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Glaspreßblasemaschine Die Erfindung betrifft eine Glasform- oder -blasemaschine
und bezieht sich auf rotierende Hohlglasmaschinen, die nach dem Preß-und Blasverfahren
arbeiten. Es sind solche Glasformmaschinen bekannt, bei denen die Vorformen während
einer ununterbrochenen Bewegung in aufrechter Stellung gefüllt werden, indem ein
Speiser einen bestimmten Glasposten in das obere offene Ende jeder Form abgibt,
wenn sie an der Speisestelle vorbeigeht. Hierbei laufen die Vorformen in zwei Kreisbahnen,
in denen sie zeitweise, in der äußeren Bahn, einen Glasposten erhalten, und zeitweise,
in der inneren Bahn, mit den Halsformen zusammenwirken.
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Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht dar in, eine verbesserte
Preßblasemaschine zu schaffen, bel der die Vorformen, statt von einem Auslaufsp,@iser
aus gefüllt zu werden, ihre Glasposten ähnlich der bei Saugblasemaschinen üblichen
Weise von einem Vorherd oder einer Drehwanne während der ununterbrochenen Bewegung
der Maschine aufnehmen. Es sind auch Saugblasemaschinen bekannt, bei denen eine
Mehrzahl von Formen für ihre Bewegung um eine mittlere Säule so angeordnet ist,
daß diese Formen zeitweise sich in einer äußeren Kurvenbahn bewegen und zu anderer
Zeit in einer inneren Kurvenbahn, und bei denen Einrichtungen vorgesehen sind, um
die Formen von der einen Bahn zur anderen zu schwenken, und weitere Einrichtungen,
um die Formen während der Bewegung auf der äußeren Bahn abwärts in einen Vorherd
oder eine Drehwanne zu drül:-ken und sie durch Ansaugen zu füllen.
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Zum Unterschied hiervon besteht das Wesen der Erfindung darin, daß
die Formsätze der Maschine aus einer zugleich als Saugform und Preßform dienenden
Vorforrn, einer Preßeinrichtung und einer Fertigblasform bestehen und daß die federnd
gelagerten Vorformen zur Glasaufnahme während der Bewegung in der äußeren Kreisbahn
je mit einem zugehörigen senkrecht beweglichen Saugkopf, während der Bewegung in
der
inneren Kreisbahn dagegen mit einer Halsform und einem Preßstempel
in Eingriff gelangen und wobei das Ausblasen des vorgepreßten Külbels in der Fertigform
gleichfalls in der inneren Kreisbahn erfolgt.
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Die den Gegenstand der vorliegenden Er findung bildende Maschine stellt
somit eine Kombination einer Glassaugblasemaschine mit einer Preßblasemaschine dar.
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Zur Erläuterung weiterer Einzelheiten der Erfindung sei sie im folgenden
an Hand der Zeichnungen näher beschrieben, welche zeigen: Fig. i und ia einen senkrechten
Schnitt nach Linie A-A der Fig. 3 einer Maschinenhälfte in jener Stellung der Vorform,
bei der sie den Glasposten aufnimmt, Fig. 2 und 2 a einen senkrechten Schnitt nach
der Linie B-B der Fig. 3 einer Maschinenhälfte wie in Fig. i, bei der die Vorform
unter einen Haltekopf geschwenkt und für den Preßvorgang bereit ist, Fig. 3 einen
waagerechten Schnitt nach der Linie C-C der Fig. 2, während die Vorform sich in
äußerer Stellung befindet, Fig. q. einen waagerechten Schnitt nach der Linie D-D
der Fig. i, während die Vorform sich in innerer Stellung befindet, Fig. 5 einen
waagerechten Schnitt nach der Linie E-E der Fig. 2, in dem man den Haltekopf sieht,
während der Vorformarm ausgeschwungen ist, Fig. 6 einen waagerechten Schnitt nach
der Linie F-F der Fig. 2, in dfin man den Preßdorn sieht, während der Vorformarin
ausgeschwungen und der Saugkopf abgesenkt ist, Fig. j eine Vorderansicht von der
Linie G-G der Fig.4 her gesehen.
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Die in den Zeichnungen gezeigte Maschine ist in vieler Hinsicht einer-bekannten
ähnlich, wie sie z. B. in der deutschen Patentschrift 531986 beschrieben
ist, auf die hierdurch ausdrücklich Bezug genommen wird, insbesondere im Hinblick
auf die Halteköpfe, die Halsformen, die Preßdorne und die Fertigformen. Sie besteht
aus einer feststehenden hohlen Mittelsäule, die aus einem unteren Teil e und einem
oberen Teil 3 zusammengesetzt ist. Um diese Säule drehbar ist der Drehrahmen d.
angeordnet, der über den Zahnkranz 7 von einer äußeren Kraftquelle angetrieben wird.
Der untere Teil der Säule ist mit einer festen, schrägen Steuerschiene io versehen,
die in bekannter Weise dazu dient, die Bewegung der Fertig- oder Blasformen i i
zu steuern, von denen jede einen Träger 12 besitzt, der bei 13 an dem Drehrahmen
4. angelenkt ist (s. Fig. 2 a). Jeder Träger ist mit einer Rolle 14 versehen, die
auf der Steuerbahn io gleitet; entsprechend ihrer Stellung auf der Fläche werden
die Formen i i gehoben oder gesenkt. Am oberen Teil 3 der festen Säule sind eine
Mehrzahl von Führungsschienen angebracht, die die Bewegungen verschiedener Maschinenteile
steuern nach :Maßgabe der Drehbewegung des Rahmens 4. Zum Beispiel dient die Schiene
3a dazu, die Vorformen vom einen Kurvenweg zum anderen auszuschwenken, so daß sie
sich von ihrer Aufnahmestellung zu ihren Preßstellungen be-«#c:gen, und umgekehrt
(s. Fig.5). Dazu ist zu bemerken, däß die Maschine mit einer größeren Anzahl (z.
B. acht) Vorformen arbeitet, von denen jede von einem der waagerecht verschiebbaren
Vorformarme 2o gehalten ist, die drehbar am Rahmen .4 bei 21 gelagert sind. Die
Umrisse und Formen der Arme sind aus den Fig. 3 und 5 ersichtlich; die Arme sind
um die Zapfen 122 schwingbar gelagert (Fig. i).
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Die Einrichtungen zur Verschwenkung der Vorformarme 2o- zwecks Verbringung
der Formen von ihren äußeren Aufnahmestellungen zu ihren inneren Preßstellungen
bestehen aus einer Nockenrolle4a (Fig. i), die in der Daumenschiene 3a geführt ist
und an die sich ein Glied 5a anschließt, das in Radialführungen am Drehrahmen 4
gleitet und das durch eine unter Federdruck stehende Stange mit einer Zahnstange
6a (Fig. 5) verbunden ist, die mit einem Zahnbogen ja in Eingriff steht, der mit
dem. inneren Ende des Vorformarmes 2o z. B. durch einen Bolzen i' verbunden ist.
Die Nockenbahn 3a ist so geformt, daß sie jede der Vorformen der Reihe nach zu den
geeigneten Zeiten von ihrer einen Arbeitsstellung zur anderen und wieder zurück
einmal bei jeder Drehurig des Drehrahmens schwenkt.
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Ferner sind Einrichtungen vorgesehen, um die Glasposten, die von den
Formen aufgenommen werden, von der Glasmasse oder der Drehwanne abzutrennen. Hierzu
dienen in bekannter Weise eine Anzahl von Abtrennklingen 8, und zwar eine für jede
Vorform. Jede Klinge ist am unteren Ende einer senkrechten Welle 15 verzapft angebracht,
die in einem Auge drehbar gelagert ist, das auf der Seite des Vorformarmes sich
befindet, mit dem sie verbunden ist. Ferner sind, wie bei derartigen Messern üblich,
Einrichtungen vorgesehen, um eine Feder während der nach außen gerichteten Bewegung
der Vorformarme zu spannen, so daß bei der folgenden Freigabe der Feder der dinge
zur geeigneten Zeit quer über das untere Ende der gefüllten Vorform hinübergeschnellt
wird. Zum Beispiel ist in der dargestellten Ausführungsform an das untere Ende der
Welle 1 5 ein Messerarm 16 undrehbar angeschlossen und an das obere Ende der Welle
ebenso ein Zahnbogen i4.a (s. Fig. 2 und 3), der mit
einem anderen
Zahnbogen 13a in Eingriff steht, welcher um einen Drehpunkt 13b bewegbar ist und
an seinem Gegenende mit einem anderen gezahnten Bogen g in Eingriff steht, der seinerseits
um den Drehpunkt 2i sich bewegt. Der Zahnbogen g ist über eine Hülse 9a mit einem
Lenker ioa verbunden, der eine Nockenrolle iia trägt, die auf dem Umfang der festen
Nockenplatte i2a (Fig.3) an der Mittelsäule läuft. Ferner ist eine Feder 17 vorgesehen,
von der ein Ende an einem Flachbolzen 18 gehalten ist, der sich am Vorformarm 2o
befindet, während das andere .Ende sich gegen einen anderen Flachbolzen ig legt,
der sich auf dem Zahnbogen ig befindet. Die Anordnung ist so getroffen, claß die
Feder durch die Schwenkbewegung des Vorformarmes nach außen in die Stellung der
Fig. 3 zusammengedrückt wird. Die Feder wird in bekannter Weise auf einer Stange
16a mit einer einstellbaren Begrenzungsmutter 17a gehalten und dient ebenfalls dazu,
die Nockenrolle i ia kraftschlüssig gegen die Nockenfläche 12a anzudrücken. Ferner
sind Einrichtungen vorgesehen, um die Höhenlage der Klinge, wie bekannt, Formen
verschiedener Höhe anpassen zu können. Zum Beispiel kann die senkrechte Welle 15
mit ihrem Gewinde durch ein Handrad 2oa, das sich auf einer Hülse Zia befindet und
an dem Zahnbogen i4a undrehbar angeschlossen ist, verstellt werden.
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Wie sich aus dem Vorhergehenden ergibt, werden die Zahnbögen g, 13a
und i4a dann, wenn ein Vorformarm nach auswärts von der Stellung der Fig.4 in die
Stellung der Fig. 3 geschwenkt wird, in. eine Bewegung gebracht, die die Zusammendrückung
der Feder 17 bewirkt.
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Jede Vorform besteht aus zwei in bekannter Weise mit Saugnuten 22a
versehenen Formhälften 22, die an einem Paar bei 32"
am V orformarm 2o gelagerter
zangenförmiger Tragarme 32 angebracht sind. Für die Üffnungs- und Schließungsbewegung
der Formteile sind nach .der dargestellten Ausführungsform wieder eine Nockenrolle
24 auf einer Nockenbahn 23 vorgesehen, die sich auf einer der festen Nockenplatten
an der Mittelsäule 3 befindet. Die Nockenrolle 24 sitzt an einem radial verschiebbaren
Nockenträger 25, der über eine Verbindungsstange 26 an einem Ende einer Kurbel 27
angelenkt ist, die bei 27a an einem radialen Vorsprung des Drehrahmens .4 gelagert
ist (s. Fig. i und 4). Das andere Ende der Kurbel ist durch einen Lenker 28 mit
einem Gleitstein 28a verbunden, der gegen die Wirkung einer Feder 2g in einer Führung
3o bewegbar angeordnet ist. Die Führung enthält .auch einen Stab 3oa und eine Ausgleichsführung
31a, die eine seitliche Bewegung zwangsläufig verhindern und die untereinander durch
ein Paar Hebel 3 i verbunden sind, die an den Tragarmen der Vorformen angelenkt
sind. Die Anordnung wirkt so, daß eine Bewegung der Rolle 24 vom Mittelpunkt der
Maschine nach außen die Kurbel27 im Sinne der Öffnung der Form betätigt und daß
eine Bewegung der Rolle in entgegengesetzter Richtung die Feder 2g zusammendrückt
und <die beiden Formenhälften aneinanderschließt. Bei der bevorzugten Ausführungsform
der Maschine gemäß der Erfindung ist die Schiene 23 so geformt und angeordnet, daß
jede Vorform entweder vor oder während ihrer Bewegung zur äußeren Stellung der Fig.
3 sich schließt.
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Die Maschine enthält ferner eine Anzahl von Saugköpfen 33, und zwar
je einen für jede Vorform, die von nach auswärts sich erstreckenden Tragarmen 41
gehalten sind. Letztere sind am Drehrahmen der Maschine so angeordnet, daß die Saugköpfe
ständig auf einem Kreis sich bewegen, der sich oberhalb der äußeren Kurvenbahn der
Vorformen befindet. Die Saugköpfe sind heb- und senkbar, und zwar nach der Ausführungsform
mittels einer in einer festen Kurvenbahn 3.4. geführten Nockenrolle 35. Die Bahn
34 befindet sich auf einer der von der festen Mittelsäule getragenen Nockenplatten
(s. Fig. 1a und 6), während die Rolle 35 durch einen radial verschieblichen Nockenträger
36 gehalten ist, der über eine Verbindungsstange 37 mit einer Zahnstange 38 verbunden
ist, die mit einem Zahnbogen 39 in Eingriff steht, der um eine waagerechte
Achse 39a drehbar ist und durch einen Keil o. dgl. mit einem anderen Zahnbogen 4o
undrehbar verbunden ist. Dieser steht wieder in Eingriff mit einer Zahnstange 40a,
die sich an einer Seite des Saugkopfes 33 befindet; dieser ist hohl, führt oben
durch den Ständerarm 41 und ist in diesem senkrecht verschiebbar gelagert. An seinem
unteren Ende läuft der Saugkopf zu einem Bund 33a aus, der, wie bei Saugmaschinen
bekannt, nach Absenkung des Saugkopfes in eine Aussparung am oberen Ende der Vorform
einfährt, wie aus Fig. i ersichtlich. Am oberen Ende ist der Saugkopf durch einen
Krümmer mit dem äußeren Ende der radial verlaufenden Unterdruckleiteng 42 verbunden,
deren inneres Ende durch einen anderen Krümmer, der die Aufundabwärtsbewegungen
des Saugkopfes zuläßt, mit einem Umlaufverteiler 67 verbunden ist, der am oberen
Teil der Mittelsäule 3 sich befindet und mit einer geeigneten Unterdruckquelle über
die Kammer 68 und die Leitung 69 in Verbindung steht. Die Anordnung ist so
getroffen, daß die Nockenbahn 34 die Nockenrolle 35 in der Weise betätigt,
daß
der Saugkopf gesenkt wird, sobald oder unmittelbar nachdem die ihm jeweils zugehörige
V orform ihre äußere Stellung gemäß Fig.3 erreicht. Ferner ist die Einrichtung so
getroffen, daß der Weg, um den der Saugkopf gesenkt wird, jenen übersteigt, der
notwendig ist, um seinen Endbund in Eingriff mit der Aussparung im oberen Teil der
Vorform zu bringen. Wenn daher der Saugkopf in Berührung mit der Vorform gebracht
wurde, fährt er in seiner abwärts gerichteten Bewegung fort und nimmt die Vorform
mit sich, so daß diese in die Glasmasse des Vorherds oder der Drehwanne eintaucht.
Zu diesem Zweck sind die die Vorform haltenden Tragarme an einer Hülse 48 angebracht,
die über dein Gelenkzapfen der Formhälften sich befindet und eine senkrechte Längsbewegung
zuläßt. Das obere Lager 32a der Hülse ist von einem Klauenheber 47 umfaßt, der bei
47a drehbar gelagert ist und dessen anderes Ende mit einem abgeflachten Hebel 46
(Fig.3 und 7) gekuppelt ist. Dieser ist mit dem oberen Ende einer Stange 46a verbunden,
die eine Feder 43 trägt. Die ganze Anordnung ist so getroffen, daß bei einer Abwärtsbewegung
des Lagers 32a eine Schraube mit Unterlegscheibe 45 arn unteren Ende der Stange
q.6a, die Feder 43 (Fig. 7) in ihrem- Gehäuse 44 zusammendrückt. Daher kann bei
der folgenden fortgesetzten Abwärtsbewegung des Saugkopfes die Vorform in die Glasschmelze
entgegen der Kraft der Feder 43 gedrückt werden. -Innerhalb des hohlen Teiles des
Saugkopfes und nahe seinem unteren Ende befindet sich ein Unterdruckventil 49, das
von seinem Sitz zu gegebener Zeit mittels eines Ventilstößels 5o abwärts bewegt
werden kann, der im Saugkopf so angeordnet ist, daß sein oberes Ende mit- einem
Arm des Winkelhebels 51 gekuppelt ist, dessen anderer Arm über eine Verbindungsstange
5-2 mit einem Nockenliebel 53 verbunden ist, dessen unteres Ende die Nockenrolle
54 trägt, die auf dem Umfang einer Nockenscheibe 55 läuft, welche sich am oberen
Ende der Säule 3 befindet. Diese Nockenscheibe 55 ist so geformt, daß nach der Absenkung
des Saugkopfes und der Vorform und dem Eintauchen ihres unteren Endes in die Glasschmelze
die Rolle 54 die Ventilstange 5o zur Öffnung des Ventils 49 nach abwärts verschiebt.
Unter dem Ventil ist eine Feder 56 angeordnet, deren unteres Ende mit einem Mündungsdorn
57 so zusammenwirkt, daß die Öffnung des Ventils 49 die Feder 56 zusammendrückt
und den Dorn 57 zur dichten Anlage an den oberen Teil der Vorform bringt. Hierdurch
wird die obere öffnung der Vorform gegen die Aufwärtsströmung von Glas abgedichtet,
die unter der Wirkung des in der Vorform entstandenen Unterdrucks eintritt.
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Nach der öffnung des Ventils 49 und der darauffolgenden Füllung der
Form mit Glas wird der Saugkopf 33 unter der Wirkung des Nockens 34 der Nockenrolle
35, der Verbindungsstange 37, der Zahnstange 38, der Zahnbögen 39 und 4o und der
Zahnstange 40a angehoben, so weit, daß die Vorform unter der Wirkung der Feder 43
bis zur Höhe der Trennebene der Klinge 8 hochgeht. Die Abschneidebewegung ist so
eingestellt, daß sie unmittelbar nach Erreichen dieser Höhe vor sich geht, sobald
die Vorforin in geeignete. Stellung über dem Vorherd oder der Drehwanne gelangt
ist. Das Abschneiden des haftenden Glaskegels erfolgt unter der Wirkung der Nockenscheibe
iza, indem die Feder 17 (Fig.3) freigegeben wird, so daß die Zahnbögen 9, 13a, i4a,
die Welle 15 und der Klingenarm 16 die Klinge 8 über das untere Ende der Vorform
vorbeischwenken. Dabei wird das Messer in der Stellung aufgehalten, bei der eine
auf der oberen Fläche des Messers befindliche runde Aussparung 8a unterhalb und
gleichachsig mit der Vorformöffnung zu stehen kommt, nachdem das anliegende Glas
abgetrennt ist (s. Fig. z a). Die Festlegung des Messers in dieser Stellung kann
durch Einstellung der Lage der Schraube i7a auf ihrer Stange i6a erfolgen. Nach
Anlage der Aussparung 8a am unteren Ende der Vorform senkt sich der Külbel ein wenig
bis zur Ausfüllung des Aussparung. Der Saugkopf wird dann am oberen Ende der Vorform
angelüftet, und zwar durch die Wirkung der Nockenscheibe 34, der Rolle 35, der Zahnstange
38, der Zahnbögen 39 und 40 und der Zahnstange 4oa, und gleichfalls wird das Unterdruckventil
49 unter der Einwirkung der Nockenscheibe 55 geschlossen.
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In diesem Zustand ist die Vorform fertig zum Einwärtsschwenken, um
in ihre innere Kurvenbahn zurückzukehren. Die erfolgt mittels der Kurvenbahn 3a,
der Nockenrolle 4a, des Gleitstückes 5a, der_Zahnstange 6a und des Zahnbogens 7a,
der auf dem Vorformarm 2o uridrehbar gelagert ist. Mit deren Hilfe wird die beladene
Vorform in eine Stellung unterhalb eines Haltekopfes 58 gebracht, in der die Pressung
vor sich gehen soll. An einem ungefähr halbwegs zwischen der äußeren und inneren
Stellung der Vorform gelegenen Punkte gleitet die Unterseite des Abtrennmessers,
durch das das untere Ende des Külbels gestützt wird, über eine Stützschraube 59
(Fig. 1, a, 3, 5 und 7), die in einen Gegenstützarm 6o eingeschraubt ist, der eine
Winkelbewegung in waagerechter Ebene um dieselbe Achse ausführen kann, um die der
Vorformhebel --o schwenkbar ist, das ist
uni die Achse 21. Ferner
gelangt, wenn die Schraube 59 mitten unter dem Messer und der Vorform sich
befindet, ein abwärts gerichteter Bolzen 8o in Eingriff mit einer Anschlagschraube
61, die am Arm 6o gehalten ist, so daß sie mit dem Vorformarm unter den Führungskopf
58 gelangt. Dieser Kopf und der Halsforinarm 62 werden dann abgesenkt in gleichartiger
Weise, wie es bei der Moorshead-Maschine üblich ist, so daß die Arme die Aussparung
in der Oberseite der Vorform überdecken. Danach können, ebenfalls in einer der üblichen
Art ähnlichen Weise, Verschlußglieder in Stellung gebracht werden, und ein Preßdorn
63 (Fig. 2) kann durch die Halsform hindurch in die Vorform abgesenkt werden, so
daß er das Glas aufwärts in die Formen drückt und dabei gleichzeitig eine Höhlung
vom oberen Ende des Külbels her ausformt. Die Einrichtungen zum Heben und Senken
des Druckdornes können den obenerwähnten bereits bekannten oder einer Abwandlung
hiervon entsprechen, und sie können ebenfalls durch eine Nockenführung auf oder
innerhalb einer an der Mittelsäule der Maschine angeordneten Nokkenscheibe geführt
sein.
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Die weiteren Vorgänge zur Fertigstellung des Glashohlkörpers folgen
den Richtlinien, wie sie gewöhnlich bei derartigen Preßblaseinaschinen üblich sind,
und es ist daher nicht notwendig, sie nochmals im einzelnen zu beschreiben. Um jedoch
die Wirkungsweise der Maschine im ganzen klarzumachen, ist im folgenden die Reihenfolge
der Vorgänge bei der Herstellung eines Glashohlkörpers beschrieben; dabei ist es
klar, daß der Kreislauf der Vorgänge mehrere Male während einer vollständigen Umdrehung
derMaschine wiederholt wird, und zwar so oft, wie die Maschine Vorformen trägt.
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Angenommen, die Vorforrn bewege sich auf ihrer inneren Kurvenbahn
und nähert sich der Aufnahmestellung, so wird der Vorformarm 2o, der sie trägt,
auswärts oder vom Mittelpunkt der Maschine weggeschwenkt, und zwar durch die Wirkung
der Nockenrolle .1.a in ihrer Nockenbahn 3a und durch das Zusammenwirken der Zahnstange
6a und des Zahnbogens 7a. Auf diese Weise wird die Form in die Stellung über dem
Vorlierd oder der Drehwanne gebracht, die in den Fig. i und 6 mit 81 bezeichnet
ist. Ferner wird während und vermittels dieser Ausschwenkbewegung das Trennmesser
8 in die für das Abtrennen fertige Stellung gebracht, und die Messerfeder 17 wird
zu der in Fig. 3 ersichtlichen Stellung zusammengedrückt. Dies erfolgt unter dem
Einfluß des Nockens 12a, der Nockenrolle z ja und der zusammenwirkenden Teile 9,
13a und 14a. Entweder vor oder während der auswärts gerichteten Schwenkbewegung
«-erden die zwei Hälften der Vorform unter dem Einfluß der Nockenbahn 23, der Rolle
24. und der zusammenwirkenden Teile mit dem Kurbelhebel 27 und den Spreizgliedern
31 geschlossen aneinandergedrückt. Der Saugkopf 33 und der Mündungsdorn 57 gehen
dann abwärts unter dem Einfluß der Nockenrolle 35 in ihrer Führungsbahn 3.., und
sie bringen den Bund 33a zur Überdeckung mit der Aussparung im oberen Ende der Vorform.
Durch die weitere Abwärtsbewegung des Saugkopfes wird das untere Ende der Vorform
in die Glasschmelze des Vorherds oder der Drehwanne entgegen der Kraft der Feder
43 gedrückt. Das Unterdruckventil 49 wird durch das Zusammenwirken der Nokkenscheibe
55 und der Rolle 5.4 geöffnet, und die Vorform wird infolgedessen mit geschmolzenem
Glas gefüllt. Daraufhin wird infolge der Form der Nockenführung 34. durch Freigabe
der Feder 43 die Vorform und der Saugkopf vom Glas abgehoben, und zwar bis in die
Höhe der Abschneideebene. Die Nockenrolle i za fährt dann an der Scheibe r2a einwärts,
mit der Folge, daß die Trennklinge 8 quer über das untere Ende der Vorform durch
die Freigabe der zusammengedrückten Feder 17 geschwenkt und mit ihrer Aussparung
8a zur Überdeckung mit der Öffnung am unteren Ende der Vorform in Ruhe gebracht
wird. Gleichzeitig wird der Saugkopf 33 unter der Wirkung der Nockenrolle 35 vom.
oberen, Ende der Vorform abgehoben, und das Glas in ihr sinkt in die Aussparung
der Trennklinge. Der Vorformarm 2o wird nun einwärts geschwenkt, bringt die Form
auf ihre innere Kurvenbahn unter dem Einfluß der Rolle q.a, und während dieser Bewegung
wird die Abtrennklinge 8 mit der Vorforni so bewegt, daß sie mit ihrem unteren Ende
in Berührung bleibt. Auf ungefähr dem Halben Wege zwischen der inneren und äußeren
Stellung der Form kommt der Bolzen 8o zum Anschlag an die Schraube 61 auf der Gegenplatte
6o mit der Folge, daß diese ebenfalls nach einwärts mit der Vorform und der Trennklinge
geschwenkt wird und so ihr äußeres Ende in die Stellung unter dem Haltekopf 58 und
dem Preßdorn 63 gebracht wird. Der Haltekopf wird dann gesenkt, so daß er zur Überdeckung
mit der Vorform gelangt, und unmittelbar danach wird der Preßdorn in die Vorform
eingeführt, während das untere Ende des Külbels gestützt wird, so daß er das Glas
aufwärts in die Halsform verdrängt. Der Preßdorn wird dann abgehoben vom Haltekopf,
und dieser wird leicht angehoben, worauf die Vorform unter der `'Wirkung der Nockenrolle
24 und der Gleitstücke 31 geöffnet wird. Der Haltekopf wird
dann
weiter hochgezogen, um das vorgepreßte Külbel aus der Aussparung in der Abtrennklinge
herauszuheben, worauf die Nockenrolle 4Q wieder die Vorform nach auswärts in die
Stellung verbringt, bei der sie zur neuen Füllung bereit ist. In diesem Zeitraum
gelangt ein nach abwärts sich erstreckender Bolzen 85, der am Vorformarm sich befindet,
in Eingriff mit einer Anschlagschraube 64 auf der Gegenplatte 6o, um diese von unterhalb
des Külbels in die Stellung der Fig. 5 auszuschwenken, in der sie sowohl von der
Fertigform als auch von der Wanne frei ist. Die Fertigform 65 wird nun gehoben und
schließt sich in bekannter Weise um das Külbel, das an der Halsform aufgehängt ist,
woraufhin der Blaseschieber 66 in seine Arbeitsstellung gebracht und das Glas fertiggeblasen
wird.