AT133742B - Verfahren zur Herstellung von weißem Zement aus gefärbten, z. B. eisenhaltigen Rohstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von weißem Zement aus gefärbten, z. B. eisenhaltigen Rohstoffen.

Info

Publication number
AT133742B
AT133742B AT133742DA AT133742B AT 133742 B AT133742 B AT 133742B AT 133742D A AT133742D A AT 133742DA AT 133742 B AT133742 B AT 133742B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
raw materials
cement
colored
production
iron
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Miag Muehlenbau & Ind Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Miag Muehlenbau & Ind Ag filed Critical Miag Muehlenbau & Ind Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT133742B publication Critical patent/AT133742B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/38Preparing or treating the raw materials individually or as batches, e.g. mixing with fuel
    • C04B7/42Active ingredients added before, or during, the burning process
    • C04B7/421Inorganic materials
    • C04B7/425Acids or salts thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von weissem Zement aus gefärbten, z. B. eisenhaltigen Rohstoffen. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von weissem Portlandzement aus gefärbten, z. B. eisenhaltigen Rohstoffen, nach dem es im Gegensatz zu den bekannten Verfahren   möglich   ist, grosse Mengen Zement billig zu erzeugen. Es ist bekannt, weissen Zement aus eisenfreien Rohstoffen herzustellen unter Verwendung von Flussmitteln, wie Calcium-Fluorid, Borsäure od. dgl., um den Sinter- punkt der Rohstoffe   herabzudrucken.   Es ist ferner nicht neu, bei der Herstellung von weissem Zement aus gefärbten, z. B. eisenhaltigen Rohstoffen diesen Kryolith hinzuzufügen, der bei der Erhitzung das in den Ausgangsstoffen enthaltene Eisen in Ferro-Fluorid und Ferri-Fluorid umwandelt. Diese EisenFluoride verflüchtigen sich bei einer Temperatur, die angeblich unter der Sintertemperatur des Zement-   rohmehles liegt.

   Mit diesen bekannten Verfahren lassen sieh nur geringe Mengen der Eisenverunreinigungen   aus den Rohstoffen herausbringen, da das Alkali des Kryoliths im gesinterten Zement zurückbleibt und die Festigkeitseigenschaften des herzustellenden Zementes ungünstig beeinflussen würde. Es ist weiter bekannt, zu den gewöhnlichen, zur Zementherstellung verwendeten eisenhaltigen Rohmaterialien Chlorcalcium hinzuzusetzen und auf die hocherhitzte Masse Wasserdampf einwirken zu lassen. Durch die   Metallhalogenverbindung   wird das Eisen in   Eisenehlorid   umgewandelt, das mittels Wasserdampf ausgetrieben wird. Zur Überführung des Eisens in eine farblose   Schmelze   kann das C'hlorcaiciulll nicht dienen. 



  Es sind auch Verfahren zur Herstellung von   Sehmelzzement   nicht neu, bei denen man zum   Herauslösen   von   überschüssiger   Kieselsäure Flusssäure oder Flussspat und Schwefelsäure hinzusetzte. Weissen Zement erhält man durch   diesesVerfahren aus eisenhaltigenRohstoffen nicht.   Die Herstellung von   Schmelzzement   hat man bisher auch in der Weise ausgeführt, dass man die Zementrohstoffe reduzierend gebrannt hat und das entstehende Eisen durch magnetische Scheidung entfernte. Auch dieses Verfahren ergibt keinen weissen Zement, da die Reduktion nicht quantitativ, sondern nur teilweise vor sich geht. 



   Das neue Verfahren besteht darin, dass man dem   Rohmehl   solche Stoffe, z. B. Caleiumfluorid, Phosphate oder Borate, zusetzt, die mit seinen färbenden Bestandteilen beim Erhitzen farblose oder nur schwach gefärbte Schmelzen ergeben. Diese Schmelzen entstehen meistens weiter unter der Sintertemperatur des Klinkers, so dass die färbenden Bestandteile bereits gebunden sind und keine gefärbten   Ferrate   oder Silikate mehr bilden können, wenn die Rohstoffe zusammensintern. Die hiebei entstehenden elfenbeinfarbigen bis schwach gelblichen Klinker werden dann zu Zement verarbeitet. Man kann die Rohstoffe mit den Zusatzstoffen auch völlig schmelzen, dann granulieren und in bekannter Weise weiter behandeln.

   Die Zusatzstoffe, deren Menge dem Gehalt an färbenden Bestandteilen des Rohmehls entsprechen muss, sind so gering, dass die Eigenschaften des hergestellten Zementes darunter nicht leiden. 



  Die Zusatzstoffe können auch miteinander gemischt Verwendung finden. Fügt man zu dem Rohmehl, was bei der Herstellung von Schmelzzement an sich bekannt ist, ausserdem noch reduzierende Stoffe hinzu, oder erhitzt man es in einer stark reduzierend wirkenden Brennzone, so werden die färbenden Eisenoxyde zu Metall reduziert, das dann leicht auf trockenem Wege, z. B. mit Hilfe eines Magneten, von dem fertigen Zement getrennt werden kann. Beispielsweise vermischt man Rohmehl mit Koks, Flussspat und Borax. Nach dem reduzierenden Brennen werden die Klinker zweckmässigerweise zunächst grob vermahlen und das entstandene Eisen durch einen Magneten herausgesucht. Darauf erfolgt dann die Feinmahlung und die völlige Entfernung der Eisenteilehen abermals durch einen Magneten. 



   Nach dem neuen Verfahren lassen sich   natürlich   auch die eisenhaltigen Rohstoffe des Zementes für sich behandeln, was dann vorteilhaft ist, wenn es sich um einen Rohstoff für den Zement handelt, der besonders stark durch Eisen verunreinigt ist. Die Entfernung der Eisenverunreinigungen aus einem 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 andern Rohstoffen zusammenbringt. 



   Es ist zweckmässig, die den Rohstoffen zugesetzten und mit den färbenden Bestandteilen der Rohstoffe beim Erhitzen farblose Schmelzen bildenden Stoffe in solchen Mengen zuzusetzen, dass sie ausserdem auch noch den   Sinter- bzw. Schmelzpunkt der Klinker herabdrücken.   Es ist bei der Herstellung von Zement bekannt, zu den Rohstoffen wasserlösliche Fluoride vor dem Brennen hinzuzusetzen, die mit den Zementrohstoffen eine Verbindung eingehen und dann beim Brennen eine Herabsetzung des Schmelzpunktes der Klinker herbeiführen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von weissem Zement aus gefärbten, z. B. eisenhaltigen Rohstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man den Rohstoffen solche Stoffe, wie Calciumfluorid, Phosphate, Borate u. dgl. zusetzt, die mit den färbenden Bestandteilen der Rohstoffe beim Erhitzen farblose oder nur schwach gefärbte Schmelzen ergeben.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zu dem Rohmehl sowohl Flussspat als auch Borax zusetzt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das Rohmehl mit den Zusatzstoffen, gegebenenfalls unter Zusatz von Koks, reduzierend brennt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Rohstoffe für den Zement EMI2.2
AT133742D 1928-10-11 1928-10-11 Verfahren zur Herstellung von weißem Zement aus gefärbten, z. B. eisenhaltigen Rohstoffen. AT133742B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT133742T 1928-10-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT133742B true AT133742B (de) 1933-06-10

Family

ID=3637971

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT133742D AT133742B (de) 1928-10-11 1928-10-11 Verfahren zur Herstellung von weißem Zement aus gefärbten, z. B. eisenhaltigen Rohstoffen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT133742B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1025316B (de) * 1954-06-17 1958-02-27 Dyckerhoff Portland Zementwerk Verfahren zur Herstellung eines weissen Portlandzement-Klinkers

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1025316B (de) * 1954-06-17 1958-02-27 Dyckerhoff Portland Zementwerk Verfahren zur Herstellung eines weissen Portlandzement-Klinkers

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2842673A1 (de) Leichter, poroeser zuschlagstoff und verfahren zu seiner herstellung
DE619129C (de) Verfahren zur Gewinnung von Tonerde
DE2308851B2 (de) Verfahren zur Herstellung von hydratationshärtendem Material aus Stahlerzeugungshochofenschlacke
AT133742B (de) Verfahren zur Herstellung von weißem Zement aus gefärbten, z. B. eisenhaltigen Rohstoffen.
DE425890C (de) Verfahren zur Verwertung von haeuslichen und gewerblichen Abfaellen, insbesondere Muell
DE500427C (de) Verfahren zur Herstellung von weissem Zement aus gefaerbten, z.B. eisenhaltigen Rohstoffen
DE665033C (de) Verfahren zur Herstellung von glasigen Thomasschlacken mit hohem Gehalt an ammoncitratloeslicher Phosphorsaeure
DE659218C (de) Feuerfester Baustoff
AT130224B (de) Verfahren zur Herstellung von hochfeuerfesten Produkten aus natürlichen Magnesiumsilikaten.
DE617305C (de) Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesia und von feuerfesten Massen, die Sintermagnesia enthalten
DE767579C (de) Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesia
AT153208B (de) Feuerfestes Erzeugnis.
DE2133469C3 (de) Halbstarres feuerfestes Isoliermaterial und Verfahren zu seiner Herstellung
AT118623B (de) Verfahren zur Gewinnung von Tonerdeschmelzzement und phosphorhaltigen Gasen.
DE741142C (de) Verfahren zum Herstellen von keramischen Zuendkerzenisolatoren
AT92887B (de) Verfahren zur Gewinnung von schwefliger Säure und Zement aus Gips.
AT133515B (de) Verfahren zur Herstellung hochfeuerfester Produkte aus natürlichen Magnesiumsilikaten.
DE881477C (de) Verfahren zum Herstellen hochfeuerfester Silikaerzeugnisse
DE679866C (de) Verfahren zur Herstellung von keramischen Glasuren, Glaesern oder Emails
DE495874C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Phosphor oder Phosphorsaeure und nutzbarer Schlacke
DE591747C (de) Verfahren zur Herstellung von hochfeuerfesten Produkten
DE663459C (de) Verfahren zur Herstellung eines Phosphatduengemittels
DE476849C (de) Verfahren zur Herstellung eines farbigen Portlandzementes
DE686569C (de) Verfahren zur Herstellung feuerfester Erzeugnisse aus Magnesiumorthosilikat oder magnesiumorthosilikathaltigen Stoffen
AT151965B (de) Aus magnesiumorthosilikatreichem Material, insbesondere Olivin, und Zusatzstoffen bestehender Baustoff, insbesondere für die Verwendung als Mörtel.