinander einstellbar sind. 



   F. Die   Blasluftsteuerung.-Es werden   zwei Luftquellen verwendet, die eine, um den ersten   Luftstoss, oder   die Ausdehnung des Külbels zu erzielen, und die andere zum endgültigen Aufblasen des Külbels zum Fertigfabrikat in ein'er Form. Die Druckluft für die Bearbeitung des Külbels jedes Spindelträgers wird von einem   Lp. ftpumpenzylinder 101   (Fig. 1,   5, 6, 21)   geliefert, welcher auf der Seite des mittleren Teiles des Halters jedes Spindelträgers sitzt und einen Kolben 102 (Fig. 21) enthält. Der Kolben wird durch eine Schieberstange 103 (Fig. 5, 6) gesteuert.

   Das untere Ende der Schieberstange trägt eine Rolle 103 A, welche auf einer verstellbaren Kurvenbahn 104 läuft, die an der Innenseite eines einen Teil der Grundplatte darstellenden Ringflansches 104   A   (Fig. 4,5) angeschraubt ist. Diese Kurvenbahn ist senkrecht verstellbar, um den Zeitpunkt der Kolbenbewegungen verändern zu können. Die Kupplung zwischen Schieberstange und Kolben ist durch eine Kulisse 105 gebildet, welche am unteren Ende der Kolbenstange angelenkt ist und in deren Schlitz 105   A   das obere Ende einer Verbindungsstange 106 verstellbar festgeklemmt werden kann, deren unteres Ende drehbar an dem oberen Ende der Schieberstange befestigt ist.

   Das-obere Ende des Zylinders 101 steht durch ein Rohr 107 (Fig. 5, 21) und einen Kanal 107 A (Fig. 22) mit dem Innenraum des Drehzapfens 29 (Fig. 13) der Glastragspindel durch einen Kanal 107 B und 107 C in Verbindung. Die Hülse 27 der
Glastragspindel ist bei 108 D durchbrochen (Fig. 13), so dass die Druckluft aus dem Zylinder in das Innere dieser Hülse gelangen kann. Die Luft geht durch Bohrungen   M. S F und. M E   in das Blasrohr 92 und strömt nach oben zwischen die Innenwände dieses Rohres und dem inneren
Stempel 93 und weiter durch das obere Ende des Rohres und um den Stempel vorwärts. 



   Der Kopf   94   des Innenstempels ist etwas grösser als der Körper des letzteren und passt dicht in das obere Ende des Blasrohres 92, so dass, wenn der Kopf   94   nach aussen getrieben wird, die Luft nicht vorbeiströmen kann. Diese Massnahme ist jedoch nur vorsorglich getroffen, um dem Druck der Luft, der im Rohr unter Einwirkung der Wärme grösser werden könnte, zu 

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   Weiter wird Druckluft in die, hohle Säule   4   des Mittelständers (Fig. 2) geliefert. Diese Säule ist bei jedem der darin für die oberen Teile 22 B der Spindelträger geformten Lager wie mit einer Bohrung    109 versehen. Das   obere Ende ist durch, eine Platte 110 geschlossen, durch 
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 bildet der obere Ständer 4 einen Behälter für Druckluft. Jeder Bohrung 109 gegenüber liegt eine Bohrung 116. Von der Bohrung   IM   führt ein Luftrohr 116 A (Fig. 22) zum Schieberkasten 117 (Fig. 5,   2T :), der am Mittelteil eines   jeden Spindelträgers in der Nähe des Drehzapfens 29 angeordnet ist, wo es in Verbindung mit dem Kanal 107   A   (Fig. 22) steht, aus welchem Stossluft durch eine Öffnung, welche durch ein   Nadelventil   118 geregelt wird, eingelassen wird.

   An der Stange dieses Ventils sitzt eine Kurbel 119 (Fig. 2I, 5, 6). Diese Kurbel trägt einen verstellbaren Schlitten 120 (Fig. 6), der mit dem unteren Ende einer Stange 121 verbunden ist, welche drehbar an das eine Ende eines zweiarmigen, am Spindelträger 22 B drehbaren Hebels 122 angelenkt ist. Das andere   Ende-des Hebels-122   trägt eine   Rolle 123,   welche auf der Unterseite einer verstellbaren Kurvenbahn 124 läuft. Letztere befindet sich an einem Speichenkranz 125 (Fig. 2), der fest auf dem Ende der Säule 4 sitzt. Der Hub des   Nadelventils 118   wird durch Verschieben des unteren Endes der Verbindungsstange 121 mittels des Schlittens 120 in Längsrichtung zum Kurbelarm 119 verstellt, wozu eine in jenem Arm vorgesehene Schraube dient. 



   G. Die Vorrichtung zum Schliessen und   Öffnen   der Form. Die Vorrichtung zum Anheben der Form durch Drehung der die Form tragenden Welle 51 (Fig. I, 2, 25, 26) ist bereits beschrieben worden. Jeder Formteil 52 sitzt drehbar auf einem Zapfen   127,   welcher rechtwinklig im Zapfen 51 steckt und ist durch Lenker   128'an   einem Ende eines Hebels 129 befestigt, der drehbar auf eine Welle   jC itzt die parallel   zum Zapfen 127 liegt und in einem Halter 130   A   auf dem Kopfende der Welle 51 gelagert ist. Die   Welle 130 trägt test   an ihrem oberen Ende einen Kopf 131, welcher einen Lappen 132 hat, der in Berührung mit einem Knaggen 133 auf dem Hebel 129 gelangt. 



  Das andere Ende des Kopfes endet in einem Finger 134. Zwischen diesem und einem entsprechenden Finger 133 A an dem anderen Ende des Hebels 129 sitzt eine Feder 135. Die Anordnung ist eine solche, dass, wenn die Welle 130 links herum gedreht wird, der Lappen 132 an den Knaggen 133 
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 werden und die Form geöffnet wird. Bei der Rückbewegung der Welle 130 erhält der Hebel 129 durch die Feder 135 die entgegengesetzte Bewegung, um die Formteile zu schliessen. Das andere Ende der Welle 130 trägt eine   Kurbel. ha   an welcher eine Rolle 137 sitzt, die durch Auflaufen auf einer Kurvenbahn 138 an der Grundplatte 1 die Formen schliessen kann. Eine Feder 139   (Fig. 25, 25 A), welche an den Formenteilen an der Anschlussstelle der Lenker 128 sitzt, hält die Form für gewöhnlich - geöffnet.   



   IV. Die Wirkungsweise. 



   Bei der folgenden Beschreibung wird angenommen, dass die Teile anfänglich sich in der Lage befinden, welche sie einnehmen, wenn die Maschine ganz leer ist und stillsteht. Bei dieser Stellung werden sämtliche Spindelträger in einer Gruppe vereinigt sein, wie dies in Fig. 26 dargestellt ist, wobei einer der Spindelträger sich in Aufgabestellung befindet (als Nr. I bezeichnet) und die anderen Spindelträger sich dicht dahinter reihen. Der Mitnehmer 25. des Nr.   I   Spindelträgers wird dann durch den   Aufgabeanschlagstift ?   aus den Schaltzähnen 21 B gehalten auch die Mitnehmer der anderen Spindelträger sind ausgerückt, entweder durch die Finger 86 der vorhergehenden Spindelträger oder je nach der Lage ; wie z. B. bei Nr. III, durch den Abgabeanschlagstift 82 B.

   Die   Glastragspindeln der verschiedenen   Spindelträger laufen nicht um und befinden sich in verschiedenen geneigten Stellungen, wobei die Glastragspindel von Spindelträger Nr. 1 in   Aufgabenstellung   sich in aufrechter Lage befindet. Die Formen der verschiedenen Spindelträger sind offen und diejenigen von einem Spindelträger oder mehreren davon sind in das Wasser des Kühlbehälters eingetaucht. Der Stempel 93 aller Spindelträger mit Ausnahme von Nr. I sind zurückgezogen, die Luftventile 118 aller Spindelträger mit Ausnahme von Nr. IV sind geschlossen und der-Kolben des Zylinders 101 des Spindelträgers Nr.   I   befindet sich am unteren Ende seines Hubes.

   Die Scherenblätter 61, 61 a sind geöffnet, der äussere Pressstempel 81 
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 zeitig durch den Hebel 99 mittels der Rolle 99 B der Stange 74-hochgehalten. Die Steuerwelle 67 befindet sich in solcher Stellung, dass die Steuerscheibe 70 darauf durch den Riegel 70 b, wie in Fig. 7 dargestellte festgestellt ist. Die Stellung einzelner dieser Teile in diesem Zeitpunkte ist in Fig. 27 a dargestellt. 



   Nun lässt man einen'Glasstrom in den Glasaufnehmer 10 von einem Glashafen oder einer anderen Quelle fliessen. Der Arbeiter drückt, wenn eine genügend grosse Menge Glas in den Aufnehmer getreten ist,   den-Fusshebel   70 d nieder, wodurch der Riegel 70 b zurückgezogen wird und die Steuerwelle 67 durch die   Reibungskupplung 65, 65 s   angetrieben werden kann. Die anfängliche Drehung der Steuerwelle verschiebt durch die Kurve 66 (Fig. 9) den Schieber 64 (Fig.   12),   wodurch der Kolben im Zylinder 60 betätigt wird und veranlasst, dass die Blätter der Schere an der Achse des Aufnehmers vorbei vorgeschoben werden (Fig. 27 B).

   Die Schere schliesst sich mit einer solchen Geschwindigkeit, dass die Blätter nicht nur den Glasstrom durchschneiden, sondern dass die, stumpfe Schneidkante der unteren Klinge gegen das obere Ende des vom Strom abgeschnittenen Glaspostens anstösst, bevor letzteres Zeit hat, von der Klinge abzufallen, und schleudert somit dieses Ende seitwärts von der Achse des Glasaufnehmers in diesen hinein. Die Lage des abgeschnittenen Endes ist in der genannten Figur durch punktierte Linien angedeutet. 



   Während der nun folgenden Drehung der Steuerwelle 67 wird die Stange   65   des Schiebers 6d zurückbewegt und dadurch auch die Schere wieder zurückgeschoben und geöffnet,   wählend   die fortdauernde Drehung der Welle 67 durch die obere Kurventrommel 80 (Fig.   I)   den Schieber im Schieberkasten 79 (Fig.   I,   2) des Presszylinders verschiebt und dadurch eine   Niederbewegung   des äusseren Stempels 81 hervorruft, der auf dem unteren Ende der Kolbenstange 78 sitzt, worauf der Glasposten in die gewünschte Vorform gedrückt wird.

   Die Bauart dieses Schiebers ist eine solche, dass   zunächst-Druckluft eingelassen   wird, welche den Kolben nach unten treibt, bis der Stempel dicht über dem Glasposten im Aufnehmer ist, worauf eine weitere Öffnung des Schiebers 79 durch, die Kurve   80.   freigegeben wird, wodurch ein vergrösserter Luftdruck hervorgerufen wird, der in den Presszylinder 11 eintritt und eine weitere Abwärtsbewegung des Kolbens unter grösserem Druck als den anfänglichen hervorruft. Während dieses letzten Lufteintrittes wird das Glas im Aufnehmer in den gewünschten Külbel gepresst.

   Aus Fig. 27 C ist erkennbar, dass'der äussere Stempel in den Glasaufnehmer tritt und die Aussenfläche des Külbels ganz durch die Höhlung des äusseren Stempels gebildet wird, und dass die in dieser Höhlung eingeschlossene Luft dulch den Kanal 81   A   (Fig. 24) austritt, dessen Ventil 81 B durch das Glas bei dem letzten Druck angehoben wird, um ein Austreten von Glas zu verhindern. 



   Da es unmöglich ist, die genaue Menge Glas abzuschätzen, welche in den Aufnehmer einlaufen soll, werden im praktischen Betriebe verschieden grosse Mengen in den Aufnehmer aufgegeben. Bei der Herstellung von feineren Arten von Gegenständen, für welche diese Maschine insbesondere gedacht ist, ist es aber notwendig, stets die annähernd gleiche Menge Glas zur
Herstellung eines solchen Gegenstandes zu verwenden. Ein Überschuss von Glas wird durch den von der Feder 91 B getragenen Ring 91 (Fig. 13) beseitigt.

   Wenn der Stempel 81 niedergeht (Fig.   27   C), wird jeder Überschuss   an "6las   über das zur Füllung der Höhlung erforderliche
Mass in den Raum zwischen dem oberen Ende des   Rohres 9. 3 und   dem Klemmring 98 E niedergepresst, indem die Feder 91 b von genügender Stärke ist, um zunächst nicht nachzugeben und das Herabgehen des Ringes 91 zu gestatten, bis der Druck auf dem Glase ein vorherbestimmtes Mass erreicht, das genügt, dass das Glas die Höhlung des äusseren Stempels richtig ausfüllt. 



   Infolgedessen fliesst das Glas auch unter den Innenflansch des Klemmringes 98 E. Der Druck, der erforderlich ist, um durch das Glas den   Ring 91 niederzudrücken,   kann durch eine Längs- verschiebung des Blasrohres 92 geregelt werden, wodurch der Raum unter der Mündung des
Klemmringes, durch welchen das Glas gepresst werden muss, verändert wird. Die Stellung der
Teile in diesem Augenblick ist in Fig. 27 c gezeigt. 



   Infolge der Gestalt der Höhlung im Stempel 81 wirkt der'Druck erst auf die Oberseite des Glaskörpers in dem Aufnehmer an dessen Kanten entlang und das dort befindliche Glas (somit einschliesslich der Schnittstelle) wird nach innen in den Körper des sich bildenden Külbels hineingedrängt, wo das Ende schnell von seiner Umgebung wieder Wärme aufnimmt. Da das obere Ende im Durchmesser kleiner wird, erhält der Glasposten eine längliche Form. Der mittlere
Teil des Glases steigt in der Höhlung des Stempels empor, wo es, wie bereits gesagt, das Luft- austrittsventil schliesst. 



   Eine weitere Drehung-der Steuerwelle 67 kehrt nun die Ventilanschlüsse des Presszylinders 11 und des den Querarm hebenden Luftzylinders 75 um, wodurch Luft in die unteren Enden dieser
Zylinder eingelassen wird. Dadurch wird der Pressstempel 81 angehoben und der Querarm 8 geht nach oben, so dass die Vorform auf dem Halsring, wie in Fig. 27 D dargestellt, zurück- bleibt. Es ist ersichtlich, dass die Feder 91 B den an der Vorform gebildeten Hals gegen den
Flansch des Klemmringes 98 E   drückt,   so dass der Külbel für die folgende Behandlung fest auf der Glastragspindel gehalten wird. Gleichzeitig wird auch   die Stange 9C   durch die Feder 90 B wieder niedergedrückt. 

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   Der Druck, den das Glas bisher erhalten hat, hat es in einen durchaus gleichmässigen Külbel geformt, dessen Wände genügend durch die Berührung mit den Metallteilen der Form abgekühlt sind, um eine Haut zu bilden, in der das noch flüssige Innere gehalten wird. Die Zeit, während welcher das Glas sich in Berührung mit dem Aufnehmer und dem Stempel befindet, darf jedoch nicht so lang sein, dass die Berührungsflächen so weit    abgekühlt werden,   dass sie sich nachher nicht wieder von innen her erwärmen   können,   damit sie sich, Ïhne zu   reissen,   bei dem nachfolgenden Aufblasen ausdehnen können.

   Ferner, wird auch das Glas unten im Hals des Külbels innerhalb des   Klemmringes M   E so weit gekühlt, dass es auch unter dem Druck des untel Federdruck stehenden Ringes 91 genügend starr bleibt. 



   Infolge der weiteren Drehung der Steuerwelle    6'1. kommt - der   Stift 84 auf Scheibe   70   (Fig. 7), nachdem der äussere Stempel und der Querarm 8 angehoben sind, in Berührung mit der Nase des Hebels 83 b, welcher mit dem Anschlagstift 82 (Fig.   7,'4)   für die Aufgabestellung verbunden ist, und dieser Stift wird nunmehr niedergedrückt. Dadurch wird der Stift aus der Bahn des Armes 26 auf der Mitnehmerwelle   24   des Spmdelträgers Nr. 1 gebracht und gestattet, dass die federbewehrte Stange 27 (Flg. 4) den Mitnehmer   25   in Eingriff mit den Schaltzähnen 21 B des ständig umlaufenden Rades 21 bringt, worauf dieser Spindelträger sich im Gleichgang mit diesem Rade um den Mittelständer der Maschine bewegt und von der Aufgabestellung fortbewegt wird.

   Die Steuerwelle 67 (Fig. 7) setzt ihre Drehung fort, bis sie durch den Riegel 70 E angehalten wird, währenddessen sie eine volle Umdrehung fast vollendet hat. 



   Gleichzeitig mit dem Beginn der. fortschreitenden Bewegung   des-Spindelträgers   erreicht die auf der Schubstange   (Fig. 13)   sitzende Rolle 49   A   eine niedrige Stellung der Kurvenbahn   49 B   
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 um ihre Längsachse drehen. Der Külbel wird nun noch, wie in Fig. 27 E dargestellt, getragen, d. h. in der Stellung, in welcher er vorgeformt wurde, also aufrecht auf dem oberen Ende der umlaufenden Glastragspindel und frei von dem Stempel und dem Aufnehmer.

   Während dieses Zeitraumes ist die Oberfläche des Külbels, welcher die   Oberflächen   des fertigen Gegenstandes bilden soll, frei von wärmeleitender Berührung, und der Külbel sinkt unter der Einwirkung seines Gewichtes etwas in sich zusammen, wodurch   die r Innenspannungen nachlassen.   Das Zusammensinken vergrössert jedoch die Oberfläche des Külbels nicht und die Oberfläche erhitzt sich von innen her, und zwar mehr, als die Abgabe von Wärme an die umgebende Luft beträgt. 



   Beim weiteren Fortschreiten des Spindelträgers veranlasst das   Kurvenstück   104 (Fig. 5) das Anheben des Kolbens im Luftpumpenzylinder 101 und die Einführung von Luft in den Külbel, welcher nunmehr in ihrer Lagerung im Querarm 30 umläuft. Es ist erkennbar, dass zwischen der Entfernung des Külbels aus dem Bereich des äusseren und inneren Stempels (Pressform) und dem Beginn des Aufblasens des Külbels durch Luft ein gewisser Zeitraum Verstreicht.

   Im Betriebe ist dieser Zeitraum derartig bemessen, dass, während er einerseits nicht lang genug ist, um das Erkalten des Külbels als Ganzes bis zu solchem Grade zu gestatten, dass er nicht ohne erneutes Erwärmen weiter bearbeitet werden könnte, er doch lang genug ist, um der Haut oder Oberfläche des Glases, welche mehr oder weniger durch die Berührung mit den Metallteilen abgekühlt worden war, zu gestatten, sich durch Leitung von innen her wieder zu erhitzen.

   Der Zeitraum zwischen der Entfernung des Külbels aus der Pressform und dem   Zeitpunkte während-   dessen die Oberfläche sich zu vergrössern bestrebt ist, ist von grosser Wichtigkeit und notwendig,   um"optische Streifen"im   fertigen Gegenstand zu vermeiden., Das Wiedererwärmen sollte so lange dauern, bis die Haut so schmiegsam gemacht worden ist, dass sie sich strecken kann, ohne zu reissen, wenn der Külbel dann aufgeblasen wird. 



   Etwa gleichzeitig mit der Einleitung der Druckluft ruft die fortgesetzte, fortschreitende Bewegung des Halters durch die Kurvenbahn 36 (Fig. 13), Zahnstange 33 und Zahnrad 32 eine Drehbewegung des Drehzapfens 29 hervor, so dass die Glastragspindel eine wagrechte Lage, wie in Fig. 27 F dargestellt, einnimmt. Die Spindel wird in dieser Lage für eine solche Dauer gehalten, die genügt, um eine gleichmässige Verteilung der in dem Külbel enthaltenen Wärme zu gestatten und den Külbel durch die Druckluft aufzutreiben.

   Trotz der wagrechten Lage der
Achse des Külbels und der Drehung der letzteren um diese Achse wird der Külbel nicht durch die Schwerkraft beeinflusst, und da die Verteilung des Auftreibens von der Stärke der Wände des Külbels an verschiedenen Stellen abhängt, so kann dieses Auftreiben dadurch geregelt werden, dass man den Umriss der äusseren und inneren Stempel ändert. 



   Die weiter fortschreitende Bewegung des Spindelträgers schwingt nunmehr die Glas- tragspindel um den wagrechten Drehzapfen in eine umgekehrte Lage mit dem Klemmring nach 'unten. Wenn die Spindel umgekehrt worden ist, gleitet der innere Arm des Hebels 100   A   (Fig. 4,   23)   am Anschlag 100 G empor, wodurch der Kohlenblock 100 B gegen   den Külbel   dicht unterhalb des Klemmringes gepresst wird, zum Zwecke, den Durchmesser des Külbels an diesem Punkte zu vermindern (Fig. 27 G). Diese Vorrichtung erleichtert den Fluss des Glases an der Angriffs- stelle des Kohlenblockes und beschränkt die Längung örtlich.

   Bei weiterer Fortbewegung des 

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   Spihdelträgers   wird der Block   100   B zurückgezogen und die Reibungskupplung   41, 46 gelöst,   während die Spindel sich weiter dreht und der von der Spindel herabhängende Külbel sich längt (Fig. 27 H). Die Bewegung des Spindelträgers schreitet fort, bis er die Lage des Anschlagstiftes 82 A   (Fig. 3)   erreicht und in diesem Augenblick   hört-die   Einleitung von Druckluft auf. Wenn in diesem Augenblick der Külbel sich nicht genügend gelängt hat, kann man den Spindelträger dadurch feststellen, dass man den Hebel 84 auslöst, wodurch der Stift gehoben wird, so dass er in Berührung mit dem Anschlagarm 26 an der Mitnehmerwelle 24 (Fig. 5,6) gelangt. Ist die 
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 der Spindel setzt wieder ein.

   Bei dieser fortschreitenden Bewegung des Spindelträgers schliesst sich die Form, welche durch die Kurvenbahn 54 (Fig. 2, 13) angehoben wurde, um den gelängtenKülbel, was durch die Kurvenbahn 138 (Fig. 3) bewirkt wird. Wenn die Formen sich schliessen, wird das Nadelventil 118 geöffnet und Blasluft eingelassen, um den Külbel in die dem Fertigfabrikat entsprechende Form aufzublasen (Fig. 27   I).   Bei Beendigung des Blasens wird das Nadelventil wieder geschlossen, die Form geöffnet und gesenkt und die Glastragspindel etwas auf ihrem Drehzapfen 29 zurückgeschwenkt (Fig.

   27 K), wobei der Spindelträger in seiner fortschreitenden Bewegung durch den Anschlagstift 82 B gehemmt wird, wodurch der Mitnehmer aus den Schaltzähnen 21 B des Rades 21 ausgehoben und die Drehung der Glastragspindel durch das   Ausrücken, der Reibungskupplung 41,   46 aufgehoben wird. Der erblasene Gegenstand wird nunmehr durch den Arbeiter entfernt, indem er den Griff 98 (Fig. 14, 15) schwingt, durch welchen die Klemmringhalterteile voneinander getrennt werden.

   Der Fusshebel 85 des Anschlagstiftes 82 B kann nunmehr niedergedrückt werden und der Antriebsmitnehmer   aufaiem   Spindelträger kann wieder in Eingriff mit den Schaltzähnen des Rades 21 gebracht werden, um die fortschreitende Bewegung des Spindelträgers zur Aufgabestelle wieder in Gang zu setzen, um so den Kreis zu schliessen, oder vor Erreichung der Aufgabestellung durch Auflaufen gegen den vorhergehenden   Spindelträger   angehalten zu werden. 



   Wie erinnerlich, ist bereits oben gesagt, dass die vier Spindelträger dicht nebeneinander angesammelt sind, wobei Nr.   I,   dessen Bewegungen wir soeben verfolgt haben, in der Aufgabestellung stand und die anderen Spindelträger sich dicht dahinter befanden, mit dem Finger 86 (Fig. 5,6) eines jeden in Eingriff, mit dem Anschlagarm 26 auf dem unteren Teil der senkrechten Mitnehmerwelle 24 des folgenden   Spindelträgers.   



   Die erste Bewegung jedes Spindelträgers von der Aufgabestellung zieht, nachdem der Külbel durch die Pressvorrichtungen darauf geformt wurde, den Finger 86 des Spindelträgers aus dem Eingriff mit dem Anschlagarm der Mitnehmerwelle 24 des nächstfolgenden Spindel-   trägers zurück. Diese Ausrückung veranlasst den zweiten Spindelträger sich vorwärts zu bewegen, indem sein Mitnehmer in die Schaltverzahnung eingreifen kann. In der gleichen Weise geschieht   dies auch mit den folgenden   Spindelträgern.   Die Spindelträger bewegen sich somit vorwärts in die Aufgabestellung, bis sie durch Eingriff des Anschlagstifte 82 mit dem Arm 26 des folgenden   Spindelträgers   festgestellt werden.

   Bei dieser Bewegung des zweiten, folgenden Spindelträgers in die Aufgabestellung wird seine Glastragspindel in die gewöhnliche, aufrechte Stellung bewegt. 



   Kurz bevor jeder Spindelträger in die Aufgabestellung bewegt wird, drückt das abgeschrägte Druckstück 70 M (Fig. 6) die Stossstange 70 K nieder und zieht den Riegel 70 E. aus dem Ausschnitt in der Scheibe 70, wodurch die Welle 67 ihre Drehung wieder aufnehmen kann. Bei dieser Drehung verschiebt die Kurventrommel 77 den Schieber des Zylinders 75 und lässt den Querarm niedergehen, um den Glasaufnehmer auf den Klemmring aufzusetzen. 



   Um soweit als möglich jede Wärmeableitung von dem Külbel zu verhihdern, kann der
Klemmring mit Kohle oder Asbest isoliert werden   (98 F, Fig-13),   auch kann eine Isolationslage 91 G oben auf den   Ring M   gelegt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   I.   Verfahren zum Pressen und Blasen von dünnwandigen Glashohlkörpern, besonders Glühlampenkolben, dadurch gekennzeichnet, dass von einem eingegossenen und abgeschnittenen, durch einen becherförmig ausgehöhlten Stempel in einen geschlossenen Behälter gepressten Glaskülbel nach dessen ausreichender Erstarrung die Pressform entfernt wird und das Blasen erst dann-erfolgt, wenn die durch die Abkühlung. an der Pressform gebildete Haut durch   die : Innen-   wärme des Külbels so weit erweicht ist, dass sie beim Ausblasen sich ohne zu reissen ausdehnt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass der beim Einschneiden des Glases fallende Glasstrang seitlich von der. Mittelachse des Aufnehmers (10) abgelegt wird, so dass er, während das Glas beim Pressen in der Stempelhöhlung aufsteigt, in das Innere der Glasmasse eingeht.
    3. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das seitliche Ablegen des abgeschnittenen Glasstranges durch eiae überhängende <Desc/Clms Page number 12> Abschrägung des unteren Blattes (61 A) der, wie üblich, zum Abschneiden. verwendeten Schere bewirkt wird.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss Anspruch I, mit einem die Külbelmündung formenden Kern in der Ausblaseöffriung der Pfeife und mit beweglichen Backen zum EMI12.1 welcher entgegen einer Feder von der Pfeifenmündung durch das gepresste Glas zurückgeschoben wird, wenn die eingeschnittene Glasmenge bei der Endstellung des Pressstempels in. dem von ihm und den starr angeordneten Teilen begrenzten Raum nicht Platz findet.
    5. Ausführungsform der Vorrichtung gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Backen und die Blasepfeife in deren Längsrichtung gegeneinander verstellbar sind, um den Abstand zwischen der Pfeifenmündung und dem vorspringenden Backenrand und somit den Druck zu regeln, welcher zur Verdrängung des beweglichen Ringes (91)nötig ist.
AT85931D 1915-02-05 1915-02-05 Verfahren und Maschine zum Pressen und Blasen von dünnwandigen Glashohlkörpern, besonders Glühlampenkolben. AT85931B (de)

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