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Verfahren und Glasblasemaschine zum herstellen von Glashohlkörpern
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Glashohlkörpern und schlägt für
Zweitischglasblasernaschinen, deren Tische absatzweise umlaufen und die mit abgemessenen
Glasposten beschickt werden, ein neues Arbeitsverfahren und zu dessen Ausübung neue
Hilfsmittel vor.
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Bei Maschinen zum fortlaufenden Herstellen von Glashohlkörpern sind
-folgende Hauptarbeitsweisen bekannt: Man nimmt bei absatzweiser Tischdrehung sämtliche
überhaupt auszuführenden Arbeiten, nämlich das Beschicken der Verform mit Glas,
das Vorblasen der Glasmasse zu einem Külbel, das Übertragen des Külbels aus der
Vorform in die Fertigform, das Fertigblasen der Flasche o. dgl. und endlich das
Abliefern des fertiggestellten Erzeugnisses, ausschließlich während der Stillstände
vor, welche die Formen nach jedem Bewegungsschritt an bestimmten Haltestellen haben,
oder aber man bewirkt diese sämtlichen Arbeiten zur Herstellung der Glashohlkörper
an stetig umlaufenden Formentischen, also nicht im Zustande der Ruhe, sondern im
Zustande der Bewegung.
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Bei der ersten Arbeitsweise entsteht, weil alle Maßnahmen überhaupt
mit ruhenden Formen vorgenommen werden, mit Sicherheit durchweg ein sehr gutes-Erzeugnis
und praktisch kaum Ausschuß, aber die Mengenleistung i einer so arbeitenden Maschine
ist an bestimmte Grenzen :gebunden, die von der Arbeit abhängen, die den größten
Zeitbedarf hat, nämlich vom Fertigblasen. Demgegenüber hat man bei der zweiten Arbeitsweise
infolge der niemals unterbrochenen Bewegung der Formen eine sehr große Mengenleistung,
aber die Güte des Erzeugnisses ist nicht gleichmäßig, und man muß mit einem gewissen
Anfall von Ausschuß rechnen. Wird ein Glasposten in eine sich bewegende Vorform
eingefüllt, so legt er sich einseitig an die Formwand an und kühlt infolgedessen
ungleichmäßig ab, was bis zur Fertigstellung der betreifenden Flasche nachwirken
kann und dann zu Unebenheiten, wie Wellungen o. dgl., an dem fertig abgelieferten
Erzeugnis führt. Auch die Übergabe des Külbels bereitet bei dem ununterbrochenen
Umlauf der Formen Schwierigkeiten, weil das heiße Külbel auf seinem Wege zwischen
der Vorform und der Fertigform seine Gestalt zu verändern vermag. Bei gewissen Übergabevorrichtungen
kann diese Änderung so groß sein, daß das Külbel nicht mehr in die Fertigform paßt,
jedenfalls aber wird auch durch geringere Änderungen- die Güte der Ware ungünstig
beeinflußt.
Demgegenüber schlägt die Erfindung eine Vereinigung
der beiden bekannten Verfahret. in solcher Weise vor, daß einerseits das Füllen
der Vorform, die Übergabe des Külbels und das Austragen des fertiggestellten Glashohlkörpers
während entsprechend verkürzter Stillstände der Tische oder Formen, dagegen andererseits
alle Arbeiten zur Bildung des Hohlkörpers aus dem Glasposten, nämlich das sog. Mundstückansaugen,
das Vorblasen des Külbels und das Fertigblasen der Ware, während der Bewegungsschritte
der Tische erfolgen. Dadurch werden die Vorteile des Beschickens mit einem Glasposten
und des Übertragens des Külbels während des Stillstandes der Maschine beibehalten,
und die Ausbeute der Maschine wird durch die Vornahme der Formgebung während des
Umlaufes der Maschine gesteigert. Die Nachteile, die jeder der bekannten Arbeitsweisen
anhaften, kommen in Fortfall, und die Vorteile vereinigen sich zu dem fortschrittlichen
Ergebnis, daß bei einer annähernd gleichen Mengenleistung wie bei stetig umlaufenden
Maschinen ein Erzeugnis von sogar überlegener Güte gewonnen wird. Bei dem neuen
Verfahren mit absatzweisem Tischumlauf wird nämlich das Vorblasen und Fertigblasen
gegenüber früher erheblich verlängert. Die große Blasdauer wirkt sich jetzt aber
günstiger aus, als es bei stetigem Tischumlauf möglich war, weil bei dem neuen Verfahren
der Vorteil bestehen bleibt, daß weder der Glasposten noch das Külbel durch einseitiges
Abkühlen usw. ungünstig beeinflußt werden.
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An einer bekannten Maschine mit schrittweiser Bewegung der Formen
hat man zum Verdichten einer angesaugten Glasfüllung ein Vorblasen während der Bewegung
der eben gefüllten Vorform vom Ofen weg vorgesehen. Einmal kann hiermit jedoch kein
Külbel mit größerem Hohlraum erzeugt werden, weil die Vorform sich beim Ansaugen
praktisch ganz füllt, also kein ausreichender Raum zur Hohlkülbelbildung vorhanden
ist. Überdies wird bei der bekannten Maschine das Fertigblasen während des Stillstandes
vorgenommen, also sind sogar lange Stillstände nötig um ein gutes Erzeugnis zu gewinnen.
Dementsprechend ist diese Maschine auch ausdrücklich für kleine Mengenleistungen
bestimmt.
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Das neue Verfahren für absatzweise umlaufende, durch abgemessene Glasposten
beschickte Zweitischglasblasemaschinen kennzeichnet sich insbesondere dadurch, daß
am Vorformentisch der von oben in die umgekehrt stehende Vorform eingebrachte Glasposten
durch sofortiges Saugen um den Mundstückdorn während des Stillstandes auf der Füllstelle
verdichtet wird, worauf unmittelbar im Anschluß hieran beim Wegbewegen der Form
aus der Füllstelle der Mundstückdorn zurückgezogen und auf dem ganzen Wege der Vorform
von der Füllstelle bis zur nächsten Haltestelle sowie während des Stillstandes auf,
dieser in die Mündung des Külbels Druckluft eingeblasen wird, während auf dem Fertigformentisch
das Fertigblasen sofort nach dem Verlassen der Übergabestelle begonnen und regelbar
über mehrere Haltestellen hinweg bis zu dem vor der Austragstelle erfolgenden Öffnen
der Fertigform durchgeführt wird.
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Mit dieser Arbeitsweise wird in der Vorform ein verlängertes Hohlkülbel,
das eine etwa halbfertige Flasche darstellt, gewonnen, das mängelfrei ist und bei
dem über mehrere Haltestellen hinweg erfolgenden Fertigblasen einen-einwandfreien
fertigen Glashohlkörper liefert. Um den Arbeitsgang den verschiedenen Bedingungen
anpassen zu können, die z. B. wegen Abweichungen in der Form der zu erzeugenden
Ware, wegen abweichender Beschaffenheit der Glasmasse usw. auftreten können, wird
ferner gemäß der Erfindung beim Fertigblasen die Druckluftzufuhr so geregelt, daß
der Beginn des Blasens, sein Verlauf bezüglich der Luftmenge und des Blasdruckes
sowie das Ende des Fertigblasens in weiten Grenzen verändert werden.
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Eine nach dem neuen Verfahren arbeitende Maschine ist in der Zeichnung
dargestellt. Es bedeuten Fig. i eine Aufsicht auf den Vorformentisch und seine Betätigungseinrichtung,
Fig. 2 eine Teilaufsicht auf den Tisch für die Blas- oder Fertigstellungsformen
und seine Betätigungseinrichtung Fig. 3 einen senkrechten Schnitt 3-3 durch Fig.
i, Fig. 4 einen senkrechten Schnitt 4-4 durch Fig. 2, Fig. ,.a eine Unteransicht
des Bodenplattenhalters der Blasform, Fig.5 einen waagerechten Schnitt durch die
Betätigungseinrichtung der Blasform nach Linie 5-5 der Fig. 4, Fig. 6 einen waagerechten
Schnitt 6-6 nach Fig. 3 und 4, der die Grundplatte und die Einrichtung unterhalb
des Formentisches zeigt, Fig. 7 einen Schnitt nach Linie 7-7 der Fig. 6 in größerem
Maßstabe, Fig.8 einen vergrößerten Längsschnitt durch das Blasluftsteuerventil,
Fig. g eine Vorderansicht und teilweise senkrechten Schnitt durch .eine Vorform,
Fig. io einen senkrechten Schnitt durch eine Vorform, Fig. i i einen senkrechten
Schnitt durch einen Blasförmentisch in der Abgabestellung nach Linie i i-i i (Fig.
2),
Fig. 1ä eine Einzelheit des Tischdrehzylinders in Draufsicht,
Fig. 13 einen Schnitt durch eine Einzelheit nach Linie T3-13 ,der Fig. 14, Fig.
14 einen Schnitt 14-14 der Fig. 12, Fig. 15 einen Querschnitt durch das Luftsteuerventilnach
Linie 15-15 der Fig. 6, Fig. 16 einen Querschnitt durch das Saugventil nach Linie
16-16 der Fig. 6, Fig. 17 einen Querschnitt des vereinigten Ablenk- und Blaskopfes
nach Fig. g, Fig. 18 das Saugventil nach Fig. 3 in vergrößertem Längsschnitt, Fig.
1g einen senkrechten Schnitt durch das Verteilungsventil, Fig. 2o einen Querschnitt
nach Linie 20-20 der Fig. 1g, der die gegenseitige Stellung der Teile des Verteilungsventils
zeigt, wenn die Vorform an der Beschickungsstelle angehalten worden ist, Fig.21
eine ähnliche Ansicht, wobei -das Ventil betätigt worden ist, um Luft in den verdichtenden
B.laskopf einzulassen, Fig.22 eine ähnliche Ansicht, in welcher das Ventil die verdichtende
Luft absperrt, Fig. 23 einen Schnitt 23-23 der Fig. 2o, wobei das Ventil Gegenblasluft
einläßt, Fig.24 eine ähnliche Ansicht, in welcher das Ventil die Gegenblasluft abschaltet,
Fig. 25 einen Querschnitt durch -die Wendevorrichtung für die Rohform, Fig. 26 einen
vergrößerten Querschnitt des Blaskopfbetätigungshebels, Fig. 27 einen Querschnitt
durch das Verteilungsventil, Fig. 28. einen Querschnitt durch das Hauptzahnstangenventil
und Fig.2g eine Ansicht, die die Lufteinstellung und selbsttätige Steuerung der
Maschine darstellt.
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Die beispielsweise dargestellte Maschine ist von der bekannten umlaufenden
Art und-ist geeignet zur Herstellung hohler Glasbehälter, z. B. Flaschen, Konservengläser
u. dgl., aus abgemessenen Posten oder Klumpen von Glas, die der Maschine selbsttätig
zugeführt werden.
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt die Maschine gesonderte
Tische für die Vor- und die Fertigherstellungsformen, in seitlichem Abstande nebeneinander
angeordnet: Diese Bauart ist besonders vorteilhaft, da eine geringere Anzahl von
Formsätzen benötigt wird, während gleichzeitig eine größtmögliche Flaschenformzeit
erzielt wird, und wegen der Bequemlichkeit, mit welcher eine Anzahl solcher Maschinen
um den Ofen oder Behälter des flüssigen Glases angeordnet werden kann, obwohl die
Erfindung ebensogut bei anderen Arten von Maschinen anwendbar ist. 'Die Formentische
To und T1 sind durch ein im Sockel 13 der Maschine angeordnetes Getriebe 12 - miteinander
gekuppelt, derart, daß sie sich zusammen bewegen. Auf dem Tisch to sind eine Anzahl
von Vorformen 14 angebracht, die nacheinander in umgekehrter Stellung auf eine Füllstelle
A gebracht werden, wo die Formen ihre Glasbeschickung von einer Glä.sspeisevorrichtung
F her in bekannter Weise empfangen. Abschlußplatten 15 können an der Oberseite des
Sockels 13 angebracht werden und schließen das Getriebe 12 (Fig. 3, 4 und 6) ein.
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In Maschinen zur Herstellung von Glasgegenständen, die ihre Glasbeschickung
aus einer Speisevorrichtung erhalten, welche mit Glasposten gespeiste Maschinen,
kurz Speisermaschinen, genannt worden sind, zum Unterschied von Maschinen; die ihr
Glas aus einem offenen Behälter entnehmen, indem eine Saugwirkung in den Formen
ausgeübt wird, werden die Vorformen bei Speisermaschinen an der Beschickungsstelle
in umgewendeter Lage gehalten, also mit ihrem Hals nach unten und ihrem offenen
Bodenende nach oben, so daß das Glas oder der Posten durch das obere, offene Ende
der Formen eingeführt werden kann. Bei solchen Maschinen wird nach dem Beschicken
der Form der Glasposten in der Form behandelt, und zwar zunächst durch Verdichtung
des Glases in dem Halsringe der Form und um den die Mündung formenden Stift oder
Kopfdorn herum, vorzugsweise durch Anwendung von Luftdruckunterschied an entgegengesetzten
Enden des Glaspostens, um die Mündung der Flasche zu gestalten und fertigzustellen.
Dann wird die verdichtete Glasbeschickung ausgezogen in ein Külbel, während sie
sich in der Vorform befindet, so daß ein Külbel von bestimmter Länge erzeugt wird
und ebenso, um sie vorzubereiten für das endgültige Blasen in der Blas- oder Fertigform.
Da das endgültige Blasen der Flasche in der Fertigform vorzugsweise mit dem Külbelhalsende
nach oben durchgeführt wird, muß das Külbel nach dem Beschicken und vor dem endgültigen
Blasen wieder in seine aufrechte Lage umgekehrt werden. Zweckmäßig wird dies durchgeführt
durch Umkehren des Külbels in .der Vorform, vorzugsweise durch Drehen der Form mit
dem darin .enthaltenen Külbel um eine waagerechte Achse, .ehe das Külbel in die
Fertigform übergeführt wird.
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Vorzugsweise sind die Vor- und Fertigformen äuf geschlossenen Wegen
beweglich, die sich in bei Zweitischmaschinen üblicher Weise in einem gemeinsamen
Übertragungspunkt D (Fig. 1 und 2) schneiden, derart, daß die Vorformen allmählich
geöffnet werden können, wenn sie sich den Fertigformen nähern,
wobei
das Külbel in den geschlossenen Halsringen abgestützt werden kann und die Blasformen
allmählich um das sich nähernde Külbel (während seiner Bewegung nach der Übertragungsstellung
hin) geschlossen werden kÖnnen. Auf diese Weise umfassen die Blasformen das Külbel
teilweise, wenn dasselbe am f_Jbertragungspunkte ankommt. Wenn die Vorform und die
Fertigformen die Übertragungsstelle erreicht haben, können die Halsringe frei gemacht
und die Blasformen endgültig geschlossen werden, so daß die Blasformen mit dem eingeschlossenen
Külbel auf gesondertem Wege zum Fertigblasen und zur Ablieferung bewegt werden können.
Das Fertigblasen des Gegenstandes wird vorzugsweise während der Bewegung der Formen
von der übertragungsstellung D zur Ablieferungsstellung H (Fig. 2) bewirkt. Nachdem
die Flasche in ihre endgültige Gestalt geblasen worden ist, in welcher sie sich
setzen und selbst aufrechterhalten kann, kann die Form geöffnet und die Flasche
durch eine Entnahmevorrichtung seitlich aus der Maschine herausbewegt und auf eine
Fördervorrichtung gelegt werden.
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Die Külbelgestaltungseinrichtung weist folgende Bauart auf: Die Vorformen
14 können auf einem drehbaren Träger oder Tisch io angeordnet sein, der sich um
eine ortsfeste Säule 16 dreht, die an dem Maschinenbett 13
befestigt ist (Fig.3
und io). Der Vorformenträger oder Tisch io ist zweckmäßig mit einer Muffe 17 versehen,
welche die Säule 16 umfaßt und an ihrem unteren Ende ein Zahnrad 18 trägt, das in
einen Ölsumpf ig, im Maschinensockel läuft und mit einem der Kupplungsräder i2 in
Eingriff ist.
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Die Vorformen 14 sind vorzugsweise von der bekannten unterteilten
Art und umfassen gegenüberliegende Teile, die von Haltern 21 (Fig.3 und i o) getragen
werden, welche drehbar auf einem Stift 22 angeordnet sind in einer Verlängerung
23 einer Formstütze 24, drehbar in Walzlagern 25 und 26 in Stützen 27 und 28 an
dem Formträger oder Tisch io.
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Die Formstützen 24 sind um eine waagerechte Achse in den Lagern 25
und 26 drehbar und sind hohl zwecks Gewichtsverminderung und zur Aufnahme der Verbindungsteile
zum Öffnen und Schließen der Formen zu gegebener Zeit. Diese Teile umfassen vorzugsweise
Joche 29, die einen Stift 22 und die benachbarten Hälften der Formen umfassen und
mit den Formhälften an ihren gegenüberliegenden Enden durch Glieder 30 verbunden
sind. Die Joche 2g können in einer Muffe 32 gleiten, welche in der Formstütze 24
(Fig. 3 und io) gelagert ist und die an ihrem inneren Ende eine Rolle 33 auf einem
Stift trägt und auf einem gleichmittigen Teile eines Nokkens 34 aufruht, der fest
verspannt ist mit der Vorformstützsäule 16. Die innere Verlängerung 31 des Joches
ist verschiebbar mit der Muffe 32 vermittels eines Zapfens 35 verbunden, der sich
in einem Schlitz 36 in der Muffe 32 bewegen kann. Zwischen dem Joch und der Muffe
kann eine Feder 37 eingeschaltet sein, die das Joch nachgiebig in die Formschließstellung
drängt.
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Der Nocken 34 ist mit einem mit ihm gleichmittigen Teil versehen (Fig.
i und io), gegen welchen sich die Rolle 33 legt, um die Formen an der Füllstelle
A dicht geschlossen zu halten und während der Bewegung der Form von dieser Stelle
weg um eine Entfernung, die die richtige Gestaltung und Herstellung des Külbels
ermöglicht und welche sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwas über die
dritte Anhaltestelle C (Fig. i) erstreckt. Von diesem Punkte an ist der Kokken 34
mit einer außermittigen Bahn 38 versehen, um mit der Rolle 33a in Eingriff zu kommen,
die gleichachsig mit der Rolle 33 angeordnet ist, um die Formteile während ihrer
Weiterbewegung zur nächsten oder Übertragungsstelle D allmählich zu öffnen, an der
die Formteile dann vollständig geöffnet sind.
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Die Vorformstütze 24 kann in ihren Lagern 25 und 26 gedreht werden,
z. B. durch das Ritzel 41 auf der Stütze 24 zwischen den Lagern und in Eingriff
mit einer Zahnstange 42, die von einer ortsfesten Stütze 43 getragen wird, die auf
der Säule 16 über den Formen angebracht ist. Die Zahnstange 42 greift. vorzugsweise
in die Ritzel 41 der Formstützen 24 ein während der Bewegung der Formen zwischen
der zweiten Haltestelle B und der dritten Haltestelle C, derart, daß sie die Form
in die umgewendete oder aufrechte Lage vor dem Öffnen der Form bringt. Die zweite
Zahnstange 42" an der gegenüberliegenden Seite des Formträgers greift während der
Bewegung der Form nach der Füllstelle hin in das Ritzel 41 ein, um die Form umzukehren,
bevor sie in diese Stellung gebracht wird (Fig. i und 3).
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In an sich bekannter Weise sind gewisse Zähne des Ritzels 4i und Zahnstangen
42 und 42, weggeschnitten, wie z. B. bei 45 in Fig. 25 dargestellt, um den Eingriff
der Zähne der Räder in die Zahnstange und ihre Entfernung zu erleichtern. Bei hohen
Geschwindigkeiten der Maschine, z. B. wenn dieselbe mehr als 30 Gegenstände je Minute
herstellt, ist die Umdrehungszahl der Formstützen jedoch so hoch, daß es schwierig
ist, die Formen in ihren senkrechten Mittelstellungen anzuhalten.
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Um diesen Nachteil wenigstens bei schrittweise arbeitenden Maschinen
zu beseitigen, werden die Zahnstangen 42 und 42Q vorzugsweise so angeordnet, daß
der letzte oder Austrittszabn
in einer Linie mit der Haltestellung
liegt, wie in Fig._25 veranschaulicht ist. Wenn die Form in die nächste Haltestellung
C oder A bewegt wird nach Umkehrung oder Wiederaufrichtung, ist einer der weggeschnittenen
Zähne 45 des Rades 41 an dem letzten Zahn der Zahnstange 42 oder 42u vorbeigegangen,
und der nächstfolgende Zahn des Rades 41, der volle Größe besitzt, liegt an der
Endfläche des letzten Stangenzahnes an, und zwar mit der Form in der Haltestellung
ausgerichtet. In- dieser Stellung der an einer Haltestellung in Ruhe befindlichen
Formstütze 24 kann sie gegen unbeabsichtigte Drehung aus der senkrechten Stellung
verriegelt werden entweder während des Aufenthalts oder unmittelbar, wenn die Form
ihre nächste Drehbewegung antritt.
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Die Mittel zur Verriegelung der Form in ihren verschiedenen senkrechten
Stellungen bestehen vorzugsweise aus einem Verriegelungsstift 51, der in einer Öffnung
52 verschiebbar ist, die in dem oberen Teil der Lagerstützen 27 vorgesehen ist.
Der Stift 51 wird normalerweise vermittels einer Feder 53 nach innen gedrückt in
seinen verriegelnden Eingriff mit einem eines Paares gegenüberstehender Verriegelungsstiftsitzee
54 in der drehbaren Formstütze 24 (s. Fig. z, 3 und ro). Der Verriegelungsstift
51 ist an seinem oberen Ende mit einer Rolle 55 versehen, die, wenn sie mit der
Form bewegt wird, mit einem ortsfesten Nockenteil 56 an der Stütze 4.3 in Eingriff
kommt, wodurch der Verriegelungsstift 51 aus einem Sitze 54 ausgehoben wird, bevor
das Ritzel 41 mit der Zahnstange 4.z in Eingriff kommt, derart, daß die drehbare
Formstütze entriegelt wird und durch die Zahnstänge um z8o° gedreht werden kann.
Der Nocken .56 ist so ausgebildet, daß er die Rolle 55. freigibt, wenn das R.itzel
41 seinen Eingriff in die Zahnstange 42 beendigt hat und die Form in die senkrechte
Stellung. gebracht worden ist, so daß die Feder 53 den Verriegelungsstift 51 in
seine Verriegelungsstellung in einem der Sitze 54 der Formstütze 24 bringen kann.
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Die Bearbeitung des Külbels oder des Glaspostens zu dem Zwecke, der
Flasche ihre endgültige Gestalt zu geben, besteht vorzugsweise darin, daß der Glasposten
in das Halsende der Rohform gezogen oder verdichtet wird, um das Mundstück der Flasche
zu formen, worauf Luftdruck in genügender Menge und ausreichendem Druck in das Mundstück
eingelassen wird, um den Glasposten in eine Hohlform bestimmter Länge zu blasen,
derart, daß die fertigen Flaschen in Bezug auf die Verteilung des Glases gleichmäßig
sein werden. Die Zusammendrückung oder Festigung des Glases wurde bisher meist nur
durch Druckluft durchgeführt, die auf das obere Ende des Glaspostens wirkte, und
-obwohl Saugen zur -Fertigstellung des Mundstückes vorgeschlagen worden war, ist
dieses Verfahren niemals bei selbsttätigen Hochleistungsmaschinenerfolgreichgewesen.
Wenn verdichtende Druckluft verwendet wird und genügend lange aufrechterhalten wird
oder unter ausreichendem Drucke, so wird das obere Ende des Glaspostens zu stark
abgekühlt, was den Seitenwandungen der fertigen Flaschen ein wellenförmiges Aussehen
gibt. Der Grund hierfür ist, daß das Glas am oberen Ende des Postens sich so abgekühlt
hat, daß es nicht in demselben Grade geblasen werden kann oder auf die gleichmäßige
Dicke wie die übrigen Teile des Külbels oder des Glaspostens, was zu einer verdickten
Zone in der Seitenwandung des fertigen Gegenstandes führt, die ihm ein wellenartiges
Aussehen verleiht, das im Handel als Verdichtungswelle oder Gegenblaswelle bezeichnet
wird.
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Gemäß der Erfindung wird das Glas zuerst in der Form durch Saugwirkung
verdichtet, die achsrecht in den Halsformen 6o angewendet wird und seitlich auf
einem wesentlichen Teil des Körpers der Vorform 14 wirkt, während der Glasposten
in die Form eintritt, damit das geschmolzene Glas schnell in das Halsformende um
den die Mündung bildenden Dorn herumgesaugt wird, ohne das obere Ende des Glaspostens
zu sehr abzukühlen. Die Saugwirkung wird vorzugsweise, während der Glasposten in
die Form eintritt, ausgeübt, so daß die Mündung sofort fertiggestellt wird zu einer
Zeit, in der der Glasposten am heißesten ist. Für gewisse Arten von Glaswaren ist
diese .Saugbehandlung ausreichend, aber in einigen Fällen kann es wünschenswert
sein, den Posten durch Anwendung von Luftdruck am oberen Ende der Form noch weiter
zu verdichten. Diese weitere Pressung durch Luft muß vorsichtig gesteuert werden
und nur zeitweise aufrechterhalten werden, damit nicht das obere Ende des Glaspostens
zu stark abgekühlt wird.
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Wie in Fig. 3 und zo veranschaulicht ist, werden die Halsformen 6o,
je eine für eine Vorform oder Sammelgefäß, in Hälften gebildet, die in , Halsringhaltern
61 getragen werden, welche drehbar auf einem Gelenkstift 22 angeordnet sind, derart,
daß die Halsformenhöhlung achsrecht ausgerichtet ist in Bezug auf den Hohlräurri
der Vorform. Die Halsformhälften werden durch eine Feder 63 (Fig.3 und zo) zusammengehalten,
die an Stiften 61, an jedem Halsformhalter angreifen.
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An jedem Halsformhalter ist eine vereinigte Saug- und Blasvorrichtung
angebracht und ein die Mündung formender Dorn, der
zweckmäßig ein
Halsdorngehäuse 64 umfaßt, das von den Auslegern 64" an den Formstützen 24 getragen
wird, und zwar achsengleich mit der Welle der Halsformen 6o. An dem Gehäuse 64 ist
eine Führung 65 abnehmbar angebracht, in der ein Stößel 66 gleitet, der einen
die Mündung der Flasche formenden Dorn 67 trägt, der sich im allgemeinen in die
Halsform 6o erstreckt, derart, daß er den Hohlraum darin schließt. Der Stößel oder
Stempel 66 ist an seinen entgegengesetzten Enden mit einer Rolle 68 versehen
und einem abgesetzten Arm 68, Eine Schraubenfeder 69, die die Führung 65
umgibt, ist zwischen der Führung und einer Platte 69a auf dem Stempe166 angebracht
und drängt den das Mundstück formenden Dorn aus seiner Schließstellung in den Halsformhohlraum.
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Die Nockenfläche 7o (s. Fig. i, 3, 6, g und io) ist von bogenförmiger
Gestalt, um sich dem Führungsweg der Vorform und des Stempels 66, der den das Mundstück
formenden Dorn trägt, anzupassen, und ist vorzugsweise auf einer bogenförmigen Abstützung
71 nachgiebig gelagert, die -waagerecht verstellbar auf einem Auslegerarm 72 angeordnet
ist, der reit dem Maschinenbett 13 verbolzt ist. Der Nocken 70 ist beweglich
in. der Abstützung 71 angeordnet vermittels Führungsbolzen 73, die drehbar mit dem
Nocken bei 74 verbunden sind und sich durch Offnungen 75 in der Stütze 71 erstrecken.
Die Stütze ist vorzugsweise mit Ausnehmungen 76 versehen (Fig. 9), in denen Federn
77 auf einer verstellbar angeordneten Platte 78 untergebracht sind, die sich gegen
den Boden des Nockens 70 legen, derart, daß sie ihn federnd in Berührung mit der
Rolle 68 halten.
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Wenn die Form nach der Füllstellung hin bewegt wird, rollt die Rolle
68 auf dem Nokken 7o entlang und drückt den das Mundstück bildenden Dorn 67 aufwärts
zwecks Abschließung des Hohlraumes der Halsform gegen den Zug der Feder 69. Diese
Einstellung des das Mundstück bildenden Dornes in dem Hohlraum der Halsform kann
sofort nach Verdichtung des Glaspostens und vor dem Gegenblasen geschehen, oder
sie kann auch erfolgen, bevor das Gegenblasen des Glaspostens stattfindet. Zu diesem
Zwecke ist es wünschenswert, eine leichte Einstellung für das Zurückziehen des Mundstückfortndornes
vorzusehen, die während des Betriebes der Maschine vorgenommen -werden kann, um
sich den vorliegenden Verhältnissen in bezug auf das Wesen des Glases und des leerzustellenden
Erzeugnisses anzupassen.
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Eine Art zur Erzielung dieses Zweckes ist die Einstellung der Länge
der Kurven- oder N ockenfläche 7o über die Füllstellung hinaus. Wie veranschaulicht,
sind die Nockenflä che und ihre Stütze 71 verschiebbar an der Stütze
72 angeordnet und können an derselben mittels einer Schraube 7 9 verstellt
werden, die durch die Säule 8o an der Konsole 72 hindurchgeht und bei 81 drehbar
am Nocken befestigt ist. Der Nocken 7i und seine Abstützung 7z können in den gewünschten
eingestellten Lagen (Fig.3 und 6) vermittels Klemmuttern 8a auf Bolzen 83 an der
Stütze 7 festgeklemmt «erden, die sich aufwärts durch gekrümmte Schlitze 84 der
Stütze erstrecken. Um ein zwangsläufiges Zurückziehen des Mundstückdornes im richtigen
oder gewünschten Augenblicke zu erreichen, kann das zurückweichende Ende der Kurve
mit einer Kurvenbahn 85 versehen sein, die die Spindel 68, der Rolle 68 aufnehmen
kann und die Mundstückdornspinde166 und den Dorn selbst aus der Halsformhöhlung
zurückzieht. Diese Führungsbahn 85 kann an der Kurve oder dem Nocken 70-
in beliebiger Weise befestigt -werden, vorzugsweise jedoch einstellbar mit Hilfe
von Klemmschrauben 87, die durch einen Schlitz in der Kurve hindurchgehen.
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Wenn jede der aufeinanderfolgenden Vorformen oder Sammelgefäße in
die Füllstellung gebracht wird, wird ihr Mundstückdorn angehoben, um das Mundstück
der Halsform zu schließen, und -während die Form angehalten wird, um ihre Füllung
zu empfangen, -wird eine Saugwirkung auf die Rohform ausgeübt, um den Glasposten
schnell in das Halsende zu bringen und die Füllung um den das Mundstück formenden
Dorn zu verdichten. Die Saugwirkung kann in irgendeiner geeigneten Weise ausgeübt
werden, aber bei der schrittweise gedrehten Maschinenart der Zeichnung wird vorteilhaft
ein ortsfestes Saugventil verwendet. , Wie in Fig. 3 und 18 veranschaulicht, ist
ein Saugventil go auf einem Ständer 9 1 angeordnet, der senkrecht aus dem
Maschinensockel 13 emporragt, derart, daß das Saugventil nacheinander mit dem vereinigten
Saug- und Blaskopf 64 der Vorformen ausgerichtet ist, wenn dieselben in der Füllstellung
ankommen.
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Das Saugventil umfaßt ein Gehäuse, das an einem Ende als Flüssigkeitsdruckzylinder
92 ausgebildet ist, der einen Einlaß 93 besitzt, eine Zwischensaugeinlaßkammer 94
und eine Führung 95 für die Ventilstange 96. Die Ventilstange 96 ist an einem Ende
als Kolben 97 ausgebildet, der sich in dem Zylinderende 92 des Gehäuses bewegt.
Die Stange 96 ist mit Kanälen 99 versehen, die mit der Saugkammer 94. ausgerichtet
sind, -wenn das Ventil in seine Betriebsstellung (,Fig.3 und 18) geschoben -wird.
Innerhalb der Führung 95 des Gehäuses befindet sich eine zweiteilige Kupplung ioo
mit geschliffenem Sitz. Eine Feder ioi ist
innerhalb der Bohrung
der Ventilstange angeordnet und greift an der Ventilstange und der Kupplung an.
Sie hat das Bestreben, den Kolben schnell zurückzuziehen und die Saugwirkung abzustellen,
sobald die Druckluft an der entgegengesetzten Seite des Kolbens freigegeben wird.
Der Zutritt von Druckluft in den Zylinder 92 und hinter den Kolben 97 bewegt die
Kolbenventilstange nach dem vereinigten Saug- und Blaskopf 64 hin und stellt auf
diese Weise eine Verbindung zwischen der Saugkammer 94 durch die Kanäle 99 und die
mittlere Bohrung der Ventilstange her durch die Kupplung ioo, welche sich ausrichtet
mit einem Saugkanal rot des Saug- und Blaskopfes 64.
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Der Saugkanal io2 besitzt Zweigkanäle 103
und 104, die in das
Innere des Kopfes 64 bzw. zu den. Kanälen ro5 in den Halsformen führen, welche mit
Nuten io6 in den Vorformhälften in Verbindung stehen, welche ihrerseits in die Vorformhöhlung
münden durch die zusammentreffenden Flächen der Formhälften auf einem beträchtlichen
Teil der Länge derselben. Sie endigen vorzugsweise etwas unterhalb der Glasoberfläche,
wenn der Glasposten in die Form eingefüllt wird. Die Ausübung eines Unterdruckes
auf dem Kanal 1o4. stellt einen Unterdruck in der Vorformhöhlung her vermittels
der Nuten in derselben und der Saugkanäle io5, die sich durch die Halsform erstreckefr.
Gleichzeitig wird eine Saugwirkung ausgeübt durch den Zweigkanal 103 in dem
Innern -des Kopfes 64 durch den Kanal 107 in dem das Mundstück formenden Dorn, um
eine Saugwirkung an dem Boden oder inneren Ende der Halsformhöhlung auszuüben und
die Halsformhöhlung ganz mit Glas zu füllen und einen vollkommenen Hals und ein
gut ausgebildetes Mundstück herzustellen.
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Für die meisten Waren ist die Anwendung einer Saugwirkung an der Halsformhöhlung
und an einem beträchtlichen Teil der Vorformhöhltung ausreichend, um das Glas in
das Halsende der Form zu ziehen und es vollständig um den Dorn zur Herstellung des
Mundstückes herumzulegen, so- daß die Mündung der Flasche richtig gebildet wird.
Bei einigen Arten von Glas, bei denen die Mündung besonders schwierig herzustellen
ist, kann es wünschenswert sein, die Zusammendrängung zu erhöhen durch Saugen und
Anwendung von Druckluft am oberen Ende der Glasfüllung, um das Glas fester zusammenzudrängen.
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Bei der veranschaulichten Maschine kann dies vorteilhaft vermittels
eines Schließkopfes iio (Fig.9 und 17) geschehen, der lose und abnehmbar bei i i
i auf einer Stange 112 verstellbar festgeklemmt ist und durch Klemmmuttern ii, an
einem Ende einer Stütze 114 drehbar angeordnet ist an einer Lagerstütze 27 und für
gewöhnlich in seitlichem Abstande von der Achse der Vorform gehalten wird vermittels
einer Feder 116, so daß die Form von oben her gefüllt werden kann. Der Schließkopf
iio ist mit einem Lufteinlaß 117 versehen und mit einem ventilgesteuerten Auslaß
i 18, der für gewöhnlich durch eine Feder i 19 geschlossen gehalten wird, die um
die Stange herumge-,vickelt ist, aber geöffnet werden kann durch den Luftdruck,
welcher durch den Einlaß 117 zugeleitet wird, um Druckluft am oberen Ende der Formbeschickung
anwenden zu können. Der Zutritt der Luft zu dem Verschlußkopf i io kann durch ein
Verteilungsventil gesteuert werden, das an der Unterseite des Vorformtisches io
angebracht ist. Für jede Vorforrn ist ein Verteilungsventil vorgesehen.
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Die Anwendung von Druckluft am oberen Ende der Glasfüllung, um das
Glas weiter zu verdichten, ist an sich bekannt, soll jedoch höchstens eine kurze
Zeit aufrechterhalten werden, und da es wünschenswert ist, das Gegenblasen gegen
den Glasposten oder das Külbel so bald wie möglich vorzunehmen, ist es ratsam, den
Verschlußkopf sofort auf die Form zu bringen, sobald dieselbe die Glasfüllung erhalten
hat. Vorzugsweise wird dies, wie veranschaulicht, bewirkt, indem jeder Verschlußkopfarm
114 am oberen Ende einer senkrechten Drehstange 121 (Fig. 9) angebracht wird, die
in einem, senkrechten Lager 122 auf der Außenseite des Lagers 27 angebracht ist.
Die Stange wird für gewöhnlich in der angehobenen Stellung gehalten z. B. durch
eine Feder 123, die das untere Ende der Stange umgibt. Der Abschlußkopf befindet
sich etwas über der Ebene der Oberkante der Vorform und wird seitlich der Achse
der Form gehalten vermittels der Feder 116, die an dem Arme 114 und dem Lager 27
der benachbarten Formbefestigung befestigt ist. Der Verschlußkopfarm 114 ist auf
der gegenüberliegenden Seite der Stange 121 mit einer sich nach innen erstreckenden
Verlängerung 124 (Fig. i und 9) versehen und trägt vor einer Kolbenstange 126 eines
durch Druck eines strömenden Mittels betätigten Motors 127 eine Rolle 125, die starr
befestigt ist an dem Auslegerarm 43 über dem Vorformträger io. Wie später näher
ausgeführt werden wird, empfängt der Druckmotor 127 Druckluft zu seinem Betriebe
gleichzeitig mit der Verschiebung des Ventils, das die Maschine steuert, bei Lieferung
einer Füllung in die Form, so daß der Verschlußkopf i io über die Form geführt wird
kurz vor ihrer Bewegung aus der Füllstellung und sofort nach und in bestimmtem zeitlichem
Verhältnis zu ihrer Füllung. Wenn die Form sich aus ihrer Füllstellung
herausbewegt,
wird eine Rolle i28 am oberen Ende des Schließarmes 114 sofort unter einen Nocken
129 geführt, der eine waagerechte Kurvenfläche 13o besitzt, um den Verschlußkopf
fest gegen die Form zu drücken, zum Zwecke, den Hohlraum in derselben abzuschließen.
Eine senkrechte Kurvenfläche 131 des Nockens 129 kommt mit der Rolle i25 in Berührung,
zum Zwecke, den Verschlußkopf in Arbeitsstellung zu halten, und zwar achsrecht zur
Form während des Teiles der Formbewegung, während welcher der Rohling in der Rohform
hergestellt wird, während er in derselben durch den Verschlußkopf eingeschlossen
ist.
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Der Nocken 129 kann von beliebiger Bauart sein, zum Zwecke, den Verschlußkopf
dicht gegen die Form zu halten und achsrecht zu dem Hohlraum der Vorform, um denselben
wirkungsvoll abzuschließen. Bei der dargestellten Maschine (Fig. 1, 3, 9 und io)
umfaßt derselbe einen gekrümmten Körper, welcher auf Führungsstiften 132 abgestützt
ist, die aus den oberen Teilen des Vorderendes des Lagers 27 hervortreten. Der Kurvenkörper
ist mit einer Anzahl nach oben offener Ausnehmungen 133 versehen, in welchen um
Stangen 135 herumgelegte Federn 134 vorgesehen sind, die Mittel zur Ausübung eines
nachgiebigen Druckes zum Anpressen des Verschlußkopfes an die Form bilden.
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Wie schon . oben ausgeführt, braucht die Verdichtungsluft, falls sie
überhaupt verwendet wird, nur am oberen Ende der Glasfüllung für kurze Zeit angewendet
zu werden, um bei der Herstellung gewisser Glaswaren wirkungsvoll das Glas zusätzlich
in dem die Mündung bildenden Dorn zusammenzudrükken. Vorzugsweise wird diese Luft
während des ersten Teiles der Formbewegung von der Füllstelle hinweg durch Betätigung
des Verteilungsventils abgeschaltet, derart, daß es die Druckluft abstellt, die
mit dem Schließkopf iio in Verbindung ist und eine Verbindung zur Mündung des Halsformhohlraumes
öffnet durch einen Kanal 136 (Fig. i o) in der Formstütze 24 durch einen der Verriegelungsstiftsocke154
und in Verbindung mit einem Druckluftkanal 137 in dem vereinigten Saug- und Blaskopf.
Da das Verteilungsventil im frühesten Zeitpunkt der Formbewegung von der Füllstelle
weg betätigt wird, wird die Gegenblasdruckluft durch Kanäle 136 und 137 zur Mündung
des Glaspostens oder Glaskülbels geleitet, um dem Hohlraum in demselben eine länglich
ausgezogene Form zu geben und das Külbel in die Hohlform zu blasen, während es sich
in der Hohlform eingeschlossen durch den Verschlußkopf i i o befindet.
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Vorzugsweise ist der die Mündung formende Dorn mit Kanälen 138 und
139 versehen, welche für den Durchgang der Druckluft zu dem Mündungshohlraum des
Külbels dienen, so daß die Maschine so betätigt werden kann, daß sie den Glasklumpen
entweder vor oder nach dem Zurüclcziehen des Mündungsdornes gegenbläst.
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Das Verteilungsventil (Fig.3, 8 und i9), das die Druckluft für die
zusätzliche Verdichtung steuert wie auch für das Gegenblasen des Külbels in der
Vorform, umfaßt ein Ventilgehäuse i4o an der Unterseite des Lagerbocks 27, das im
wesentlichen gleichachsig mit den Verriegelungsstiftsockeln 54 der Formstütze 24
befestigt ist. Die Lagerstütze 27 der Vorformen ist zwischen dem Verriegelungssti_ftsockel
54 und dem Verteilungsventil 140 mit einer Buchse 141 versehen. Diese Buchse i4i
besitzt die Form eines Kolbens, der sich nach oben bewegen kann, um eine luftdichte
Verbindung mit den Verriegelungsstiftsockeln bei der Anwendung von Druckluft auf
den unteren, vergrößerten hopf herzustellen.
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Das Ventilgehäuse i4o besitzt eine Einlaßöffnung 142 für Druckluft
aus einer Rohrleitung 143, die zu einem Kanal 144 in der Hülse 17 des Vorformträgers
führt. Dieser Kanal kann in Verbindung gebracht werden mit einer Luftdruckspeisenut
145 in der Säule 16 während der Drehung des Formträgers. Eine Ventilstange 146 ist
drehbar in dem Gehäuse angeordnet und ist mit Umfangsdruck-und Saugnuten 147 und
148 versehen, die in der Ebene des Einlasses 142 liegen und in Verbindung mit einem
Auslaß 149 stehen, um Druckluft an denVerschlußkopf undAuspuffluft vom Verschlußkopf
iio zu liefern vermittels eines Rohres 112d und Bohrung II26. Der zweite Einlaß
i5o, der Druckluft aus der Leitung 143" erhält (Fig. io), steht mit einer Öffnung
151 im oberen Ende der Ventilstange 146 in Verbindung, die einen achsrechten Auslaß
152 besitzt, welcher mit der Kolbenbuchse 141 in Verbindung steht.
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Die Ventilstange 146 ist an ihrem unteren Ende mit einem Betätigungsfinger
153 (Fig. io, i9) und einem Wiedereinstellfinger 154 versehen, die sich in einem
Abstande von ungefähr i2o° befinden und die mit Anschlägen oder Stiften in Berührung
kommen können, die verstellbar in einem ortsfesten Ausleger 155 getragen werden,
der an dem Maschinensockel 13 unterhalb des Vorformträgers befestigt ist. Aus den
Fig. 6, io und i9 ist zu ersehen, daß, wenn eine Vorform in die Füllstellung gebracht
wird, der Betätigungsfinger des Verteilerventils für diese Form mit einem Anschlag
oder Stift 156 in Berührungkommt, der einstellbar in einem Schlitz des Auslegers
155 verspannt ist. Zu dieser Zeit steht die
Voriorm an der Füllstelle,
um ihre Glasbeschickung aufzunehmen, worauf der Verschlußkopf iio in seine Stellung
über dem oberen Ende der Form bewegt wird, indem der Druckluftmotor 127 in Tätigkeit
tritt. Wenn die Form aus ihrer Füllstellung herausbewegt wird, bewegt sich die Rolle
128 schnell unter den Nocken 12g,. um den Verschlußkopf auf die Form aufzubringen,
und gleichzeitig kommt der Betätigungsfinger 153 mit dem Anschlag 156 in Berührung
und dreht ihn im Sinne des Uhrzeigers, um die Druckluft 147 zwischen Einlaß 142
und Auslaß 149 zu bringen, wie in Fig. 21 dargestellt ist, und Druckluft in den
Verschlußkopf und das obere, offene Ende der Form einströmen zu lassen, um den Glasposten
um den Mundstückdorn zusammenzudrücken. Bei Eingriff des Fingers 153 mit dem Stift
15,6 dreht sich die Ventilspindel um 30°, wo der Betätigungsfinger 153 einen Anschlag
oder Stift 156" berührt, der verstellbar in einem. Schlitz 157a in dem Arme 155
eingespannt ist und welcher während der Bewegung der Form die Ventilspindel um weitere
30° dreht und dadurch die Luftdruckströmung nach dem Auslaß 149 abschaltet und den
Auslaß 149 auf Auspuff durch die Nut 148 und Auspuffauslaß 149a stellt, wie in Fig.
22 veranschaulicht, und so das Blasen auf das obere Ende der Glasfüllung in der
Form beendigt. Bei Fortsetzung der Bewegung der Form wird der Betätigungsfinger
153 mit einem dritten An: schlag i56b, welcher einstellbar in dem Schlitz 157b des
Auslegers 155 verspannt ist, dieVentilspindel um weitere 3o° drehen, wodurch der
Kanal 151 mit dem Einlaß i5o in Übereinstimmung gelangt, wie in Fig. 23 veranschaulicht
ist, um der Druckluft zu ermöglichen, durch den achsrechten Auslaß, die Buchse 141,
Kanäle 136, 137, 138 und 139 (Fig. io) zur Mündung des Külbels zu fließen, wodurch
es in die hohle Gestalt in der Vorform gebracht wird. Das Gegenblasen des Külbels
setzt sich während der Bewegung der Vorform fort bis zu und während der ersten Anhaltezeit
auf Stelle B;: es wird dann selbsttätig abgestellt, der Verschluß iio wird entfernt
und die Form um eine waagerechte Achse gedreht, um in ihre aufrechte Stellung zurückzukehren.
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Wenn die Form die Stelle B verläßt, so kommt der Wiedereinstellfinger
154 mit einem vierten Anschlagstift 156e in Berührung, der einstellbar in -dem Schlitz
157e des Auslegers 155 verspannt ist und sich innerhalb des Weges'-des Ventils i2o
befindet, und bewegt die Ventilspindel 146 nach rückwärts entgegengesetzt dem Uhrzeiger,
wobei er die Verbindung zwischen dem Einlaß i 5o und dem Kanal 151 aufhebt und den
Kanal 151" mit dem Auspuffauslaßkanal 15o" ausrichtet (Fig. 24), um der Luft zu
ermöglichen, aus den Leitungen und aus dem Külbel zu entweichen, so daß, wenn der
Verschluß iio entfernt wird, das Külbel sich nicht infolge eingeschlossener Luft
ausdehnen kann. Weitere Drehung der Form von der Anhaltestellung weg schaltet schnell
die Ventilspindel 146 um und stellt sie auf ihre ursprüngliche Stellung ein, so
daß sie sich in der richtigen Stellung befindet, wenn die Form -wieder in
ihre Füllstellung kommt.
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Es ist augenscheinlich, daß durch Einstellung der verschiedenen Anschläge
oder Stifte i56, 156a, 156b und 156, in ihren entsprechenden Schlitzen 157, 157a,
157s und 157, die Länge und Dauer des Preßblasens und der Gegenblaszeit eingestellt
und veränderlich gesteuert werden kann im Einklang mit den Eigenarten der jeweils
herzustellenden Hohlglasgegenstände.
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Das Aufblasen des Külbels oder Glasklumpens in der Vorform in seine
Hohlform hat .den Zweck, dem Külbel eine vorbereitende Gestaltung zu geben, die
für das spätere Fertigblasen geeignet ist, wie auch die äußere Wandung des Glasklumpens
genügend abzukühlen, derart, daß eine harte Haut um ihn herum gebildet wird, so
daß das Külbel selbst aufrecht stehend gehalten werden kann bei der Überführung
aus der Vorform in die Fertigform, während es an seinem Halse eingespannt ist. Dieses
wird bei einer schrittweise bewegten Maschine dadurch erreicht, daß man das Gegenblasen
des Külbels aufrechterhält während der Bewegung der Form aus der Füllstelle in die
nächste Haltestelle B und während des Aufenthaltes in der zweiten Stellung, wie
oben beschrieben. Bei der Wegbewegung der Form aus der zweiten Stellung B wird die
Rolle 55 des Verriegelungsstiftes 51 in die Kurvenführung bewegt und hebt den Verriegelungsstift
gegen den Widerstand der Feder 53 aus dem Verriegelungsstiftsitz 54 heraus und ermöglicht
Drehung der Formstütze infolge des Eingriffs des Ritzels 41 mit der Zahnstange 42,
um die Vorform in ihre Stellung mit dem Halse nach oben zurückzuführen. Dies findet
vorzugsweise während der Bewegung der Form aus der Stellung B in die dritte Haltestellung
C statt. Wenn sich die Form aus der Stellung B entfernt, wird der Verschluß iio
dadurch entfernt, daß die Rollen 125 und 128 unter der Kurvenführung 129 hervortreten
und der Feder 116 ermöglichen, den Verschlußkopf ifo schnell in seine normale, wirkungslose
Stellung zurückzuführen, die seitlich entfernt ist von der Achse der Rohform.
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Während der nächstfoIgenden Bewegung der Form, also aus der Stellung
C nach der Überführungsstellung D, tritt die Rolle 33a
auf der
Muffe 32 in die Führungsbahn 38 des Nockens 34 und zieht die Muffe 32 und das Joch
a9 achsrecht zu der Formstütze =4. zurück, um die Hälften der Vorform zu öffnen,
wobei das in Bewegung befindliche Külbel freiliegt und durch die Halsformen 6o getragen
wird, die immer noch um das Halsende des Külbels herum durch die Feder 63 geschlossen
gehalten werden.
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Gleichzeitig mit der Bewegung des freiliegenden, in seinem Halsringe
getragenen Külbels in die Überführungsstellung werden die Blas- oder Fertigformen
auf einen Weg entlang geführt, der in bekannter Weise den Weg des Külbels an der
Überführungsstellung schneidet. Sie werden allmählich während der Bewegung in die
Überführungsstellung um das sich nähernde Külbel geschlossen. Die Fertigformen umgeben
dann das Külbel, welches immer noch von dem Halsringe getragen wird, teilweise.
Wenn daher das Külbel an der Überführungsstelle zur Ruhe gebracht wird, ist die
Überführung teilweise beendigt, und was noch übrigbleibt, ist lediglich die Befreiung
der Halsform von dem Külbel und das endgültige Schließen der Fertigform. Diese Maßnahmen
gehen in der angegebenen Reihenfolge vor sich.
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Die Entfernung der Halsformteile kann durch geeignete, an sich bekannte
Einrichtungen erfolgen. Die dargestellte umfaßt einen Kniehebel 16o (Feg. i und
9), der drehbar an dem oberen äußeren Ende des Lagers 27 angeordnet ist, dessen
eines Ende gleitend verbunden ist mit dem Zapfen 161 eines Joches 162, welches verschiebbar
ist auf dem Lager 27 und an den Stiften 63" des Ringhalters angreifen kann. Das
gegenüberliegende Ende des Hebels 16o befindet sich vor einer Kolbenstange 163 eines
Druckluftmotors 164, der zwecks Betätigung des Kniehebels 16o in Tätigkeit tritt,
wenn die Halsform die Übertragungsstellung erreicht. Er zieht das Joch 162 zurück,
und infolge seiner Berührung mit dem Stifte 61, an dem Halsringhalter veranlaßt
er die Öffnung der Halsringe und die Freigabe des Külbels in die Fertigforen.
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Die Fertigformen Zoo (Feg. 2, 4 und i i) sind, wie oben beschrieben,
an dem Fertigformträger oder Tisch i i angebracht und können sich auf einem geschlossenen
Wege bewegen, der den Weg der Rohformen in der Übertragungsstellung D in bekannter
Weise schneidet. Wenn sie in einer solchen Stellung anhalten,umhüllen dieForrnen
das in denHalsformen 6o aufgehängte Külbel fast vollständig.
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Die Fertigformen sind unterteilt, ähnlich wie die Vorformen, und werden
in geteilten Haltern toi getragen, die auf Gelenkstiften 2o2 angeordnet und an dem
Fertigformenträger i i starr befestigt sind. Die Formen können in die offene und
geschlossene Stellung durch Joche 204 geführt «-erden, die auf Auslegern
203 verschiebbar angeordnet sind und an ihren äußeren Enden mit den Formhaltern
durch Glieder 2o5 verbunden sind (Feg. 4, 5). Da die Einrichtung zum Öffnen und
Schließen der Fertigformen im wesentlichen die bei Glasformmaschinen übliche ist
und mit derjenigen zum Öffnen und Schließen der Vorformen übereinstimmt, ist es
unnötig, dieselbe näher zu beschreiben als unter allgemeiner Bezugnahme auf die
Rolle 2o6, die durch eine Feder 207 nachgiebig mit dem Joch 204 verbunden ist und,
wie bereits erwähnt, an den Nocken 2o8 (Feg. 4 und 5) zum Öffnen und Schließen der
Formen angreift. Bei der Annäherung an die Übertragungsstelle bewegt sich die Rolle2o6
an einer Babn2o9 des Nokkens 208 entlang. Diese Bahn ist so gestaltet, daß sie die
Fertigform allmählich um die sich bewegenden Külbel herum schließt in dein Maße,
wie sich dieselben zusammen der Übertragungsstelle nähern. Wenn die Fertigform die
Übertragungsstelle erreicht, wird die Rolle 2o6 aus der Bahn 2o9 herausbcwegt und
tritt in eine Gabel 2io an einer Kolbenstange 211 eines Druckluftmotors 212 ein,
der starr an einem Ausleger 213 abgestützt ist, welcher mit dem Nocken 2o8 verbunden
ist und von der Säule 214 getragen wird, auf welcher der Blasformträger oder Fertigformtisch
drehbar angeordnet ist.
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Wie weiter unten näher ausgeführt werden wird, empfängt der Druckluftmotor
2i2 den Luftdruck, um dadurch das Schließen der Form während der kurzen Pause des
Stillstandes der Form in der Überführungsstellung zu bewirken. Vorzugsweise erfolgt
dies unmittelbar nach der Entfernung der Halsringe vom Külbel. Eine Auswärtsbewegung
der Gabel 21o und der Rolle 2o6 zwecks Schließens der Form richtet die Rolle mit
dem kreisförmigen Teil des Nockens 2o8 aus, so daß bei der nächstfolgenden Bewegung
der Form aus der Übertragungsstellung die Form fest geschlossen gehalten wird infolge
der Berührung der Rolle 2o6 mit dem kreisförmigen Teil des Nockens 2o8. Wie üblich,
können die Fertigformen unten offen sein und zur Zeit des Empfanges des Glaskülbels
und des Fertigblasens des Gegenstandes vermittels Bodenplatten 22o (Feg. 4 und 4a)
geschlossen werden, die in Bodenpiattenhaltern 221 vermittels Stifte 222 gehalten
werden. Die inneren Enden der Halter sind gegabelt und bilden so senkrechte Schlitten
223. Sie besitzen eine unters#clmittene Nut, die bei 224 mit senkrechten Führungen
J25 verspannt ist, welche bei 226 an der Formstütze angelenkt sind. Eine Klemmutter
224 verspannt die Schlitten finit den Führungen. Die Halter 221
können
auf diese Weise in den Führungen 225 verstellt werden, so daß die Bodenplatten senkrecht
gestellt werden können, um Fertigformen verschiedener Höhen aufzunehmen. Das untere
Ende jeder Führung ist zwecjtmäßig mit einer Rolle 228 versehen, die auf einer Kurvenfläche
229 entlang laufen kann. Diese wird von den Stiften 230 getragen, und zwar
verschiebbar in einer bogenförmigen Stütze 231, die an dem Sockelrahmen der Maschine
verbolzt ist, und bildet so eineKurvenfläche, um :die Führungen um ihre angelenkte
Stütze 226 schwenken zu können und die Bodenplatten in und außer Arbeitsstellung
zu bewegen, um die Böden der Fertigformen zur gewünschten Zeit zu schließen. Vorzugsweise
wird der Nocken 229 durch Federn 232 nachgiebig in seiner richtigen Lage gehalten,
die um die Bolzen 23o herumgewunden sind, so daß ein nachgiebiger Druck auf die
Bodenplatten ausgeübt wird, um sie immer in der Arbeitsstellung der Fertigformen
zu halten.
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Die Ausleger 203, die die Gelenkstifte 202 der Fertigformenhalter
2oa tragen, besitzen sich nach oben erstreckende Ständer 235, die eine seitliche
Verlängerung 236 an ihrem oberen Ende besitzen und ein Lager bilden für das obere
Ende einer Stange z37, deren unteres Ende im oberen Teil des Auslegers
203 befestigt ist, vorzugsweise gleichachsig mit dem Gelenkstift 2o2. Auf
den Stangen 237 sind Blaskopfträger 238 für jede Blasform verschiebbar und drehbar
angebracht. Jeder derselben umfaßt eine Muffe, die um die Stange herumgreift und
mit einem seitwärts vorspringenden Arme 239 versehen ist, der in eine zylindrische
Buchse 24o hineinragt. Eine Blaskopfstange 2q_1 ist verstellbar an der Buchse 24o
angeordnet mittels Stellmuttern 242 auf der Stange über und unter der Buchse, und
ein becherförmiger Blaskopf 243 ist abnehmbar am unteren Ende der Stange 241 befestigt.
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Der Blaskopf 243 besitzt einen verhältnismäßig tiefen Hohlraum z45,
der in Verbindung steht mit einem Kanal in der hohlen Stange 241 für die Zuleitung
von Druckluft zur Blasform, um die Flasche oder anderen Glashohlkörper in die endgültige
Gestalt aufzublasen. Der Hohlraum 245 im Blaskopf ist ausreichend tief, um zu ermöglichen,
daß der Blaskopf den Hals der Flasche umfassen kann, der aus der Fertigform heraustritt.
Diese Einrichtung sichert und richtet die Flasche auf der Bodenplatte 220, wenn
sich die Blasform öffnet.
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Die Muffe 238 -des Blaskopfträgers ist an ihrem oberen Ende mit einem
unterteilten Ringe 246 (Fig.4) versehen, durch welchen sie vermittels Stifte 247
mit einem den Blaskopf steuernden Hebel 248 verbunden ist, der .den Blaskopf zur
gegebenen Zeit anhebt und senkt (Fig. 26). Der Blaskopf befindet sich für gewöhnlich
in seiner angehobenen Stellung seitlich entfernt von der Fertigform, so* daß die
Heb- und Senkbewegung des Blaskopfes zusammen eine seitliche Schwingbewegung ergibt.
Zu diesem Zweck ist eine Rolle 249 an der Stange 237 in einem Kurvenschlitz 25o
der Muffe 238 angeordnet, so daß eine hin und her gehende Bewegung des Hebels eine
senkrechte hin und her gehende Bewegung und seitliche Schwingbewegung des Blaskopfes
herbeiführt. Der Kurvenschlitz 25o ist so gestaltet, daß, wenn der Blaskopf mit
der Form in Verbindung gebracht wird, .der Blaskopf zuerst seitlich ausgeschwungen
wird in eine Stellung, die achsrecht dazu ist, und dann um ein genügendes Stück
gesenkt wird, um zu erreichen, daß der tiefstehende Blaskopf genau in die Arbeitsstellung
über dem freiliegenden Halsende der Flasche gebracht werden kann.
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Der Betätigungshebel 248 (Fig.4 und 26) für den Blaskopf kann aus
zwei Teilen be= stehen, die nachgiebig miteinander gekuppelt sind und durch einen
Nocken 255 angetrieben werden, der an der Mittelsäule 214 des Blasformenträgers
befestigt ist, so daß der auf den Blaskopf ausgeübte Druck- beim Bewegen gegen die
Form nachgiebig ausgeübt wird und eine Beschädigung .des freiliegenden Halses der
Flasche vermieden wird, falls die Teile nicht genau ausgerichtet sind. Ein Teil
des Hebels 248 ist lose auf einem Stützzapfen 256 angeordnet, der sich in einem
Ständer 235 drehen kann, und besitzt ein äußeres, gegabeltes Ende 257, welches einen
geteilten Ring 246 besitzt und mit dem Zapfen 247 mittels eines-Schlitzes in Eingriff
steht. Das andere Ende 248" des gegabelten Hebels 248 erstreckt sich nach innen
zwischen gegabelte Teile 259 des anderen Armes 258 des Hebels, der mit dem Stützzapfen
256 vermittels Setzschrauben 26o fest verspannt ist und an seinem anderen Ende eine
Rolle 261 trägt, die auf dem Nocken 255 läuft. Eine Gewindestange 262 auf .der inneren
Verlängerung des Armes 248d erstreckt sich lose durch den Teil 259
hindurch
und ist an ihrem oberen Ende mit einer Begrenzungsmutter und einer Unterlagscheibe
263 versehen, gegen die eine Schraubenfeder 264 anliegt, welche sich zwischen der
Scheibe und dem Hebelteil 259 erstreckt. Bei senkrechten Bewegungen des Hebelteiles
259 infolge Berührung der Rolle 261 mit dem Nocken 255 werden diese über die nachgiebige
Verbindung auf den Gabelhebel 2,48 übertragen, und so wird der Blaskopfträger 238
senkrecht an der Stange 237 verschoben.
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Der Zutritt der Blasluft zu dem Blaskopf zum Blasen der Flasche in
ihre endgültige Form kann gesteuert werden in bezug auf
Anfang,
Dauer, Menge und Druck vermittels irgendwelcher geeigneter Mittel. Bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel wird die Blasluft durch Verteilungsventile 27o' (Fig. 2, 4 und
8) gesteuert, von denen je .eines auf jeden Blaskopf wirkt. Diese Ventile sind auf
einer Stütze oder einem Rahmen angebracht, der aus einem Kranz 272 besteht, welcher
in Zwischenräumen an den Ständern 235 befestigt ist und vorzugsweise mit einer Nabe
273 durch Arme 274 verbunden ist, die an dem Kranze durch Schrauben oder andere
Mittel befestigt sind. Die Ventile 270 sind vorzugsweise Schwingventile und
so gebaut, daß sie die gelieferte Druckluft steuern können, z. B. vermittels eines
Kanals 275 in der Säule 2314 und durch die Nabe 273 und biegsame Leitungen z76 von-
der Nabe nach jedem der Ventile hin. Biegsame Rohre 277 verbinden auch jedes der
Ventile 27o mit seinem Blaskopf 243.
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Es ist zweckmäßig, den Beginn des Blasluftzutritts zu jedem der Blasköpfe
unabhängig von den anderen zu steuern, um sich den besonderen Eigenschaften des
Külbels in der entsprechenden Fertigform anpassen zu können. Die Verteilungsventile
270 sind daher einstellbar befestigt an einem ringförmigen Rahmen 27r (Fig.
2) vermittels Stangen 278, die in den Verteilungsventilen einstellbar verspannt
sind, und zwar in an dem Rahmen vorgesehenen Schlitzen 279. Klemmittel oder Handräder
28o können auf die mit Gewinde versehenen Stangen 278 aufgesetzt werden, wodurch
die Ventile einstellbar an dein Kranze in der gewünschten Winkelstellung verspannt
werden können. Wenn jedes Ventil an dem Kranze nach oder von der radialen Achse,der
Fertigform bewegt wird, so wird augenscheimlich der Anfang des Fertigblasens der
Form vor- oder zurückgestellt.
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Die Betätigung der Ventile 270 zur Leitung der Blasluft aus
dem Rohre.276 nach dem Blaskopf 243 kann mittels eines Nockens 281 erfolgen (Fig.
2), der bei 282 an einem Arme 283 angelenkt ist, welcher an der Säule 214 verspannt
ist; z. B. vermittels einer Handklemme 284. Der Nocken oder die Kurvenscheibe
281 ist zweckmäßig mit einer geneigten Fläche 285 versehen, an welcher an
Armen auf den Stangen der Verteilungsventile 270
vorgesehene Rollen 286 entlang
laufen. Weiterhin ist er mit einer langen Fläche 287 zur Steuerung der Öffnungsweite
dieser Ventile und folglich der Menge und des Druckes der Blasluft versehen. Zu
diesem Zwecke kann der Nocken 281 einstellbar verspannt sein an dem Arme 283 vermittels
einer auf einem Bolzen 289 des Nockens vorgesehenen Klemmmutter 288, wobei sich
der Bolzen durch einen Längsschlitz 29o des Armes 283 erstreckt. Wenn der Nocken
28z sich in seiner inneren Stellung befindet, so kann die Rolle 286 nur auf einer
kurzen Strecke der schrägen Fläche 285 des Nockens entlang wandern und das Ventil
langsam ausschwingen, so daß es teilweise geöffnet wird und eine verhältnismäßig
geringe Menge Druckluft einläßt, um das Blasen der Flasche in der Fertigform langsam
einzuleiten. Wenn das Ventil seine Bewegung an der Nockenfläche 287 fortsetzt, die
nach auswärts von der senkrechten Achse der Säule weg geneigt ist, wird das Ventil
allmählich geöffnet bis zur vollständigen Öffnung, wodurch die Menge und der Druck
der zum Blaskopf zugelassenen Luft fortschreitend vergrößert wird. Dies ist besonders
wünschenswert in Fällen, in denen dieTemperatur und die Zähigkeit des Glases in
dem Külbel schwankt, d. h. das Glas heiße und kalte Flecken hat. In diesem Fall
ermöglicht eine langsame Anwendung des Luftdrucks von einem Mindestmaß bis zur vollen
Stärke eine langsamere Ausdehnung -der heißeren Teile und eine bessere Nacherwärmung
der kühleren Teile, was eine gleichförmigere Ausdehnung des Külbels ergibt.
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Neuzeitliche Maschinen müssen leicht einstellbar sein zur Herstellung
verschiedener Arten von Waren. In einigen Fällen ist es nicht nötig, die Menge und
den Druck der Blasluft allmählich anwachsen zu lassen, und es ist im Gegenteil wünschenswert,
die Luft schnell und in vollem Umfange und mit stärkstem Drucke in den Blaskopf
einströmen zu lassen. Zu diesem Zwecke kann der Nocken in seiner äußeren Stellung
festgelegt werden, wie in Fig. 2 in voll ausgezogenen Linien dargestellt ist. Die
Rolle 286 läuft dann an der ganzen Fläche 285 entlang, um das Ventil 270 schnell
ganz zu öffnen, wenn die Rolle die lange Fläche 287 des Nockens erreicht. Die Menge
und der Druck der Druckluft können also gesteuert werden, indem man den Kokken auf
eine beliebige Zwischenstellung zwischen den Grenzstellungen einstellt.
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Es ist wünschenswert, die Blasluft solange wie möglich wirken zu lassen,
um die Abkühlung und das Setzen des Gegenstandes in der Fertigform zu erleichtern.
In der beispielsweise dargestellten Maschine wird das endgültige Blasen beendet,
indem das Ventil 270 in seine Schlußstellung zurückgedreht wird, was vorzugsweise
vermittels eines Armes 291 geschieht, der nachstellbar an der Säule 214 befestigt
ist vermittels einer Handklammer 292 und der eine Rolle 293 besitzt, die sich im
Wege des Armes 27o" der Verteilungsventile 27o befindet, welcher diese in ihre Schließstellung
zurückdreht.
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Wie aus der Beschreibung berv orgeht, ist die Lieferung der Blasluft
nach den Blasköpfen,
von denen sie mittels .der Verteilungsventile
27o gesteuert wird, unabhängig vom Heben und Senken der Blasköpfe, und in einigen
Fällen ist es vorteilhaft, Luft gegen .die fertige Flasche zu blasen, nachdem die
Formhälften angefangen haben sich zu öffnen, um die Flasche schneller abzukühlen
und sie fester zu machen, wenn sie aus der Maschine entfernt wird. Dies kann bei
der dargestellten Maschine durch richtige Einstellung der Rolle 293 bewirkt
werden, so daß die Blasluft weiter dem Blaskopf zugeführt wird, nachdem derselbe
durch den Betätigungshebel 248 angehoben und die Formen beim Annähern an die Aushebestelle
dadurch, daß die Rolle 2o6 auf die Laufstrecke 2o9 des Nockens 2o8 gelangt, teilweise
geöffnet worden sind. Aus Fig. 5 geht deutlich hervor, daß, wenn :die Blasform der
Ablieferungsstelle zugeführt wird, die Rolle 2o6 auf die Laufstrecke 2o,9 kommt
und langsam nach innen bewegt wird, um :die Hälften der. Form teilweise zu öffnen.
Zu dieser Zeit kann der Blaskopf durch den Nocken 255a teilweise angehoben werden,
so daß nur die untere Kante des ausgehöhlten Blaskopfes am Halse der Flasche angreift,
um dieselbe zu tragen und ruhig zu halten und um zu verhindern, daß sie an einem
deT Blasformteile, die geöffnet wenden, festhaftet. Durch das fortgesetzte Blasen
von Kühlluft an die Flasche durch den Blaskopf wird sie weiter abgekühlt, und sie
wird ihre Gestalt nicht ändern, da die Luft nicht in der Flasche eingeschlossen
ist.
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Bei der Ankunft an der Abgabestelle befindet sich die Rolle .2o6 hinter
dem Finger 2g5 und einem Kniehebel 296, der an eine Stütze angelenkt ist.
Diese Stütze wird von der Blasformsäule 2i4 getragen. Der andere Arm derselben ist
mittels Zapfens und Schlitzes mit der Gabe121o zum Schließen der-Blasform an der
Übertragungsstelle verbunden. Wenn eine Form diese Stelle am Ende der Drehbewegung
des Formträgers erreicht, werden die Anlaßventile sofort betätigt, um Luft an idie
verschiedenen Druckluftmotoren an den Betriebsstellen zu liefern, und die Betätigung
des Motors 212 wird an der Übertragungsstelle die Blasform um das Külbel schließen
und vermittels des Kniehebels 296 die Fertigform an der Abnahmestelle vollständig
öffnen.
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Wenn die Fertigform mit der freigelegten fertigen Flasche o. dgl.
sich auf die Aushebestelle hin bewegt und dort angehalten wird, wird sie mit einer
Aushebevorrichtung ausgerichtet. Diese umfaßt ein drehbares Teil, das Greifvorrichtungen
trägt, um die Flaschen zu erfassen und von der Bodenplatte der Form abzuheben und
nach einer Drehung die Flasche ,aus der Form zu entfernen und auf einer Unterlage,
z. B. einem Förderband 297, abzustellen. Die Entnahmevorrichtung, die jedoch nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, kann in einer bevorzugten Ausführungsform
eine senkrechte Welle 298 umfassen, die an ihrem unteren Ende :drehbar in einem
Lager 3oo ruht, das am äußeren Ende eines Auslegers 301 starr mit dem Maschinenbett
verbolzt ist (Fig. ii) und am oberen Ende in einem Ausleger 3o2 gelagert ist, der
von :dem oberen Ende der Säule 214 des Blasfärmträgers getragen wird. Das äußere
Ende des Auslegers 301 ist bei 304 ausgespart, um einen Ölbehälter für ein
Getriebe 305 zu bilden, welches die Welle 298 mit einer waagerechten Welle
3o6 verbindet. Diese Welle ist in einem Lager 307 am Ausleger 301 drehbar
und dreht sich im Gleichklang mit den Bewegungen der Formstützen vermittels eines
Winkelradgetriebes 308: am Blasformträger und eines Ritzels 309 auf der Welle
306.
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Eine Anzahl von Greifvorrichtungen 31o sind an den äußeren Enden der
Arme 311 eines Auslegers angebracht, der bei 312 mit der Welle 298 verkeilt und
auf derselben verstellbar ist vermittels einer Klemmutter 313 auf der mit Gewinde
versehenen Welle, so daß die Stellung des Auslegers und der Greifvorrichtungen 310
senkrecht verstellt werden kann, um das Ergreifen und Entfernen von Gegenständen
verschiedener Höhen zu ermöglichen: Die Greifvorrichtungen 310 werden vorzugsweise
durch Luftdruckmotoren 314 betätigt und können so miteinander verbunden werden,
daß ein Greifer den Gegenstand erfaßt und von der Grundplatte abhebt, während der
andere Greifer den Gegenstand senkt und auf das Förderband legt.
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Die dargestellte Maschine ist so gebaut, daß sie ihre Glasfüllungen
von einer selbsttätig die Glasposten bildenden Speisevorrichtung erhält, die in
Fig.3. bei F dargestellt ist. Dieselbe kann von irgendeiner bekannten Bauart sein
und vorgeformte Glasposten in regelmäßigen Zwischenräumen liefern. Derartige Speisevorrichtungen
bestehen aus einem Behälter für das geschmolzene Glas, der in Verbindung mit der
Schmelzwanne steht und in bestimmten Zeitabständen Mengen von geschmolzenem Glas
aus einer Austrittsöffnung abgibt. Die herunterfallenden Klumpen Glas gelangen zwischen
eine bewegliche Abschneidevorrichtung,die mit dem Treiber in Gleichgang arbeitet,
um das ausfließende Glas in Mengen bestimmter Größe und bestimmten Gewichtes zu
unterteilen.
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Das Einfüllen des Glases in die umgekehrte Form an der Füllstelle
wird in bekannter Weise-erleichtert durch einen Füll-oder Leittrichter 375 (Fig.
i und 3). Dieser Trichter ruht in einem Führungsringhalter
376
am - Ende eines Armes 377, und zwar ausschwingbar an der Stange 9i in und aus einer
Stellung Ochsengleich über der Form. Das seitliche Ausschwingen des Armes 377 und
des Trichters 375 erfolgt vermittels eines Druckmittelkolbens 378 mit Zapfen- und
Schlitzverbindung bei 379, der einen Arm 377 besitzt, welcher in einem an der Stange
9i festgeklemmten Zylinder 39o arbeitet. Druckluft läßt man an einem Ende des Zylinders
390 einströmen, und zwar gleichzeitig mit dem Zutritt von Druckluft am hinteren
Ende des Motors 12,7, um den Trichter 375 aus der Stellung über der Form zu schwingen
gleichzeitig mit dem Schwingen des Verschlusses iio über die Form.
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Die Formentische io und i i, die auf ihren Tragsäulen 16 bzw. 214
gelagert sind, werden gemeinsam gedreht durch das oben beschriebene Verbindungsgetriebe
12 und können zweckmäßig schrittweise in schneller Aufeinanderfolge gedreht werden.
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Das Verbindungsgetriebe für die Foranträger ist bei .der dargestellten
Ausführungsform der Maschine in einer Ausnehmung i9 des Maschinenbettes untergebracht,
die durch einen Deckel 15 geschlossen werden kann, um das Getriebe 12 gegen Einfallen
von Fremdkörpern zu schützen und es in Öl laufen lassen zu können. Damit
jedes Zahnrad mit seiner Abstützung und seinem Lager in der Werkstatt zusammengesetzt
und als geschlossenes Ganzes (Fig. 3) in die Maschine eingesetzt und aus derselben
entfernt werden kann, ist eine geeignete Stützvorrichtung 400 vorgesehen, die in
der Vertiefung i9 des Maschinensockels angeschraubt werden kann und vorzugsweise
mit einer herunterhängenden mittleren Muffe 4oi versehen ist, die ein Lager für
einen Wellenstumpf 402, bildet, der in einem Stück mit einer Zahnradnabe 403 hergestellt
ist. Die Zahnräder i2 sind als Ringe gebaut und an dem geflanschten Umfange der
Nabe 403 verbolzt. Kugellager 4o4 zwischen der Nabe 403 und der Stütze 4oo vei_iiindern
.die Reibung zwischen dem drehbaren Zahnrad 12 und der ortsfesten Stütze 400.
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Di,- Formentisch.drehvorrichtung wird vorzugsweise durch Luft- oder
Wasserdruck betätigt, so daß der Antrieb nachgiebig erfolgt und die Maschine stehenbleibt,
wenn Arbeitsteile sich klenmen, was unter Umständen eintreten kann. Der Antrieb
ist so gebaut, daß er die Formträger schrittweise in schneller Aufeinanderfolge
antreibt während jedes Hubes des Flüssigkeitsmotors, so daß die Umdrehungszahl sich
dauernd drehender Maschinen annähernd erreicht wird. Die Formen bleiben nur einen
Augenblick lang stehen, der jedoch ausreicht, um das Einfüllen des Glases, .die
Übertragung der Flaschen und die Ablieferung derselben vorzunehmen.
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Bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung kann ein Spurrad
4o5 starr mit einer der Muffen 17 der Formträger verbunden werden, vorzugsweise
mit dem Blasforniträger i i, und befindet sich in Eingriff mit einem verlängerten
Treibritzel4o6 zur schrittweisen Drehung des Zahnrades 4o5 und damit des Formentisches.
Das Ritzel4o6 ist vorzugsweise drehbar auf einer senkrechten Stange 4o7 angeordnet,
die auf dem Sockel gleichgerichtet zur Achse des Blasformträgers i i (Fig. 6 und
7) liegt.
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Die Drehung des Ritzels 4o6 kann durch ein Ritzel 4o8 erfolgen, welches
an dem unteren geflanschten Teil des Ritzels 4o6 starr befestigt ist und abwechselnd
in gegenüberliegende Zahnstangen 409 und 410 eingreift, die durch ein Joch 411 verbunden
sind (Fig. 29), an einer Betätigungseinrichtung, welche eine Kolbenstange 412 eines
Kolbens 413 in einem Druckluftzylinder 414 umfaßt. Um aufeinanderfolgende Drehbewegungen
des Formträgers in derselben Richtung zu bewirken bei jedem Hub des Tischbetätigungskolbens
413, ist eine gegenseitige Verschiebung zwischen den Zahnstangen 409 und 4io und
dem Ritzel 408 nötig, und bei dem Ausführungsbeispiel sind Vorkehrungen getroffen,
um das Ritzel4o8 erst in Eingriff mit der Zahnstange 409 und dann mit der Zahnstange
4i0 zu bringen. Zu diesem Zwecke können die Zahnstangen 409 und 410 in verschiedenen
waagerechten Ebenen gleiten, wie in Fig. 7 veranschaulicht ist. Sie befinden sich
jedoch in geringem Abstande, so daß das Ritzel mit einer Zahnstange in Eingriff
kommt, ehe es aus der anderen Zahnstange austritt, um unbeabsichtigte Drehung der
Formentische zu verhindern während ihres Aufenthalts und so selbstverriegelnde Mittel
für die Formentische während ihres Stillstandes darzustellen.
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Die Vorrichtung, welche dazu dient, das Ritzel 4o8 (Fig. 7) mit den
Zahnstangen 409 bzw. 410 in Eingriff zu bringen, besteht aus einem Kolben 415 (Fig.
7, 29') am unteren Ende der Muffe 416, die die Stange 407 umgibt und in einem Luftzylinder
417 arbeitet. Die Muffe 416 ist mit dem Ritzel 4o6 vermittels eines unterteilten
Ringes 418 verbunden. Zwischen der Muffe 416 und dem Ritzel 4o6 befindet sich ein
Kugellager, das eine Drehbewegung zwischen beiden ermöglicht. Aus Fig. 7 geht hervor,
daß, wenn der Kolben 415 in dem Zylinder 417 angehoben wird, das Ritzel 418
sich in Eingriff mit der hohen Zahnstange 409 befindet. Wenn der Druck imZylinder417
umgekehrt wird, zuinZwecke,
während des Stillstandes des Formenträgers
den Kolben q.15 zu senken, wird das Ritzel 4o8 sofort mit der Zahnstange 41o in
Eingriff gebracht, die über Zahnstange 4o9 den Träger gegen unbeabsichtigte Bewegung
während des Stillstandes verriegelt. Bei einer weiteren Senkung des Kolbens 415
und des Ritzels 408 gelangt das letztere mit der Zahnstange 409 und der gegenüberliegenden
Zahnstange 410 in Eingriff.
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Es sind Mittel vorgesehen, welche dazu dienen, die Zahnstangen bei
ihrer Bewegung zu führen und s-iie im festen Eingriff mit dem Ritzel4o8 zu halten..
Zu diesem Zwecke sind Führungsrollen 420 -und 421 einstellbar an dem Sockel oder
einem anderen Teil der Maschine angebracht, vorzugsweise gleichachsig mit der Achse
des Ritzels 406, die sich gegen die äußeren Flächen der Zahnstangen 409 und 410
legen, um sie in ihrer Bewegungsbahn zu sichern und in Eingriff mit dem Ritzel 4o8
zu halten.
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Die richtige Bewegung des Kolbens 413 zum Drehender Formträger kann
gesichert werden, indem Druckluft o. dgl. abwechselnd in entgegengesetzten Enden
des Zylinders 414 eingeführt wird, und zwar mittels eines Zylinderventils 422, welches
vorzugsweise durch Druckluft betätigt wird (Fig. 12 und 29). Das Ventil kann aus
einem Gehäuse oder Zylinder bestehen, in dem sich ein Kolben 423 hin und her bewegt,
der eine Verbindung zwischen einer gleichbleibenden Luftdruckquelleh7 und den Austrittskanälen
424 und 425 herstellt, die zu entgegengesetzten Enden des Zylinders 414 führen.
Der Zutritt von Druckluft zu den entsprechenden Enden des Ventilgehäuses 422 zum
Zweck, das Kolbenventil 423 zu verschieben, wird durch ein Verteilungsventil 426
(Fig. 7, 27 und 29) geregelt, das zweckmäßig durch' einen beweglichen Teil der Maschine
betätigt wird, z. B. einen Betätigungshebel 427 (Fig. 6, 7 und 29), welcher an einer
Stütze, z. B. bei 423, angelenkt und bei 429 mit einem geteilten Ringe 418 verbunden
ist. Das Ventil 4z6 kann ein Kolbenventil üblicher Bauart sein, welches in gegenüberliegenden
Stellungen Druckluft durch Rohre 430 und 431 (Fig. 29), die an gegenüberliegenden
Enden des Ventilgehäuses 422 angeschlossen sind, einströmen läßt, um die Verschiebung
des Ventilkolbens 423 zu steuern und so Druckluft durch Kanäle 424 und 425' an entgegengesetzten
Enden des Zylinders 414 eintreten zu lassen. Bei der beispielsweisen Aixsführungsform
ist es zweckmäßig, daß die Ventilstange 426a die Luft zur richtigen Zeit
steuert, nachdem die Drehung des Tisches beendigt ist und die gegenseitige Verschiebung
zwischen den Zahnstangen 409 und 410 und dem Ritzel 408 vollzogen worden ist. Aus
diesem Grunde ist es zweckmäßig, die Ventilstange 426d von verschiebbaren Teilen
aus zu betätigen, z. B. vom Hebel 427 aus, der mit dem Gleitritzel 4o8 verbunden
ist, das durch die Stellung des Kolbens 415 in dem Zylinder 417 gesteuert wird,
welchem Luft zugeführt wird, und zwar durch das Hauptluftventil 432, das durch die
Tischdrehvorrichtung gesteuert wird, z. B. ein hin und her gehendes Ventil, welches
an den Enden der entgegengesetzten Hübe der Druckluftbetätigungsvorrichtung betätigt
wird, wie deutlich aus den Fig.28 und 29 ersichtlich ist.
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Eine einfache und wirkungsvolle selbsttätige Steuerung für die Tischdrehvorrichtung
wird erzielt durch ein Hauptluftventil 432, das ,durch entgegengesetzte Hübe der
Betätigungsvorrichtung413 gesteuert wird und welches seinerseits .den Zutritt von
Luft zum entgegengesetzten Ende des Zylinders 417 steuert, um den Kolben 415 in
demselben zu- verschieben und das von ihm getragene Ritze14o8 in Eingriff mit der
gegenüberliegenden Zahnstange zu bringen, so daß das Getriebe für den nächstfolgenden
Drehhub bereitgestellt wird. Beim Verschieben des Kolbens 415 wird das Verteilungsventil
426 gleichfalls umgekehrt vermittels des Hebels 427, so daß die nächste Druckluftzufuhr
zur richtigen Zeit, die durch das Steuerventil bestimmt wird, die Stellung des Antriebszylinderventilkolbens
q.23 umkehrt und Luft in das entgegengesetzte Ende des Zylinders 414 einströmen
läßt. Die verschiedenen Ventile und ihre angeschlossenen Teile blasen durch diese
Zuführungsleitungen, wie üblich, aus, so daß der richtige Zeitpunkt für die Betätigung
der mit Druckluft betriebenen Teile durch Drosselventile eingestellt und gesteuert
werden kann.
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Der Druckluftzylinder 414, in dem sich der Kolben 413 bewegt, ist
mit Mitteln versehen, um selbsttätig die Bewegung des Kolbens abzubremsen, wenn
derselbe sich dem Ende seines Hubes nähert, wie in Fig. 12, 13 und 14 veranschaulicht
ist. Der Eintritt von Druckluft durch die Kanäle 424 und 425 in den Zylinder 414
wird durch die Stellung des Kolbens 423 in dem Ventilgehäuse 422 gesteuert, wodurch
eine Verbindung zwischen der Druckluftquelle M und den Kanälen 424 und 425 hergestellt
wird. Die Kanäle 424 und 425 im Körper des Zylinders 414 stehen in Verbindung mit
Kanälen 433 und 433a in den Enddeckeln (Fig. 13). Die letzteren sind mit Absperrventilen
434 (Fi,g. 14) ausgerüstet zum Eintritt von Luft in das Innere des Zylinders, die
aber den Auspuff durch den Kanal 433 verhindern. Der Auspuff der Luft vom Ende des
Zylinderkopfes während
der Bewegung des Kolbens wird ermöglicht
durch eine Anzahl von Auslaßkanälen 435, die eine Verbindung zwischen dem Inneren
des Zylinders und den Kanälen 424 und 425 herstellen und in bestimmtem Abstand voneinander
an der Längsseite des Zylinders angeordnet sind, so daß, wenn der Kolben 413 sich
dem Ende seines Hubes nähert, er nacheinander diese Auspufföffnungen abdeckt und
nach und nach den Querschnitt der Auspufföffnung vermindert. Vorzugsweise können
einige der Auspufföffnungen 435 mittels NTadeln 436 veränderlich eingestellt werden,
so daß der Auspuff gedrosselt werden kann, um die Bewegung des Kolbens nach Belieben
abzubremsen.
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Wenn man den Drehtischmotor 414, wie in Fig. 12 und 14 dargestellt,
betrachtet, so wird man feststellen, daß, wenn der Kolben 413 sich nach links bewegt,
die Luft im Zylinder frei ausströmen kann durch die Öffnungen 435 und durch den
Kanal 425 und den damit in Verbindung stehenden Auslaß des Ventils 422. Offenbar
kann die Luft vor dem Kolben nicht durch denEinlaßkana1433a imEndkopfe zurückblasen,
da das Absperrventil 434 in diesem Kanal so auf seinem Sitze angeordnet ist, daß
die Luft in ihm nicht in dieser Richtung strömen kann. Wenn der Kolben sich dem
Ende seines Hubes nähert, bewegt er sich über die nächste Auslaßöffnung 435, so
daß der weitere Auspuff durch einstellbare Auslässe in der NTähe des Zylinderendes
abgesperrt oder gedrosselt wird. Diese Absperrung des Auspuffes aus dem Zylinder
verzögert die Bewegung des Kolbens. Offenbar wird der Auspuff weitergedrosselt,
wenn der Kolben über die zweite und letzte Öffnung hinweggeht, und die Bewegung
des Kolbens wird so wirkungsvoll abgefangen und gepuffert. Die zwischen der letzten
Auspufföffnung 435 und dem benachbarten Ende des Zylinders eingepreßte Luft kann
langsam durch eine Anzapföffnung 437 (Fig. i4) entweichen, die mit einem Nadelventil
438 versehen ist, um das Maß der Luftabströmung aus dein Zylinder steuern zu können.
Da jeder Hub des Kolbens in der dargestellten Ausführungsform ein Formbetätigungshub
ist, so sind die oben beschriebenen Einstellungsvorrichtungen an entgegengesetzten
Enden des Zylinders 414 vorgesehen.
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Die beschriebene Abbremsung des den Formtisch drehenden Kolbens 413
ist sehr vorteilhaft in Glasformmaschinen, besonders in solchen der dargestellten
Art, bei welcher das freigelegte Külbel während der Endbewegung der Form in die
Übertragungsstellung D von der Halsform frei getragen wird. Die Abbremsung des Kolbens
413 läßt die Formen allmählich zur Ruhe kommen und verhindert Schwingungen und Verwerfen
des Külbels, welche eintreten würden, wenn der Kolben 413 heftig gegen die Enden
des Zylinders 414 schlagen würde.
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Das Hauptluftsteuerventi1432 (Fig.6und7) ist auf dem Sockel der Maschine
angeordnet und kann an den Enden entgegengesetzter Hübe der Tischantriebsvorrichtung
mittels der Arme 44o an dem Joch 411 betätigt werden, um den Eintritt von Druckluft
aus der Druckluftleitung M durch das Ventil 432 nach den Leitungen 441 und 442 zu
steuern, die mit den oberen bzw. unteren Enden des DruckluftmotorS 417 zur Verschiebung
des Kolbens 415 und des Ritzels 408 verbunden sind. Wie in Fig.29 dargestellt, veranlaßt
die Tischantriebsvorrichtung am Ende ihres Hubes einen der Arme 44o, an der Stange
des Ventils 432 anzugreifen und das Ventil nach rechts zu verschieben, wodurch Druckluft
aus der Hauptleitung in die Leitung 442 und in das untere Ende des Zylinders 417
einströmen kann und das Ritzel 4o8 in Eingriff mit der oberen Zahnstange 4o9 gebracht
wird, worauf der betreffende Arm dann in der Bereitschaftsstellung für den nächsten
Drehhub ist, und zwar am rechtsseitigen Ende des Zylinders 44. Wenn das Ritzel 408
in Eingriff mit der Zahnstange 409 gebracht wird, so dreht ein Hebel 427 an der
Zahnstange das Verteilungsventil 426, dessen Stange 426" an dem Hebel angelenkt
ist, z. B. bei 426b, und läßt Druckluft aus dein Hauptventil 443 ein. Das
Hauptventil 443 kann von irgendeiner Art sein, um Luft an zwei gesonderte Steuerleitungen
444 und 445 zu liefern. In der dargestellten Form ist das Hauptventil 443 von der
Art der Druckluftkolbenventile und besitzt eine Kolbenventilstange 44ä, die in einem
geschlossenen Ventilgehäuse arbeitet. Die Luftleitung 447, die Luft aus irgendeiner
Quelle bestimmter zeitweiser Strömung, wie z. B. einer nicht besonders dargestellten
Zuteileinrichtung, erhält, ist an ein Ende des Hauptventilgehäuses angeschlossen,
um die Ventilspindel 446 nach rechts (Fig.29) zu bewegen und Druckluft durch Öffnung
M des Ventils durch die Leitung 445 zu dem Verteilungsventil 426 strömen zu lassen
und durch dieses Ventil abwechselnd durch die Leitungen 43o und 431, die zum entgegengesetzten
Ende eines Zylinderv entilgehäuses führen, je nach der Stellung des Verteilungsventils.
Nachdem der Kolben 415 betätigt worden ist, um so das Ritzel 4o8 in Eingriff mit
der oberen Zahnstange 409 zu bringen, und das Verteilungsventil gesenkt worden ist,
steht die Leitung 431 unter Luftdruck, um die Zylinderventilstange 423 nach links
zu schieben und die Druckluftströmung durch die Öffnung 424 zum rechtsseitigen Ende
des
Zylinders 414 . zu leiten. Wenn das Hauptventil 443 betätigt
wird, um Luft in die Leitung 445 strömen zu lassen, strömt auch gleichzeitig Luft
durch die Zweigleitung 445a und seine Zweigleitung445a, um den Trichterführungskolben378
und den Schließmotor r2.7 zu betätigen und den Führungstrichter 375 für den Glasposten
aus seiner Stellung über der Form zu schwingen und den Verschluß z to in die Schließstellung
über dem Hohlraum in der Vorform 14 zubringen.
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Bei Verschiebung des Hauptsteuerventils 432 am Ende eines jeden Hubes
des Zahnstangenjoches 411, um die- Luftströmung durch die Leitung 442 zu ermöglichen,
wird auch die Luft zum Betriebe der Austragevorrichtung insbesondere des Greifermotors
310 und des den Speiser betätigenden Kolbens 450 geliefert, der in einem Zylinder
451 arbeitet. Diese Motoren mit den Formtischmotoren417 und 414 führen eine einzelne
oder Einwegbewegung für jedes Drehbewegungsspiel der Maschine aus.
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Einige derDruckluftmotoren der Maschine, z. B. der Motor -92 zum Betriebe
des Saugventils, um eine Saugwirkung auf das Külbel an der Fiistelle auszuüben,
der Druckluftmotor 164 zur Entfernung; ,der Halsformen vom Külbel .an der Übertragungsstelle
und der Drückluftmotor 212 -zur Ausführung der endgültigen Schließbewegung für die
Fertigformen an der Übertragungsstelle und die Öffnung der Fertigform an der Herausnahmestelle,
müssen einen vollständigen Bewegungskreislaüf während jedes Kreislaufes der Formentische
ausführen, so daß sie sich in ihrer Wiedereinstellungslage befinden" wenn die mit
ihnen zusammenarbeitenden Formen in die Betätigungsstellung gebracht werden. Da
die Teile bei der Enddrehbewegung des Trägers betätigt werden, so können sie zweckmäßig
durch das Hauptsteuerventi1432 gesteuert werden und das Wiedereinstellventil, um
sie während der nachfolgenden Drehbewegung der Form wieder einzustellen.
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Ein geeignetes Wiedereinstellventil ist in Fig. 15 dargestellt und
kann ein Drehventil sein. Dieses besteht aus einem Ventilgehäuse 460, das einen
Ventilkegel 461 enthält und mit einer Anzahl von Rollen 462 versehen ist. Das Wiedereinstellventil
ist an einer bequem zugänglichen Stelle der Maschine vermittels einer Stütze 463
(Fig. 6) angeordnet, die am Maschinensockel in einer derartigen Stellung befestigt
werden kann, -daß sie durch eine von einer Anzahl von Rippen: 464 eines Formentisches,
vorzugsweise des Vorformentisches zo, betätigt werden kann. Das Ventilgehäuse (Fig.
15 und 29) ist mit einer Anzahl von Einlässen 465 und 466 versehen, die mit
Druckluft aus Leitungen 441 bzw. 442 gespeist werden können, und zwar wird es durch
das Hauptluftventil 432 gesteuert. Es ist weiterhin mit einem Paar gegenüberstehender
Auslaßöffnungen 467 und 468 versehen. Die Öffnung 467 liefert Luft an die Leitung
469 (Fig.29), die nach dem vorderen Ende des Halsringöffnungszylinders r64 führt,
um die Wiedereinstellung des Kolbens in demselben zu bewirken, und zum vorderen
Ende des Blasformschließzylinders 2i2, um Wiedereinstellung des Kolbens in demselben
zu bewirken. Die Auslaßöffnung 468 des Ventilgehäuses liefert Luft an die Leitung
47o, die nach den entgegengesetzten Enden der Zylinder 164 und Zia führt, um diese
Motoren wieder einzustellen. Eine Zweigleitung 471 führt zu einem Saugzylinderventil
472, das einen verschiebbaren, durch die Luft zurückgeführten Ventilkolben 473 besitzt,
welcher in seinen entgegengesetzten Stellungen Druckluft aus der Leitung 471 in
dieLeitungen474und475 treten läßt, die nach dem hinteren und vorderen Ende des Zylinders
92 (Fig. 16, 29) führen. Der Kolben 473 ist mit einer Rolle 473a versehen, die mit
einer Rippe 464 in Berührung kommt, um das Ventil 472 nach der Leitung 474 offen
zu halten, wenn sich die Formtische im Ruhezustande befinden. Wenn sich das Ventil
472 in den Stellungen der Fig. 16 und 26 befindet, so läßt es Luft in das hintere
Ende des Saugventilm0tOrs 92 eintreten, um den Saugkopf 9o an den -Saugluftblaskopf
64 heranzubringen, wenn die vorbereitende oder Vorform an der Füllstelle steht.
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Der Ventilkegel 461 (Fig. r5) des Wiedereinstellventils 46o ist mit
einer oberen und einer unteren Querbohrung 476 bzw. 477 versehen, die im rechten
Winkel zueinander liegen. Die Bohrung 476 verbindet die E.inlaßöffnung 465 mit dem
oberen Ende eines senkrechten Kanals 478 an der gegenüberliegenden Wand des Gehäuses,
der mit denn Auslaß 468 in Verbindung steht. Die untere Bohrung 477 verbindet den
Einlaß 466 mit dem unteren Ende des Kanals 478, der nach dem Auslaß 46& führt.
Der Ventilkegel 461 ist auch noch mit einem Paar gegenüberstehender Längsnuten 479
versehen, die die Eintaßöffnung 465 mit der Auslaßöffnung 467 verbinden, und einem
weiteren Paar von Nuten 48o, die die untere Einlaßöffnung 466 mit der Auslaßöffnung
467 verbinden.
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Die Wirkungsweise der Maschine dürfte aus derBeschreibungverständlich
sein. Wenn die Maschine eine ihrer Drehbewegungen beendigt hat und zum Stillstand
kommt, befindet sich eine leere Vorform an der Füllstelle. Das Hauptluftventil 432
(Fig. 2.9) wird dann durch einen Arm 44o des Joches 411 der hin und her gehenden
Tischdrehvorrichtung angestellt
und liefert Luftdruck an die Leitung
442, um die gleichzeitige Betätigung des Luftmotorsi der Austragevoxrichtung über
der Form zu bewirken und die fertiggestellten Glasgegenstände zu ergreifen und anzuheben
und des Luftmotors 417, um das Ritzel 408 in Eingriff mit der Zahnstange 4o9 zu
bringen, wodurch das Verteilungsventil 426 bewegt wird und das Wiedereinstellkolbenventil
423 des. Zylinderventils a22, so daß alle diese Teile die in Fig. 29 veranschaulichte
Stellungeinnehmen. Die Luftleitung 44a läßt auch Luft durch das Wiedereinstellventi146o
in die Leitung 470 strömen, um den Motor 164 zu; betätigen, wodurch die Halsringe-
von dem Külbel an der Übertragungsstelle befreit werden, und durch den Motor 212,
durch den die Blasformen um das Külbel geschlossen werden, wenn die Halsringe geöffnet
worden sind. Wenn die Form sich in die Arbeitsstellung begibt, kommt die Rippe 464
an dem Vorformtisch in Berührung mit dem Ventilschieber 473 des Saugzylinderventils
472 und stößt ihn zurück, so daß Luft aus der Leitung 470-471 durch die Leitung
474 zum hinteren Ende des Saugventilzylinders 92 strömt und der Saugventilkopf an
den Saugeinlaß des vereinigten Saug- und Blaskopfes bei jeder Vorformgelegtwird.
DieSpeisevorrichtungF ist vorzugsweise so abgestimmt, daß sie einen Posten Glas
liefert gleichzeitig bei der Ankunft einer leeren Vorform an der Füllstelle. Da
eine Saugwirkung an dem Halsformhohlraum und den Vorformhohlräumen im Augenblick
der Lieferung des Glaspostens ausgeübt wird, so wird das Glas schnell in das Halsende
der Form gesaugt, um ein Mundstück um den das Mundstück. formenden Dorn 67 zu bilden.
Gleichzeitig mit der Glasbeschikkung in die Form liefert das Einstellventil der
Glasspeisevorrichtung Druckluft durch die Leitung 447, um das Hauptventil zu betätigen
und nach links (Fig. 29) zu bewegen. Diese Bewegung des Ventils bewirkt den Zutritt
von Druckluft aus der Leitung M des Ventils zur Leitung q45 und gleichzeitig die
Betätigung des Motors 378, um den Führungstrichter aus der gleichachsigen. Stellung
über der Form zu bewegen, und betätigt den Motor 127, um die Platte i io über die
Form zu schwenken, und liefert Luft an das Verteilungsventil 426,- so daß Luft durch
die Leitung 431 strömen kann, um das Ventil 4a3 nach links zu schieben und Druckluft
aus der Öffnung NI des Ventilgehäuses 422 durch den Kanal 42q_ und das rechtsseitige
Ende des Zylinders 414 eintreten zu lassen. Der Kolben 413 wird dann links bewegt
und dreht die Formentische über den nächstfolgenden Kreislauf. Während der Bewegung
der Formentische kommt der Ventilkegel 461 des Wiedereinstellventils 46o mit der
Rippe oder dein Steg 464 in Berührung und macht eine Vierteldrehung, um zur Wiedereinstellung
des Hauptventils 443 Luftdruck durch die Leitung 469 einströmen zu lassen; wobei
der Halszapfen den Motor 164 und den Blasformschließinotor 21:2 freigibt.
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Nachdem die Vorform die richtige Menge Glas an der Füllstelle empfangen
hat und das Mundstück der Flasche durch Saugwirkung um die Halsformhöhlung herum
und den das Mundstück formenden Dorn geformt worden ist, wird die Form sofort nach
der nächsten Stelle befördert. Wie oben beschrieben wurde, ist die Abschlußplatteiio,
während sich die Form noch in der Füllstelle befindet, an das obere Ende der Vorform
gelegt worden. Wenn sich die Vorform aus dieser Stellung wegbewegt, so geht die
Rolle 128 unter der Kurvenfläche 129 entlang und hält die Platte 1 io sicher in
der geschlossenen Stellung auf der Form. Wenn sich die Vorform weiterbewegt, tritt
der Zapfen 68" an dem Halsdornstempel 66 in die Kurvenbahn 85 ein, und der Kopfdorn
67 wird aus der Schließstellung der Halsformhöhlung zurückgezogen, um zu ermöglichen,
daß Druckluft aus dem Verteilungsventil 14o in die Halsformhöhlung durch Kanäle
136 und 137 eintritt, um Druckluft in das Mundstück des Glaskülbels eintreten zu
lassen und die Glasmasse in der Hohlform aufzublasen. Die Dauer des Aufblasens kann
gesteuert werden, um sich dem Wesen der zu erzeugenden Hohlgläser anzupassen, und
zwar erfolgt die Anpassung durch Einstellung der Anschlagstifte 156b und 156, in
der Stütze. Vorzugsweise wird dieser Vorgang aufrechterhalten, bis die gefüllte
Vorform die zweite Stelle B verläßt. Wenn die Vorform die Stelle B verläßt, kommt
die Rolle 55- auf dem Formverriegelungsstift 5 i in Berührung -mit einem Nocken
56 und zieht den Verriegelungsstift 51 außer Eingriff mit dem Sitz 54, so daß .die
Formstütze 24 umgewendet werden kann, wenn die Zahnräder 41 mit der Zahnstange 42
in Eingriff kommen, so daß die Formen in eine Stellung mit dem Halse nach oben umgekehrt
werden, während sie- sich von der Stelle B nach der Stelle C bewegen.
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Beim Verlassen der Stelle C gelangt die Rolle 31, des Vorformjoches
29 auf die Fahrbahn 38 der Kurvenfläche 34 und öffnet die Formen während der Bewegung
nach Stelle D hin, so daß das Külbel durch den geschlossenen Halsring gehalten werden
kann. Während dieser Bewegung nach der Steile D hin werden die Külbel in einer Bahn
bewegt in Richtung der sich bewegenden Blasformen, die allmählich um das Külbel
geschlossen werden, so daß bei Ankunft auf der Stelle D die Külbel durch die Halsformen
getragen
werden und fast vollständig durch die Blas-oder Fertigformen
eingeschlossen werden. Während dieges Aufenthalts tritt, da der Halsformöffnungszylinder
164 und der Blasformschließzylinder 2i2 durch das Hauptventil 423 in der oben beschriebenen
Weise betätigt werden, der IIalsöffnungszylinder etwas früher in Tätigkeit als der
Blasformschließzylinder, um Beanspruchungen des Halses der Flasche zu vermeiden.
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Während der Bewegung der Fertigform mit dem in ihr eingeschlossenen
Külbel von Stelle D nach Stelle E wird der Blaskopf auf die Form vermittels des
Hebels 248 herabgesenkt, der durch den Nocken 255 gesteuert wird.
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Wenn das Külbel eine vollkommen-gleichmäßige Temperatur erreicht hat
und die durch Berührung mit der Vorform gebildete abgekühlte und gehärtete Haut
wieder erwärmt worden ist, wird zur richtigen Zeit, die durch Einstellung des Ventils
270 in der Stütze 271
bestimmt werden kann, die Rolle 286 an dem Ventil
27o auf die Fahrbahn 285 und 287 auflaufen, um das Ventil zu öffnen und Druckluft
in das in der Blasform befindliche Külbel eintreten zu lassen in dem gewünschten
Mengen- und Druckverhältnis (Fig. 2 und 4). Dieses endgültige Blasen der Flasche
kann während einer beliebigen Zeit aufrechterhalten werden, während der Bewegung
der Form nach der Abgabestelle in Abhängigkeit von der Einstellung des Klemmarmes
291, und wird vorzugsweise möglichst lange während der zur Verfügung stehenden Zeit
aufrechterhalten, so daß die Flasche sich ausreichend setzen und abkühlen kann,
um keine Abstützung zu benötigen.
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Wenn die Blasform mit der fertiggeblasenen Flasche sich der Abgabe-
oder Herausnahmestelle H (Fig. 2) nähert, wird sie allmählich geöffnet, indem die
Rolle 2o6 auf einen erhöhten Teil des Nockens oder der Kurvenfläche 2o8 aufläuft
(Fig.5), so daß der Hals der Flasche für den Angriff des Greifers 310 ganz freigelegt
wird. Wenn die Greifer die Flasche erfassen, wird die Form vollkommen geöffnet vermittels
des Kniehebels 296, der durch den Blasformschließzylinder 2r2 betätigt wird (Fig.
5), so daß bei der nächsten Bewegung der Formentische die Austragevorrichtung im
Gleichgang mit den Formentischen gedreht wird, um die Flasche zu entfernen und auf
ein Förderband zu setzen.
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Die Vorteile der Erfindung sind die außerordentliche Einfachheit der
Maschine, die selbsttätigen Einrichtungen und veränderliche Steuerung und die hohe
Umdrehungszahl, mit der sie betrieben werden kann, wobei ihre Erzeugnisse den bisherigen
weit überlegen sind. Die Vorformen brauchen an der Füllstelle nur genügend lange
angehalten zu werden, um ihre Füllung aufzunehmen, und da die Vorform stillsteht,
wenn sie die Füllung empfängt -und während der Aufbereitung der Glasmasse, so wird
der Glasposten schnell in die Halsform gezogen zum Zwecke der schnellen und sofortigen
Bildung des Mundstückes der Flasche o. dgl., wodurch der Nachteil der Maschinen,
bei denen die Füllung der Forxn während der Bewegung erfolgt, vermieden wird, der
darin besteht, daß 'das Glas sich durch Berührung mit der vorwärts schreitenden
Wandung abkühlt. Das sofort erfolgende Aufblasen des Külbels in seine erwünschte
Gestalt urimittelbar nach der Einfüllung ist sehr vorteilhaft, da es die Weiterverarbeitung
des Glases in seinem gewünschten Zustand ermöglicht und dadurch ein besseres Erzeugnis
erzielt wird. Die Einzeleinstellungen der Blaseinrichtungen für jeden Satz von Formen
ermöglicht die genaue Einstellung der Maschine in Anpassung an die. besonderen Kennzeichen
der Külbel und Flaschen, die in jedem Satz von Formen hergestellt werden.