AT82732B - Verfahren zur Freimachung verlegter Bohrlöcher bei Tiefbohrungen. - Google Patents

Verfahren zur Freimachung verlegter Bohrlöcher bei Tiefbohrungen.

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  Verfahren zur Freimachung verlegter Bohrlöcher bei Tiefbohrungen. 



   Bei der Tiefbohrung auf Petroleum, Wasser oder Mineralien irgendwelcher Art kann es vorkommen, dass durch Bruch der Bohrwerkzeuge das Bohrloch durch Gegenstände aus Eisen oder Stahl versperrt wird, die nicht entfernt werden können und die Fortsetzung der Bohrung verhindern. 



   Das Verfahren der vorliegenden Erfindung vertolgt nun den Zweck, in solchen Fällen das Bohrloch wieder frei zu machen. Zu diesem Zwecke wird das Bohrloch zunächst ausgetrocknet und dann auf den Boden desselben in geeigneter Weise entweder offen als Pulver oder in Paketen, die beispielsweise zylindrische Form besitzen, Thermit oder eine andere ähnliche Mischung eingeführt, welche in der üblichen Weise entzündet wird. D ese Entzündung kann auch noch oben an der Erdoberfläche vor sich gehen bevor das Thermit in das Bohrloch eingeführt wird. Infolge der   Wärmeeinwirkung   bringt das Thermit den Metallgegenstand, mit dem es in Berührurg kommt, zum Schmelzen. 



   Bevor das Thermit eingeführt wird oder gleichzeitig oder auch mit demselben vermischt, wurden bzw. werden aut den Boden des Bohrloches Substanzen gebracht, welche bei ihrer Vereinigung mit dem geschmolzenen Eisen demselben die Eigenschaft der Zerbrechlichkeit verleihen. Diese Substanzen sind die gleichen, welche in der Metallurgie als schädlich für die guten mechanischen Eigenschaften des Stahles bekannt sind, wie beispielsweise Phosphor, Schwefel, Kohlenstoff und auch Silicium (dieses letztere aber nur   unter den im folgenden angeführten Bedingungen).   Eine oder mehrere dieser Stoffe werden in geeigneter Form eingeführt, der Schwefel beispielsweise in Form von Eisensulfid in Stücken oder als Pulver, der Phosphor als Phosphat mit einem reduzierenden Zuschlag, z. B. mit Kokspulver vermischt ; der Kohlenstoff in Form von Spiegeleisen oder weissem Guss.

   Was das Silicium betrifft, so kann man es zwar als metallisches Silicium beifügen, jedoch wird es im Gegensatz zu den anderen Stoffen in grossen Mengen verwendet, damit sich zerbrechliches Ferrosilicium bilden kann ; würde es nur in geringen Mengen angewendet werden, so ergäbe sich die gegenteilige Wirkung, indem es den Stahl reinigen würde. 



   Infolge der durch das Thermit entwickelten Hitze schmilzt das Eisen ; und die Stoffe, welche ihm die Zerbrechlichkeit verleihen sollen, legieren sich mit ihm, so dass dann mittels der Stossbohrmaschinen oder der Rotationsbohrmaschinen die ganze aus der Reaktion hervorgegangene Masse infolge der eingetretenen chemischen Veränderung leicht zerbröckelt und auf diese Weise das Bohrloch freigemacht werden kann. 



   Es ist klar, dass man an Stelle des Thermits (bekanntlich eine Mischung aus fein verteiltem Aluminium und Eisenoxyd oder Eisen) auch andere Mischungen verwenden kann, welche einen erheblichen thermischen Effekt erzeugen ; so kann man an Stelle des Eisenoxyds oder auch neben diesem Bariumsuperoxyd oder auch ein Oxyd oder Superoxyd irgendeines Metalles und anstatt des Aluminiums Silicium oder eine Legierung von Aluminium und pulverisiertem Calcium verwenden. 



   Im Falle eine einzige Operation nicht genügen sollte, um die ganze, das Bohrloch versperrende metallische Masse in ein leicht brüchiges Material zu   verwandeln,, zertlümmert   und entfernt man zunächst den umgewandelten Teil und wiederholt den Vorgang für den noch nicht umgewandelten Teil,

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Freimachen von durch Eisenzeug versperrten Bohrlöchern bei Tiefbohrungen, dadurch gekennzeichnet, dass mittels Thermit oder einer ähnlichen Mischung das das Bohrloch versperrende Eisenstück möglichst stark erhitzt wird, während gleichzeitig mit ihm Stoffe, wie Phosphor, Schwefel, Kohlenstoff, Silicium, in Berührung gebracht werden, EMI2.1
AT82732D 1914-07-29 1914-07-29 Verfahren zur Freimachung verlegter Bohrlöcher bei Tiefbohrungen. AT82732B (de)

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