AT158764B - Verfahren zur Herstellung von weißem Portlandzement. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von weißem Portlandzement.

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Otto Dr Ing Schwachheim
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  Verfahren zur Herstellung von weissem Portlandzement. 



   Es sind bereits eine Reihe von Vorschlägen gemacht worden, um aus gefärbten Rohstoffen, z. B. solchen Rohstoffen, die Natriumverbindungen oder Eisen enthalten, Zement von weisser Farbe herzustellen. Man hat beispielsweise vorgeschlagen, die Klinker nach der Sinterung mit Kohlensäure zu behandeln, um dadurch die färbende Natriumverbindungen zu zerstören. Man hat weiterhin vorgeschlagen, die im Rohprodukt enthaltenen Eisenoxyd zu Metall zu reduzieren, und dieses dann aus dem grob vermahlenen Rohprodukt durch Magnete abzuscheiden. Auch ist es bekannt, den Eisengehalt der Rohstoffe dadurch unschädlich zu machen, dass man dem Rohprodukt, z. B. Phosphate oder Borate zusetzt, damit diese mit den färbenden Bestandteilen des Rohproduktes zur farblosen
Schmelze sich vereinigen.

   Endlich kennt man Verfahren, die darauf beruhen, durch Zusatz geeigneter Chlor abspaltender Stoffe das Eisen in eine flüchtige Chlorverbindung umzuwandeln. Als solche Stoffe wurden bisher Metallchloride oder Salzsäure verwendet. Die zumeist verwendeten Chloride, wie NaCl,   Kd,     CaCIj :, sind jedoch in der Praxis   nicht brauchbar,   einmalweil sieh die Chlorkomponente verflüchtigt,   ehe sich das Eisen mit ihr zu   Eisenehlorid   verbinden konnte, wie dies im besonderen für NaCl und   KCI   gilt, zum andern spaltet sich, z. B. beim   CaCl :,   das Chlor erst bei so hoher Temperatur ab, bei der das Rohmaterial bereits sintert.

   Das hat zur Folge, dass sich die Eisenbestandteile nicht mehr mit dem Chlor verbinden und infolgedessen in dem gesinterten Material bleiben und damit dem Zement die unerwünschte Farbe verleihen. Die bereits bekannte Verwendung von Chlorzink ist deshalb für die Praxis nicht brauchbar, weil es so teuer ist, so dass es aus wirtschaftlichen Gründen ausscheidet. Ausserdem beeinflusst das Chlorzink die Abbindefähigkeit des Zementes ungünstig, so dass es keine wirtschaftlich brauchbare Lösung des gestellten Problems darstellt. Der Verwendung von Salzsäure steht in der Praxis die Tatsache entgegen, dass diese teils sofort verdampft, ohne eine Wirkung auszuüben, und dass sich gleichzeitig teils   CaCl2   bildet, dessen Nachteile bereits gekennzeichnet wurden. 



   Diesem Bekannten gegenüber besteht nun die Erfindung darin, dem Rohmaterial als Chlor abspaltender Stoff Chlorkalk zuzusetzen, und das Gemisch dann in bekannter Weise in einer reduzierenden Atmosphäre bis zum Sintern zu erhitzen und unter Luftabschluss abzukühlen. Es ist auch möglich, das Rohgut mit Chlorgas vorzubehandeln. Auf diese Weise wird erreicht, dass der Gehalt an Eisenverbindungen, der ja bekanntlich die Färbung des Klinkers hervorruft, in Chlorverbindungen überführt und diese verflüchtigt werden. Dies Verfahren hat den grossen Vorteil, dass der Chlor abspaltende Stoff wohlfeil und leicht zugänglich ist. Die nach diesem Verfahren hergestellten Klinker bzw. der daraus hergestellte Zement, zeichnen sich durch ein schönes, reines Weiss aus, welches bisher durch keines der bekannten Verfahren erreicht wurde.

   Man kann dem Rohmaterial ein beliebiges Flussmittel zusetzen, es ist jedoch bei der erfindungsgemässen Verwendung von Chlorkalk nicht unbedingt erforderlich. Das Brennen geht leicht und einwandfrei vor sich und Fehlproben sind so gut wie ausgeschlossen. 



   Ausführungsbeispiel :
Es wird ein Rohmaterial mit einem Gehalt von 75% kohlensaurem Kalk durch Mischen und Mahlen von Sand, Ton und Kalk hergestellt. Diesem Rohmaterial kann gleichzeitig eine geringe Menge eines Flussmittel (Flussspat rund   2%)   zugesetzt werden. Es ist dies jedoch nicht unbedingt erforderlich. 



  Darauf wird das Rohmaterial mit zirka 2-5% Chlorkalk vermischt, mit etwas Wasser angefeuchtet, granuliert und in reduzierender Atmosphäre normal gebrannt. Der hiebei erhaltene, unter Luftabschluss gekühlte Klinker ist rein weiss. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von weissem Portlandzement durch Zusatz von freies Chlor abspaltenden Stoffen zu dem Rohmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatz Chlorkalk beigemischt wird und das Gemisch in bekannter Weise in reduzierender Atmosphäre bis zum Sintern erhitzt und unter Luftabschluss abgekühlt wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von weissem Portlandzement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohmaterial mit Chlorgas vorbehandelt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1025316B (de) * 1954-06-17 1958-02-27 Dyckerhoff Portland Zementwerk Verfahren zur Herstellung eines weissen Portlandzement-Klinkers

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1025316B (de) * 1954-06-17 1958-02-27 Dyckerhoff Portland Zementwerk Verfahren zur Herstellung eines weissen Portlandzement-Klinkers

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