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Glasblasmaschine.
Die Erfindung betrifft eine Glasblasemaschine der Press-und Blasetype, vorzugsweise zur Herstellung von Flaschen od. dgl., welche es gestattet, Glasgegenstände in kontinuierlichem Arbeitsvorgang herzustellen, wobei die aufeinanderfolgenden Formen eines Trägers, der ständig um die Masehinenaehse herum gedreht wird, von einem kontinuierlichen Strom Glasschmelzgutes gefüllt werden.
Derartige Glasblasemaschinen der Press-und Balsetype sind bekannt. Bei den bekannten Typen sind sowohl die Vorformen als auch die Fertigformen um eine Vertikalachse drehbar. Die Vorformen werden aus der Füllstellung in die Stellung zur Bildung des Külbelhalses radial einwärts bewegt. Das wesentliche Kennzeichen der Glasblasemaschine gemäss der Erfindung besteht darin, dass die Vorformen während der Umlaufbewegung der Maschine in aufrechtstehender Lage ohne anzuhalten unter einer Glasentnahmeeinrichtung vorbeigeführt werden, die einen Glasposten in das Halsende jeder Vorform abgibt.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Maschine u. zw. ist
Fig. 1 ein senkrechter Schnitt durch die Maschine der Erfindung.
Fig. 2 ist eine im Schnitt dargestellte Draufsicht und veranschaulicht in den verschiedenen Sektoren Teile der Maschine, die in verschiedenen Ebenen liegen.
Fig. 3 und 4 sind Einzelansichten der Pressvorrichtung, und
Fig. 5 und 6 sind Draufsichten auf Hälften der beiden ortsfesten Steuerringe, die zur Herbeiführung der verschiedenen Arbeitsvorgänge benutzt werden.
Die im Schnitt dargestellte Draufsicht der Fig. 2 veranschaulicht die Aufeinanderfolge der Formen und der mit ihnen verbundenen Vorrichtungen, welche in gleichen Abständen voneinander nach einer Kreislinie angeordnet sind ; beim Ausführungsbeispiel sind acht Sätze von Formen dargestellt. Der mit A bezeichnete Sektor ist eine Draufsicht auf den oberen Teil der Maschine, während die Sektoren B, C, D, E, Fund G Schnittansichten in Ebenen sind, die durch die gestrichelten und mit denselben Buchstaben bezeichneten Linien in Fig. 1 angegeben sind. Bei D, B und G ist die Vorform von ihrem Arm entfernt, um letzteren deutlicher sichtbar zu machen.
1 bezeichnet einen ringförmigen Fuss, der in üblicher Weise von einem Wagen getragen wird, so dass er mit bezug auf den Glasschmelzofen in Arbeitsstellung bewegt werden kann. In der Mitte dieses Fusses befindet sich eine hohle ortsfeste Säule, die den unteren Teil 2 und den oberen Teil 3 aufweist ; auf dem unteren Teil 2 der Säule ist der sich drehende Rahmen 4 gelagert, während der obere Säulenteil die oberen und unteren ortsfesten Steuerringe 5 und 6 trägt, die durch Bolzen an der Säule befestigt sind. Der drehbare Rahmen 4 wird von einem gezahnten Ringe 7 an dem oberen Teil des Fusses 1 getragen und gedreht. Der Ring 7 ist durch Bolzen an dem Rahmen 4 befestigt und wird durch einen Trieb 8 von irgendeiner geeigneten äusseren Kraftquelle aus angetrieben.
Der Fuss 1 weist einen nach unten ragenden Flansch 9 auf, der von einer ortsfesten Laufbahn 10 umfasst wird. Letztere dient dazu, die Bewegung der Fertig- oder Blasform 11 zu steuern, deren Träger. ?
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Träger 12 ist mit einer Rolle 14 versehen, die auf der Oberfläche der Laufbahn 10 rollt ; entsprechend der Lage der Laufbahn wird somit die Form 11 angehoben oder gesenkt. Die Form ist an der linken Seite der Fig. 1 in ihrer gesenkten Lage und in der angehobenen Stellung, in der sie das Külbel erhält, auf der rechten Seite der Fig. 1 dargestellt.
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Der drehbare Rahmen 4 bildet in seinem mittleren Teil eine Luftkammer, die mittels der Öff- nungen M und 16 mit dem Raum in der Säulenkammer 2 in Verbindung steht, welcher Kühlluft zugeleitet werden kann, die in den drehbaren Rahmen gelangt und durch diesen hindurch zu den verschie- denen Formen zwecks deren Kühlung verteilt wird.
Mit 17, 17 sind die Vorformen bezeichnet, die gewöhnlich in einem Kreise auf der Aussenseite des Umfanges der Maschine angeordnet sind ; eine jede Vorform kann aber nach Aufnahme eines Glaspostens nach innen geschwungen werden. Die Vorform ist in ihrer inneren Lage auf der linken Seite der Fig. 1 sowie an dem Sektor A der Fig. 2 dargestellt und befindet sich auf der rechten Seite der Fig. 1 in ihrer äusseren Lage. In ihrer äusseren Lage geht die Form während der Drehung der Maschine unmittelbar unter der Glasentnahmevorrichtung 18 (Fig. 1 rechts) vorbei, die mit geschmolzenem Glase von dem Glasschmelzofen versehen wird, von dem sie ein Ansatz ist und die Bildung eines Glaspostens mittels des Kolbens 19 und der Abtrennorgane 20 steuert. Letztere sind unmittelbar unter dem Glasauslass angeordnet und werden im Gleichlang mit der Bewegung der Maschine betätigt.
Der Glasposten wird unterhalb der Glasentnahmevorriehtung während des Vorbeiganges der aufeinanderfolgenden Formen j ! 7 gebildet und durch die Abtrennorgane abgeschnitten, wenn eine Form gerade unter der Glasentnahmevorriehtung vorbeigeht.
Die Vorform besteht ebenso wie die Fertigform aus zwei Hälften, welche durch die bei 22 aneinandergelenkten Arme 21 sowie durch die Arme 23 mit den Kniehebelgelenken 24, durch den Schieber 25, den um den Lagerzapfen 27 drehbaren Hebel 26, den Hebel 28, die Lenkstange 29 und den Steuerhebel 30 betätigt werden, welcher durch seine Rolle von der Kurvenlaufbahn 31 an dem unteren Steuerring 6 gesteuert wird. Das Arbeiten dieser Vorrichtung zum Öffnen und Schliessen der Formhälften erfolgt in bekannter Weise. Die Vorform ist auf einem aussehwingbaren Arm 32 gelagert, der bei 33 um eine aufrecht stehende Achse herum in Lagern drehbar ist, die von dem drehbaren Rahmen 4 getragen werden (rechte Seite der Fig. 1).
Die Form wird darauf in aufrecht stehender Lage gehalten sobald die Achse, um die herum sie von der einen in die andere Lage bewegt wird, aufrecht steht. Der Arm 32 wird von der Laufbahn 32D des Steuerringes 6 mittels eines Hebels 32 a und einer Lenkstange 32 c betätigt. In ihrer inneren Lage, in die sie nach Aufnahme eines Postens geschmolzenen Glases bewegt wird, befindet sieh die Form in Übereinstimmung mit der Kopfform 34 und dem Pressstempel 35, während sie in ihrer äusseren Lage, die auf der rechten Seite der Fig. 1 angedeutet ist, in Übereinstimmung mit einer Führungsschale 36 liegt, die von einem Arm 37 getragen wird, der seinerseits an dem drehbaren Rahmen 4 befestigt ist, so dass sie eine konstante Lage an dem Rahmen einnimmt.
Für eine jede Formist einesolche Sehale 36 vorgesehen, die dauernd in Stellungen unmittelbar über den Formen liegen, wenn sich letztere in ihrem äusseren Kreisringe befinden ; in Fig. 2 sind diese Führungsschalen der Klarheit halber fortgelassen. Wenn die Vorform sich in ihrer äusseren Lage unmittelbar unter der Führungssehale 36 befindet, geht die geschlossene Form, ohne in ihrer Bewegung innezuhalten, unter der Glasentnahmevorrichtung des Glasschmelzofens vorbei, und zu dem Zeitpunkt, während dessen die Form gerade unter der Glasentnahmevorrichtung liegt, wird das geschmolzene Glas, das sich unterhalb der Öffnung 18 der Glasentnahmevorriehtung angesammelt hat, durch die Abtrennorgane 20 abgeschnitten, so dass ein Glasposten von der gewünschten Menge gebildet wird,
worauf dieser Posten durch die Öffnung der Führungsschale 36 hindurch in die Form fällt. Um den schnellen Eintritt des Glases in die Form zu unterstützen und um die Bildung von Bläschen an der Ober- fläche des Külbels zu verhindern, die dadurch entstehen können, dass durch das von oben eintretende Glas in der Vorform Luft eingeschlossen wird, wird der untere Teil der Vorform mit einer Unterdruckoder Saugkammer zu dem Zeitpunkt verbunden, wenn der Glasposten in die Vorform eintritt. Zu dem angegebenen Zweck kommt eine Öffnung 38 in dem Boden der Vorform, wenn letztere geschlossen ist und sich in ihrer äusseren Lage befindet, in Verbindung mit einem Kanal 39 des Armes 32.
Dieser Kanal. 89 erstreckt sich durch den unteren Teil zweier Gelenke oder Lagerzapfen. 33 hindurch und steht durch ein Verbindungsstück 40 mit einem Saugrohr 41 in Verbindung, das nach oben und innen zu einer Kammer eines Stutzens 42 führt ; in der erwähnten Kammer wird mittels des Saugrohres 42a ein Unterdruck aufrecht erhalten. Wenn also die Form geschlossen ist und gerade den Glasposten erhält, wird im Innern der Form eine kräftige Saugwirkung hergestellt, die, sobald das Glas in die Form fällt, den Glasposten nach unten zieht und verursacht, dass letzterer die Form vollfüllt, wobei das Glas in dichte Berührung mit den Seiten der Form gebracht und jede Luft entfernt wird, die mit dem Glasposten mitgeführt werden sollte.
Nachdem die Vorform in ihre innere Stellung geschwungen worden ist, in der sie in Übereinstimmung mit der Kopfform 34 und dem Pressstempel 35 liegt, schliesst sich die Kopfform, die in üblicher Weise aus den bei 34 aneinandergelenktenHälftenbesteht und durch die Wirkung von Kniehebel 44 geschlossen wird (siehe Sektor D der Fig. 2) durch Vermittlung der an dem unteren Steuerring 6 vorhandenen Kurvenlaufbahn 46, welche mittels des Schiebers 47, einer unter Federwirkung stehenden Stange 48 und der Lenkstangen 49 zur Wirkung kommt ; diese ortsfeste Kurvenlaufbahn 46 ist hiebei so gestaltet, dass sie der Kopfform die gewünschten Offnungs-und Schliessbewegungen zu den richtigen Zeitpunkten des Arbeitskreislaufes erteilt.
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Wenn die Kopfform, die unmittelbar über dem oberen Ende der Vorform liegt, geschlossen ist, wird der Pressstempel 35 in Wirkung versetzt ; vorher wird jedoch eine Ausriehtungsvorriehtung betätigt, die die richtige Ausrichtung der beiden Formen und des Pressstempels gewährleistet.
Diese Ausrichtungsvorrichtung (Fig. 3 und 4, sowie Sektor C der Fig. 2) weist einen Kopf 50 auf, der Führungsglieder 51 besitzt, die mit Führungen 52 von V-förmiger Gestalt in Eingriff treten, welche an den nach oben ragenden Teilen 53 des drehbaren Rahmens 4 durch Bolzen od. dgl. befestigt sind. Die Bewegung der Ausrichtungsvorrichtung auf den Führungen erfolgt in einer senkrechten Richtung und wird durch eine Kniehebeleinrichtung gesteuert, die die Lenkstangen 54, 55, einen Bügel 56, eine unter Federwirkung stehende Stange 57 und einen Schieber 58 mit einer Steuerrolle 59 aufweist, die ihrerseits mit einer Kurvenlaufbahn 60 auf der unteren Seite des oberen Steuerringes 5 in Eingriff tritt.
Der Kopf 50 der Ausrichtungsvorrichtung ist mit einer Buchse 61 versehen, die zur Führung des Pressstempels. 35 dient, wenn sich letzterer, wie weiter unten noch näher beschrieben wird, abwärts bewegt, während der nach unten ragende Ansatz dieser Buchse 61 von den beiden Hälften der Kopfform 34 umfasst wird, wenn letztere geschlossen sind, sodass die Kopfform in genauer Ausrichtung mit dem Pressstempel gehalten wird.
Von der Unterseite des Kopfes 50 ragen zwei Zapfen 62 hervor, deren konisch zugespitzte Enden mit entsprechenden Ausnehmungen 6. 3 an der Oberseite der Vorform 17 (und desgleichen auf der Oberseite der Fertigform 11, wenn diese sieh in Arbeitsstellung befindet) in Eingriff treten können, so dass die Form in der richtigen Beziehung zu dem Kopf 50 und der Kopfform ausgerichtet gehalten wird.
Wenn die Vorform 17 geschlossen ist und wenn sie sich zur Aufnahme des Glaspostens unter die Kopfform 34 bewegt, so muss der Kopf 50 genügend emporgehoben werden, damit die Form unter ihm
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durch die oben erwähnte Kniehebeleinrichtung, die. sobald die mit einem Glasposten versehene Vorform sich von der Füllstellung in die Pressstellung einwärts bewegt, sofort den Kopf 50 emporhebt, so dass die Zapfen 62 ausser Eingriff mit der Form 77 kommen. Sobald letztere ihre Pressstellung unter der Kopfform 34 erreicht hat, wird der Kopf 50 gesenkt, so dass die Zapfen 62 durch die Kopfform hindurchgehen und in Eingriff mit den Ausnehmungen in der Vorform treten, wodurch deren richtige Ausrichtung mit der Kopfform und dem Pressstempel gewährleistet ist.
Die Kurvenlaufbahn 60 an dem ortsfesten Steuerringe 5 ist so ausgebildet, dass sie dem Kopf 50 die gewünschte senkrechte Bewegung im Gleichlang mit der Bewegung der Form erteilt, wenn die Maschine um die ortsfesten Kurvenlaufbahnen und die feststehende Mittelsäule herum gedreht wird.
Wenn die Vorform in ihre Lage unter die Kopfform zurückgeschwungen wird und letztere geschlossen ist. sowie in Berührung mit der Oberfläche der Vorform steht, wird der Pressstempel 35 zur Wirkung gebracht, derart, dass er das in der Form 17 vorhandene geschmolzene Glas zusammendrückt und verursacht, dass es um den Pressstempel herum nach oben fliesst und die Kopfform füllt. Der Pressstempel 35 ist in einem Halter 64 befestigt, der in dem Querhaupt 65 gelagert ist und in senkrechter Richtung in letzterem gleiten kann, wobei die Abwärtsbewegung des Kolbens durch einen Bund 66 begrenzt wird, der sich auf eine Schulter auflegt, die in dem Querhaupt 65 gebildet ist.
Der Pressstempel wird gewöhnlich in seiner unteren Lage durch den Druck einer Feder 67 gehalten, die sich mit ihrem anderen Ende auf eine Mutter oder einen Bund 68 abstützt, der in das obere Ende des Querhauptes 65 eingeschraubt ist. Dieses Querhaupt hat eine hohle zylindrische Gestalt und weist hervorragende Führungsteile 69 auf. die auf den aufrecht stehenden Führungen 70 von V-förmigem Querschnitt gleiten können ; diese Fishrungen werden von den nach oben ragenden Gliedern 53 des drehbaren Rahmens 4 getragen.
Die Bewegung des Pressstempels 35 erfolgt durch einen gezahnten Sektor 71 (Fig. 1), der auf einer Welle 72 sehwingbar gelagert ist, welche in den Lagerböeken 73 ruht, die von den erwähnten nach oben ragenden Gliedern 53 des drehbaren Rahmens 4 getragen werden. Der gezahnte Sektor 71 steht mit einer Zahnstange 74 an dem Querhaupt 65 und mit einer zweiten Zahnstange 75 an einem Schlitten 76 in Eingriff, der in einem Lagerarm 77 geführt wird, welcher an den Teilen 53 des drehbaren Rahmens 4 sitzt. Der Schlitten 76 trägt eine Rolle 78, die mit der Kurvenlaufbahn 79 auf der Oberfläche des ortsfesten Steuerringes 5. in Eingriff tritt ; die Kurvenlaufbahn 79 steuert somit die Bewegung des Pressstempels 35, sobald sich die Maschine dreht.
Die Feder 67 verhindert Beschädigungen, im Falle der Pressstempel bei seinem Niedergang auf einen übermässigen Widerstand stossen sollte, der beispielsweise durch teilweise erstarrtes Glas oder einen Überschuss von Glas in der Form bzw. durch eine übermässig grosse Bewegung des Pressstempels entstehen könnte ; der Pressstempel wird hiebei entgegen dem nachgiebigen Druck der Feder einfach festgehalten, während das Querhaupt 65 seinen normalen Hub beenden kann.
Der in der Vorform 17 infolge der pressenden Wirkung des Pressstempels 35 herrschende Druck ist beträchtlich und hat das Bestreben, die beiden Hälften der Vorform zu öffnen ; das geschmolzene Glas verursacht einen hydrostatischen Druck, der mit Rücksicht auf die verhältnismässig grosse Innenfläche der Form eine beträchtliche trennende Kraft ausübt. Um die Gefahr eines Öffnens der Form während des Pressvorganges (behufs Herstellung des Flaschenkopfes) zu vermeiden, ist eine besondere Einrichtung, die unabhängig von der Kniehebelvorrichtung zum Öffnen und Schliessen der Form ist, vorgesehen, um die beiden Hälften der Form zusammen zu verriegeln.
Diese Einrichtung besteht aus einem starren Bund
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oder Ring, der über die Aussenseite der beiden Formhälften dicht passend greift, wenn die Form geschlossen ist, wobei dieser Ring über die Form geführt wird, sobald der Pressstempel niedergeht. Es ist jedoch vorzuziehen, eine keilartige Vorrichtung zu benutzen, die in den Fig. 3 und 4 veranschaulicht ist. Die von dem drehbaren Rahmen 4 getragenen Lagerböcke 80 bilden Lager für die beiden Wellen 81, auf denen die Arme 82 aufgekeilt sind, die ihrerseits so ausgesehwungen werden können, dass sie die Vorform 17 frei geben (Fig. 4), oder die in Klemmstellung mit der Form (Fig. 3) gebracht werden können, in der die Arme 82 mit den Armen 21 in Eingriff treten, die die beiden Formhälften tragen.
Die Arme 21 weisen an den Stellen, an denen sie mit den Armen 82 in Eingriff treten, Schrägflächen auf, so dass eine Keilwirkung erzeugt wird, sobald die Arme 82 nach unten geschwungen werden. Anderseits können die Arme 21 senkrecht verlaufende Flächen haben, und die Keilwirkung kann durch besondere Form der erwähnten Arme erzeugt werden. Auch kann die Keilwirkung dadurch hervorgebracht werden, dass an beiden Teilen schräge Flächen vorgesehen werden. Die Wellen 81 tragen Hebel 83, die durch eine Stange 84 mit den Hebeln 85 verbunden sind, von denen jeder auf einer Welle 86 sitzt, die in den Gliedern 53 gelagert ist. Auf das andere Ende der Welle 86 ist ein Hebel 87 aufgekeilt, der an seinem anderen Ende eine Rolle 88 trägt.
An dem Querhaupt 65 sind bei 89 die beiden Arme 90 angelenkt, die beide in der dargestellten Lage durch einen Bolzen 91 gehalten werden, der lose durch die beiden Arme hindurch geht, um deren Ausspreizung voneinander zu begrenzen. Eine Feder 92, die sich auf die beiden Arme auflegt, hält letztere voneinander getrennt und an den Köpfen des Bolzens 91. Auf einem Fortsatz eines jeden Armes 90 ist eine Kurvennut 93 vorgesehen, in die eine der Rollen 88 eintritt, welche von dem Hebel 87 getragen wird.
Sobald das Querhaupt 65 niederzugehen beginnt, wird der Pressstempel 35 mitgeführt, wodurch die Presswirkung auf das geschmolzene Glas ausgeübt wird. Hiebei verursachen die Kurvennuten 93, dass die Hebel 87 infolge ihres Eingriffes mit den Rollen 88 nach unten und aussen ausschwingen mit der Wirkung, dass die Arme 82 von der in der Fig. 4 dargestellten Lage in die der Fig. 3 nach unten schwingen, in welcher Stellung die Arme 82 mit den Armen 21 in Eingriff treten, welche die Vorform 17 schliessen.
Es ist von Wichtigkeit, dass beim Verriegeln der Form in deren geschlossene Lage die erwähnten Arme die Form nicht ausser Ausrichtung mit der Kopfform 34 und dem Kopf 50 bringen, und damit diese Wirkung erreicht wird, sind die Arme 82 miteinander so verbunden, dass, im Falle der eine Arm ? mit der Fläche des zugehörigen Armes 21 vor dem Ineingrifftreten des anderen Armes 82 in Berührung treten sollte, der erstgenannte Arm durch seine Lenkerverbindung mit dem Hebel 87 verzögert wird mit dem Ergebnis, dass letzterer der Wirkung der Kurvenlaufbahn 93 auf dem Arm 90 einen grösseren Widerstand entgegensetzt, so dass dieser Arm weiter ausgeschwungen wird.
Dies hat die Wirkung, dass der zweite Arm 82 um den Betrag voreilt, um den der erste Arm verzögert wird, wodurch der Druck ausgeglichen wird, den ein jeder Arm auf die Vorfonnarme 21 ausübt ohne Rücksicht auf geringe Änderungen in deren Stellungen mit bezug auf die Form. Die Bewegung der Arme 90 wird durch die Bolzen und Schlitzverbindung 90a an den Führungsfortsätzen 69 begrenzt.
Die Vorrichtung zum Öffnen und Schliessen der Fertigform 11 erfolgt in der bei Glasblasmaschinen bekannten Art. Die hiezu notwendigen Arbeitsvorgänge werden von der Kurvenlaufbahn 94 an dem unteren Steuerring 6 geregelt, die mittels der Rolle 95, des Lenkers 96 und des Kniehebels 97 an den aneinandergelenkten Hälften der Fertigform einwirken ; die erwähnten Formhälften sind durch den Teil 98 aneinandergelenkt. Die Kurvenlaufbahn 94 ist so gestaltet, dass sie die Fertigform öffnet, unmittelbar nachdem das Glas in der Form ausgeblasen ist und die Form in die auf der linken Seite der Fig. 1 angegebenen Stellung gesenkt worden ist, wobei die Form geöffnet gehalten wird, bis sie von neuem emporbewegt wird, um das plastische Külbel zu umfassen.
Der Arbeitsgang der einzelnen Teile ist bereits im einzelnen erläutert worden ; um jedoch den Arbeitsgang der ganzen Maschine klarzustellen, sollen im folgenden die verschiedenen Arbeitsstufen bei der Herstellung einer Flasche erläutert werden.
Wenn sich eine Vorform 17 in ihrer geschlossenen Lage befindet und auf ihren Armen 32 in den äusseren Formenkreis (B-G, Fig. 2) nach aussen geschwungen worden ist, so nähert sie sich bei der Drehung der Maschine der Abgabestelle des Glases. Unmittelbar bevor diese Stelle, d. h. unmittelbar unter der Glasentnahmevorrichtung 18, erreicht ist, wird die Vorform 17 mittels der Öffnung 38 und des Kanals 39 sowie des Verbindungsstückes 40 und der Rohrleitung 41 mit dem Unterdruck in Verbindung gesetzt.
Praktisch fällt jedoch gleichzeitig mit dieser Verbindung der Vorform mit dem Unterdruck der Glasposten, der sich unterhalb der Glasentnahmevorrichtung 18 gebildet hat und durch die Abtrennorgane 20 abgeschnitten worden ist, in die Mündung der Vorform 17, wobei dieser Glasposten durch die Öffnung der Führungsschale 36 hindurchgeht und sein Eintreten in die Vorform 17 durch die in letzterer erzeugte Saugwirkung unterstützt wird. Sobald der Glasposten in die Form gebracht worden ist, schwingt der von der Kurvenlaufbahn 32b betätigte Arm 32 einwärts und nimmt die Form mit, bis letztere in den inneren Formenkreis unmittelbar unter und in Ausrichtung mit der geschlossenen Kopfform 34 bewegt wird, wobei der Ausrichtungskopf 50, wie oben beschrieben, emporgehoben ist, um die Bewegung der Form in die beschriebene Stellung zu ermöglichen.
Wenn die Einwärtsbewegung der Form beendet ist, geht der Kopf 50 abwärts und hält die Form in der erforderlichen ausgerichteten Lage.
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Unmittelbar nachdem die Form in ihrer Stellung gesichert worden ist, geht der Pressstempel 35 zusammen mit seinem Querhaupt 65 nach unten, wodurch, wie oben beschrieben, die Verriegelungsvorrichtung an der Form in Wirkung versetzt wird. Der Pressstempel verdrängt das in der Form vorhandene Glas, so dass ein Teil dieses Glases rund um den Pressstempel herum nach oben fliesst und den Hohlraum in der Kopfform 34 vollständig ausfüllt.
Die abkühlende Wirkung der Kopfform und des Pressstempels hat zur Folge, dass das Glas in der Form erstarrt, und wenn der Pressstempel 35 emporgeht und ausser Eingriff mit der Vorform und der Kopfform kommt, wird die Vorform freigegeben, so dass letztere geöffnet und auf ihrem Tragarm 32 wiederum in ihre normale Lage in den äusseren Formkreis geschwungen werden kann, wobei das Külbel mit seinem Hals von der Kopfform 3 hinabhängt. Unmittelbar nachdem die Vorform 17 und deren Arm ausgeschwungen worden sind, wird die Fertigform 11 infolge der Wirkung der Kurvenlaufbahn 10 aufwärts geschwungen und kommt in Übereinstimmung mit der Kopfform 34, wobei die Form 10 sofort geschlossen und das darin befindliche Külbel in seine fertige Gestalt ausgeblasen wird.
Dieser Blasvorgang erfolgt durch Druckluft von einer Kammer 99, der die Druckluft durch das Rohr 99 a zugeführt wird und die zu dem oberen Teil-3 der zentralen Säule gehört. Die Kammer 99 ist durch Rohre 100 mit Öffnungen in den Ausrichtungsköpfen 50 verbunden, wobei ein Schieber 101 (auf der rechten Seite der Fig. 1) über dem Kopf 50 bewegt wird, so dass dessen oberer Teil abgeschlossen und der Luftdruck aufrecht erhalten wird, der alsdann das immer noch geschmolzene Glas an der Innenwand der Form 11 ausbläst. Die Ventile 100a, die durch die ortsfeste Steuerplatte 100b betätigt werden,
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Der Schieber 101 wird von der Kurvenlaufbahn 102 auf der Unterseite des oberen Steuerringes 5 betätigt.
Sowie der Blasvorgang beendet ist, werden die beiden Hälften der Kopfform 34 voneinander getrennt, wodurch der geblasene (jlasgegenstand innerhalb der rertigform 11 freigegeben wird, die darauf unmittelbar nach unten geschwungen wird. Die geblasene Flasche od. dgl. verbleibt im Innern der Fertigform, bis letztere bei der Drehung der Maschine eine geeignete Stellung erreicht hat, an der sie durch Offnen der Form H in fertigem Zustande abgegeben wird. Sowie die Kopfform sich zu offnen beginnt, um die geblasene Flasche in der Fertigform frei zu geben, bewegt sich der Ausrichtungskopf 50 aufwärts in eine Stellung, um zu ermöglichen, dass die Vorform 17 unterhalb des Pressstempels 35 einen neuen Arbeitskreislauf beginnen kann. Die Kopfform schliesst sich von neuem, sobald die Flasche freigegeben worden ist.
Der beschriebene Arbeitskreislauf in der dargestellten Maschine wiederholt sich während einer jeden vollständigen Umdrehung der Maschine achtmal.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Glasblasemaschine der Press-und Blasetype, bei welcher sowohl die Vorformen als auch die Fertigformen um eine Vertikalachse drehbar sind und bei welcher die Vorformen aus der Füllstellung in die Stellung zur Bildung des Külbelhalses radial einwärts bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorformen während der Umlaufbewegung der Maschine in aufrechtstehender Lage, ohne anzuhalten, unter einer Glasentnahmeeinrichtung vorbei geführt werden, die einen Glasposten in das Halsende jeder Vorform abgibt.