AT85294B - Verfahren zur Gewinnung von Acetaldehyd neben Essigsäureanhydrid. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Acetaldehyd neben Essigsäureanhydrid.

Info

Publication number
AT85294B
AT85294B AT85294DA AT85294B AT 85294 B AT85294 B AT 85294B AT 85294D A AT85294D A AT 85294DA AT 85294 B AT85294 B AT 85294B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
acetic anhydride
addition
diacetate
parts
anhydride
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Usines Du Rhone Anct Gilliard
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Usines Du Rhone Anct Gilliard filed Critical Usines Du Rhone Anct Gilliard
Application granted granted Critical
Publication of AT85294B publication Critical patent/AT85294B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Gewinnung von Acetaldehyd neben Essigsäureanhydrid. 
 EMI1.1 
 Destillieren sich nach und nach zersetzt und saure Reaktion annimmt. Er hat sich aber nicht weiter um die Ursache dieser Erscheinung bekümmert. 



   Später haben Wegscheider und Spaeth (Chem. Zentralblatt,   1910,   I, S. 1422) erwähnt, dass die Zersetzung durch Chlorkalzium befördert wird. 



   Um diese Zersetzung zu erleichtern und so die Zersetzungsprodukte in grösserer Menge zu erhalten, war es naheliegend, dass   Athylidendiacetat   zu überhitzen oder aber es, statt mit Chlorkalzium, mit kräftiger wirkenden Katalysatoren zu erwärmen. 



   Dieser Weg wurde denn auch bei dem Verfahren des D. R. P. 284996 beschritten. 



  Die Überhitzung erreicht dabei 250 bis   goo",   geht aber keinesfalls unter die Siedetemperatur des Diacetats herunter, da die Katalysatoren bei Siedetemperatur des Diacetats verwendet werden. Aus dem Apparat entweicht dabei ein Gemisch von Acetaldehyd, Anhydrid und Essigsäure, das man dann trennen muss. 



   Dieses Verfahren hat erhebliche Nachteile. Die hohe Temperatur, der das Diacetat in Gegenwart von   kräftigen Katalysatoren,   wie Schwefelsäure, ausgesetzt wird, bedingt immer Nebenreaktionen und eine starke Verharzung. 



   Überdies hat man am Ende der Operation ein Destillat, bestehend aus einem Gemisch von teilweise polymerisiertem Aldehyd, Säure und Anhydrid. Die Trennung dieser Körper ist schwierig, wenn es sich um grosse Quantitäten handelt, da sich Anhydrid und Aldehyd mit Leichtigkeit wieder verbinden, besonders in Gegenwart von Spuren von Katalysatoren, wie Säu en, sauren Salzen und neutralen Salzen starker Säuren. 



   Es wurde nun gefunden. dass es möglich ist, das Diacetat quantitativ zu spalten und gleichzeitig'die Spaltungsprodukte zu trennen, wenn man das Äthylidendiacetat in Gegenwart bestimmter, geeigneter Katalysatoren (schwachen Säuren und Salzen saurer Natur, wie z. B. Metaborsäure, Sulfoessigsäure, Natriumpyrophosphat, Mononatriumorthophosphat) weit unter seinem Siedepunkt erwärmt. Es bildet sich dann ausschliesslich Aldehyd und Anhydrid ohne Verharzung   und-ohne Neben'eaktionen.   Eine Spaltung des Äthylidendiacetats unter gleichzeitiger Trennung der Spaltungsprodukte ereicht man, wenn man die Reaktionstemperatur unter dem Siedepunkt des Essigsäureanhydrids erhält. Das Acetaldehyd destilliert dann allein über und das Anhydrid bleibt zurück. 



   Durch Durchleiten eines Stromes trockner Luft kann das Abdestillieren des Aldehyds erleichtert werden. 



   Man kann natürlich die Reaktion zu Ende führen oder aber sie unterbrechen, bevor alles Diacetat zersetzt ist. Im letzteren Fall kann das gebildete Anhydrid leicht durch Fraktionieren vom Diacetat getrennt werden. 



   Die relativ niedrigen Temperaturen die man anwendet, erlauben auch, wenn ein kräftig wirkender Katalysator angewendet wird seine Wirkung durch Zusatz von geeigneten Lösungs-bzw. Verdünnungsmitteln für das Diacetat, z. B. Essigsäure oder Essigsäureanhydrid, zu   mässigen.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Es wurde weiter beobachtet, dass wenn der Katalysator weder in Diacetat noch in Anhydrid noch auch im Gemisch dieser Körper löslich ist, es sehr vorteilhaft ist, ihn in einem neutralen, bei der angewendeten Temperatur nicht flüchtigen Körper, wie hochsiedenden Kohlenwasserstoffen und Ketonen, zu lösen. 
 EMI2.1 
 gereinigt wird. Die Ausbeute ist fast theoretisch. 



     Beispiel II   : Man behandelt wie in Beispiel I ein Gemisch von 500 Teile Äthylidendiacetat und   30   Teile Mononatriumorthophosphat. Die Reaktion geht leicht bei   I300 vor   sich. Man erhält   gon/,   der Theorie an Anhydrid und fast quantitative Ausbeute an Aldehyd. 



   Beispiel III : Zu 500 Teilen   Athylidendiacetat   gibt man 35 Teile fein gepulverte   Mefaborsäure.   Unter kräftigem Rühren erhitzt man auf 100 bis I300 unter Durchleiten eines langsamen Stromes trockner Luft. Die ausströmende Luft, abgekühlt und gewaschen, gibt   zoo   Teile Aldehyd ab. Im Apparat verbleiben 230 Teile Essigsäureanhydrid und   I70   Teile unverändertes Diacetat, welche leicht durch Fraktionieren getrennt werden können. 



   Beispiel IV : In einer Retorte werden 250 Teile Äthylidendiacetat, 100 Teile Essigsäureanhydrid und 5 Teile Sulfoessigsäure gemischt. Man erhitzt auf   I25   bis 1350 und gewinnt durch Destillieren 70 Teile Aldehyd. Das zurückbleibende Anhydrid enthält keine harzigen Zusetzungsprodukte. 



   Beispiel V : 5 Teile Metaborsäure werden in der Wärme in 100 Teilen hochsiedenden Petroleums (200 bis   250") gelöste   In diese Lösung giesst man 500 Teile   Athyliden-     diacetat,   Man erwärmt ohne zu rühren auf   100   bis I300. Das Resultat entspricht dem des Beispieles III. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :   i. Verfahren zur Gewinnung von Acetaldehyd neben   Essigsäureanhydrid   durch Erhitzen von Äthylidendiacetat in Gegenwart vom Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwendung von bestimmten, geeigneten Katalysatoren (schwachen Säuren und sauren Salzen wie z. B. Metaborsäure, Sulfoessigsäure, Natriumpyrophosphat, Mononatriumorthophosphat) die Reaktionstemperatur unter dem Siedepunkt des Äthylidendiacetats gehalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i zur Spaltung des Athyliden- diacetats unter gleichzeitiger Isolierung des Acetaldehydes, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionstemperatur unter dem Siedepunkt des Essigsäureanhydrids gehalten wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Ver- wendung eines trockenen Luftstromes zum Abtreiben des Aldehyds.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch den Zusatz von Lösungs-bzw. Verdünnungsmittel, wie z, B. Essigsäure oder Essigsäureanhydrid, für das Athylidendiacetat.
    5. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i'und 2, gekennzeichnet durch den Zusatz von neutralen, bei der angewendeten Temperatur nicht flüchtigen Lösungsmitteln für den Katalysator, wie z. B. hochsiedenden Kohlenwasserstoffen und Ketonen. im Falle der Anwendung von im Reaktionsgemisch unlöslichen Katalysatoren.
AT85294D 1918-07-03 1918-07-03 Verfahren zur Gewinnung von Acetaldehyd neben Essigsäureanhydrid. AT85294B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT85294T 1918-07-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT85294B true AT85294B (de) 1921-09-10

Family

ID=3606297

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT85294D AT85294B (de) 1918-07-03 1918-07-03 Verfahren zur Gewinnung von Acetaldehyd neben Essigsäureanhydrid.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT85294B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2416177C3 (de) Verfahren zur Rückgewinnung des Schwermetall-Oxidationskatalysators aus einem Gemisch, das durch kontinuierliche Oxidation von p-Xylol erhalten worden ist
AT85294B (de) Verfahren zur Gewinnung von Acetaldehyd neben Essigsäureanhydrid.
DE492064C (de) Verfahren zur Darstellung von o-Oxydiphenyl
AT103106B (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensations- bzw. Polymerisationsprodukten des Azetylens.
DE857194C (de) Verfahren zur Herstellung von Dinitrilen aliphatischer ª‡,ªÏ-Dicarbonsaeuren
AT64815B (de) Verfahren zur Darstellung von Chinizarin.
AT64977B (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Dimethylaminobuten-3 und 1-Dimethylamino-2-methylbuten-3.
AT80633B (de) Verfahren zur Darstellung von Thymol- und XylenolpVerfahren zur Darstellung von Thymol- und Xylenolphtalein. htalein.
DE406153C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden
DE314358C (de)
DE860637C (de) Verfahren zur Herstellung schwefelhaltiger cyclischer organischer Verbindungen
DE578405C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten mit kapillaraktiven Eigenschafte
AT126375B (de) Verfahren zur Darstellung von Verbindungen mit hydrierten Ringsystemen.
EP0001383B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Thionaphthen aus Thionaphthensulfonsäure
AT123823B (de) Verfahren zur Herstellung von metallschützenden Sulfierungsprodukten für Bäder zum Beizen von Metallen, insbesondere von Eisen und Stahl.
AT225704B (de) Verfahren zur Herstellung von Phthalsäuredichlorid
DE1468869C (de)
DE706095C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrrol bzw. seinen Substitutionsprodukten
DE2118702B2 (de) Verfahren zur Di- und Trimerisierung von ungesättigten Fettsäuren
AT11344B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichem Kampfer.
AT96518B (de) Verfahren zur Herstellung von Amidocymol.
DE548188C (de) Verfahren zur Herstellung unmittelbar fuer technische Zwecke verwendbarer Produkte aus den Hydrierungsprodukten von Kohlenoxyden
DE571362C (de) Verfahren zur Herstellung von Essigsaeureanhydrid
DE890951C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Adiponitril
AT63818B (de) Verfahren zur Darstellung von reinem Meta-Kresol.