AT82776B - Pneumatischer Schützenantrieb für Webstühle. - Google Patents

Pneumatischer Schützenantrieb für Webstühle.

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Pneumatic Loom Syndicate Ltd
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  Pneumatischer Schützenantrieb für Webstühle. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft einen pneumatischen Schützenantrieb für Webstühle, d. h. eine Vorrichtung, bei welcher der Schützen mittels Druckluft durch das Fach hindurchgetrieben wird. 



   Es ist schon vorgeschlagen worden, bei Webstühlen den   Schützen   mittels Druckluft durch das Fach hindurchzutreiben. Man hat dazu einen Zylinder und einen Kolben benutzt, der, vom Webstuhl mittels Räder-oder Nockengetriebe angetrieben, einerseits Luft im Zylinder unter Druck setzt, um die Schützenausfahrt zu bewirken, und andrerseits bei Ankunft des Schützens am anderen Ende der Bahn auf denselben im dortigen Schützenkasten eine Saugwirkung ausübt, um ihn in denselben ganz hineinzuziehen und ihn in dieser Stellung   6is   zum nächsten Antrieb durch eine Sperrung, festlegen zu lassen.

   Bei diesen sowie anderen pneumatischen Schützentreibvorrichtungen stösst man infolge der beim Weben sich ergebenden Veränderung des Gewichtes des Schützens bzw. seiner Ladung auf gewisse Schwierigkeiten, um den Schützen nach jedem Antrieb in die gleiche richtige Endstellung im Schützenkasten gelangen zu lassen ; der Schützen wird nämlich in der Regel nur dann seine richtige Endstellung einnehmen, wenn er voll beladen ist, dagegen wird er, wenn die Schussspule zu Ende geht, zumeist nicht mehr seine richtige Endstellung erreichen können. 



   Der pneumatische Schützenantrieb gemäss der Erfindung soll derartige Schwierigkeiten vermeiden. Er besitzt zwar auch eine zur Schützenbewegung dienende Luftdruck-und
Saugvorrichtung, diese wirkt aber gemäss der Erfindung vermöge eines ihr zugeordneten
Triebwerkes mit dem Schützen derart zusammen, dass der Schützen beim Eintritt in den
Schützenkasten durch ein Luftkissen abgebremst, dann in den Schützenkasten eingesaugt, hier durch Saugwirkung festgehalten und schliesslich durch hinter ihm hervorgebrachte plötzliche Drucksteigerung der Luft aus dem Schützenkasten heraus durch das Fach getrieben wird. 



   Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. 



     A   ist ein Schützenkasten in Form eines wagrechten Rohres, das an einem Ende offen, am anderen durch eine Röhre B mit dem Zylinder Cl einer Luftpumpe C verbunden 
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 Hebel D'angekuppelt ist. Letzterer ist bei   D2   schwingbar gelagert, und trägt eine Laufrolle D3, die in einer Kurvennut EI einer Triebscheibe E läuft. Die Triebscheibe E wird von einer Welle des Webstuhles angetrieben. Die Nut Ei der Triebscheibe E hat eine besondere Ausbildung ; auf einem Teil ihrer Länge ist sie spiralförmig, auf einem daran anschliessenden fast kreisbogenförmig ausgebildet und an einer Stelle besitzt sie eine Einbuchtung nach einwärts.

   Begreiflicherweise sind ähnliche Organe wie die soeben für eine Webstuhlseite beschriebenen auch auf der anderen Webstuhlseite angeordnet, jedoch mit der Abänderung, dass die beiden Triebscheiben E um   1800   zueinander versetzt sind. 



   Wenn die Teile die in der Zeichnung angegebene Stellung einnehmen, liegt der rohrförmige Schützen S an einem Anschlagpuffer Al an, der beim inneren Ende des Schützen- 

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 kastenrohres   A   vorgesehen ist, und der Kolben C2 im Zylinder Cl ist unter dem Antrieb der Triebscheibe E eben im Begriffe über die untere Totpunktlage hinweg emporzugehen, während das Rietblatt (nicht gezeichnet) den eingetragenen Schuss an das Gewebe anschlägt. 



   Wenn die Triebscheibe E sich in der eingezeichneten Pfeilrichtung dreht, wird der Hebel D1 aus seiner unteren Stellung, wo die   Rolle D   auf dem Triebscheibenradius 1 steht, im Verlauf der Drehung der Triebscheibe um etwa 430, wo die Rolle   D3   auf den Radius 2 zu stehen kommt, in verhältnismässig rascher Bewegung emporgeführt, der Kolben C2 rasch gehoben und durch die auf diese Weise im Zylinder C1 plörzlich zusammengepresste Luft   der Schützen S   aus dem Schützenkastenrohr   A   herausgejagt, um durch das Fach   hirdurchzulaufen.   Der Kolben   C2   langt schliesslich in der oberen Totpunktstellung an und bewegt sich sodann wieder nach abwärts. Das Rietblatt ist schon vorher in seine rückwärtige Stellung zurückbewegt worden. 



   Bei weiterer Drehung der Triebscheibe E-um ungefähr 2450 kommt die Rolle   D3 des   Triebhebels D1 auf den Radius 3 zu liegen, während der Kolben C2 langsam in die mittlere Hubstellung niedergeht, wo er für eine Weile zur Ruhe kommt. 



   Während einer nächsten Winkeldrehung der Triebscheibe E um etwa   go",   an deren Ende die Hebelrolle   D   auf den Radius   4   zu stehen kommt, bleibt der Kolben C2 unverrückt stehen. Während dieser Periode kommt der Schützen, der in der. Zwischenzeit von der anderen Seite her einen Antriebsimpuls erfah'en hat, in dem   SchützenkastenrohrA   an, begegnet darin einer ruhenden Luftsäule, die, ein Luftkissen bildend, ihn allmählich abbremst und ihn in einer im wesentlichen von dem Schussspulenvorrat abhängigen Stellung im Rohr   A   zur Ruhe kommen lässt. Mittlerweile bewegt sich das Rietblatt vorwärts zum Anschlag des neu eingelegten Schusses. 



   Die weitere Drehbewegung der Hubscheibe E bringt schliesslich die Rolle   D3   wieder auf den Scheibenradius 1, der Kolben C2 geht   in'verhältnismässig   rascher Bewegung aus seiner Mittelstellung in die untere Endstellung herab und übt eine Saugwirkung auf den Schützen   A   aus, der auf diese Weise an den Puffer A1 herangezogen und daran zurückgehalten wird, so dass er vor Zurückschnellen bewahrt bleibt, bis das Arbeitsspiel von neuem beginnt. 



   Während die Triebscheibe E an der Rolle   D3   des Hebels   D1 sich   von der Stellung 2 in die Stellung 3 dreht, durchläuft natürlich die Triebscheibe auf der entgegengesetzten Stuhlseite die entsprechenden Stellungen über 3,   4,   1 und 2. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   i.   Pneumatischer Schützenantrieb für Webstühle, dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Schützenbewegung dienende Luftdruck-und Saugvorrichtung (C) vermöge eines ihr zugeordneten Triebwerkes (E,   D   mit dem Schützen derart zusammenwirkt, dass der Schützen beim Eintritt in den Schützenkasten durch ein Luftkissen abgebremst, dann in den Schützenkasten   eingesàugt,   hier durch Saugwirkung festgehalten und schliesslich durch hinter ihm hervorgebrachte plötzliche Drucksteigerung der Luft aus dem Schützenkasten heraus durch das Fach getrieben wird.

Claims (1)

  1. 2. Pneumatischer Schützenantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdruck-und Saugvorrichtung auf jeder Stuhlseite in einer Kolbenpumpe (C) besteht, deren Kolben (C2) von einer umlaufenden Triebscheibe (E) derart bewegt wird, dass er vor jedem die Schützenausfahrt bewirkenden Druckvorgang zunächst zur Bildung eines Luftkissens für den einlaufenden Schützen eine Weile still steht und erst dann unter Ausübung einer Saugwirkung auf den Schützen rasch zurückgeht, um schliesslich die Drucksteigerung zur Schützenausfahrt herbeizuführen.
AT82776D 1916-10-04 1917-09-27 Pneumatischer Schützenantrieb für Webstühle. AT82776B (de)

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