DE767579C - Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesia - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesia

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DE767579C DEN36662D DEN0036662D DE767579C DE 767579 C DE767579 C DE 767579C DE N36662 D DEN36662 D DE N36662D DE N0036662 D DEN0036662 D DE N0036662D DE 767579 C DE767579 C DE 767579C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2/00Lime, magnesia or dolomite
    • C04B2/10Preheating, burning calcining or cooling
    • C04B2/104Ingredients added before or during the burning process

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesia Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesia durch Brennen von magnesiahaltigem Gut in Gegenwart von Calciumferrit, darin bestehend, daß eine Mischung gebrannt wird, welche außer dem magnesiahaltigen Material nicht mehr als 3% Kieselsäure und außerdem Kalk und Eisenoxyd in solchen Mengen enthält, daß sie ausreichen, um die Kieselsäure zu Dicalciumsilicat und das Eisenoxyd zu Calciumferrit zu binden, Letzteres verbleibt als' ständiges vorherrsehendes Bindemittel zwischen den Periklaskörnern.
  • Man hat bereits yorgeschlagen, Sintermagnesia durch Brennen eines Versatzes herzustellen, der außer dem magnesiahaltigen Material Eisenoxyd und Kalk enthält, wobei jedoch ein so geringer Anteil an Kalk verwendet wird, daß ein Magnesiumferritpradukt erhalten wird, während gemäß der Erfindung als Endresultat das Calciumferrit erhalten wird. Dieses Produkt ist sowohl seinem Aussehen nach als auch hinsichtlich seiner allgemeinen Eigenschaften vollständig verschieden von dem Erzeugnis des bekannten Verfahrens. Es ist weit besser geeignet beispielsweise zur Herstellung eines Ofenfutters als das Magnesiumferritprodukt des bekannten, Verfahrens. Es ist härter und stärker und widersteht dem Angriff der Schlacke besser als das Mägnesiumferritprädukt.
  • Magnesit ist so schwer schmelzbar, daß, wenn er in reiner körniger Gestalt als Ofenr futter verwendet wird, keine zur Verfügung stehende Temperatur genügend ist, um ein Zusammensintern der Körner zu bewirken. Werden nun gemäß früheren Vorschlägen Stoffe hinzugefügt, welche Magnesiumferrit bilden, so werden wohl die Körner zusammengesintert, aber es ist dann hierfür eine höhere Temperatur erforderlich, als sie durchgängig in den betreffenden Öfen zur Verfügung steht. Wird beispielsweise ein solcher körniger Stoff als Futter von Io cm Dicke in einen offenen Herdofen eingebracht, so würde es einer Temperatureinwirkung von sehr vielen Stunden Dauer bedürfen, um eine hinreichende Sinterung der Körner herbeizuführen und selbst dann würde die Masse noch so porös sein, daß Schlacke eindringen könnte. Da also ein solches Futter unzureichend dicht und unzureichend verfestigt sein würde, so würde es bei der Stählherstellung in einem so ausgebildeten Ofen schnell angefressen werden.
  • Demgegenüber wird durch die Erfindung ein Futter für offene Herdöfen geschaffen, welches sehr schnell verwendungsfähig ist, obwohl die Temperaturen an sich nicht ausreichen, um Magnesit, wie solcher bisher verwendet wurde, genügend zusammenzusintern. Bei dem nach dem neuen Verfahren hergestellten Erzeugnis ist ein genügend vorherrschender Anteil an Kalk vorhanden, um eine Reaktion herbeizuführen, die Calciumferrit ergibt. Während bei bekannten Verfahren Magnesiumferrit das Bindemittel bildete, ist dies also jetzt das Calciumferrit mit dem Ergebnis der oben erläuterten Vorteile.
  • Das neue Ofenfutter ist wegen seiner größeren Dichtigkeit, des Fehlens jeglicher Porosität und seiner Verfestigung weniger einem Eindringen von Schlacke und einem mechanischen Anfressen bei der Stahlerschmelzung ausgesetzt. Es ist auch widerstandsfähiger gegen chemische Angriffe als ein durch Magnesiumferrit gebundener Magnesit.
  • Benutzt man bei dem neuen Verfahren künstliche Flußmittel, so müssen die Verunreinigungen, die bereits im Magnesit oder künstlichen Magnesiaprodukt enthalten sind, berücksichtigt und es muß auf ihre Wirkung Rücksicht genommen werden. Freies Magnesiumoxyd oder Periklas ist wegen seiner hohen Schmelztemperatur (Feuerfestigkeit) und seiner geringen Löslichkeit in basischen Silicatschmelzflüssen der wertvollste Bestandteil dieses Typs von feuerfesten Stoffen. und der Flußmittelzusatz sollte deshalb so sein, daß er nicht nur einen hohen Sinterungsgrad herbeiführt bzw. eine starke Sinterfähigkeit, sondern auch eine weitgehende Konzentration an freiem Mg0 (Periklas) als des hauptsächlichen und feuerbeständigsten Bestandteils sichert.
  • Eisenoxyd, Aluminiumoxyd und Silicium dioxyd sind getrennt oder in Kombination bisher in erheblichem Umfang verwendet worden, um feuerfeste Stoffe auf Magnesitbasis nach Austreibung des Kohlendioxyds zu binden. Die Verwendung dieser Oxyde in solchen Mengen, daß sie sich mit nur einem Teil des freien MgO verbinden, hat im allgemeinen ein unvollständig geschwundenes und unvollständig umgesetztes Produkt ergeben. Der Grund hierfür ist in der Tatsache zu erblicken, daß die Mineralien, die durch die Reaktion von Fee 03, A1203 und Si O, mit 3,Mg0 erzeugt werden, verhältnismäßig unschmelzbare Produkte sind, deren Schmelztemperaturen viel höher sind als diejenigen, die in üblichen Ofen erzielt werden. Die Tatsache, daß ein hochgradiges feuerfestes Magnesiterzeugnis einen hohen Anteil an freiem Magnesiumoxyd (Periklas) enthalten sollte, bedingt eine enge Begrenzung in der Wahl von Flußmittelverbindungen und die Flußmittel sollten ungewöhnlich wirksam hinsichtlich der Erzeugung eines bei niedrigen Temperaturen wirk-Samen Bindemittels sein, welches gleichzeitig sich in chemischem Gleichgewicht mit dem Mg O befindet.
  • Die Magnesiaverbindungen, die sich durch Reaktion mit A1203, Fee 03 und Si 02 bilden und die im Gleichgewicht mit Mg O sein können, sind Mg0 - Al203 (Spinell) mit einer Schmelztemperatur von 2135°C bzw. Mg O Fe203 (Magnesiumferrit) mit einer Schmelztemperatur von etwa i 8oo ` C bzw. 2 Mg O SiOz (Forsterit) mit einer Schmelztemperatur von iSgov C. Eisenoxyd geht auch eine feste Lösung mit Periklas ein, ist aber nicht sehr wirksam für das Herabdrücken der Schmelztemperatur. Spinell und 1-lagnesiumferrit können gleichzeitig in demselben feuerfesten Erzeugnis nicht auftreten, da sie Endglieder der Spinellreihe sind und leicht auskristallisieren, um einen Spinell zu bilden, der von einer Zusammensetzung ist, die zwischen der des Magnesiumferrit und der des Spinells liegt. Wird die Kieselsäure als Flußmittel benutzt oder wird sie als @'erunreinigung im Magnesit vorgefunden, so bildet sie beim Erhitzen Forsterit, der sich in große Kristallgruppen zerlegt, so daß das feuerfeste Produkt ungleichförmig und leicht spaltbar wird.
  • Ein geeignetes Bindemittel für feuerfeste Magnesiterzeugnisse oder Magnesia ist ein solches, welches bei niedriger Temperatur wirksam wird, somit einen schnellen Garbrand des Periklases fördert und die Verwendung einer verhältnismäßig geringen Bindemittelmenge ermöglicht, so daß sich eine hohe Konzentration des Periklases ergibt.
  • Durch :die Einführung von Ca O (oder Calciumverbindungen, die bei hohen Temperaturen CaO abgeben) als F1ußmittel mit Fee 03 und A12 03 oder Mischungen beider ist es möglich, mit Fee 03 und A12 03 Verbindungen zu bilden, die bei niedrigen Temperaturen schmelzen und auch im Gleichgewichtszustand mit Periklas oder freiem Magnesiumoxtyd sind. Da Ca0 chemisch wirksamer ist als Mg O, werden sich die Calciumverbindungen schneller bilden als die entsprechenden Magne--siumverbindungen. Tatsächlich wird, wenn Magnesiumverbindungen mit hinreichend viel freiem Ca0 erhitzt werden, die Magnesiumverbindung unter Bildung der entsprechenden Calciumverbindung und Abtrennung von freiem Mg O oder Periklas zersetzt (Mg, Si02 + 2CaO = Ca2Si02+2M9O).
  • Es wurde gefunden, daß diese Eisenverbindungen mit Kalk sich leicht und bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur bilden und den Garbrand eines feuerfesten Magnesiaerzeugnisses bequemer und bei niedrigerer Temperatur als andere Flußmittelverbindungen herbeiführen. Da sie bei einer viel geringeren Temperatur schmelzen als andere Bindemittel als Calciumferrit, nämlich bei etwa I4oo°' C, so bilden sie ein leicht und gleichmäßig verteiltes Bindemittel, so daß das feuerfeste Erzeugnis weniger Bindemittel erfordert. Es ergibt sich so auch ein homogeneres feuerfestes Erzeugnis, welches weniger Neigung zu spalten besitzt.
  • Für die Herstellung eines solchen Bindemittels wird für die Reaktion mit Ca O ein Bestandteil verwendet, der dem Eisenoxyd gleichwertig ist. Zu beachten ist, daß A1203 und bzw. oder Cr203 als Ersatz für einenTeil des Fee 03 dienen können, auch kann der dem Eisenoxyd gleiehwertige Bestandteil den einen oder anderen dieser Stoffe in beschränkter Menge enthalten, aber wegen der wertvollen !härtenden Eigenschaften des Eisens ist es nicht wünschenswert, mehr als die Hälfte des Fee 0s in, dieser Weise zu ersetzen.
  • Die Menge des zu verwendenden Ca0 hängt nicht nur von der Menge des dem zu verwendenden Eisenoxyd gleichwertigen Bestandteils ab, sondern auch von der Menge des Si 02, das der ursprünglichen Magnesia als Verunreinigung oder mit den Flußmitteln hinzugesetzt wird. Im allgemeinen muß das Ca0, um sich mit Eisenoxyd zu verbinden., in einer Menge vorhanden sein, die doppelt so groß ist als die des S'02, welches im Endprodukt enthalten sein muß. Das CaO, welches wegen des vorhandenen S' 02 hinzugefügt wird, bildet eine feuerfeste Verbindung Dicalciumsilicat, die gebildet wird, bevor irgendwelches Calciumferrit sich gebildet hat, und das zusätzliche Ca O über das hinaus, welches für das Silicat erforderlich ist, ist unerläßlich für die Bildung des Ferritbindenittels. Demgemäß wird genügend Ca O verwendet, um das gesamte Si 02 in Dicalciumsilicat umzuwandeln und auch um mit dem dem Eisenoxyd gleichwertigen Bestandteil zu reagieren, um das Ferritbindemittel zu bilden. Wegen der erhöhten Menge Ca O, die ,dem Magnesit, welcher irgendeine bemerkenswerte Menge an Si 02 enthält, hinzugefügt werden muß, woraus sich eine Verdünnung des Periklas ergibt, und auch wegen der unerwünschten Staubbildungsneigung von feuerfesten Produkten, die viel Dicalciumsilicat enthalten, werden höhere periklashaltige Erzeugnisse erhalten, wenn man Magnesit oder Magnesiaprodukte verwendet, die nur geringe Mengen Si 02, d. h. gemäß der Erfindung weniger als 35 im Endprodukt enthalten.
  • Das Ferritbindemittel schmilzt bei einer bemerkenswert geringeren Temperatur in Gegenwart von Dicalciumsilicat, wenn das Verhältnis des Si 02 zum Fee03 im Dicalciumsilicat und Ferrit geringer als I : 4 gehalten wird, so daß ein -geringer Gehalt an Kieselsäure zwecks Verringerns der Schmelztemperatur des Bindemittels günstig sein kann. Andererseits macht die mögliche zerstörende Wirkung, die sich aus der Umwandlung des Dicalciumsilicats ergibt, das Vorhandensein des letzteren, ausgenommen in geringen Mengen, unerwünscht.
  • Die gesamte Menge an Kalk, die für das feuerfeste Periklaserzeugnis erforderlich ist, wird dann auch den Kalk umfassen, der notwendig ist, um das Si02 in Dicalciumsilicat überzuführen, sowie den Kalk, der für die Reaktion mit Fee03 (plus Ale03) unerläßlich ist, um ein Ferritbindemittel zu bilden.
  • Das Verhältnis von zu verwendendem Ca0 zum gesamten Fee03 (plus Alt 03) kann variieren, soll aber im albgemeinen nicht geringer sein als 4/io des gesamten R203 sowie 7/Io des gesamten Fee03 (plus Alt 03) nicht überschreiten, wenn das R2 03 im wesentlichen alles Fee 03 ist. Umfaßt das Fee 03 s/10 des gesamten vorhandenen R2 03, so sollte der Anteil des Ca 0 80/100 dies gesamten R203 nicht überschreiten. Es wurde gefunden, daß kein: besonderer Vorteil auftritt, wenn der Ersatz von Fee 03 durch Ale 03 4/i0 'es gesamten R2 03 überschreitet. Tatsächlich werden über diese Grenze hinaus die härtenden Eigenschaften des feuerfesten Produkts in der Praxis verringert, und das Bindemittel wird weniger schmelzbar.
  • Zu bemerken ist, d,aß der Ausdruck Ferrite nicht nur Verbindungen u,mfaßt; in. welchen sich Fee 03 in Verbindung mit Protoxyden, wie Ca 0, befindet, sondern auch solche Verbindungen, in welchen ein. Teil des Fe203 durch AI2O" und Cr2O3 ersetzt worden ist, und daßf der Ausdruck Ferritbindemittel diese Verbindungen sowie diejenigen Bindemittel umfaßt. in denen Calciumferrit der vorlherrscende. Bestandteil ist, aber mit einer geringeren Meng@ Dicalciumnsilicat zusammnengeschmolzen worden ist in welch letzterem Fall das Flußmittel zum großen Teil als ein basisches Glas unkristallisiert bleiben kann.
  • Es wurde gefunden, daß es möglich ist, ein hinreichend gut geschwundenes feuterfestes Periklaserzetgnis mit einem niedrigen Geaalt an Calciumferrit von 7%i herzustellen, doch kann in der Praxis ein schneller brauchbares Erzeugnis bei eurem Gehalt an I2 bis I5%o Calciumferrit erdalten werden. Für besondere metallurgische Zwecke kann der Calciumferritgelialt auf 2o% erhälit werden.
  • Das neue Verfahren kann sehr einfach durch seine Anwendtung auf die Behandlung von Magnesit erläutert werden wobei sich höchstens 3%o Kieselsäure im Fertigprodukt befinden, oder auf ein Magnesiaprodulkt. welches durch ein Entkalkungsverfahren aus Dolomit gewonnen worden ist. Der Ausdruck Magnesiumoxyd soll das Oxyd und diejenigen Verbindungen oder Mischungen von Verbindungen einschließen, welche beim Rösten Magnesiumoxyd ergeben.
  • Um ein solches feuerfestes Produkt herzustellen, wird, wenn der Kieselsäuregehalt niedrig ist, der Mlagnesit auf etwa I cm Größe zerkleinert und dann mit einem wenig Kieselsäure enthaltenden Eisenoxydmaterial, wie Eisenerz, vermischt. Es wird genügend Kalkstein, Dolomit oder Kalk hinzugefügt, um einerseits mit Si O2 zu reagieren, um Di calciumsilicat zu bilden. und andererseits das Eisenoxyd und die Tonerde in ein Calciumferrit, wie oben erwähnt, umzuwandeln. Der Vorteil der Verwendung von Dolomit besteht darin, daß nicht nur das erforderliche CaO geliefert wird, sondern auch das Produkt mit Bezug auf die im Dolomit vorhandene Magnesia angereichert wird. Diese 'Mischung wird dann einem Drehofen aufgegeben und mit Kohlenstaub, Öl od-er Gas als Brennstoff auf eine Temperatur von i4oo bis 155o= C erhitzt. Das Kohlendioxyd wird vom Magnesit und Dolomit abgegeben, und die Bestandteile der Beschickung geben 1:-i der benutzten Temperatur eine chemische Vereinigung ein, wobei ,die Kieselsäure Dicalcium- oder Tri- i calciumsilicat bildet, das Eisenoxyd und die f Tonerde sich mit dem CaO verbinden, um Calciumferrit zu bilden, und: das -'#Iagnesittmoxvd schwindet und in die kristallinische Modifikation Periklas übergeht. Das Calciumferrit dient dem doppelten Zweck als 'Iineralisator, um ein alsbaldiges Schwinden des Produktes und die Entwicklung der kri stallinischen 'Iodifikation der 1La@riresia. die als Periklas belcarint ist, i::rtr2izuführen, und als Verklinkerungs- oder Bindemittel, um die Teilchen des feuerfesten Produkts zusammenzu:a@t@n. Das Produkt i;,3nimt aus dem Ofen iieratis als dichte. hart a@klinkerte Teilchen an dunkelbrauner bis schwarzer Farbe, die in j hlinkerform ein spezifisches Gewicht von etwa 2 aal"2n. Eine mikroskopische Untersuchung zeigt, daß das Produkt aus verhältnismäßig großen Periklas:krystallteilchen besteht, die im allgemeinen ab-:rundet und von ;selber oder brauner Farbe im Dünnschliff sind. Di=--s-2 Peri-klasteilchen sind dicht zusammengelagert und die Zwischenräume zwiselien ihnen durch Calciumfürrit angefüllt, «-.-leises unter dem Mikroskop im Dünnschliff Vor: roter oder brauner Farbe ist.
  • Es ist manchmal wünschenswert. das feuerfeste Periklaserzeugnis in der «'eise herzustellen, rlaß man lIagnesit zu einem Pulver von ioo llasclren auf den Quadratzentimeter Siebfeinheit oder feiner zerkleinert, und so eine Feinv°rteilun-g des Si O., i-erbeiztifüliren, oder das pulverförmige 'lagnesiaprodukt zu verwenden, w-2lcaes durch ein Entkalkungsverfahren aus Dolomit gewonnen ist. Das feingepulverte llagne@sit oder llagnesiaprodukt wird dann mit gepulverten Flußmitteln, wie Eisenoxyd, und geptilv-crt-em Dolomit oder Kalk oder Kalkstein v:rmischt und mit Wasser zu einem Schlicher -.Mischt. Es kann auch zweckmäßig sein. .;in.eii Schlicker dadurch herzustellen, daß man di--'Magnesia und die Flußmittel zusamm°_n in einer Kugelmühle oder ähnlichen Mahlvorrichtung vermahlt. Dieser Schliclc2er wird dann in einen Drehofen gebracht und bei einer Temperatur von i4oo bis i 5 50= C geröstet. Das Produkt verläßt den Ofen in knotenförmig geklinkerten Teilchen von etwa o.6 cm Durchmesser wie zuvor.
  • Beispiele der Zusammensetzung von Periklasklinkern, die nach diesem '`erfahren 1-ei-gestellt sind, «erden durch die folgenden =@nalvs2n veranschaulicht:
    A i
    Sir O., ......... I,8 1,2 2,2
    Al" C)........... 0,9 0,7 2,0
    F ;........ 6,2 4,0 7,7
    Ca Ö .......... 8,2 5.5 10,4
    Mg 0 ......... 82,9 88,6 77,7
    Wünschenswert ist also. daß da, wo Si O2 im Betrag von 1.2 bis 2.201o und die Komponente. die gleichwertig dem Eisenoxyd ist, in einem Anteil von 4.,7 bis 9.7"/o vorhanden ist, der Gehalt an Ca0 etwa 5.5 bis io,4 beträgt. Ein .besseres feuerfestes Produkt kann erzeugt werden, wenn Periklas zur Verfügung steht und zu einem körnigen oder gepulverten Material aufbereitet worden ist. Der Periklas wird mit Calciumferrit oder mit Kalk und Eisenoxyd in .den für die Bildung von Calciumferrit erforderlichen anteiligen Mengen vermischt. Die Mischung wird dann bei einer Temperatur gebrannt, bei welcher das Calciumferrit reagiert und die Periklas.teilchen einbindet.
  • Je nach ihrer besonderen Form können die Produkte für verschiedene Zwecke verwendet werden. Mit einem körnigen Klinkerprodukt ist ein besseres und dauerhafteres feuerfestes Produkt zur Herstellung neuer Böden. und zum Instandihalben und Ausbessern alter Böden in basischen Öfen zu erzielen. Der nach dem neuen Verfahren hergestellte Klinker ist wegen seiner Homogenität und seiner fehlenden Neigung, zu spalten, sehr gut geeignet für die Herstellung von feuerfesten Produkten in Ziegelsteinform und anderer Form.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesia durch Brennten von magnesiahaltigem Material in Gegenwart. von Calciumferrit, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung gebrannt wird, welche außer dem, magnesiahaltigen Material nicht mehr als 3 %, Kieselsäure und' außer-,dem Kalk und, Eisenoxyd in solchen Mengen enthält, daß sie ausreichen, um die Kieselsäure zu Dicalciumsilicat und das Eisenoxyd zu Calciumferrit. zu binden.. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Österreichische P.atentsrlhrift Nr. 134624; britische Patentschrift Nr. 48I 281; Journ. Wash.. Acad Sci. 6, igi6, S. 534; Zement, 23, 1934 S. 51i, 25, 1936, S. 843; Berichte D. K. G., 18, 1937, S. 103, 104, 423, 424; Am. Journ. Sci, 1931, (5) Bd. 21, S. 149; Ohio State University Studies, 1932, Nr. 70; 11. zur Strassen, »Fortschritte der Min.-, Krist.- u. Petrographie«, 1936, S. -28:2; Rec. trav. chim. Pays Bas SS, 1936, S. 340; M. J. Mc. Caughey und H. C. Lee, »Metals and Alloys«, 1937, S. 153 bis 157; Can. Min. Bull. 1933, Nr. 257, S. 541 bis 554; E. Hofman, »Mitteilungen aus dem zementtechnischenInstitut der techn. Hochschule Berlin« L II, Zementverlag, Berlin-Charlottenburg, 1935 R. Niederleuthner, »Unbiltds:ame Rohstoffe keramischer Masse«, 1928; R. Banko, »Der Magnesit und seine Verarbeitung«, 1932.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1275432B (de) * 1963-05-31 1968-08-14 Russell Pearce Heuer Feuerfeste Steine, Bloecke und Massen aus gebrannter Magnesia
DE1671207B1 (de) * 1965-05-14 1971-05-13 Veitscher Magnesitwerke Ag Gebrannter,mit einem Kohlenstofftraeger durchsetzter,basischer,feuerfester Stein und Verfahren zu seiner Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT134624B (de) * 1931-04-25 1933-09-11 Alterra A G Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesit oder von solchen enthaltenden feuerfesten Massen.
GB481281A (en) * 1936-07-03 1938-03-03 Non Metallic Minerals Inc Improvements in and relating to refractory products

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